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Verhalten bei Waffen

Kampfsport und Selbstverteidigung

Verhalten bei Waffen

Beitragvon Mechanic » 24.01.2006 12:42

Mal eine Frage an alle.

Wie verhaltet ihr euch bei aggressiven Leuten, die mit Waffen rumhantieren?
Gerade Messer werden ja immer beliebter.
Ich hatte zum Glück bisher nur einmal richtig Ärger damit und ich bin nicht besonders nett mit dem Typen umgegangen. Hatte die Sache zwar schnell im Griff, weil der Typ total besoffen war, aber ich hatte eine Scheißangst.
Wäre beinahe richtig übel ausgegangen.

Eure Erfahrungen würden mich interessieren. :roll:

Gruß
Michael
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Beitragvon Blue_Dragon » 24.01.2006 13:47

So hab es mal ins Selbstverteidigungs Forum geschickt.

Ach und Suchfunktion benutzen bitte.

Hier ist auch ein Thread über Waffen
http://www.securitytreff.de/viewtopic.php?t=106

Ich lass das Thema mal bewusst offen vll. kommt ja was neues zum Vorschein.

Grüßle Marcus
Blue_Dragon
 

Selbstverteidigung bei Waffen...(Messern)

Beitragvon Frank » 24.01.2006 22:50

Hallo Michael,

ch hatte zum Glück bisher nur einmal richtig Ärger damit und ich bin nicht besonders nett mit dem Typen umgegangen. Hatte die Sache zwar schnell im Griff, weil der Typ total besoffen war, aber ich hatte eine Scheißangst.
Wäre beinahe richtig übel ausgegangen.


Da hast du auch wirklich verdammtes Glück gehabt..............
Wenn es nach mir ginge,müsste eine Stichsichere Schutzweste Pflicht sein bei allen Leuten,die im Veranstaltungsschutz oder ähnlichem mit hohem
Publikumskontakt eingesetzt werden.


Für Messer gilt die "Goldene Regel" :
Weiche einem Messerkampf aus!!
Überlasse das den Profis (wobei die dann auch auf das SEK warten....:-) )

Kannst du dem nicht mehr ausweichen,so gilt nur eines:
Dein Gegenüber so schnell wie möglich Kampfunfähig machen.....
egal wie.....


mfg
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Beitragvon DanKai » 24.01.2006 23:07

Da kann ich Frank nur zustimmen.

ich hatte bisher auch nur einmal die konfrontation mit einem Messer der Typ ebenfalls wie bei dir stockbesoffen, das war in einem Bierzelt und viele bayern die trachten anhaben haben auch meistens einen Hirschfänger in der Hose. er hat ihn erst gezogen als wir ausserhalb vom Bierzelt waren. Die antwort war das 5 Rohre Pfefferspray auf ihn gehalten haben, und er danach ziemlich unsaft zu boden geführt wurde.
Ergebnis: wiedereinmal eine Anzeige wegen Gef. KV. aber fallengelassen.
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verhalten bei waffen

Beitragvon steamengine » 26.01.2006 16:50

tja, waffen sind so eine sache.
kommt auf den angreifer an, der das messer zückt, oder auch die bierflasche die einem den schädel zertrümmern soll.
bei der bierflasche würde ich ja noch mit blocktechniken antworten.
aber messer ?
ok bei einem der mit messern umgehn kann distanz schaffen und schusswaffe ziehn.
bei ungeübten messerhelden schlagstock raus und mit drehschlägen distanz schaffen.
läuft der held in so einen drehschlag rein, naja seine schmerzen.
dann aber in die offensive gehn und aus die maus.
ok bin objektschützer( bewaffnet ).

gruss steam
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Mal ein Link dazu......

Beitragvon Frank » 27.01.2006 01:34

Hallo ,

Steam schrieb:
ok bei einem der mit messern umgehn kann distanz schaffen und schusswaffe ziehn

was dir bei einem geübtem Messerkämpfer kaum gelingen wird.....
Bevor du die Waffe aus dem beim Wachdienst üblichen Holster raus hast,ist der schon wieder bei dir.....

