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Umstellung Uniform Polizei auf blau - was macht der SDL?

Meinungen und Fragen zu weiteren Gebieten

Moderator: Moderatoren

Wenn Polizei blaue Uniformen trägt, dann

stellen wir auf andere Farben um, weil die Erkennbarkeit der Polizei leiden könnte
2
12%
mal sehen, wie die blaue Uniform sich von unserer blauen Dienstkleidung unterscheidet - Umstellung vielleicht
2
12%
wir bleiben bei blau, weil eine Umstellung zu viel Geld kostet
3
18%
wir bleiben bei blau, weil die Polizei auch so von uns unterschieden werden kann
10
59%
 
Abstimmungen insgesamt : 17

Beitragvon guardian_bw » 24.08.2007 21:32

Ab und an hätte ich auch gerne wieder ein Fzg. mit richtiger SoSi *erinner*


geht mir ähnlich auf der einen Seite. Auf der andern: Auf den Streß während der Signalfahrt kann ich aber auch ganz gut verzichten... :roll:
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guardian_bw
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Bahnpolizei war die erste "Private Polizei" in Deu

Beitragvon Frank » 24.08.2007 23:39

Hallo,

Wobei die Bahn ja auch früher bereits hier eigene Wege ging. War die Bahnpolizei, die vor Jahren in den BGS integriert wurde, doch die ganze Zeit in blau unterwegs. Im Gegensatz zur restlichen Polizei...


Dazu möchte ich anmerken,das die Bahnpolizei die erste Private Polizei in Deutschland war.....
Gemäß Erlaß der Stadt Nürnberg vom 28.November 1835 wurden erstmalig im Gebiet des Deutschen Reiches
Angestellte einer privaten Gesellschaft (hier Königlich privilegirte Ludwigs-Eisenbahn-Gesellschaft in Fürth)
mit hoheitlichen Befugnissen beliehen.
Zu ihren Rechten gehörte unter anderem die Möglichkeit, das Abfpänden des Hutes zu vollziehen....
Sowas hört sich in unserer Zeit vielleicht "Lustig" an.....man sollte aber daran denken,das 1835 in Deutschland noch
Kleinstaaterei und in den Städten noch ein sehr ausgeprägtes Standesbewußtsein herrschte.
Jedes Handwerk hatte seine eigene Kleider-Ordnung,wozu zum damaligen Zeitpunkt auch die Kopfbedeckung zählte.
Da die Eisenbahn bis fast zur Mitte des 19.Jahrhunderts überall in Deutschland VOR den Stadtmauern verkehrte,
war der Verlust des Hutes für die betreffende Person gleichzusetzen mit dem Verlust des Zuganges zur Stadt.

Später folgten dann die einzelnen Länder des deutschen Reiches mit entsprechenden Gesetzen zur Übertragung der Hoheitlichen
Funktionen auf die privaten Angestellten der Bahngesellschaften (in der Regel Aktiengesellschaften)

Die "Generalklausel" für die Bahnpolizei wurde übrigens bereits am 2.Oktober 1845 im Eisenbahngesetz von Württember sehr schön definiert:
In den Bereich der Eisenbahn-Polizei gehört die Sorge für die Aufrechterhaltung der Ordnung auf Eisenbahngebiet,für die Sicherheit der
Transporte auf der Bahn und für die Verhütung von Beschädigungen,welche Personen und Sachen in und außerhalb der Bahn durch
Transporte erleiden können.


Übrigens gab es bis zum 1.Weltkrieg NUR "Nebenamtliche Bahnpolizisten".........
Von der Ludwigs-Eisenbahn in Fürth-Nürnberg an bis zum Ende des 1.Weltkrieges waren Eisenbahner NEBEN ihrer normalen Tätigkeit
gleichzeitig auch Polizei-Beamte (ohne Rücksicht auf ihren tatsächlichen Dienst/Arbeitsvertrag).
So war zum Beispiel bei der Ludwigs-Eisenbahn ein Bahnwärter als "Normaler Arbeiter" gleichzeitig auch "Polizei-Beamter"....
Dieses System bestand übrigens von 1835 bis zum Jahre 1990.
Erst mit Hinblick auf die "Börsen-Bahn" schaffte man die "Nebenamtlichen Bahnpolizisten" ab....


mfg
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Frank
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