Bund deutscher Personenschützer BDP e.V. (in Gründung)

  • Der Bund Deutscher Personenschützer e.V. (BDP e.V.) steht für Loyalität, Diskretion, Kompetenz, Vertrauen und Integrität – Werte, die im Personenschutz nicht nur Anspruch, sondern Voraussetzung sind.

    Als unabhängige Organisation setzen wir uns für faire Rahmenbedingungen, tarifliche Gleichstellung, standardisierte Qualifikationen und berufliche Anerkennung ein.


    Mit Fachveranstaltungen, Zertifizierungen, Positionspapieren und Gremienarbeit fördern wir die Professionalisierung und gesellschaftliche Sichtbarkeit einer Branche, deren Beitrag oft im Verborgenen bleibt.

    Unsere Schwerpunkte:


    • Etablierung der ersten DIN-Norm für Personenschutz
    • Kooperation mit DIHK und Bildungsinstitutionen
    • Aufbau eines Netzwerks für Forschung, Bildung und Qualität
    • Entwicklung einer eigenen Berufsunfähigkeitsversicherung für Personenschützer
    • Förderung von Corporate Benefits und beruflicher Weiterentwicklung


    Wir gestalten eine sichere Zukunft, schützen unsere Mitglieder und stehen für einen ethisch fundierten, rechtssicheren und professionellen Schutzauftrag – für unsere Mitglieder, die Branche und die Gesellschaft.


    https://bdpev.de/

  • Na, dann bin ich mal gespannt ob das genau so eine Nullnummer wird wie die (mittlerweile scheinbar verschwundene) Bundesvereinigung der Waffenträger in der Sicherheitswirtschaft (BVWSW) e.V..


    Mir schwant zumindest schon mal Übles.


    Auf Linkedin findest sich dazu:



    Damit und mit dem Eingangsbeitrag ist eigentlich klar, wohin es geht:


    Irgendwer lässt sich über die Mitgliederbeiträge "fachkundige Beratung" bezahlen.

    Irgendwer versucht, Ausbildungsteilnehmer zu rekrutieren und bei sich oder seinen Kumpels zu zentralisieren.

    Irgendwer versucht, Versicherungen zu verkaufen um Provision zu kassieren.

    Irgendwer versucht, Mitglieder für ein "Corporate Benefits"-Programm zu generieren, um Provision zu kassieren.

    Und irgendwer versucht, über irgendwelche ausgedachten Normen die Konkurrenz zu verdrängen.


    Kein ernstzunehmender Personenschützer macht sich über Lohndumping oder tarifliche Gleichstellung Gedanken. Das machen nur die, die gerne in die Branche kämen, aber nicht in ihr sind...


    Wenn ich mir so anschaue, wer sich in der Branche gerne nach Außen als angeblicher "Personenschützer" anpreist, Lehrgänge anbietet und sich mit allem außer echtem Personenschutz beschäftigt, dann hoffe ich, dass ich mit meinen Befürchtungen daneben liege.

  • Thema Personenschutz:

    Wenn Sie eine Firma prüfen, fragen Sie nicht "Haben Sie Personenschützer?", sondern fragen Sie: "Nach welchem Standards sind ihre Mitarbeiter ausgebildet?"



    Vertrauen schaffen da Dinge wie:

    • Operative Ausbildung angelehnt an SIA Level 3 [oder "British Standard 8507"](für Taktik und "Low Profile" Verhalten)
    • Abschluss des Personenschutzlehrgangs (PSL) beim BKA oder Ehemaliger Beamter GSG9 / SEK / MEK“ oder „Ehemaliger Soldat KSK (Kommando Spezialkräfte)


    Wenn der Verband da Verbindungen schafft, könnte er Erfolg haben.
    Sonst sehe ich X-Firmen die Personenschutz anbieten die irgendwelche Zertifikate vorzeigen.



    Wichtig, es soll auf keinen Fall bedeutet, das Firma ohne diese Internationalen Standards, Schlecht wären.
    So gibt es wirklich gute spezialisierte Personenschutzunternehmen.

    Was ich damit andeuten möchte, viele Firmen bieten es an ohne echte Expertise.

              

    Bücher für das Sicherheitsgewerbe

  • Wenn ich mir so anschaue, wer sich in der Branche gerne nach Außen als angeblicher "Personenschützer" anpreist, Lehrgänge anbietet und sich mit allem außer echtem Personenschutz beschäftigt, dann hoffe ich, dass ich mit meinen Befürchtungen daneben liege.

    darum geht es ja, Lehrgänge zu verkaufen :D das ist ja deren Geschäftsmodell.

    Meister für Schutz und Sicherheit – mit Stolz im Beruf.