.bei ungeübten messerhelden schlagstock raus und mit drehschlägen distanz schaffen. läuft der held in so einen drehschlag rein, naja seine schmerzen.

Na den Schmerz seines "Abwehrarmes" nimmt der schon in Kauf....dafür hast du das Messer irgendwo im Körper gehabt.....

siehe dazu auch hier:
http://www1.ndr.de/ndr_pages_std/0,2570 ... 40,00.html
Ich glaube,das wir uns wohl darin einig sind,das "Türsteher" auf der Reeperbahn einen etwas anderen "background" haben als normalerweise......

mfg
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verhalten bei waffen

Beitragvon steamengine » 27.01.2006 19:57

tja frank,



wenn der angreifer dann mit gebrochenem arm weitermachen will, bitte seine sache.
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Re: verhalten bei waffen

Beitragvon Animal » 27.01.2006 20:44

steamengine hat geschrieben:tja frank,



wenn der angreifer dann mit gebrochenem arm weitermachen will, bitte seine sache.


Solange nicht sein Waffenarm oder sein Kopf gebrochen sind kann es durchaus passieren das der Angreifer weitermacht , zumal dazu meistens noch eine gehörige Portion Adrenalin , Alkohol, Drogen oder ein Mix aus allem im Spiel ist , was dem Angreifer zur nötigen Schmerzfreiheit verhilft :wink:

grüsse

Animal :twisted:
"Ich habe nie ein wildes Tier gesehen, das Selbstmitleid empfand. Ein kleiner Vogel, der erfroren ist, wird tot von seinem Ast fallen, ohne jemals Selbstmitleid empfunden zu haben."


www.escrima-hannover.de

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Re: verhalten bei waffen

Beitragvon devildog04 » 27.01.2006 20:51

gelöscht
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Meine Vorredner haben ja schon geantwortet in

Beitragvon Frank » 27.01.2006 21:46

Hallo Steam,


meine Vorredner haben ja schon das Wichtigste gesagt.

Ich kann es nur IMMER wieder sagen:

ALLEINE gegen einen Messerangriff NIEMALS agieren........
Die Flucht ergreifen!!
Nur wenn das gar nicht mehr geht,den Angriff schnell und egal wie
zum Ende bringen!!

Messer sind das gefährlichste überhaupt,was uns in unserem Job über den
"Weg laufen" kann.
Selbst wenn das Messer nicht von einem "Profi" geführt wird,ein tiefer Schnitt oder Stich reicht vollkommen aus,um dich zum Krüppel oder
zum Toten zu machen.....

Und zum Thema Schußwaffen.....
Wenn Du die Waffe nicht bereits gezogen und im Anschlag hast,vergiß sie......Messerkämpfe finden im "Nahbereich" statt,wenn du nicht gerade an einen Trottel geräts,der zuviele "Highländer"-Filme geguckt hat und aus 50 Metern mit dem Messer auf dich zustürmt....wird die Distanz eher bei 1 bis 5 Meter liegen....wie lange brauchst du dann,um deine Waffe zu ziehen,durchzuladen und zu zielen???.......




(Nur mal ganz am Rande bemerkt,die "Urväter" unseres Berufes...die "Nachtwächter" des Mittelalters waren da besser für ausgerüstet....:-)
Mit ihren "Piken",die zum Einreißen der damals noch vorherrschenden
Strohdächer bei Feuernund zum beseitigen von Brennendem Holz gedacht waren,konnten die sich auch vorzüglich verteidigen (zumindest gegen 1 Gegner).An der 2,50 Meter langen Stange mit der scharfen Spiztze und dem Widerhaken kam so schnell keiner vorbei......:-) ).
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Beitragvon DanKai » 27.01.2006 23:48

Da sich ja einige vielleicht nicht wissen was für gravierende Verletzungen Messer Hervorufen, habe ich mich mal auf die suche diverser Bilder gemacht. Und dabei auch einen Recht Interessanten Text gefunden


Messerkampf in der Realität

Hier möchte ich einmal näher auf die Realität und die Folgen eines Messerangriffs eingehen - viele unterschätzen die Gefährlichkeit eines Messers, auch in der Hand eines Ungeübten.

