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34a Schein für die Ausbildung

Alles über die Ausbildungsberufe

34a Schein für die Ausbildung

Beitragvon vs-mac » 09.09.2013 07:29

Guten Morgen,
als neuer habe ich direkt eine Frage an euch da ich hier im Forum und bei Tante Google nichts gefunden habe.
Ist es nötig den 34a Schein zu machen um in der Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit arbeiten zu können?
Das würde ja bedeuten das der Lehrling erst zum Einsatz (zB Werkschutz) kommt wenn er den Lehrgang gemacht hat?
Als Beispiel könnte man ja sagen das ein Auzubi zum Elektriker erst auf dem Bau Kabel ziehen darf wenn er einen bestimmten Lehrgang gemacht hat?
Ich habe es immer so verstanden das die Leute die die Ausbildung machen oder gemacht haben die Unterrichtung nicht benötigen.
Also, ist ein Lehrling im Werkschutz einsatzfähig ohne 34a Schein?

Bin mal gespannt auf eure fachliche Meinung

Gruß vs-mac
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Re: 34a Schein für die Ausbildung

Beitragvon stinkefuchs » 09.09.2013 09:47

Da ist genug zu finden. :wink:
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Re: 34a Schein für die Ausbildung

Beitragvon vs-mac » 09.09.2013 10:10

Also ich habe nichts gefunden.
Habe mir den Ausbildungsrahmenplan Fachkraft für Schutz und Sicherheit angesehen.
Aber daraus ist auch nicht zu ersehen ob der Azubi nur mit 34a Schein voll in den Dienstplan eingefügt werden darf.
Vielleicht bist du so hilfreich und stellst mal ein Link ein wo du meinst genug gefunden zu haben.
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Re: 34a Schein für die Ausbildung

Beitragvon stinkefuchs » 09.09.2013 12:19

So´n bisschen Eigenleistung kann aber nie schaden. Von mir gibt es keine Links.

Oben rechts, Suchmaske

Eingeben:
Ausbildung 34a
Azubi

Oder einfach mal durch die Foren klicken.
Vielleicht findest Du da ja noch weitere Informationen.
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Re: 34a Schein für die Ausbildung

Beitragvon vs-mac » 10.09.2013 12:46

Na du bist ja ein Held.
Auf die Idee bin ich auch schon gekommen.
Da finde ich nur das man den 34a Schein mit der Zeit macht.
Aber nicht ob man dann schon eingesetzt werden kann.
Ich dachte ich wende mich an ein paar Fachmänner.
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Re: 34a Schein für die Ausbildung

Beitragvon stinkefuchs » 10.09.2013 15:01

vs-mac hat geschrieben:Na du bist ja ein Held.
Auf die Idee bin ich auch schon gekommen.
Dann hätte ich mir den Hinweis ja schenken können...

vs-mac hat geschrieben:Da finde ich nur das man den 34a Schein mit der Zeit macht.
Aber nicht ob man dann schon eingesetzt werden kann.
Doch, findet man. Wenn ich das finde, schaffst Du das bestimmt auch.

vs-mac hat geschrieben:Ich dachte ich wende mich an ein paar Fachmänner.
Passt auch. Nur kann man ja etwas Eigenleistung erwarten. Herkommen, hundertfach durchgekaute Fragen wiederholen und darauf warten, dass einem die Antworten zugeworfen werden? Äääähm... Nö. Ich denke nicht, dass man Bequemlichkeit noch belohnen muss.
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Re: 34a Schein für die Ausbildung

Beitragvon Wolperdinger » 10.09.2013 17:50

guardian_bw hat geschrieben:Die Unterrichtung nach §34a GewO braucht der Azubi dabei nicht, weil: Azubi, der nicht eigenverantwortlich fremdes Eigentum bewacht, sondern unter Anleitung und Verantwortung des Ausbilders. Anders würde es eben aussehen, wenn kein Ausbilder in Rufweite ist, und der Azubi eigenverantwortlich bewacht. Dann braucht der Azubi mindestens die Unterrichtung, ggf. die Sachkundeprüfung (bei den diesbezüglich im §34a GewO genannten Tätigkeiten).
Deshalb lassen viele Unternehmen den Azubi in den ersten Wochen zunächst die Sachkundeprüfung nach §34a machen, damit sie den Azubi vollkommen frei einsetzen können, ohne jeweils einen Ausbilder in Rufweite halten zu müssen.


