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Sicherheitsdienste sollen bald Handelsschiffe schützen

Meinungen und Fragen zu weiteren Gebieten

Moderator: Moderatoren

Re: Sicherheitsdienste sollen bald Handelsschiffe schützen

Beitragvon Fump » 29.10.2013 19:02

Jemand, der - warum auch immer - ums reine Überleben seiner selbst und auch seiner Familie kämpft, handelt anders...

Thats it
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Re: Sicherheitsdienste sollen bald Handelsschiffe schützen

Beitragvon Peter S. » 29.10.2013 19:13

OK, so verstanden.

Aber auch da gilt: Die Jungs machen das (zumindest mittlerweile) als Business und nicht aus lebensbedrohlicher wirtschaftlicher oder humanitärer Not heraus. Insofern sind die Prioritäten etwas anders gesetzt, was auch das Verhalten bei Begegnungen mit Schiffen die VPTs an Bord haben zeigt. Bei zu grosser Gefahr wartet man halt auf den Nächsten...

Da mache ich mir eher Sorgen um das irrationale Verhalten unter dem Einfluss der Drogen, mit denen man sich scheinbar gerne mal zudröhnt. Da wird dann auch mal "aus versehen" ein Schiff der EU NAVFOR angegriffen. Das ist jetzt schon mehrfach vorgekommen.
Wobei das durchaus auch eine Methode sein kann, den Investoren die ihnen im Nacken sitzen zu entkommen, offen gesagt hat das bisher aber meines Wissens nach noch kein Betroffener.
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Re: Sicherheitsdienste sollen bald Handelsschiffe schützen

Beitragvon Peter S. » 01.11.2013 15:17

Seit heute gibt es das erste nach §31Abs.1 GewO zugelassene Bewachungsunternehmen in Deutschland.

Bin mal gespannt, wann die Nächsten kommen und wer dann am Ende alles dabei ist.
Ein paar "interessante" Wettbewerber drängen grade auf den deutschen Markt...
Peter S.
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Re: Sicherheitsdienste sollen bald Handelsschiffe schützen

Beitragvon Legionaer » 04.11.2013 21:52

Für alle die an diesem Thema interesse haben.

http://www.behoerden-spiegel.de/icc/Int ... a5fb42.htm
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Re: Sicherheitsdienste sollen bald Handelsschiffe schützen

Beitragvon Pandrion » 07.11.2013 15:57

Hm, ich weiß nicht. Ich stehe solchen Aufgabenfeldern skeptisch gegenüber. Da hat für mich einfach zu viel von Vereinen wie Blackwater. Also so paramilitärischer Kram.
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Re: Sicherheitsdienste sollen bald Handelsschiffe schützen

Beitragvon Berliner » 07.11.2013 23:59

Klar das das kein Job ist für einen gelernten Türsteher und das man da schon, sagen wir, militärisch bewandert sein sollte. Im Klartext, Firmen wie XXX nehmen nur Leute die eine sehr solide militärische Ausbildung haben und am besten sogar Einsatz und Kampferfahrung und Bundeswehrler werden in ausländischen Firmen sehr selten eingestellt. Meisst wollen die Engländer und Franzosen, ausser die AmiFirmen
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Re: Sicherheitsdienste sollen bald Handelsschiffe schützen

Beitragvon Peter S. » 08.11.2013 11:30

Pandrion hat geschrieben:Hm, ich weiß nicht. Ich stehe solchen Aufgabenfeldern skeptisch gegenüber. Da hat für mich einfach zu viel von Vereinen wie Blackwater. Also so paramilitärischer Kram.


Hast Du Dich schonmal ansatzweise tiefergehender mit dem Thema beschäftigt? Also über das hinaus, was in der Presse entsprechender Coleur kolportiert wird?

Zumal es massiv darauf ankommt, wie genau so eine Aufgabe in der Praxis umgesetzt wird.

Fang' vielleicht mal mit der Seeschiffbewachungsverordnung und der dazugehörigen Seeschiffbewachungsdurchführungsverordnung an. Deutscher geht's kaum. :wink: :mrgreen:
Und auch international ist grade und insbesondere das Schifffahrtswesen extrem durchreguliert. Ich erinnere mich auch noch an recht ungläubige Diskussionen hier im Forum, wo ein im maritimen Bereich tätiger User gar nicht glauben wollte, dass sowas im Rahmen der internationalen und nationalen Regelwerke geht.

Kurzum: Das eine hat mit dem anderen praktisch nichts zu tun.