  • ertrauen schaffen da Dinge wie:

    Operative Ausbildung angelehnt an SIA Level 3 [oder "British Standard 8507"](für Taktik und "Low Profile" Verhalten)

    Abschluss des Personenschutzlehrgangs (PSL) beim BKA oder Ehemaliger Beamter GSG9 / SEK / MEK“ oder „Ehemaliger Soldat KSK (Kommando Spezialkräfte)

    An Internationale Standards anlehnen? SIA, ne das geht nicht, das können wir deutschen doch besser ;) Ausbildung bei Bundeswehr oder Polizei? auch unnötig!

    Meister für Schutz und Sicherheit – mit Stolz im Beruf.

  • Ich bin ja da überhaupt nicht im Thema, heißt das es könnten auch nicht geeignete Personen in diesem hoch sensiblen Bereich zum Einsatz kommen?

  • heißt das es könnten auch nicht geeignete Personen in diesem hoch sensiblen Bereich zum Einsatz kommen?

    Google einfach mal "Personenschutz" und schau Dir die Vielzahl von Anbietern und die Ergebnisse der Bildersuche dazu an. Im Übrigen mal die Lehrgangsanbieter für "Personenschutz" in Deutschland anschauen...


    Leider wird mehr Personenschutz angeboten (viel seltener dann auch verkauft) als tatsächlicher Personenschutz durchgeführt wird, der den Namen auch verdient.


    Und weil ich das jetzt erst sehe:


    Vertrauen schaffen da Dinge wie:

    (...)

    Abschluss des Personenschutzlehrgangs (PSL) beim BKA oder Ehemaliger Beamter GSG9 / SEK / MEK“ oder „Ehemaliger Soldat KSK (Kommando Spezialkräfte)


    Ausbildung bei Bundeswehr oder Polizei? auch unnötig!


    Erste Frage wäre: Wieso wurde der Beamtenstatus aufgegeben? Und dann dieser Antwort hinterherforschen. Zu einem guten Teil hat das Gründe. Und die Eigenschaft als Kommandosoldat zeugt zwar von körperlicher Leistungsfähigkeit und Durchsetzungswillen, schafft aber nur wenig Fähigkeiten die im zivilen Personenschutz hilfreich sind, ggf. sogar im Gegenteil.


    Das nur als Hinweis aus der Praxis.


    Jein, eine solche Ausbildung ist natürlich auch ein gewisser Filter und filtert schon einige Leute vorab aus, zumal es keine qualifizierte und strukturierte zivile Ausbildung in diesem Bereich gibt, aber eine Garantie ist sie auch nicht. Zudem werden teilweise Inhalte vermittelt und Verfahrensweisen verinnerlicht, die im Zivilen nicht anwendbar sind (Teamgröße, Sonderrechte, Ressourcen).

    Und zumindest bei dem einen Teil steckt wie gesagt oft eine Geschichte dahinter.


    Vertrauen schaffen da Dinge wie:

    Operative Ausbildung angelehnt an SIA Level 3 [oder "British Standard 8507"](für Taktik und "Low Profile" Verhalten)

    Das ist zwar nicht schlecht, am Ende ist das aber auch nur ein 3-wöchiger Lehrgang der nur ein paar grundlegende Dinge beibringen aber weder operative Erfahrung noch Lebenserfahrung ersetzen kann.


    "Nur" mit diesem Zertifikat ist man immer noch kein Personenschützer, man hat nur einen weiteren Zettel.


    Aber ja, bevor man gar nichts vorweisen kann, dann lieber das als Grundlage. Zu erwarten, dass man damit aber eine PS Karriere durchstartet oder damit bei hochwertigen Kunden Eindruck schindet, ist ein bisschen zuviel erhofft. Grade letztere schauen oft auf eine spezialisierte Herkunft aus Behörde oder Streitkräften um dann im Nachgang erstaunt und enttäuscht zu sein, dass man nicht das bekommt, was man eigentlich erwartet hat (nachdem man ein Rennpferd auf einer ziemlich engen Weide eingepfercht hat).

  • Und zum eigentlichen Beitrag:


    Am 01.12.2025 gab es wohl die Gründungsversammlung (mit Bild der Beteiligten):


    https://de.linkedin.com/posts/…-7401519259329126400-l1Bj


    Vor zwei Monaten hat man seine "Mission" nochmal ein wenig ausformuliert:


    https://de.linkedin.com/posts/…-7407321295991877632-o-hI



    Und vor einem Monat hat man ein "Positionspapier" veröffentlicht:


    https://de.linkedin.com/posts/…-7427615004125884416-_XKV



    Aber die bisherige Schwerpunktarbeit ist wohl:


    darum geht es ja, Lehrgänge zu verkaufen :D das ist ja deren Geschäftsmodell.

  • Danke für die Antworten, ich dachte bei diesem sehr anspruchsvollen Aufgabengebiet wären die Auswahlkriterien sehr streng, bin ich wieder ein bisschen klüger.

  • Ich dachte bei diesem sehr anspruchsvollen Aufgabengebiet wären die Auswahlkriterien sehr streng, bin ich wieder ein bisschen klüger.