Nachzulesen hier: Securitytreff

Sorry, meine Augen tun weh :-)

Edit: Nur so als Anmerkung: Ich musste auch erst suchen...
Grußi

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Re: 34a Schein für die Ausbildung

Beitragvon stinkefuchs » 10.09.2013 21:31

Du hast aber ja was gefunden... Unglaublich!
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Re: 34a Schein für die Ausbildung

Beitragvon Wolperdinger » 11.09.2013 00:14

... nur weil du mir die Keywords schon verraten hast :wink:
Grußi

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Re: 34a Schein für die Ausbildung

Beitragvon vs-mac » 11.09.2013 06:50

Ein Ausdrückliches Sorry! :roll:
Vielleicht sollte ich demnächst die Suchmaske nicht zu so früher Stunde bedienen.
Entweder ist sie noch nicht ganz wach oder ich hatte einen Kaffee zu wenig. :wink:
Dann hat mein Arbeitskollege doch recht gehabt. Ich wollte es kaum glauben.
Ob die Vorgehensweise richtig ist einen Azubi alleine ein zu setzten lässt sich allerdings streiten. Interessanter Beitrag.


Danke
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Re: 34a Schein für die Ausbildung

Beitragvon stinkefuchs » 11.09.2013 08:29

Die Thematik stößt so ziemlich jedem Angehörigen dieser Zunft sauer auf.

Aber wie heißt es noch? Keine Strafe ohne Gesetz?
Der Großteil kann sich mit dieser Sache nicht anfreunden, ich auch nicht. Aber es werden Grauzonen ausgenutzt. Rechtmäßig. Wettbewerbsfeindlich.

Ob dem Azubi durch ein solches Verhalten eine ihm zustehende und gleichzeitig gute Ausbildung ermöglicht wird, kann sich jeder selbst beantworten.

Man zerreißt sich das Maul und hat Angst vor Preisdumpern aus Osteuropa, jault rum, dass da die Existenz bedroht ist, schafft auf Krampf Entsendegesetze und Mindestlöhne - und schickt unerfahrene Auszubildende ins Rennen, damit man im ach so harten Wettbewerb überhaupt noch existieren kann.

Anstatt sich an bestehenden Tarifen auszutoben, bestimmte Inhalte zur gesetzlichen Pflicht werden zu lassen, kommt wieder ein Deutschuss aus der Hüfte. Normal in diesem Land.

Fazit:
Erlaubt. Aber verantwortungslos. Hier geht es um das Geld und nicht um die Ausbildung.
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Re: 34a Schein für die Ausbildung

Beitragvon vs-mac » 11.09.2013 09:21

Da gebe ich dir vollkommen recht.
Auch wenn es im Wach- und Sicherheitsgewerbe besonders schlimm ist geht es in vielen Bereichen so. Das was zählt ist eben maximale Gewinnoptimierung.
Dies und viele andere Themen die hier auch schon oft diskutiert wurden werden sich aber nie ändern. Ändern wird sich aber auch nicht das die Auftraggeber sich wundern warum in vielen Fällen die Sicherheit nicht gewährleistet werden kann obwohl sie dafür bezahlt.
Nur: Wer mit Bananen zahlt kann sich nur Affen halten.

Dies und Themen wie lückenhafte Dienstanweisungen und schlechte Ausrüstung runden die Motivation dann dementsprechend ab.
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Re: 34a Schein für die Ausbildung

Beitragvon stinkefuchs » 11.09.2013 10:38

Unterschreibe ich so.

Aber das mit den Dienstanweisungen sehe ich differenzierter.

Je umfangreicher ein solches Ding ist, desto weniger wird sie beachtet. Das liegt häufig nicht am Ersteller der Anweisung, sondern am Intellekt des Personals.

Gutes Personal findet man aber nicht, da die Bezahlung schlecht ist.

