Anzeige
Anzeige
Anzeige

Einweisung ablehnen?

Meinungen und Fragen zu weiteren Gebieten

Moderator: Moderatoren

Einweisung ablehnen?

Beitragvon Doorwomen » 09.04.2014 11:44

Hallo,
ich bin demnächst zur Einweisung an einem Objekt vorgesehen, an dem ich die gängigen Empfangsarbeiten ausführen soll, aber auch (und das ist mein Hauptproblem!) so was wie Lageristin sein soll, sprich Kisten schleppen, Inventur machen, Kaffeemaschinen reinigen und so ein Zeug. Kann ich die Einweisung an diesem Objekt ablehnen? Und wenn ja, kann mir das irgendwie Ärger einbringen, also arbeitsrechtliche Konsequenzen in irgendeiner Art? Ich bin schon seit längerem in meiner Firma, bisher gab es nie Probleme, aber nun kommt mir das wie Schikane vor...wie soll ich da weiter vorgehen? Vielen Dank für hilfreiche Antworten!
Doorwomen
Newbie
 
Beiträge: 6
Registriert: 09.04.2014 11:32

Share On

Share on Facebook Facebook Share on Twitter Twitter

Re: Einweisung ablehnen?

Beitragvon saw1977 » 09.04.2014 20:13

Was steht in Deinem Arbeitsvertrag?

Empfangsdienste gehören mit in den Bereich Sicherheitsdienst, Nebentätigkeiten wie Postdienste, Besprechungsraum Service etc. gehören mit dazu.

Wichtig meine Frage oben.


Wieso muss man immer erst im Inet Fragen?
Wieso spricht man nicht offen und ehrlich mit dem Vorgesetzten?
Gruß saw1977

wer Rechtschreibfehler findet, darf diese behalten ^^
hier noch ein paar Satzzeichen ....,,,,,!!!!!!??????
Benutzeravatar
saw1977
Objektleiter
 
Beiträge: 285
Registriert: 28.08.2006 18:49
Wohnort: Deutschland^^

Re: Einweisung ablehnen....ja

Beitragvon Frank » 09.04.2014 20:45

Hallo,

ja das kann man ablehnen,weil es eindeutig Lohndumping ist......

Lager-und Servicearbeiten werden im Stundenlohn wesentlich höher bezahlt als der Grundlohn eines SMA.

Außerdem kollidieren solche "Nebentätigkeiten" generell mit der Hauptpflicht als Empfang.

Was ist,wenn in der Zeit der Nebentätigkeit jemand (weil er sich halt dort auskennt) als Besucher ohne Anmeldung zum B. irgendwo in einem Büro erscheint ???
"Wo wir sind klappt nichts.........aber wir können nicht überall sein........"
Benutzeravatar
Frank
Sicherheitsexperte
 
Beiträge: 2363
Registriert: 15.09.2005 11:12
Wohnort: Ruhrgebiet

Re: Einweisung ablehnen?

Beitragvon Fump » 10.04.2014 08:33

zuwenig Informationen um zu sagen ja oder nein......

Kisten schleppen,
Inventur machen,
Kaffeemaschinen reinigen und so ein Zeug

Kleine Saftkisten die gestapelt werden wegen auffüllen, Postkisten die entgegen genommen werden
Anzahl Briefmarken und Verpackungsmaterial erfassen zwecks Nachbestellung
Im Rahmen der Bewirtschaftung der Besprechungsräume für Funktionalität und Sauberkeit der Kaffeemaschine sorgen...

Da sehe ich grundsätzlich kein Problem..... ist natürlich nicht nur am Empfang sitzen und mit dem Tablet spielen....

Klar kann ein Mitarbeiter die Einweisung ablehnen... nehme ich zur Kenntnis und dokumentiere es und ergreife dann arbeitsrechtliche Schritte, immer aus dem Gesamtzusammenhang heraus.... Der Arbeitsmarkt ist groß und vielfältig....

Eine Pforte
3 mal am Tag Postverteilung, Pakete, Bewirtschaftung der Besprechungsräume (Kaffee, Tee, Kaltgetränke, Kontrolle von Medienschränken, Zugangskontrolle.... und und und

mit einem Mitarbeiter? Klar.... wenn klar ist das was anderes unter Umständen leidet....
mit zwei Mitarbeitern? Gar kein Problem...