    Die Problematik ist dabei wie so oft:


    Es hängt nicht nur davon ab, wer ausgewählt wird sondern auch wer auswählt.


    "Personenschutz" anbieten kann in Deutschland jeder, der nur minimalste Grundvoraussetzungen erfüllt. Im "Personenschutz" arbeiten kann in Deutschland ebenfalls jeder, der nur minimalste Grundvoraussetzungen erfüllt.


    Was "Personenschutz" eigentlich ist, ist nirgens definiert. Also macht jeder und liest jeder daraus, was er möchte bzw. was er sich so vorstellt. Und bei Weitem nicht alle, die "Personenschutz" anbieten führen ihn auch tatsächlich durch. Zumal das Wort nicht geschützt ist und Kram als "Personenschutz" verkauft wird, der letzten Endes nur Z-Promi und Möchtegern-VIP-Betreuung ist. Wie die 4 wichtig umherschauenden, im Anzug aufkreuzenden "Personenschützer", die ich vor einer Weile beim Abholen irgend eines Influencer-Spastis an einem deutschen Flughafen beobachten konnte (Fluggäste mussten dann fragen, wer das eigentlich ist, der da abgeholt wird und bekamen ihre Frage natürlich auch ganz stolz beantwortet), denen aber wie den anderen Anwesenden nicht auffiel, dass in der Menge auch noch bewaffnete Dritte eines echten Personenschutzteams "herumstanden", die ganz unabhängig davon eine andere Person in Empfang genommen haben, ohne dass es irgend jemand mitbekommen hat.



    Insofern ist die Idee einer Normierung bzw. Standardisierung grundsätzlich ja nicht falsch. Da stellt sich dann aber wieder die Frage, WER diese Normierung durchführt. Im hier diskutierten Beispiel hat sich irgendwer berufen gefühlt, dass das jetzt seine Aufgabe sein sollte. Mit welchem Hintergrund und welcher Qualifikation und Erfahrung das erfolgt hat man nicht öffentlich gemacht.

    Und daran wird es gemäß meinem Blick in die Glaskugel dann langfristig wieder scheitern, so wie bei anderen und deren Versuchen ebenfalls.


    Hier wird ein existierendes Netzwerk ein wenig wahrnehmbarer und kann vielleicht den einen oder anderen "Beifang" an Kursteilnehmern abfischen, aber irgendwann wird der Aufwand für den neu gegründeten BDP zu hoch und man konzentriert sich dann doch lieber wieder auf sein eigentliches Kerngeschäft. Momentan ist der Mehrwert für tatsächlich im Personenschutz bereits tätige Unternehmen mit eigenem Netzwerk nicht zu erkennen. Im Schwerpunkt wird das für eine kurze Weile eher ein Hoffnungsträger für die, die in die Branche einsteigen wollen, bis sie dann keine 300 Euro im Jahr mehr für ihren "Associate" Status bezahlen wollen...


    Reminder, das hier sind die Mitgliedschaftsvoraussetzungen, damit man dann 420€ im Jahr zahlen darf:


    Zitat

    Vorraussetzungen für Expert-Member

    (Behördlicher Nachweis oder Nachweis aus der freien Wirtschaft):

    Behördlich

    • mindestens 2 Jahre Berufserfahrung im noch aktiven Personen- oder Begleitschutz
    • Beglaubigung der Einheit / Dienststelle


    Freie Wirtschaft

    • mindestens 2 Jahre Berufserfahrung im aktiven Personen- oder Begleitschutz
    • mindestens Sachkunde nach §34a GewO
    • Zertifikat Personenschutz-Ausbildung der IHK
    • Beglaubigung der zuständigen Gewerbeaufsichtsbehörde über die Ausübung des aktiven Personenschutzes


    Die meisten Personenschützer die ich kenne haben kein "Zertifikat Personenschutz-Ausbildung der IHK" sondern ziehen ihre Qualifikation aus anderen Quellen. Aber die Forderung lässt mich vermuten, dass Teile der Gründer eins haben...


    Grundsätzlich ist für diese Tätigkeit die Personalauswahl schwierig, denn weder ein Stück Papier, irgendwelche Zertifikate von wem auch immer noch eine jahrelange behördliche oder militärische Ausbildung sind ein wirklicher Garant dafür, dass jemand als Personenschützer und viel wichtiger noch als Mitglied eines Personenschutzteams funktioniert. Das zeigt am Ende nur die Praxis. Wie gesagt hat die Aufgabe des Beamtenstatus meist irgend einen Grund. Und daher erfolgen die meisten Vermittlungen in solche Tätigkeiten über Netzwerke in denen sich die Leute schon (meist seit Jahren) kennen und wissen, wer was kann und wie er tickt. Ob der BDP so ein Netzwerk werden kann, wird wie gesagt die Zeit erweisen. Momentan sehe ich das noch nicht.

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