Aus meiner Sicht und aufgrund eigener Erfahrungen lassen sich Täter, die ein Messer oder andere Waffen in eine Auseinandersetzung miteinbeziehen, grob in folgende Kategorien einteilen.

Kategorie 1
Der Täter zieht sein Messer um damit einzuschüchtern - in letzter Konsequenz will er es aber nicht benutzen. Wird er nun ungeachtet des Messers angegriffen (psychisch oder physisch) und in die Enge gedrängt wird er es, aus seiner Sicht in "Notwehr" nutzen um sich zu "verteidigen". Deeskaltion und Flucht sind hier sicherlich möglich.

Kategorie 2
Dieser Tätertyp trägt sein Messer auch, aber nicht nur, als Waffe mit sich herum und wird es, wenn er unterlegen ist, auch in einer körperlichen Auseinandersetzung ziehen um den Gegner zu verletzen - von einer Tötungsabsicht gehe ich hier noch nicht aus. Deeskalation und Flucht u.U. noch möglich

Kategorie 3
Das Messer ist sozusagen die Primärwaffe dieses Täters - das Mittel, um eine körperliche Auseinandersetzung zu vermeiden und einen Kampf mit kleinstem Aufwand bei geringstem Risiko für die eigene Person zu entscheiden. Lebensgefährliche Verletzungen des Opfers werden billigend in Kauf genommen.
Flucht u.U noch möglich - Deeskalation wahrscheinlich nicht mehr.

Kategorie 4
Das Messer als tödliche Waffe - es wird rigoros und konsequent eingesetzt - schwerste Verletzungen oder der Tod des Opfers sind das Ziel des Angriffs. Das Messer wird verdeckt gezogen - der Überraschungseffekt wird ausgenutzt.
Flucht oder Deeskalation unmöglich.

Natürlich sind die Grenzen zwischen den Kategorien fließend - der Grat ist schmal und es ist nicht immer erkennbar, wie weit der Angreifer gehen wird.

Auf Ausnahmesituationen wie Geiselnahmen, Amokläufe, Einfluß von Alkohol und Drogen u.s.w bin hier absichtlich nicht eingegangen - dazu müßte ich dann ein Buch schreiben - was mir wirklich fern liegt - und den Speicherplatz meiner Domain erweitern.


Genauso möchte ich hier aber auch diejenigen ansprechen, die, vielleicht aufgrund eines körperlichen Defizits oder aus Angst vor einer körperlichen Auseinandersetzung, zu schnell mit dem Messer "fuchteln" und sich nicht darüber im Klaren sind, was sie mit einer solchen Waffe anrichten können.

Die Wunden eines Messerangriffs haben wenig mit einer, in der heimischen Küche verursachten, Schnittverletzung gemeinsam.

Die gleichen Auswirkungen wie bei einem Messerangriff ergeben sich bei einem Angriff mit einem abgebrochenen Flaschenhals oder einer Bierkrugscherbe - diese Gegenstände sind einem Messer gleichzusetzen - verursachen aber teilweise schlimmere Verletzungen.

Selbst ein Angriff, der nicht tödlich endet, kann das Leben des Opfers für immer ruinieren und wenig lebenswert machen.

Als Folgen eines "nicht-tödlichen" Messerangriffs kommen u.a. in Frage:

- Verstümmelung und Entstellung
- Einschränkung der Bewegungsfreiheit z.B. bei Sehnenverletzungen
- Schwerwiegende gesundheitliche Folgeschäden bei Verletzung der inneren Organe
- langanhaltende Störungen der Psyche und Angstzustände

Aufgrund der o.g. Verletzungen kann es zu Berufsunfähigkeit, Pflegebedürftigkeit oder Vereinsamung kommen.