Immer eine Frage ob ich es mit nem "sauberen" AG zu tun habe oder nicht....
Fump
Sicherheitsexperte
 
Beiträge: 868
Registriert: 13.02.2009 09:56

Re: Einweisung ablehnen....ja

Beitragvon guardian_bw » 10.04.2014 09:00

Frank hat geschrieben:Was ist,wenn in der Zeit der Nebentätigkeit jemand (weil er sich halt dort auskennt) als Besucher ohne Anmeldung zum B. irgendwo in einem Büro erscheint ???


Da diese "Nebentätigkeiten" in der Regel vertraglich zwischen Auftraggeber und -nehmer geregelt sind, in welcher Form auch immer, stellt das überhaupt kein Problem dar.
Der Auftraggeber wird um diesen Umstand wissen, und möglicherweise sind solche Dinge auch in Zeiten gelegt, in denen normalerweise kein Besucherverkehr stattfindet.

Ein mir bekanntes Objekt z.B. hat ähnliche "Nebentätigkeiten", dort werden die im Erdgeschoss befindlichen Besprechungsräume durch den vom SDL gestellten Empfangsmitarbeiter morgens wieder "aufbereitet", d.h. die Getränke wieder aufgefüllt resp. die leeren Flaschen eingesammelt, Kaffeeautomat kontrolliert und ggf. Materialen nachgefüllt, etc.
Das geschieht zu Dienstbeginn um 06:30 Uhr. Da kann noch kein Besucher ohne Firmenausweis ins Gebäude, weil die Tür ganz einfach zu ist... nur mit Firmenausweis zu öffnen. Erst um 07:30 Uhr wird die Tür entriegelt und ist auch für Besucher offen. Und wenn vorher ein Fremder mit einem Mitarbeiter ins Gebäude kommen sollte, dann ist das auch nicht das Problem des Empfangsmitarbeiters, denn seine Aufgaben sind klar im Dienstleistungsvertrag geregelt... dafür zahlt der Kunde auch.

Ach so: Lohndumping? Bei unserem "Premium-Kunden" erledigt solche Aufgaben ein anderer Dienstleister (Gebäudeservice), nicht die Sicherheitsmitarbeiter von uns.
Ich wurde schon mehrfach von Mitarbeitern jenes Dienstleisters gefragt, ob wir nicht Leute suchen. Bei uns verdienen sie mehr...
"Was ich anpacke, klappt immer..... ...manchmal
Mike Lowrey - Bad Boys
Benutzeravatar
guardian_bw
Moderator
 
Beiträge: 5489
Registriert: 05.06.2007 07:20
Wohnort: Dort, wo man alles kann ausser Hochdeutsch

Re: ich habe es schon oft gesagt....weiterdenken.....

Beitragvon Frank » 12.04.2014 21:42

Hallo,

ich habe es schon oft gesagt....weiterdenken......denn als Sicherheitsfirma vernichtet
man sich durch "vermeintliche" Gefälligkeiten gegenüber dem Kunden auf Dauer oft nicht unerhebliche Einnahmequellen und der Kunde lacht sich ins Fäustchen.


So wird zum B. hier in einer großen Firma der genannte Service von dem Catering-Service,der die Kantine betreibt,erbracht.
Dafür kassieren die im Monat 1.500,- € (Jahr also 18.000,- € im Jahr)

Da lacht sich der Kunde mit Sicherheit schlapp,wenn er eine doofe Security findet,die das umsonst macht.........
"Wo wir sind klappt nichts.........aber wir können nicht überall sein........"
Benutzeravatar
Frank
Sicherheitsexperte
 
Beiträge: 2363
Registriert: 15.09.2005 11:12
Wohnort: Ruhrgebiet

Re: Einweisung ablehnen?

Beitragvon KampfKraut » 13.04.2014 05:32

Denke ich doch auch. Nichts gegen Gefälligkeiten gegenüber dem Kunden. Aber dann heist es 1 Hand wäscht die andere....