Und entgegen der landläufigen Meinung hat dieser Job weniger mit dem was die Allgemeinheit unter einem "Military Contractor" versteht zu tun denn mit einem robust ausgestatteten Werkssschützer.
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Re: Sicherheitsdienste sollen bald Handelsschiffe schützen

Beitragvon Peter S. » 19.11.2013 15:37

Seit gestern ist ein zweites Unternehmen zertifiziert, das aus UK kommt.
Ich bin mal gespannt, welches das nächste deutsche Unternehmen ist.
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Re: Sicherheitsdienste sollen bald Handelsschiffe schützen

Beitragvon wachvogel » 27.11.2013 23:36

Das nächste deutsche Sicherheitsunternehmen hat nun auch die Zulasung erhalten.

Neue Spezialdienstleistung - Piratenabwehr in internationalen Gewässern
CONDOR erhält als zweites deutsches Unternehmen eine Zulassung nach § 31 GewO

Mit dem § 31 GewO wurde erstmals in Deutschland eine Zulassung für Unternehmen zur Bewachung von Leben oder Eigentum fremder Personen geschaffen, die den Einsatz von bewaffneten Kräften ausdrücklich vorsieht. Denn nur mit entsprechender Ausrüstung und Bewaffnung sind Seeschiffe wirkungsvoll gegen die Angriffe von Piraten, z.B. vor Somalia oder Nigeria, zu schützen. Entsprechend hoch sind die Anforderungen, die das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) an die Unternehmen für die Zulassung stellt. Als zweites deutsches Unternehmen überhaupt hat CONDOR IMS GmbH, ein Unternehmen der CONDOR Gruppe, am 22.11.2013 die Zulassung erhalten.

Quelle: http://www.bdsw.de
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Re: Sicherheitsdienste sollen bald Handelsschiffe schützen

Beitragvon Fadamo » 03.12.2013 23:07

Basti83 hat geschrieben:Guten Morgen allerseits,

Zum Schutz deutscher Handelsschiffe gegen Piraten-Angriffe sollen nach Angaben des Unions-Abgeordneten Hans-Peter Uhl (CSU) demnächst schwer bewaffnete Sicherheitsdienste eingesetzt werden. Gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte der Sicherheitsexperte der Unionsfraktion, die Koalition sei sich "einig, dass private Sicherheitsleute an Bord deutscher Handelsschiffe den Schutz vor Piratenüberfällen übernehmen sollen". Die Bundesregierung werde die erforderlichen Rechtsgrundlagen direkt nach der Sommerpause auf den Weg bringen.

ganzer Artikel hier: http://www.tagesschau.de/inland/piraten482.html


Viele Grüße,
Basti



Bei unseren Stundenlohn wird sich wohl kein Wachmann sich bereiterklären diese Arbeit zu machen.
Wer an der Sicherheit spart,hat den Schaden.
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Re: Sicherheitsdienste sollen bald Handelsschiffe schützen

Beitragvon Fump » 04.12.2013 00:05

Das wäre auch sehr naiv anzunehmen das irgendwer von uns für unseren Stundenlohn den Job machen soll... Ich denke mal der Anteil der Leute in diesem Forum ist recht kurz und knapp bemessen, die theoretisch für diesen Job qualifiziert sind und ihn machen könnten... und ich würde mal vorsichtig schätzen das da andere Honorare eine Rolle spielen ;)
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Re: Sicherheitsdienste sollen bald Handelsschiffe schützen

Beitragvon Peter S. » 04.12.2013 12:01

Zum einen steht die Branche im internationalen Wettbewerb und es gibt auch in diesem Segment Billiganbieter. Die arbeiten dann mit mehr oder minder qualifiziertem Personal aus Schwellen- oder Drittweltländern, die eine andere Lebensqualität gewöhnt und dementsprechend mit merklich weniger Entlohnung zufrieden sind.

Wer aus westlichen Erstweltländern kommt und eine annhäernd vergleichbare Qualifikation und Arbeitsvergangenheit mitbringt, wie sie der internationale Markt derzeit gerne sieht (und der nationale Markt durch die SeeBewachV und die SeeBewachDV noch präziser formuliert und fordert), hat ungefähr ähnliche Gehaltsvorstellungen, für die er bereit ist, den notwendigen zeitlichen und persönlichen Aufwand i.V.m. dem Risiko auf sich zu nehmen.
Das spielt sich sicherlich nicht in Regionen ab, die sich manch ein Möchtegern-Contractor so vorstellen mag, liegt aber merklich über dem, was man hier in der Sicherheitsbranche im Durchschnitt verdient. Es gibt sicherlich auch Funktionen in D, die ähnlich oder sogar besser bezahlt werden, die sind aber nur in arg beschränkter Menge vorhanden und fordern vergleichbare oder sogar noch höhere Qualifikationen und allermeist auch einen gewissen Werdensweg.

