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Fachkraft für Schutz und Sicherheit mit Behinderrung

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Fachkraft für Schutz und Sicherheit mit Behinderrung

Beitragvon Securolli » 11.10.2016 08:56

So Leute ich habe eine Frage an alle also ich bin Rollstuhlfahrer und haben meinen §34a GwO aber ich finde leider keinen Job in dieser Branche. Ich habe schon alles durchgeschaut aber jede Firma die ich angeschrieben oder angerufen habe hat gesagt das es mit meiner Behinderung nicht möglich ist was aber nicht stimmt hat jemand eine Idee was ich noch machen könnte da es mein Traumberuf ist und auch schon immer war.

Hoffe auf eine gute Antwort von euch danke im Voraus
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Re: Fachkraft für Schutz und Sicherheit mit Behinderrung

Beitragvon Peter S. » 11.10.2016 10:33

Bist Du jetzt eine FSS oder hast Du eine Unterrichtung nach §34a oder eine Sachkundeprüfung nach §34a?

Und wie stellst Du Dir denn das Arbeiten im Sicherheitsgewerbe vor? Was willst Du denn tun, wenn Du sagst:

jede Firma die ich angeschrieben oder angerufen habe hat gesagt das es mit meiner Behinderung nicht möglich ist was aber nicht stimmt


Der überwiegende Großteil der Tätigkeiten in der Sicherheitsbranche benötigt eine gewisse körperliche Leistungsfähigkeit und Mobilität.

Sicher gibt es einige Stellen (ich denke da an z.B. Pfortendienste, Leitstellenarbeit o.ä.), wo man mit eingeschränkter Mobilität noch einsetzbar sein kann, wenn das die baulichen Voraussetzungen hergeben. Aber auch bei diesen Positionen muss man im Notfall bei einer Evakuierung helfen oder auch mal Kollegen bei einer größeren Lage oder Handgreiflichkeit unterstützen oder dem Arbeitgeber auch mal als Springer bei Personalengpässen zur Verfügung stehen können.

Das hohe Gut der Chancengleichheit in Ehren, aber irgendwo gibt es dafür in der gelebten Realität auch Grenzen.

Gibt es keine anderen vergleichbaren Tätigkeiten, die Dich interessieren? Eine Stelle im Empfang eines Konzerns ist manchmal nicht allzu unterschiedlich zum Pfortendienst und der Konzern kann ggf. seine Quote erfüllen. Bei größeren Unternehmen mit Betriebsrat ist man als eingeschränkt einsetzbarer Mitarbeiter auch deutlich besser betreut und geschützt.

Eine gute Antwort ist im besten Fall eine ehrliche Antwort, das muss aber nicht zwangsläufig die Antwort sein, die Du hören willst.
Peter S.
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Re: Fachkraft für Schutz und Sicherheit mit Behinderrung

Beitragvon Frank » 11.10.2016 18:31

Hallo,

wende dich doch am besten an den Spezialisten der dir die Umschulung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit "verkauft" hat.

Es gibt für Rollstuhlfahrer in dem Bereich keine Stellen, das ist nun einmal die Realität.

Selbst einfache Pfortendienste sind eben nicht einfach.

Das fängt bei der ureigensten Tätigkeit eines Pförtners an,nämlich dem Auf-und Zuschließen des Gebäudes.
Wie willst du mit einem Rollstuhl an Notausgangstüren zur Verschlußkontrolle kommen ?
Wie willst du im Sommer offenstehende Fenster schließen ?
usw.
Dazu kommen ja noch die anderen Tätigkeiten wie
-Post verteilen
-Annahme von Sendungen für Abwesende MA
-Zeitungsverteilung
usw.

Selbst eine NSL ist nur bedingt dafür geeignet,da ja auch hier (wie zum B. einem großen der Branche üblich)
Nebentätigkeiten wie das Ausgeben der Schußwaffen für G+W dazu gehören zum B.


Bestimmte Behinderungen schließen nun einmal eine Tätigkeit im Wachgewerbe aus, das ist nun einmal so.
Und zwar auch und gerade zum Schutze des Mitarbeiters.
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Re: Fachkraft für Schutz und Sicherheit mit Behinderrung

Beitragvon Laubfrosch » 11.10.2016 19:51

Frank hat geschrieben:Selbst eine NSL ist nur bedingt dafür geeignet,da ja auch hier (wie zum B. einem großen der Branche üblich)
Nebentätigkeiten wie das Ausgeben der Schußwaffen für G+W dazu gehören zum B.


