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Behörde zieht Konsequenzen nach Missbrauch in Flüchtlingshei

Pressenotizen zum Thema Sicherheit

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Re: Behörde zieht Konsequenzen nach Missbrauch in Flüchtling

Beitragvon guardian_bw » 30.01.2015 17:22

Eben, Fump.

D_R, ich sehe durchaus, wie es offensichtlich nicht funktioniert. Ich sehe viele kleine Unternehmen die als Sub arbeiten nach wenigen Monaten wieder vom Markt verschwinden...
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Re: Behörde zieht Konsequenzen nach Missbrauch in Flüchtling

Beitragvon plastus » 30.01.2015 18:39

D_R hat geschrieben:
guardian_bw hat geschrieben:Ich kenne die Stundensätze auch nicht, aber:
Mit 9,20 EUR für den Mitarbeiter ist es halt auch nicht getan. Aus den 9,20 EUR, die an den Arbeitnehmer gehen, werden halt mal eben 11,10 EUR, die der Arbeitgeber pro Stunde an Kosten hat. Mindestens, da noch nicht mal alle Lohn(neben)kosten einberechnet sind, sondern nur die wichtigsten. Und das dann auch nur überschlagen.

Je nach Versicherung kostet ein SMA ca. 12,80€ pro Stunde. Etwa 20ct muss man dann für die Verwaltung, etc. einrechnen. Jetzt hatten wir hier im Forum mal einen Herren, der als Subler bei der Securitas 13,90 die Stunde bekommen sollte. Dann hätte er eben 90ct pro Stunde Gewinn pro Mannstunde.



ohh.. das ist jetzt aber gewagt!!! nehmen wir mal an, all deine mitarbeiter arbeiten in Vollzeit, dann hat jeder davon grob überschlagen 6 wochen Urlaubsanspruch, das ist in D so üblich. Dann hast du - da du ja mit masse rechnest- auch repräsentative ausfallzeiten, das sind in D bei gut aufgestellten firmen (arbeitsschutz!) so ca 5 (arbeits-) tage im jahr, also etwa ne weitere woche, dazu gibts sogenannte feiertage, gründe für sonderurlaub (hochzeiten, todesfälle, umzüge), dazu vorgaben was weiterbildung und ähnliches angeht (schießtermine, jahresregelunterweisungen und ähnliches), mal nen verkehrsunfall eines mitarbeiters auf dem weg, du mußt neue mitarbeiter einarbeiten etc.. all das summiere ich mal großzügig auf nur eine weitere woche (weils dann leichter zu rechnen ist). das bedeutet unterm strich (grob vereinfacht-bitte kalkuliert in euren firmen/eurer gerade begonnenen selbständigkeit keinesfalls so schlampig wie ich hier!!!) nicht anders, als daß deine mitarbeiter die von dir ein ganzes jahr lang bezahlt werden aber davon am ende an 8 wochen (=2monaten) garnicht produktiv arbeiten (damit meine ich sie verdienen kein geld für dich).
also mußt du (das ist reine logik und keine höhrere finanzmathematik) deinen stundensatz entsprechend erhöhen, in meiner beispielrechnung um 20% , wenn dein sicherheitsmitarbeiter dich also 12,80€ kosten sollte, dann mußt du um ihn entsprechend ein ganzes jahr lang bezahlen zu können 12,80*1,2=15,36€ in rechnung stellen, plus das was deine verwaltung kostet, plus das was du verdienen willst, ggf plus sonstige kosten (ausrüstung, fahrzeuge, treibstoff, telefon und und und)
und dann solltest du nen risikofaktor reinrechnen, denn 1. können alle mitarbeiter gleich am jahresanfang krank werden (oder ein einziger sehr lange) und dann kommst du schon in schieflage, bevor die statistik dir hilft... ich sehe ehrlich gesagt kaum, wie man selbst wenn man "nur" sachkundige mitarbeiter einsetzt mit verrechnungssätzen unter 19€ sinnvoll kalkulieren will..

