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Aktzeptanz von sichtbaren Tätowierungen etc.

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Aktzeptanz von sichtbaren Tätowierungen etc.

Beitragvon MoodyS » 30.07.2013 02:40

Servus Leute,

eben angemeldet und gleich mal ne Frage in die Runde werden ;)

Ich bewerbe mich morgen bei einem landesweit recht bekannten Sicherheitsunternehmen.
Theoretisch habe ich wohl ganz gute Voraussetzungen, da ich eine abgeschlossene Polizeiausbildung und insgesamt 12 Jahre Diensterfahrung habe (Streifendienst, Pers.- Objektschutz, einige Monate in einer Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Drogenkriminalität, darunter auch einige Male als noeP ("Verdeckter Ermittler").

Allerdings bin ich mittlerweile recht stark tätowiert, auch an Unterarm und Händen.
Wie ist denn erfahrungsgemäß die Aktzeptanz auf Chefebene in den Unternehmen?

Ich behaupte, dass ich trotzdem recht solide und un-knastmässig aussehe :mrgreen:

Bin ja schon gespannt was denen wichtiger ist, Qualifikation oder massenkompatibles Aussehen ;)
Vielleicht gibts hier ja Erfahrungswerte..
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Re: Aktzeptanz von sichtbaren Tätowierungen etc.

Beitragvon Fump » 30.07.2013 06:29

Wie schon in den anderem Topic geschrieben.... Beispiel ÖPNV, der Kunde sieht die Tatoos, nicht die Qualifikation
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Re: Aktzeptanz von sichtbaren Tätowierungen etc.

Beitragvon Nemere » 30.07.2013 19:42

Wie Fump schon richtig schrieb: Entscheidend ist die Auffassung der Kunden des Sicherheitsunternehmens. Wenn diese Kunden keine sichtbaren Tätowierungen wollen (und das wollen die meisten nicht), spielt die Qualifikation des Sicherheitsmitarbeiters erstmal keine Rolle mehr.
Ich stelle deswegen grundsätzlich keinen Sicherheitsmitarbeiter mit sichtbaren Tätowierungen ein, weil ich immer damit rechnen muss, das ich diesen Mitarbeiter an vielen Einsatzstellen nicht verwenden kann.
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Re: Aktzeptanz von sichtbaren Tätowierungen etc.

Beitragvon MoodyS » 31.07.2013 01:19

Hmm für mich klingt das aber auch ein wenig nach "vorauseilendem Gehorsam". Man nimmt an, dass der Kunde damit Probleme haben könnte und stellt deswegen lieber mal jemanden nicht ein, obwohl er deutlich qualifizierter wäre.

Es geht hier um Bewachung von US-Objekten/Kasernen. Die JUngs sind ja eigentlich selber oft schwer tätowiert.

Naja schauen wir mal.
Ich geh ja entspannt an die Sache ran.
Wer mich wegen der Tattoos nicht will, hat mich auch nicht verdient :wink:
Und eigentlich ist eh wieder arbeiten im Ausland geplant für nächstes Jahr. Die Chefs und Gäste der Huskyfarm hatten damit nämlich keine Probleme, im Gegenteil.

Ich geb dann nochmal Bescheid, wie die Herrschaften mich beurteilt haben :shock:

PS: Bild :D
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Re: Aktzeptanz von sichtbaren Tätowierungen etc.

Beitragvon guardian_bw » 31.07.2013 15:31

MoodyS hat geschrieben:Hmm für mich klingt das aber auch ein wenig nach "vorauseilendem Gehorsam". Man nimmt an, dass der Kunde damit Probleme haben könnte und stellt deswegen lieber mal jemanden nicht ein, obwohl er deutlich qualifizierter wäre.


Das hat weniger mit "vorauseilendem Gehorsam" zu tun als vielmehr mit entsprechender Erfahrung.

Und die Sache mit der Qualifikation:
Nicht vergessen, die abgeschlossene Ausbildung bei Polizei ist im Bewachungsgewerbe auch nicht wirklich mehr als das, was der §34a GewO fordert.
Vieles, was im Bewachungsgewerbe gefordert ist kennt der Polizist gar nicht... dort, wo tatsächlich ausgebildete Fachkräfte im Bewachungsgewerbe gefordert sind, kommt auch der Polizist mit seiner Ausbildung und Berufserfahrung nicht ohne weiteres unter.

Und nur falls Zweifel aufkommen: Ich weiss, wovon ich rede.
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Re: Aktzeptanz von sichtbaren Tätowierungen etc.