Wobei das in einem mir bestens bekannten Fall überhaupt keine Probleme bereitete.
Rollstuhlfahrer als NSL-Fachkraft, der alle, wirklich alle "Nebentätigkeiten" des Zentralisten problemlos bewältigen konnte. Auch die Ausgabe von Waffen an die GWT-Fahrer.
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Re: Fachkraft für Schutz und Sicherheit mit Behinderrung

Beitragvon Frank » 12.10.2016 00:11

Hallo,


ah ja...mal wieder
Wobei das in einem mir bestens bekannten Fall überhaupt keine Probleme bereitete.
Rollstuhlfahrer als NSL-Fachkraft, der alle, wirklich alle "Nebentätigkeiten" des Zentralisten problemlos bewältigen konnte. Auch die Ausgabe von Waffen an die GWT-Fahrer


Märchenstunde....... :lol:

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Re: Fachkraft für Schutz und Sicherheit mit Behinderrung

Beitragvon Peter S. » 12.10.2016 08:13

Sowas kann man organisatorisch ja so gestalten, dass das machbar ist.
Barrierefrei zugängliche Räume sollten zumindest in Neubauten langsam zur Norm gehören, Notausgänge sowieso. Und viele Bürogebäude haben gar keine manuell bedienbaren Fenster mehr. Etc.
Wo und wie ich die Waffen lagere und ob die sitzend oder ausschliesslich stehend zu entnehmen sind, ist ein organisatorisch lösbares Ding.

Das kostet halt, ist zusätzlicher Aufwand und wirklich sicher funktionieren wird dann auch nur das, was explizit so gestaltet ist, dass es auch funktionieren kann. Von allen anderen Eventualitäten, die dieser Job halt naturgemäß so mit sich bringt, sind dann wieder einige nicht zu schaffen.

Und das ist eben auch das Problem. In vielen Branchen sind diese Eventualitäten so überschaubar, dass es eben im Rahmen bleibt, Kollegen mit bestimmten Einschränkungen zu integrieren und die zusätzlichen Aufwendungen in einem organisatorisch und finanziell vertretbaren Rahmen zu halten.

Sicherheitsdienstleistungen sehe ich da nicht drunter.

Wenn ich irgendwann mal in diese Situation kommen sollte, werde ich nichts von dem, was ich derzeit tue noch machen können. Dann muss der Wechsel zurück an den Schreibtisch erfolgen, von dem ich vor einiger Zeit weg bin. Dort ist das schon eher denkbar, erfordert aber wiederum einen Arbeitgeber, der willens ist, sich diese zusätzliche Last aufzubürden. Die Tätigkeiten sind dann aber nur noch namentlich mit Sicherheitsdienstleistungen verbunden, das ist dann halt Bürotätigkeit.-
Peter S.
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Re: Fachkraft für Schutz und Sicherheit mit Behinderrung

Beitragvon Laubfrosch » 12.10.2016 12:00

Frank hat geschrieben:Hallo,


ah ja...mal wieder
Wobei das in einem mir bestens bekannten Fall überhaupt keine Probleme bereitete.
Rollstuhlfahrer als NSL-Fachkraft, der alle, wirklich alle "Nebentätigkeiten" des Zentralisten problemlos bewältigen konnte. Auch die Ausgabe von Waffen an die GWT-Fahrer


Märchenstunde....... :lol:

Wohl 2 Revolver und 12 Patronen .............. 8)


Ach Frank, nur weil etwas nicht von Deinem offensichtlich überschaubaren Horizont erfasst werden kann, ist es gleich eine Märchenstunde?

Zur Info: Besagter Fall war bis zum Umzug der NSL nach Mannheim im Stammsitz von Ziemann. Und wenn Du der Meinung bist, Ziemann hätte nur eine Tour unterwegs, bitte. Nicht ich mache mich dabei lächerlich.


Peter S. hat geschrieben:Sowas kann man organisatorisch ja so gestalten, dass das machbar ist.
Barrierefrei zugängliche Räume sollten zumindest in Neubauten langsam zur Norm gehören, Notausgänge sowieso. Und viele Bürogebäude haben gar keine manuell bedienbaren Fenster mehr. Etc.
Wo und wie ich die Waffen lagere und ob die sitzend oder ausschliesslich stehend zu entnehmen sind, ist ein organisatorisch lösbares Ding.

Das kostet halt, ist zusätzlicher Aufwand und wirklich sicher funktionieren wird dann auch nur das, was explizit so gestaltet ist, dass es auch funktionieren kann.