Nehmen wir jetzt mal an, dass ein Subunternehmer jetzt 6 Personen für die Tag- und Nachtschicht stellt, 30 Tage im Monat, dann sind es 4.320 Mannstunden oder 3.888€ Gewinn. (Vor Steuern)

Ja, bei der Kalkulation geht es darum, Kosten zu sparen. Am Gehalt kann man nicht mehr sparen (außer z.B. Nachtzuschläge zu kassieren und an die SMA nicht weiterzugeben), also wird an einer anderen Stelle gespart. Bei der Ausrüstung, in dem man den Mitarbeitern sagt, dass sie z.B. eine eigene Taschenlampe und Kleidung mitbringen sollen. Schutzwesten werden auch nicht gestellt, etc. Außerdem wird eben an der Ausbildung gespart.

und was du hier ansprichst, wie zuschläge etc solltest du auch im vertrag mit dem kunden entsprechend geregelt haben, sonst wird so ein auftrag für dich erst recht teuer!!, und was die ausrüstung angeht (PSA) die musst halt leider du stellen... und bisher war noch von keiner ausbildung die rede traurigerweise.. :roll:
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Re: Behörde zieht Konsequenzen nach Missbrauch in Flüchtling

Beitragvon plastus » 30.01.2015 18:46

ich hab übrigens kürzlich meine bude gestrichen, und hatte überlegt nen maler zu nehmen, die haben in der regel stundensätze von 70-90€ ... der stundenlohn eines malergesellen liegt bei 12,50 ca. die differenz ist nicht nur die teure farbe, das gute kreppband und der goldene wasserhahn vom chef... :lol: denk mal dürber nach..
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Re: Behörde zieht Konsequenzen nach Missbrauch in Flüchtling

Beitragvon Fump » 30.01.2015 19:24

amateur Beispielrechnung

52 Wochen á 40 Stunden = Produktivzeit 2080 Stunden
Urlaub (Arbeitnehmergünstig 25 Tage) = 200 Stunden
Krankheit ca. 6% (auch Arbeitnehmergünstig) = 125 Stunden
Fortbildung etcpp = 40 Stunden
verbleibende Produktivzeit 1715

Wären knapp 365 Stunden die weg sind.... aber voll gezahlt werden...

und nein, es sind keine Verstösse ggü AZG berücksichtig, es wird von regulärem Verhalten ausgegangen. Einer 5 Tagewoche (auch wenn es i.d.R. 7 sind) eine sehr grobe Rechnung.... sehr sehr grob...
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Re: Behörde zieht Konsequenzen nach Missbrauch in Flüchtling

Beitragvon guardian_bw » 30.01.2015 20:03

Urlaub ArbeitNEHMERgünstig bei 25 Tagen? Würd da eher an arbeitgebergünstig denken, wenn man den tariflichen Anspruch von 30 Tagen (5 Tage Woche) nimmt.

:mrgreen:
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Re: Behörde zieht Konsequenzen nach Missbrauch in Flüchtling

Beitragvon K.J. » 30.01.2015 21:08

@D_R

Also daß bei Dir leider nicht viel von BWL vorhanden ist habe ich schon gedacht.
Das aber solche Lücken sind::::

Von einem Subler weis ich, daß er z.B. bei Aushilfen die 30% Lohnnebenkosten dem MA abgezogen werden.

Normlerweise bei Aushilfen 9,20 € zzgl. 30% Lohnnebenkosten = 11,96 € zzgl.Nachtzulage + 1,38 € = 13,34 €
Sonntag u. Feiertagzulage kummuliert ca. 0,20 € = 13,64 €.
Das sind nun nur die Grundkosten. Ohne Urlaub und Krank kumuliert, Verwaltung, Ausbildung, Rücklagen und Gewinn.

Vollzeit: 9,20 € zzgl. 25% SozVers. Kummuliert 20% Zulagen, Berufsgenossenschaft 4% der Lohnsumme, Krank/Urlaub sollte min. um nicht draufzulegen 6 Wochen Lohnfortzahlung eingerechnet werden. ca. 12%,
so und Verwaltung + Rücklagen, Ausbildung und Gewinn.
Wie geht das mit 13,90 €.