Man soll die Kaffeemaschine putzen? Kein Thema, aber dafür darf man dann einen TV unter dem Empfangstresen betreiben (für die Nachtschicht)

Man soll Kisten schleppen? Kein Problem, wenn sich dafür der Kunde erkenntlich zeigt in dem man z.B einen Rabat im Firmengeschäft bekommt ;)


So läuft das bei uns schon seit Jahren. Kraulst du mir den Rücken,kraule ich dir den deinen. :D
KampfKraut
Sicherheitsexperte
 
Beiträge: 510
Registriert: 17.08.2007 14:47

Re: ich habe es schon oft gesagt....weiterdenken.....

Beitragvon guardian_bw » 14.04.2014 18:02

Frank hat geschrieben:Hallo,

ich habe es schon oft gesagt....weiterdenken......


Richtig, merk's Dir. Denn

Frank hat geschrieben:denn als Sicherheitsfirma vernichtet
man sich durch "vermeintliche" Gefälligkeiten gegenüber dem Kunden auf Dauer oft nicht unerhebliche Einnahmequellen und der Kunde lacht sich ins Fäustchen.


Wer redet von Gefälligkeiten? Als Sicherheitsfirma vernichtet man keine Einnahmequelle, vielmehr nutzt man die Möglichkeiten, zusätzlich vergütete Dienstleistungen durchzuführen.

Wenn Du meinen Beitrag richtig gelesen hättest, wäre Dir folgendes aufgefallen:
Richtig geregelt sind das keine Gefälligkeiten, sondern Bestandteil des Auftrags. Und damit werden diese Tätigkeiten bezahlt. Vom Auftraggeber an den Auftragnehmer.

"Gefälligkeiten" sind es dann, wenn der Auftraggeber - ausserhalb des Dienstwegs - zum Wachmann direkt geht und um dies oder das bittet, und der Wachmann dann - entgegen jeglichen Regelungen - dies dann aus falsch verstandenem Wohlwollen dem Auftraggeber gegenüber erledigt. Meist auch ohne Wissen des eigenen Arbeitgebers. Diesem gehen dann tatsächlich Einnahmen flöten - es geht aber noch weiter:
Wenn dem Wachmann bei einer dieser Gefälligkeiten ein Arbeitsunfall passiert, kann es böse enden: "Nicht versicherte Tätigkeit" steht im Raum...

Daher: Kommt der Auftraggeber mit einer Bitte, noch dies oder das zu erledigen: Freundlicher Verweis zum Ansprechpartner des Dienstleisters, der dies dann entsprechend aufnimmt und verhandelt. Der kleine Wachmann vor Ort macht NICHTS ohne Weisung des eigenen Arbeitgebers.

Bei uns in der Firma stehen arbeitsrechtliche Massnahmen im Raum, wenn der Wachmann an der Pforte zusätzliche Aufgaben und Tätigkeiten vom Auftraggeber entgegennimmt und ausführt.
In JEDER Dienstanweisung steht, dass Tätigkeitserweiterungen ausschliesslich durch den Dienstleister zu erfolgen haben, etwaige Wünsche des Auftraggebers müssen zunächst an den zuständigen Menschen des eigenen Arbeitgebers (dem Dienstleister als Auftragnehmer) weitergeleitet werden. Erst muss von dort das OK kommen (was eben grundsätzlich erst nach Rücksprache zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber passiert) - und das dann auch in schriftlicher Form, als Zusatz zur DA.

Wir hatten schon einmal einen netten Wachmann, der auf Zuruf des Auftraggebers immer mehr zusätzliche Tätigkeiten annahm, und das sich dann für alle irgendwie einschlich.
Nachdem das dann mal vom Siko bemerkt wurde, was alles ohne Anweisung des Arbeitgebers getan wurde, gab es zunächst ein Donnerwetter vom Siko, anschliessend die Kündigung vom Chef für den netten Wachmann.
"Was ich anpacke, klappt immer..... ...manchmal
Mike Lowrey - Bad Boys
Benutzeravatar
guardian_bw
Moderator
 
Beiträge: 5489
Registriert: 05.06.2007 07:20
Wohnort: Dort, wo man alles kann ausser Hochdeutsch

Re: Einweisung ablehnen?