Ziemann baute damals die NSL entsprechend um. Es stand ohnehin eine bauliche Erweiterung der NSL an (nicht zuletzt um die entsprechenden Normen weiter zu erfüllen), in etwa zur gleichen Zeit kam dann der Fall des Rollstuhlfahrers hinzu. Einen Teil der Umbaukosten konnte man sich damit wieder erstatten lassen, wenn eben barrierefrei gebaut wird um den Rollstuhlfahrer integrieren zu können.
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Re: Fachkraft für Schutz und Sicherheit mit Behinderrung

Beitragvon Frank » 12.10.2016 13:00

Hallo Peter,

dazu:
Barrierefrei zugängliche Räume sollten zumindest in Neubauten langsam zur Norm gehören, Notausgänge sowieso. Und viele Bürogebäude haben gar keine manuell bedienbaren Fenster mehr. Etc.


Notausgänge können gar nicht Barrierefrei sein, denn sonst würden sie dir im Notfall nichts nützen.
Sie führen entweder in innen oder außen liegende Treppenhäuser, womit für den Rolli
das AUS besiegelt ist.
Auch nicht zu öffnende Fenster sind leider die Ausnahme und nicht die Regel.

Und dazu:
Wo und wie ich die Waffen lagere und ob die sitzend oder ausschliesslich stehend zu entnehmen sind, ist ein organisatorisch lösbares Ding.


dann schau dir einmal so einen Arbeitsplatz an:
https://www.ziemann-gruppe.de/notruf-un ... telle.html

(keine Werbung, da der Name ja hier schon genannt wurde..)

womit wir zu Laubfrosch kommen:
Nun,wenn ich mir das Bild da anschaue und mit deiner Aussage
Besagter Fall war bis zum Umzug der NSL nach Mannheim im Stammsitz von Ziemann.

vergleiche,bleibe ich bei meinen Zweifeln am Wahrheitsgehalt deiner Aussage.
Türsteher in Thüringen aber Ba-Wü kennen .....aber DAS wäre doch ein Job für Rolli-Fahrer....
Türsteher
bzw. hier wohl besser Türsitzer :)
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Re: Fachkraft für Schutz und Sicherheit mit Behinderrung

Beitragvon Laubfrosch » 12.10.2016 13:53

Frank hat geschrieben:Hallo Peter,

dazu:
Barrierefrei zugängliche Räume sollten zumindest in Neubauten langsam zur Norm gehören, Notausgänge sowieso. Und viele Bürogebäude haben gar keine manuell bedienbaren Fenster mehr. Etc.


Notausgänge können gar nicht Barrierefrei sein, denn sonst würden sie dir im Notfall nichts nützen.
Sie führen entweder in innen oder außen liegende Treppenhäuser, womit für den Rolli
das AUS besiegelt ist.

Nicht, wenn die NSL ebenerdig gebaut ist, also nicht in einem höheren Stockwerk liegt. Da gibt es dann auch keine Treppen.

Frank hat geschrieben:Auch nicht zu öffnende Fenster sind leider die Ausnahme und nicht die Regel.

In einer ebenerdig gebauten NSL mit damaliger Zertifizierung gem. VdS nicht unbedingt. Da gab es schon damals entsprechende Vorschriften, welche die Öffnungsmöglichkeiten der Fenster betrafen.


Frank hat geschrieben:Und dazu:
Wo und wie ich die Waffen lagere und ob die sitzend oder ausschliesslich stehend zu entnehmen sind, ist ein organisatorisch lösbares Ding.


dann schau dir einmal so einen Arbeitsplatz an:
https://www.ziemann-gruppe.de/notruf-un ... telle.html


Einziges Bild der NSL dieser Seite zeigt einen Operatorplatz. Und zudem einer, der problemlos von einem Rollstuhlfahrer bedient werden kann, der oberhalb der Gürtellinie voll beweglich ist. Wir reden hier ja nicht von einem Schwerstbehinderten, der noch nicht mal seinen Kopf mehr bewegen kann.

Den Rest der NSL sehen wir hier nicht. Insbesondere nicht die Lagerung der Waffen und deren Ausgabe bzw. Empfang.

Womit wir zu
Frank hat geschrieben:Nun,wenn ich mir das Bild da anschaue und mit deiner Aussage
Besagter Fall war bis zum Umzug der NSL nach Mannheim im Stammsitz von Ziemann.

vergleiche,bleibe ich bei meinen Zweifeln am Wahrheitsgehalt deiner Aussage.

kommen.

Ich könnte Dir auch noch Namen und letzte Funktion des Rollstuhlfahrers in der ehemaligen NSL in Schallstadt nennen. Ich glaube aber nicht, dass H.P. seinen vollständigen Namen hier öffentlich lesen möchte.
Mittlerweile arbeitet er nicht mehr in der Ziemann-NSL, weil er den Umzug nach Mannheim nicht mitmachen wollte. Bei Ziemann arbeitet er aber meines Wissens noch immer.
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