Herr D_R ich habe einen Tipp:

Fragen Sie doch mal bei der Krankenkasse,Rentenversicherung usw. nach ob es bei der Masse der Stunden einen Nachlass gibt.... :mrgreen:

so long...
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Re: Behörde zieht Konsequenzen nach Missbrauch in Flüchtling

Beitragvon Fump » 30.01.2015 22:07

Ich meinte arbeitgebergünstig *hüstel*
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Re: Behörde zieht Konsequenzen nach Missbrauch in Flüchtling

Beitragvon guardian_bw » 30.01.2015 23:41

K.J. hat geschrieben:Von einem Subler weis ich, daß er z.B. bei Aushilfen die 30% Lohnnebenkosten dem MA abgezogeN


Das wollte mal einer aus dem südbadischen Raum mit mir machen. Es blieb beim Versuch...

Mir bleibt da nur zu sagen: Wer das mit sich machen lässt, ist selbst schuld.
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Re: Behörde zieht Konsequenzen nach Missbrauch in Flüchtling

Beitragvon Laubfrosch » 31.01.2015 06:30

Kalkulieren will gelernt sein. Es zeigt sich mal wieder, daß es doch Unternehmer gibt, die offensichtlich keine Ahnung haben was sie alles mit einkalkulieren müssen.

Und sich dann wundern, warum sie am Ende drauflegen.

Erst kürzlich wieder ein solches Unternehmen pleite gegangen. Geht halt nicht gut, wenn El Capitano nix könne rechne, aber meint mit 13,90 Euro Stundensatz macht er noch 90 Cent Gewinn und er sich ein schönes Leben gönnen kann.
Nur schade um die motivierten Mitarbeiter, die jetzt wieder auf Jobsuche und erstmal auf Stütze angewiesen sind.

Für meine Begriffe ist so etwas verantwortungslos.
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Re: Behörde zieht Konsequenzen nach Missbrauch in Flüchtling

Beitragvon plastus » 02.02.2015 20:23

hatte ja ehrlich gesagt auf ein feedback von D_R gehofft...
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Re: Behörde zieht Konsequenzen nach Missbrauch in Flüchtling

Beitragvon K.J. » 03.02.2015 09:58

Ja ich auch....

So hier nun neues von der Lage:

jetzt auch ofiziell mit Firmennamen, da es nun in der Presse auch zu lesen ist:

Die Fa. Romak hat die Beauftragung der Außenstellen verloren. Da eine Ausschreibung, aufgrund des Umsatzvolumens, stattgefunden hat. Zuschlag erhiel die Fa. b.i.g.
Zitat der einer Leitenden Mitarbeitern:" Die in den Außenstellen eingesetzte und von allen Helfern sehr gelobte Firma Romak wird den Auftrag verlieren. Wir finden es wird einen Rückschritt in der Flüchtlingsbetreuung geben, wenn die bewährte Fa. Romak ihre Mitarbeiter abziehen muß."
Jedoch ist der Wechsel auf Eis gelegt, bis der Einspruch der Fa. Romak gegen die Vergabe entschienden ist.

Da man hier ganz klar erkennt, daß Quantität, günstigstes Angebot, über Qualität, Zufriedenheit, geht, muß man nur nocg mit dem Kopf schütteln.

Oder ist man gar geneigt, wenn man die Verflechtungen zwischen (auch ausgeschiedenen) Inhaber u. Geschäftsführer der Fa. b.i.g. und sonstigen im Land wohnenden Mitmenschen, mit Beamtenhintergrund, kennt, anderes zu vermuten. Ein Schelm wer jetzt grinst.... 8)

Was auch noch im Bericht steht
Herr Herzel, Pressesprecher des Reg. Präsidium, meint:"Die Mitarbeiter der Sicherheitsdienste sollen auch eventuelle Rädelsführer und Wortführer identifizieren und ansprechen." Jene also, die mit Eisenstangen, vom Bett abgerissen, als Schlagwerkzeug und Dosendeckel als Nahkampfwaffen aufeinander losgehen. Viel Spaß Herr Herzel. Dann mal los... :shock:

Nun ja, da man ja davon ausgehen kann, daß die Qualifikation zunimmt...

PS: Ich arbeite weder bei der einen noch bei der anderen Firma. Und nein auch nicht bei einem der vielen Subunternehmer....

