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Sicherheitswacht in Bayern

Meinungen und Fragen zu weiteren Gebieten

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Beitragvon Dwight » 02.09.2007 12:10

Naja, wenn die Jungs so eine Art "Security Police" (so in etwa eine Art Werkschutz für staatliche Einrichtungen) wären - wie sie durchaus in anderen Ländern üblich sind - dann wäre das ja okay. Aber so? Ich weiß nicht?
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Beitragvon Trapper » 02.09.2007 12:20

Dazu Zitat aus "Rio Bravo"

Bösewicht sagt spöttisch zu Hilfsscheriff Dean Martin,der ihn auf der Straße anhält:

"Jeder sollte mal das Gefühl von Macht kennen lernen,bevor er eins Gras beißt."

Ein schönes Zitat.
Passt doch. :lol:
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Beitragvon nick 1017 » 02.09.2007 12:24

In Bayern sind Sie nicht Bewaffnet.
Was sind ihre Aufgaben?

Die Angehörigen der Sicherheitswacht sollen vor allem dem Vandalismus und der Straßenkriminalität entgegenwirken. Sie sind zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs und verbessern schon durch ihre Präsenz die Sicherheitslage und das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger.

Bei verdächtigen Vorkommnissen informiert die Sicherheitswacht über das Handsprechfunkgerät die nächste Polizeistreife. Selbst eingreifen wird sie nur im Ausnahmefall, zum Beispiel, wenn dies zur Hilfe von Bürgern dringend geboten ist. Die Angehörigen der Sicherheitswacht führen aus Gründen der Eigensicherung ein Reizstoffsprühgerät mit sich.

Sie sind auch keine Hilfspolizisten.
Die bayerische Sicherheitswacht ist keine Hilfspolizei, aber dennoch für die Polizei eine wertvolle Hilfe

Welche Rechte haben die Angehörigen der Sicherheitswacht?

Die Bayerische Sicherheitswacht

Ihr stehen zunächst die gleichen Rechte zu wie jedem anderen Bürger: das Festhalten eines auf frischer Tat angetroffenen Straftäters bis zum Eintreffen der Polizei sowie das Recht auf Notwehr und Nothilfe für andere Bürger. Darüber hinaus können Angehörige der Sicherheitswacht Personen anhalten, sie befragen und ihre Personalien feststellen, wenn dies zur Gefahrenabwehr oder zur Beweissicherung notwendig ist. Außerdem können sie bei Gefahr im Verzug einen Platzverweis erteilen, das heißt eine Person anweisen, sich zu entfernen.

Die Sicherheitswacht ist keine Hilfspolizei. Sie kann und soll die Arbeit der Polizei nicht ersetzen, sondern ergänzen. Sie ist auch keine "Bürgerwehr" (unkontrollierter Zusammenschlüssen von Bürgern, die glauben, selbst für Recht und Ordnung sorgen zu müssen). Die Sicherheitswacht ist die bessere und rechtstaatliche Alternative.

Wie erkenne ich die Sicherheitswacht?

Die Angehörigen der Sicherheitswacht tragen keine Uniform. Um von hilfesuchenden Bürgern gezielt angesprochen werden zu können, tragen sie an der Brust ein Kennschild "Sicherheitswacht" und eine hellgrüne Ärmelschlaufe bzw. einen gelben Blouson, jeweils mit der Aufschrift "Sicherheitswacht". Auf Verlangen müssen sie sich namentlich ausweisen, wenn der Zweck der Maßnahme dadurch nicht gefährdet wird.
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Beitragvon Wolfman » 02.09.2007 15:46

Also in Hessen sind die auch nicht bewaffnet,da der Dienst hier ja ehrenamtlich ist.Wäre mir neu! Und bei uns bekommen die auch nur 7,50 Euro sog.
Aufwandsentschädigung,natürlich netto. :x
Semper fidelis
Wo Wir sind,herrscht Chaos,aber wir können nicht überall sein.
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Beitragvon guardian_bw » 02.09.2007 16:19

Wolfman hat geschrieben:Also in Hessen sind die auch nicht bewaffnet,da der Dienst hier ja ehrenamtlich ist.Wäre mir neu! Und bei uns bekommen die auch nur 7,50 Euro sog.
Aufwandsentschädigung,natürlich netto. :x



In Baden-Württemberg ist der Freiwillige Polizeidienst auch ein Ehrenamt...trotzdem sind die Jungs bewaffnet...