Aus diesem Grund hier nun einige Fotos von den Ergebnissen eines Messerangriffs und erneut der gute Rat, bei einem Messerangriff so schnell wir möglich zu flüchten. Die gezeigten Fotos sind bei weitem nicht die schlimmsten, die mir zur Verfügung stehen, allerdings denke ich, daß sie mehr als ausreichend verdeutlichen, wie die Folgen eines derartigen Angriffs aussehen.

Anzumerken ist, daß alle Opfer auf dieser Seite überlebt haben.



WARNUNG WARNUNG WARNUNG WARNUNG WARNUNG WARNUNG

Die unten gezeigten Bilder sind nicht für Jugendliche und Menschen mit schwachen Nerven geeignet!

Alle Bilder zeigen Verletzungen nach einem Messerangriff oder nach einem Messerkampf - wer sich nicht sicher ist oder noch nicht volljährig ist, soll diese Seite bitte verlassen und nicht weiter nach unten gehen.











Abwehrverletzung durch greifen der Klinge

http://www.waffentraining.de/mediac/400_0/media/Abwehrverletzung~1.jpg


Abwehrverletzung durch hochreissen der Arme

http://www.waffentraining.de/mediac/400_0/media/Abwehrverletzung.jpg


http://www.waffentraining.de/mediac/400_0/media/Brasilien.jpg


http://www.waffentraining.de/mediac/400_0/media/Gesichtsverletzung-1.jpg


http://www.waffentraining.de/mediac/400_0/media/Schnittwunden~Messer.jpg

Ich denke diese Bilder verdeutlichen wie gefährlich ein Messer ist

(c) von Text und allen Bildern http://www.waffentraining.de/
Zuletzt geändert von DanKai am 28.01.2006 00:19, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon devildog04 » 28.01.2006 00:03

gelöscht
Zuletzt geändert von devildog04 am 15.03.2007 01:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon DanKai » 28.01.2006 00:20

jo habe ich die ganze zeit auch drübernachgedacht . und wie du siehst befolgt :)
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Beitragvon devildog04 » 28.01.2006 00:24

man versteht sich :wink:
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Beitragvon charlytango » 28.01.2006 08:12

nun, ich denke, es ist schon wichtig, auch solche Bilder zu zeigen, damit manchen Leuten einfach mal klar wird, was (so) eine Waffe anrichten kann.
Ich gebe zu, auch mir wurde ein wenig komisch beim Betrachten dieser Bilder....
Ich hab mal bei Securitas einen USBV-Lehrgang mitgemacht. Der Ausbilder war auch im Luftrettungsdienst eingesetzt und hat uns einige "wirklich tolle" Bilder gezeigt, die er bei seinen Einsätzen aufgenommen hat. Da hab ich mich auch irgendwann gefragt, warum der Projektor so wackelt, bis ich merkte, daß es eben doch nicht der Projektor war.
Aber meiner Meinung nach sollte sich jeder (im Sicherheitsdienst) solche Bilder anschauen,einfach nur, um zu wissen, um was es geht (gehen kann). Dann würde es auch weniger Mitarbeiter geben, die nicht so recht verstehen können, warum ich und ein Kollege (beide im Werkschutz einer großen Firma) erst mal einen Schritt zurücktraten, als eine Person plötzlich mit einem ausgezogenen Teleskopschlagstock vor uns stand und uns drohte, eins überzuziehen. (Die Person war offensichtlich sehr verwirrt).
Ich gehe sogar noch weiter, indem ich der Meinung bin, daß jeder, der besoffen Auto fährt, sich Bilder von tödlichen Unfällen anschauen müßte.
(Oder Leute, die nicht angeschnallt sind...)
Nun, einigen gefallen auch solche Bilder, aber für die gibt es ja dann "Gesichter des Todes" (habe ich nach wenigen Minuten abgeschaltet und dann gleich von der Festplatte gelöscht)

Gruß
charlytango
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