@D_R
Bei der Masse, von nun noch dazukommenden Stunden. Ich schick schon mal nen Schubkarren zu Euch, um das ganze Geld weg zu karren... :todlachen: :todlachen: :todlachen:

tbc.....
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Re: Behörde zieht Konsequenzen nach Missbrauch in Flüchtling

Beitragvon D_R » 03.02.2015 22:44

Ähm... jetzt nur mal so zur Klarstellung. Ich arbeite weder bei b.i.g. noch habe ich momentan selbst Angestellte, die zu diesen Tarifen arbeiten. Aber ich kenne auch die Zahlen und ich kenne auch sehr gut das, was bezahlt wird.

Ihr habt schon richtig bemerkt, dass bei der Kalkulation der Urlaub und die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall fehlt. Wollt ihr wissen, wie die Praxis aussieht? Die Leute, die als Aushilfe arbeiten (und das ist die Mehrheit) bekommen nix. Keinen Lohn im Krankheitsfall und auch keinen Urlaub. Hab hier gerade eine Lohnabrechnung eines Mitarbeiters auf dem Tisch liegen. Und wer fest angestellt ist, der wird mit relativ wenig Stunden angestellt, sodass während eines Urlaubes nicht der "volle" lohn bezahlt werden muss.

Anderes Thema ist die Ausrüstung.
Gestellt wird.... nichts... evtl. mal Funkgeräte bei einem Einsatz oder T-Shirts oder Jacken mit Firmenlogo. Oh ich habe die Handschuhe und den Mundschutz vergessen. Der wird gestellt.

Jetzt werdet ihr sagen, dass es wohl illegal ist? Stimmt! Nur interessiert es scheinbar keinen! Erst als gefälschte §34a Papiere eines Subs aufgetaucht sind, wurde etwas unternommen. Aber solche Subs erinnern mich an eine Hydra. Wenn man einen Kopf abschlägt, wachsen zwei neue.

Jetzt auch bitte nicht falsch verstehen, ich habe nicht geschrieben, dass b.i.g. 13,90€ zahlt. Es ist schon mehr, aber eben nicht viel mehr.

@K.J.
Bring gleich nen Panzer vorbei. Aber bitte keinen von.... du weißt schon.
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Re: Behörde zieht Konsequenzen nach Missbrauch in Flüchtling

Beitragvon guardian_bw » 03.02.2015 23:49

D_R hat geschrieben:Ihr habt schon richtig bemerkt, dass bei der Kalkulation der Urlaub und die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall fehlt. Wollt ihr wissen, wie die Praxis aussieht? Die Leute, die als Aushilfe arbeiten (und das ist die Mehrheit) bekommen nix. Keinen Lohn im Krankheitsfall und auch keinen Urlaub. Hab hier gerade eine Lohnabrechnung eines Mitarbeiters auf dem Tisch liegen. Und wer fest angestellt ist, der wird mit relativ wenig Stunden angestellt, sodass während eines Urlaubes nicht der "volle" lohn bezahlt werden muss.


Bei Veranstaltungen mag man überwiegend oder sogar ausschliesslich mit Aushilfen arbeiten können.

Im Objektschutz, der rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr vor Ort sein muss, wird das nicht mehr gelingen. Da brauchst überwiegend Mitarbeiter in Vollzeit, mindestens aber in sozialversicherungspflichtiger Teilzeit und vielleicht ein paar Minjobber als Aushilfen. Wenn Du eine Objektbewachung mit einer beauftragten 6-Mann-Besetzung nur mit Aushilfen durchführen willst, wird das auf Dauer sehr anstrengend - und teuer. Immerhin sind Minijobber teurer als sozialversicherungspflichtig beschäftigte Mitarbeiter, und Du brauchst eine ganze Menge an Aushilfen: Wenn man bedenkt dass bei 450 EUR im Jahresschnitt Schluss ist und der Stundenlohn bei aktuell 9,20 EUR liegt, darfst den Minijobber für sage und schreibe rund 49 Stunden im Monat einsetzen. Wow... wieviele von diesen Kräften brauchst dann, um den ganzen Monat abzudecken?

Und was die Berechnung von Urlaubsentgelt und/oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall angeht: Da ist weniger massgeblich was an Stunden im Vertrag steht, sondern das was tatsächlich gearbeitet resp. verdient wird. Siehe einschlägige Gesetze und Tarifverträge.

