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Fallbeispiel

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Moderator: Moderatoren

Fallbeispiel

Beitragvon sascha1977 » 18.04.2015 08:30

Hallo!
Ich benötige für meine derzeitige Lösung eines Fallbeispiel eure Hilfe.
Ich werde euch mal hier die Situation schildern.

Am gestrigen Abend ist Sicherheitskraft Sigmar Sorglos von der SiDi GmbH aus 89007 Wachhausen zum Interventionsdienst eingeteilt worden. Nachdem er den Schlüssel für das Einsatzfahrzeug erhalten hatte, schaltete er Zündung, Licht und Warnblinkanlage ein, um Beleuchtung und Tankfüllung zu prüfen. Danach rannte er schnell zum Bereitschaftsraum, denn inzwischen hatte starker Schneeregen eingesetzt. Nach etwa einer Stunde erhielt er den Auftrag, einen Alarm zu verifizieren, der in der Notruf- und Serviceleitstelle (NSL) aufgelaufen war. Das betroffene Objekt im Gewerbegebiet Lagerstätt, die Lagerhalle der Großhandels GmbH, lag etwa 17 Fahrminuten entfernt. Die Temperatur War inzwischen auffällig gesunken und es herrschte dichter Schneefall.
Das Einsatzfahrzeug sprang schwer an und arbeitete zunächst auf nur drei Zylindern. Erst nach rund zwei Kilometern schien der Motor wieder "rund" zu laufen. Die Fahrzeuge vor dem Einsatzwagen, besonders der Kipper der nahe gelegenen Baustelle, schleuderten Matsch und Schmutz gegen die Windschutzscheibe, hinter der sich Sorglos um freie Sicht bemühte. Dummerweise funktionierte die Scheibenwaschanlage nicht.
Sorglos fuhr direkt vor das Objekt, wo er gegen 21:20 Uhr eintraf. Um erneuten Startschwierigkeiten vorzubeugen, ließ er den Motor vor dem Abschalten der Zündung nochmals richtig "hochdrehen". Anschließend sah er sich das Objekt von außen an. Da er rund um die Halle keine Spuren im Schnee feststellen konnte, begab er sich sofort zum Eingang, schaltete die Einbruchmeldeanlage (EMA) unscharf, öffnete die Tür und betätigte den Lichtschalter. Im Eingangsbereich lag eine Person leblos am Boden. Sorglos sprach den Mann an. Da dieser nicht reagierte, beugte sich Sorglos über ihn, um am Hals den Puls zu prüfen. In diesem Moment wurde er von einem Tritt in den Unterleib zu Boden geschleudert. Er konnte nur noch zusehen, wie der Fremde, ein ca. 1,80 m großer, kräftiger Mann in dunkler Kleidung mit schwarzer Strickmütze, durch die Eingangstür verschwand. Sorglos stand mühsam auf und ging zum Einsatzfahrzeug zurück, um das Funkgerät zu holen. Anschließend - es war 21:32 Uhr - informierte er die NSL über den Zwischenfall und wartete auf weitere Anweisungen.

1. Beurteilen Sie das Verhalten von Sorglos zu
a) Übernahme des Fahrzeugschlüssels
b) Annäherung an das Objekt
c) Auffinden der leblosen Person.

2. Meldung verfassen

3. a) War Sorglos aus rechtlicher Sicht verpflichtet, der "leblosen Person" zu helfen.
b) Was hätte er unter diesem Blickwinkel tun müssen?

Über Tipps wäre ich sehr dankbar. Danke im voraus.
sascha1977
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Re: Fallbeispiel

Beitragvon guardian_bw » 18.04.2015 08:41

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Re: Fallbeispiel

Beitragvon D_R » 18.04.2015 09:44

sascha1977 hat geschrieben:1. Beurteilen Sie das Verhalten von Sorglos zu
a) Übernahme des Fahrzeugschlüssels
b) Annäherung an das Objekt
c) Auffinden der leblosen Person.


Naja, zur Übernahme des Fahrzeugschlüssels steht im Text wenig. Aber wenn man ein Fahrzeug übernimmt, dann sollte man es sich schon einmal von außen anschauen, wo noch nicht verzeichnete Schäden sind. Dann sollte man sich auch mal die Bereifung anschauen. Vor allem im Winter wenn mit Schnee zu rechnen ist. Fahrtenbuch ausfüllen, Motor starten, alles durchtesten, was evtl. benötigt wird. Schauen ob das Warndreieck und der Verbandskasten da sind, evtl. Ablaufdatum schauen, etc.

Annähern an das Objekt...
Naja, wenn das Fahrzeug auf der Fahrt zum Objekt nicht funktioniert, sodass man in Gefahr ist es nicht zu erreichen oder sonst was, dann wird die Fahrt abgebrochen. Den Motor am Objekt noch einmal aufheulen zu lassen, ist natürlich eine schlechte Idee, da ein Eindringling gewarnt wird. Schade ist nur, dass der NSL nicht bescheidgegeben wurde, dass der Fahrer am Objekt angekommen ist und das Objekt nun von Außen untersucht. Genau das Gleiche beim Betreten des Objektes

Zum Auffinden der leblosen Person....
Absicherung der Umgebung? Und dann ist es eine schlechte Idee, jemanden der nicht auf gesprochenes Wort reagiert, gleich an den Hals zu fassen.

sascha1977 hat geschrieben:2. Meldung verfassen

Das sollte ja kein Problem sein. Da gibt es ein Schema, wie eine Meldung verfasst werden muss.

sascha1977 hat geschrieben:3. a) War Sorglos aus rechtlicher Sicht verpflichtet, der "leblosen Person" zu helfen.
b) Was hätte er unter diesem Blickwinkel tun müssen?


Also wenn bei der leblosen Person keine mit dem Leben nicht zu vereinbarenden Verletzungen vorhanden sind (der Kopf ist noch dran, der Körper zersetzt sich noch nicht) UND es dem Sorglos zuzumuten ist, dass er der Person hilft UND er sich keiner Gefahr aussetzt UND er keine anderen wichtigen Pflichten vernachlässigt, dann ist er auch dazu verpflichtet.

Eine Person fällt in der Regel nicht einfach so um und bleibt auf dem Boden leblos liegen, vor allem nach dem die EMA angegangen ist. Das Bedeutet, dass in der zuerst vorliegenden Situation, dass wenn Sorglos sofort erste Hilfe leistet, er wahrscheinlich als nächster da liegt. Deshalb wird die leblose Person liegegelassen, bis man ihr ohne Gefahr für sich selbst helfen kann. Das kann man z.B. dadurch erreichen, dass man die Umgebung absichert. Ach ja, die NSL freut sich auch über eine Meldung.

Das jetzt nur mal so kurz zusammengeschrieben als Denkanregung.
Liberté, Égalité, Brutalité
D_R
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