Auftraggeber, wie Du schon schriebst, zahlt nix. Deshalb nur Personal, dass sonst am Arbeitsmarkt völlig untergeht. Dann regt man sich aber über die Unfähigkeit und die Fehler/Mängel/Schäden auf.

Der Fisch stinkt vom Kopf. Immer. Überall.

Es gibt zwar den ach so tollen Mindestlohn - aber der ist nunmal auch völlig für´n Arsch.

Man erwartet einen vollumfänglichen Schutz und eine Sicherung hoher Sach- und Vermögenswerte, zahlt aber nur widerwillig oder schlimmstenfalls sogar gar nicht (häufiges Geschäftsgebaren), reißt aber den Kessel auf. Auftraggeber- und Auftragnehmer-/Arbeitgeberseitig.

Das geht über einen gewissen Zeitraum gut. Und der ist vom Ego des Personals abhängig.
Solange jeden Morgen ein Dummer aufsteht, der diese Scheiße toleriert (Ausbeutung von Azubis etc.), wird sich da nichts ändern.

Auch wenn es doof klingen mag - es gibt diese tollen Zusammenschlüsse, die sich sogar für ihre ach so tolle Arbeit bezahlen lassen. Wenn es jetzt noch eine Regierung geben würde, die sich für die Sorgen der Basis interessieren würde, könnten diese Zusammenschlüsse auch was bewirken.

Ich rede von Gewerkschaften. Dieser, zum Teil riesengroße Sauhaufen, kriegt es nicht geschissen, sich in der Politik bemerkbar zu machen. Wenn man dort anfängt und mit Leuten der "Basis" reden würde (damit meine ich nicht explizit ver.di oder BDSW-Mitglieder!), könnte man etwas bewegen. Aber dafür interessiert sich nunmal niemand. In den oberen Etagen und in der Politik hört man auf Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände. Weder Gewerkschaft, noch Arbeitgeberverband sind an Veränderungen interessiert.
Es geht um Geld, Befindlichkeiten und Bequemlichkeiten.

Wo wird versucht, alle Tarifverträge zur Allgemeinverbindlichkeit zu bringen? Wo sind die Ausbildungsbeauftragten, wo sind die zuständigen Behörden?

Hier wollen alle den Pelz gewaschen bekommen - aber ohne dabei nass zu werden.

Eine Gewerkschaft, die es nicht schafft, mal was zu bewegen (Aussagen wie "Wir brauchen dazu Mitglieder" lasse ich NICHT gelten. Warum soll man bezahlen, obwohl offensichtlich nichts passiert und die Beschäftigten dieses Geld woanders deutlich brauchen?) und ein Arbeitgeberverband (nebst Mitgliedern), der seine propagierten Vorgaben selbst unterwandert - das kann nichts werden.
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Re: 34a Schein für die Ausbildung

Beitragvon Zenturion » 11.09.2013 12:30

diesen Ausführungen kann ich nur vollumfänglich zustimmen :D

was bedeutet dies aber für den Einzelnen ?

- sich mit den Gegebenheiten abfinden (zu müssen), weil man sowieso nichts ändern kann ?
- für eine "bessere Welt" kämpfen ("nur gemeinsam sind wir stark"), aber als Geringqualifizierter trotzdem nur von den Krumen leben zu müssen ?
- weiterqualifizieren und sich aus eigener Kraft aus dem Sumpf ziehen ?

es wird im Endeffekt auf letzteres hinauslaufen
wer es "besser" haben will, als die große Masse, muß aus eigener Kraft durchstarten,
hat er weder die Motivation, Energie noch die Möglichkeiten dazu, bleibt er eben "am Boden kleben"
Fachleute wirken auf Laien aus verständlichen Gründen unverständlich.
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Re: 34a Schein für die Ausbildung

Beitragvon Wolperdinger » 12.09.2013 08:54

Auch ich geh damit voöllig d`accord.

Für alle, die diesen Beruf ernsthaft lernen und sich weiterbilden, erlaube ich mir, darauf hinzuweisen, dass es ebenso viele gutbezahlte Stellen gibt. Allerdings gehts da halt ab dem Bachelor/Meister SecurityManagement und Berufserfahrung aufwärts.
Grußi

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