Aber gut, selbst wenn Aushilfen eingesetzt werden: Auch dabei wird - sofern alles ordnungsgemäss verläuft - kein Gewinn für den Arbeitgeber rausspringen. Aber das wurde im Thread ja auch bereits ausführlich dargelegt.

Das Problem: Kleine Unternehmen, die keine eigenen Aufträge haben und nur als Sub für andere tätig sind, gehen mit solchen Stundensätzen unweigerlich pleite - eben weil sie damit noch nicht mal ihre Kosten decken können. Dass das so ist, sehe ich hier in meiner Gegend recht häufig, wie bereits geschrieben.
Da hilft auch keine Schönfärberei, das ist einfach so.

Die grossen Unternehmen, oder die glücklichen kleinen Unternehmen die eigene Aufträge ergattert haben, sind die Überlebenden. Denn jene können auch einzelne Aufträge mit derartigen Stundensätze von 13,90 verkraften, da sie die Defizite daraus mit den Gewinnen aus anderen Aufträgen ausgleichen können.


D_R hat geschrieben:Anderes Thema ist die Ausrüstung.
Gestellt wird.... nichts... evtl. mal Funkgeräte bei einem Einsatz oder T-Shirts oder Jacken mit Firmenlogo. Oh ich habe die Handschuhe und den Mundschutz vergessen. Der wird gestellt.

Jetzt werdet ihr sagen, dass es wohl illegal ist? Stimmt!


Nö, stimmt nicht.

Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass der Arbeitgeber alles stellen muss. Aber das ist im Grunde ein völlig anderes Thema. Können wir gerne in einem anderen Thread behandeln.
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Re: Behörde zieht Konsequenzen nach Missbrauch in Flüchtling

Beitragvon D_R » 04.02.2015 00:37

guardian_bw hat geschrieben:Das Problem: Kleine Unternehmen, die keine eigenen Aufträge haben und nur als Sub für andere tätig sind, gehen mit solchen Stundensätzen unweigerlich pleite - eben weil sie damit noch nicht mal ihre Kosten decken können. Dass das so ist, sehe ich hier in meiner Gegend recht häufig, wie bereits geschrieben.
Da hilft auch keine Schönfärberei, das ist einfach so.


Okay, dann nehmen wir einfach mal Beispiel aus der Praxis. In den Heimen ist z.B. die Firma Ulrich Security mit zahlreichem Personal vertreten. Ich denke, K.J. wird das bestätigen können. Der Herr macht trotz des kleinen Stundensatzes mit seinem zahlreichen Personal ein ganz gutes Geschäft. Frage: Wieso?
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Re: Behörde zieht Konsequenzen nach Missbrauch in Flüchtling

Beitragvon guardian_bw » 04.02.2015 09:12

Du hast von einem Stundensatz von 13,90 geschrieben, und dass davon dann 90 Cent Gewinn für den Unternehmer hängen bleiben.
Ja, die 13,90 Stundensatz wurden nicht im Zusammenhang mit den Aufträgen, um die es hier geht genannt, sondern nur beispielhaft weil solch ein Stundensatz kürzlich für einen Sub von Securitas aufgerufen wurde.

Dass dieser "Gewinn" beim Stundenlohn von 9,20 Euro für den Mitarbeiter Quatsch ist und so einfach nicht existiert, wird Dir mittlerweile auch klar sein.

Warum die von dir genannte Firma es schafft, zu einem ähnlichen Stundensatz zu arbeiten, kann ich Dir nicht sagen. Ich gehe aber stark davon aus, dass auch jene Firma noch andere Aufträge hat, die tatsächlich Geld einbringen.

Vielleicht hätte ich es anders formulieren sollen:
Das Problem: Kleine Unternehmen, die keine eigenen Aufträge haben und nur als Sub für andere tätig sind und ausschliesslich solch niedrige Stundensätze erhalten, gehen mit solchen Stundensätzen unweigerlich pleite - eben weil sie damit noch nicht mal ihre Kosten decken können.

Rechne es doch durch, so schwer ist das nicht. Mit 14 Euro Stundensatz und einem Stundenlohn von 9,20 für den Mitarbeiter schaffst Du es bei 24/7-Aufträgen nicht, in die Gewinnzone zu kommen.
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