Und nicht dass der falsche Eindruck entsteht, dass sich da erst jetzt "Wachleute" überlegen, ob sie den Job durchführen oder nicht - in Deutschland gibt es seit mehreren Jahren einige hundert Leute, die diese Tätigkeit tatsächlich durchführen. Mit dem Unterschied, dass es bisher keine gesetzliche Regelung gab, die das verboten hat oder die es explizit erlaubte, was sich eben durch die relativ klaren Anforderungen aus den beiden oben genannten Verordnungen etwas... äh... verdeutscht hat.
Die Wenigsten davon kamen aber aus der klassischen Laufbahn von Wachleuten i.S.d. GewO.
Jetzt gibt es aber zum klassischen Sicherheitsgewerbe analoge Vorschriften und Mindeststandards, an die man sich halten muss. Das wiederum wird in absehbarer Zeit sicherlich zur Folge haben, dass sich der Markt verändern wird, denn nicht jedes bisher in diesem Bereich in Deutschland tätige Unternehmen und dessen Mitarbeiter wird willens oder überhaupt in der Lage sein, die Anforderungen an eine Zertifizierung zu erfüllen. Das sieht man auch in der bisherigen, wenn auch kurzen, Zulassungspraxis - für dieses Betätigungsfeld werden die nächsten 6 Monate noch recht interessant.
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Re: Sicherheitsdienste sollen bald Handelsschiffe schützen

Beitragvon Berliner » 04.12.2013 12:14

Ich Denke mal das es interessanter werden dürfte für Leute die sich in einem für diesen Sicherheitsbereich spezialisiertes Forum Aufhalten. "Arbeiten in Krisengebieten.de"
Grüße aus Berlin
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Re: Sicherheitsdienste sollen bald Handelsschiffe schützen

Beitragvon Peter S. » 04.12.2013 13:41

Oh, oh, lass das bloß die Testosteronbolzen da drüben nicht lesen... :lol: :roll:

...die schauen recht mitleidig auf die "Maritimen" herab, schliesslich sind diese ja gar keine so krass harten Contractors wie sie es sind. :wink:

Maritime Sicherheit hat - spätestens nach Inkrafttreten von SeeBewachV und SeeBewachDV - organisatorisch und von den formellen Qualifikationen her deutlich mehr mit dem innerdeutschen Sicherheitsgewerbe im Rahmen der Gewerbeordnung zu tun als mit dem was man "da drüben" als "freies" Contractorwesen sieht.

Über die heute für eine Tätigkeit in Deutschland notwendigen Qualifikationen wird müde gelächelt (und ausserdem sind die Britischen ja viel wichtiger und besser), während im Gegenzug kaum einer von denen der Papierlage nach qualifiziert wäre, diese Tätigkeit durchzuführen. Und auch wenn man die taktischen Seiten dieser Tätigkeit sicherlich locker beherrschen könnte und die meisten auch die notwendigen Zertifizierungen nachholen könnten, wird vermutlich nur bei wirtschaftlicher Not der Wille aufkeimen, diese Tätigkeit tatsächlich durchzuführen und sich den damit verbundenen Regularien und Umständen zu unterwerfen.

Diese zwei Tätigkeiten sind zwei vollkommen unterschiedliche Paar Schuhe und das Thema ist in einem Forum mit dem hiesigen Inhalt deutlich besser aufgehoben als in einem Forum wie dem von Dir verlinkten.
Das ist vermutlich nur noch nicht jedem so ganz bewusst, spätestens bei der Bewerbung bei einem zertifizierten Unternehmen und der Vorbereitung auf eine solche Bewerbung wird man das schnell feststellen.


Und nicht dass da die falsche Annahme aufkommt: Der Maritime Bereich ist weltweit seit Jahrhunderten durchreglementiert. Hier handelt es sich um alles, nur um kein Krisengebiet. Lediglich die Strecke von Port Authority zu Port Authority und Hoheitsgebiet zu Hoheitsgebiet ist mehr oder minder stark von Dritten bedroht, dabei agiert man (künftig zumindest, so der internationale Wunsch) aber vollkommen im Rahmen etablierter Gesetze und Regularien. Die Wild-West-Zeit für diese Branche ist vorbei.
Peter S.
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Re: Sicherheitsdienste sollen bald Handelsschiffe schützen

Beitragvon alexace85 » 17.02.2015 19:59

Habe meine MSO Ausbildung gemacht in Ost Europa circa 2000 Euro mit Unterkunft, 16 tage in Polen im Bereich Maritime Sicherheit, bin jetzt in einer Ausländischen Firma angestellt und es hat sich gelohnt.
Der Bereich MS ist sehr anspruchsvoll, man verbringt viel Zeit auf See, Familie sollte man daher nicht unbedingt haben, ist was für Singles.
Voraussetzungen sind Englisch in wort- und Schrift und ein einwandfrei Leumund,
zudem ist Körperliche Fitness ein muss...

MfG
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