Beitragvon KampfKraut » 15.04.2014 16:13

Dann Rollen als die Köpfe von den Menschen die eigentlich nur Gutes tun wollen? Grausame Welt :( :)
KampfKraut
Sicherheitsexperte
 
Beiträge: 510
Registriert: 17.08.2007 14:47

Re: Einweisung ablehnen?

Beitragvon guardian_bw » 15.04.2014 19:04

Ein Verstoss gegen die DA zieht halt Konsequenzen nach sich. Logisch, oder?

Nur Gutes wollen?
In diesem Fall gehen tatsächlich Einnahmen flöten und der Auftraggeber freut sich, Leistungen für lau zu erhalten...
"Was ich anpacke, klappt immer..... ...manchmal
Mike Lowrey - Bad Boys
Benutzeravatar
guardian_bw
Moderator
 
Beiträge: 5489
Registriert: 05.06.2007 07:20
Wohnort: Dort, wo man alles kann ausser Hochdeutsch

Re: Einweisung ablehnen?

Beitragvon KampfKraut » 16.04.2014 03:16

Ja klar verstehe ich ja. Es gibt halt Menschen die sind so erzogen worden (gerade bei den so um die 50/60) Da ist man eben immer für "die Firma da". Nur das es in dem Fall halt der Kunde ist.

Mein Vater meinte auch immer zu mir man solle alles für die Firma tun dann bekommt man das auf andere Art zurück. Er hat aber auch 45 Jahre im gleichen Werk Arbeiten können.

Wenn ich denke wie das heute in unserem Gewerbe mit den Zeitverträgen läuft :roll:
KampfKraut
Sicherheitsexperte
 
Beiträge: 510
Registriert: 17.08.2007 14:47

Re: Einweisung ablehnen?

Beitragvon Saschax » 17.10.2014 15:37

Wenns in der Objektspezifischen Dienstanweisung geregelt ist, muss du die Arbeiten erledigen, alles andere Widersprich der BGVc7 und wird bei einem Arbeitsunfall nicht versichert sein.
Saschax
Newbie
 
Beiträge: 3
Registriert: 15.10.2014 21:18

Re: Einweisung ablehnen?

Beitragvon stinkefuchs » 17.10.2014 19:12

:roll:
"Fight back! Whenever you are offered violence, fight back! The aggressor does not fear the law, so he must be taught to fear you.
Whatever the risk and at whatever the cost, fight back!" (Jeff Cooper)
Benutzeravatar
stinkefuchs
Lebenslauf-Versauer
 
Beiträge: 4587
Registriert: 17.06.2005 22:21
Wohnort: Hoch im Norden

Re: Einweisung ablehnen?

Beitragvon Spielverderber » 24.10.2014 20:36

Mich wollte der Geschäftsführer eines Elektromarktes mal von der Tür abziehen, so dass ich im Lager mithelfe, wo Not am Mann war.
Habe ich selbstverständlich nicht getan. Das Thema kam dann nie wieder auf.
You will never understand what this life means to me
Spielverderber
Einsatzleiter
 
Beiträge: 419
Registriert: 12.10.2009 21:31
Wohnort: Hamburg

Re: Einweisung ablehnen?

Beitragvon plastus » 28.10.2014 12:49

KampfKraut hat geschrieben:Dann Rollen als die Köpfe von den Menschen die eigentlich nur Gutes tun wollen? Grausame Welt :( :)

wenn es anders läuft als von guardian beschrieben reden wir halt zb auch schnell über eine (illegale) arbeitnehmerüberlassung, so daß im worst case halt auch alle köpfe der sicherheitsfirma rollen können bzw betroffen sind.. davon hat im ergebnis auch keiner was... wobei bei dem genannten beispiel sicherlich vorher schonmal ne entsprechende abmahnung kam, die dem mitarbeiter auch hätte ein signal sein können...

wobei ich dazusagen muß, ich hab auch nix gegen gefälligkeiten, mache ich auch permanent, aber es darf halt nicht erwartet werden, also ab und an mal nein sagen hilft auch beim eigenen job...
plastus
Einsatzleiter
 
Beiträge: 381
Registriert: 21.01.2007 21:17
Wohnort: freiburg, starnberg und zürich

Nächste

Zurück zu Anderes

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste

Anzeige
Anzeige
Anzeige