Der Polizeifreiwillige ist auch eine feste Größe, ohne den es bei der Polizei nicht nur bei Großveranstaltungen personelle Engpässe gäbe...
Auch im Streifendienst wird er eingesetzt, vorwiegend hier an der Rheinschiene, dem badischen Teil unseres schönen Landes eben...

Ich muss sagen, meine persönlichen Erfahrungen mit Pfw sind gar nicht mal so schlecht, bin öfter mit welchen unterwegs gewesen. Und die hatten z.T. schon das doppelte oder gar dreifache an Dienstzeit auf dem Buckel als ich damals...

________________________

Grundsätzlich bleibt zu sagen, dass die Sicherheitswacht in Bayern eher mit dem freiwilligen Polizeidienst in Hessen als mit dem in Baden-Württemberg vergleichbar ist.
Wobei da die Bayern noch etwas weniger machen als die Hessen...

In BW trägt der Freiwillige Polizeidienst bis auf die Dientsgradabzeichen auf der Schulter die gleiche Uniform wie der "richtig" ausgebildete Polizeibeamte - in Hessen trägt der Polizeihelfer m.W. nicht die gleiche Uniform, und in Bayern trägt die Sicherheitswacht gleich überhaupt keine Uniform...

Weiterhin hat der Pfw in BW im Dienst die Eigenschaft des Polizeibeamten, mit allen Rechten und Pflichten - mit Ausnahme der Eigenschaft des Hilfsbeamten der StA. Das ist weder in Bayern noch in Hessen so...
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Re: Sicherheitswacht in Bayern

Beitragvon Stieges » 25.10.2013 11:40

Ich hab mal ne Frage bezüglich der Sicherheitswacht in Bayern und hab mal den Thread ausgegraben, anstatt nen völlig neuen aufzumachen. Ich hoffe das ist in Ordnung.
Die Ausbildung der Sicherheitswachtler umfasst in Bayern anscheinend 40 UE (also wie bei der IHK-Unterrichtung nach §34a). Auf dieser Grundlage patrouillieren sie dann durch die Stadt und haben mehr Befugnisse als die meisten Sicherheitsdienstmitarbeiter. (bsp. Platzverweis von öffentlichen Plätzen)
Und jetzt die Frage:
Kann diese Ausbildung dann als gleichwertig zur IHK Unterrichtung gesehen werden oder müssen Personen, welche aus der Sicherheitswacht in den privaten Sicherheitsdienst wechseln trotzdem noch eine Unterrichtung bei der IHK besuchen?
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Re: Sicherheitswacht in Bayern

Beitragvon stinkefuchs » 25.10.2013 12:12

Die SiWa-Geschichte hat mit der Unterrichtung nichts zu tun.

Es gibt Ausnahmen, diese stehen in der BewachV.
Die "Ausbildung" der SiWa ist darin nicht genannt.
Was das bedeutet, braucht man nicht erklären, oder?
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Re: Sicherheitswacht in Bayern

Beitragvon shadowman » 13.03.2015 17:10

Man(n) beachte den Infoflyer....die "Einsatztruppe" sind wohl unausgelastete Rentner...für 8 Euronen/h

https://uniblog.rzblogs.uni-passau.de/2 ... -bewerber/
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Re: Sicherheitswacht in Bayern

Beitragvon guardian_bw » 13.03.2015 18:00

Junge, das ist als Ehrenamt gedacht. Nicht als Neben- oder gar Hauptjob.
Deshalb gibts da auch nur ne Aufwandsentschädigung von ca. 8 Euro.

Mit durchschnittlich 20 bis max. 40 Stunden pro Monat ist da auch kein nennenswerter Nebenverdienst möglich.
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Re: Sicherheitswacht in Bayern

Beitragvon Fump » 13.03.2015 18:22

und die 8,00 Netto, soweit ich mich erinnere....
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Re: Sicherheitswacht in Bayern

Beitragvon stinkefuchs » 13.03.2015 20:15

Bei unter € 450,-- wäre es ansonsten auch eigenartig...
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