Beitragvon Nemere » 31.07.2013 19:19

guardian_bw hat geschrieben:
MoodyS hat geschrieben:Hmm für mich klingt das aber auch ein wenig nach "vorauseilendem Gehorsam". Man nimmt an, dass der Kunde damit Probleme haben könnte und stellt deswegen lieber mal jemanden nicht ein, obwohl er deutlich qualifizierter wäre.


Das hat weniger mit "vorauseilendem Gehorsam" zu tun als vielmehr mit entsprechender Erfahrung.


Dem kann ich aus meiner auch viele Jahre umfassenden Erfahrung nur hundertprozentig zustimmen. Wer einmal das Problem hatte, das er einen Mitarbeiter beschäftigen musste, der wegen seines Aussehens und / oder Verhaltens von den Kunden abgelehnt wurde, wird es sich in Zukunft 10 x überlegen, ob er jemanden einstellt, wo Probleme absehbar sind.

Nicht vergessen, die abgeschlossene Ausbildung bei Polizei ist im Bewachungsgewerbe auch nicht wirklich mehr als das, was der §34a GewO fordert.
Vieles, was im Bewachungsgewerbe gefordert ist kennt der Polizist gar nicht.
Und diese fehlenden Kenntnisse kann auch die Erfahrung im Polizeidienst nicht ausgleichen. Was helfen Erfahrungen, die im neuen Job gar nicht gefragt sind? Was bringt die Erfahrung als verdeckter Ermittler, wenn es an Kenntnissen im Brandschutz, Arbeitsschutz oder in der Sicherheitstechnik fehlt, um nur mal die häufigsten Lücken bei Bewerbern aus dem Polizeidienst zu nennen. Der Polizeibeamte hat z.B. auch nicht die Berechtigung als Interventionskraft ("Alarmfahrer") eingesetzt zu werden, selbst dann nicht, wenn er 15 Jahre lang Streife gefahren ist. Von Dingen wie NSL-Fachkraft wollen wir gar nicht erst reden.
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Re: Aktzeptanz von sichtbaren Tätowierungen etc.

Beitragvon Protector » 01.08.2013 19:52

Es ging glaub ich um Tätowierungen......
Aber wenn ich so etwas lese muss ich immer brechen:

"Der Polizeibeamte hat z.B. auch nicht die Berechtigung als Interventionskraft ("Alarmfahrer") eingesetzt zu werden, selbst dann nicht, wenn er 15 Jahre lang Streife gefahren ist. Von Dingen wie NSL-Fachkraft wollen wir gar nicht erst reden."

Wenn das alles so toll ist ( und ich wurde auch als Brandwache eingesetzt weil ich die Qualifikation mitbringe)
Vom Job als Interventionsfahrer auch mal abgesehen den ich auch ein paar Monate gemacht habe...... Und das alles in 12 Stunden Schichten........ WARUM WERDE ICH DANN SO BESCH***EN BEZAHLT ?? Da hakt doch irgendwo etwas ganz gewaltig.
Damit kann ich doch keine Familie ernähren !!
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Re: Aktzeptanz von sichtbaren Tätowierungen etc.

Beitragvon Tom511 » 02.08.2013 09:46

Die Qualifikation, welche man für die Brandwache braucht, würde ich dann doch gerne mal wissen.
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Re: Aktzeptanz von sichtbaren Tätowierungen etc.

Beitragvon Nemere » 02.08.2013 17:09

Protector hat geschrieben:Aber wenn ich so etwas lese muss ich immer brechen:

"Der Polizeibeamte hat z.B. auch nicht die Berechtigung als Interventionskraft ("Alarmfahrer") eingesetzt zu werden, selbst dann nicht, wenn er 15 Jahre lang Streife gefahren ist. Von Dingen wie NSL-Fachkraft wollen wir gar nicht erst reden."


Meinetwegen kannst Du gerne brechen. Tatsache bleibt, dass ein Polizeibeamter nicht über die gem. VdS-Richtlinie 2172, Nr. 5.5.3 geforderte Quallifikation als Interventionskraft verfügt. Das Nichtvorhandensein solcher Qualifikationen macht sich bei Zertifizierungen von NSL und Interventionsstelle oder bei Zertifizierungen und Audits im Rahmen des Qualitätsmanagements äußerst störend bemerkbar.
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Re: Aktzeptanz von sichtbaren Tätowierungen etc.

Beitragvon Protector » 02.08.2013 19:56

Tom511 hat geschrieben:Die Qualifikation, welche man für die Brandwache braucht, würde ich dann doch gerne mal wissen.


Welche man BRAUCHT weiß ich nicht...... Frag die hier, die wollen eine: http://www.power-gmbh.de/index.php?opti ... Itemid=121

So, genug offTopic von mir ..... Es geht hier doch um Tätowierungen !! *wachmann*
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Re: Aktzeptanz von sichtbaren Tätowierungen etc.

Beitragvon Locationscout » 03.08.2013 02:23

guardian_bw hat geschrieben:Und die Sache mit der Qualifikation:
Nicht vergessen, die abgeschlossene Ausbildung bei Polizei ist im Bewachungsgewerbe auch nicht wirklich mehr als das, was der §34a GewO fordert.
Vieles, was im Bewachungsgewerbe gefordert ist kennt der Polizist gar nicht... dort, wo tatsächlich ausgebildete Fachkräfte im Bewachungsgewerbe gefordert sind, kommt auch der Polizist mit seiner Ausbildung und Berufserfahrung nicht ohne weiteres unter.
Und nur falls Zweifel aufkommen: Ich weiss, wovon ich rede.


Sicherlich gibt es auch im Bewachungsgewerbe Spezialisten mit Fachwissen die kein Polizeibeamter hat, die hat aber auch kein Neuling mit §34a GewO. Geforderte Zusatzqualifizierungen kann/muß der Polizeibeamte natürlich genaus machen wie jeder andere, aber ich habe dann einen MA mit einer grundsoliden Basis an Rechtskentnissen und entsprechend langjähriger Berufserfahrung in sicherheitsrelevanten Bereichen.

Ohne jemandem zu Nahe treten zu wollen, aber einen Polizeibeamten irdendwo im schlechtbezahlten Wachdienst einzusetzen, ist ja Perlen vor die Säue zu werfen. Vielleicht bessern sich welche im (nicht genehmigten?) Nebenjob ihr Gehalt dort etwas auf, aber Grundsätzlich kann ich einen Polizeibeamten hochpreisig beim Kunden als Berater, Projektleiter etc. verkaufen.

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Re: Aktzeptanz von sichtbaren Tätowierungen etc.

Beitragvon stinkefuchs » 03.08.2013 08:15

Eine grundsolide Basis schon - aber per se einen ausgebildeten PVB auf wichtige oder exklusivere Stellen zu setzen, ist nicht zwangsläufig eine gute Idee.
Hier nur in schwarz oder weiß zu denken kann kräftig in die Hose gehen.

Man sollte hier nicht generell urteilen, sondern die Einzelfälle separat betrachten.
Von den grundsätzlichen Qualifikationen her sind generelle Betrachtungen aber schon möglich und die Aussage von Nemere ist eindeutig richtig.
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Re: Aktzeptanz von sichtbaren Tätowierungen etc.

Beitragvon Locationscout » 03.08.2013 09:04

stinkefuchs hat geschrieben:Eine grundsolide Basis schon - aber per se einen ausgebildeten PVB auf wichtige oder exklusivere Stellen zu setzen, ist nicht zwangsläufig eine gute Idee.
Hier nur in schwarz oder weiß zu denken kann kräftig in die Hose gehen.


....viel anders habe ich ja auch nicht geschrieben. Es geht mir hier um eher um den Vergleich den guardian_bw brachte " §34a v.s. ausgebildeten Polizeibeamten".

Für die, die´s überlesen haben:

Locationscout hat geschrieben:....Geforderte Zusatzqualifizierungen kann/muß der Polizeibeamte natürlich genaus machen wie jeder andere....


Und um es an einem Beispiel zu verdeutlichen, mir ist eine NSL-Fachkraft lieber, die vorher 10 Jahre bei der Polizei war als eine NSL-Fachkraft, die vorher 10 Jahre Maurer war.

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Re: Aktzeptanz von sichtbaren Tätowierungen etc.

Beitragvon Zenturion » 03.08.2013 10:36

wobei ich mir bei Ex-Polizisten dann schon auch die Frage stellen würde, warum "Ex"

so daß vielleicht der Ex-Maurer im Endeffekt die bessere Wahl wäre.............
Fachleute wirken auf Laien aus verständlichen Gründen unverständlich.
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Re: Aktzeptanz von sichtbaren Tätowierungen etc.

Beitragvon Fump » 03.08.2013 11:05

Die Frage wieso Ex klärt sich meistens nach einigen Wochen auf....
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