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GSS oder FSS

Alles über die Ausbildungsberufe

GSS oder FSS

Beitragvon Malinois88 » 12.10.2014 16:39

Hallo!

Ich bin derzeit noch in der Bundeswehr, ich bin SaZ8 und habe ab nächstes Jahr BFD Anspruch..

Jetzt zu meiner Frage:

Ich wollte eigentlich die Fachkraft für Schutz und Sicherheit machen, mein BFD Berater sagte mir, dass ich dies in einer verkürzten Form in 7Monaten durchlaufen könnte.
Er hat mir noch von einem Betrieb das Kärtchen mitgegeben. Ich habe dort angerufen und nachgefragt. Die sagten mir jedoch, dass der BFD Berater nicht die Fachkraft, sondern die Servicekraft meinte.

Jetzt habe ich mich selbst mal im Internet belesen und habe nichts gefunden, in Bezug auf verkürzte Ausbildung zur Fachkraft in 7 Monaten. Jedoch habe ich gesehen, dass ich auch die Geprüfte Schutz und Sicherheitskraft machen kann. Diese geht unterschiedlich lang?! Manche Anbieter schreiben 4 Wochen, manche 8 Wochen und andere 4 Monate?!
Ich habe bei 2 größeren Sicherheitsfirmen angerufen, um erstmal zu erfahren was höherwertiger ist.
Die Fachkraft oder die Geprüfte.
Ja ich weiss, das eine ist eine Ausbildung und das andere eine Umschulung.
Mir wurde jetzt jedesmal gesagt, dass beides Gleichwertig ist von der Bezahlung! Ist das so richtig?
Weil dann wäre ich ja dumm, wenn ich eine 3 Jährige Ausbildung mache, dann kann ich doch lieber die Umschulung machen und verdiente das selbe.. so habe ich es auch im Tarifregister rausgelesen, dass die beiden fast die selbe Bezahlung haben.
Ist das so richtig? Das beide fast gleichwertig von der Bezahlung her sind?

Mein späteres Ziel ist DHF zu machen mit meinem eigenen Hund, der derzeit Ausgebildet wird..

Die Geprüfte wäre natürlich auch mit IHK Abschluss..

Vielleicht kann mich einer Aufklären, mir Tipps geben bzw mir die Bestätigung geben, dass ich von meinen Rückschlüßen vom Internet und vom Nachfragen richtig liege.

Ich danke euch schonmal im voraus !
Malinois88
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Re: GSS oder FSS

Beitragvon plastus » 13.10.2014 15:38

beide sind auf einem level, und die fachkraft ist teilweise tariflich höher eingestuft, aber in beiden fällen brauchst du auch ne firma die dich als fachkraft/geprüfte kraft bezahlt.. die einstufungslevel spiegeln die inhalte kompetenzmäßig wieder, servicekraft und geprüfte ssk sind quasi inhaltlich weitgehend gleich, die fachkraft enthält das gleiche plus betriebswirtschaft.

ansonsten gilt: zur gssk gibts da es keine ausbildung sondern eine weiterbildung ist, gibt es hier keine zeitvorgabe, kannst du also quasi auch zuhause mit nem buch ohne lehrgang.

dies gilt übrigens auch für die anderen beiden, wenn du als externenprüfling auftrittst. die tatsache daß die die gssk angeboten wurde impliziert (bei soldaten üblich) daß mindestens ein teil deiner dienstzeit als branchenähnlich anerkannt wird/wurde, wenn dieser teil mehr als 4,5 jahre beträgt, kannst du direkt zur fachkraft - prüfung zugelassen werden, sind es 3 dann zur servicekraft-prüfung. denke mal hieran orientieren sich dann die umschulungs-zeiten, die ja teils mitgezählt werden, daher bietet der bfd ja auch gerne mal ne 18monatige umschulung zur fkss an.

ich würde dir empfehlen mal zu schauen, wie fit du in dem bereich bist, und ob du so ne prüfung vielleicht sogar auf eigene rechnung ohne bfd hinbekommst, und dann lieber die bfd-zeit in nen meister investierst, o.ä.
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Re: GSS oder FSS

Beitragvon Nemere » 13.10.2014 16:19

plastus hat geschrieben:beide sind auf einem level,


Von der Ausbildungshöhe her sicher nicht.
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Re: GSS oder FSS

Beitragvon Malinois88 » 13.10.2014 18:22

Danke für die Antwort..

ja ich habe bei 2 größeren Sicherheitsfirmen angerufen und die sagten mir, dass beide vom Stand her Gleichwertig sind..

Den Meister will ich nicht anstreben, da ich ja Diensthundeführer machen möchte und ich als Meister zu überqualifiziert wäre.. deshalb lasse ich es..

Ich denke ich werde lieber die Umschulung zur GSSk machen und mich dann zum Diensthundeführer weiter Qualifizieren und gucken was mich noch an Qualifikationslehrgängen nach vorne bringt.. ich denke für diese Spate werden die FSS und die GSSk gleich gehandhabt..
Malinois88
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Re: GSS oder FSS

Beitragvon Wolperdinger » 13.10.2014 23:30

Malinois88 hat geschrieben: Die sagten mir jedoch, dass der BFD Berater nicht die Fachkraft, sondern die Servicekraft meinte.

Vermutlich haben sie das in Unkenntnis gesagt. Siehe hier: http://www.bfs-net.de/index.php?option= ... &Itemid=19

Wenn möglich, würde ich immer den anerkannten Beruf als Ausbildungsziel nehmen. Du weißt nie, was später passiert.

Die Bezahlung mag vieleicht ähnlich sein. Hinsichtlich der Wertigkeit ist selbstverständlich der anerkannte Beruf höherwertig.
Grußi

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Re: GSS oder FSS

Beitragvon Nemere » 14.10.2014 06:56

Nur als Hinweis:
1. Die beim bfs angebotenen Lehrgänge laufen über das Instrument der externen Prüfung, es gibt also kein Ausbildungsverhältnis im klassischen Sinne und damit keinerlei Kontrollmöglichkeiten der IHK, wie die Ausbildung dort läuft.
2. Die Prüfung Fachkraft Schutz und Sicherheit ist eine sog. gestreckte Prüfung mit zeitlich auseinanderfallenden Prüfungsteilen, die normalerweise im Abstand von mindestens einem Jahr stattfinden und dadurch die Prüfungsbelastung erheblich entzerren. Bei der von bfs angebotenen Variante finden beide Prüfungsteile gleichzeitig statt.
3. Meine Erfahrungen als Prüfer mit den Prüflingen, die durch solche "Schnellbleichen" gegangen sind, sind sehr schlecht - extrem hohe Durchfallquoten. Es gibt zwar auch gute Prüflinge darunter, die sich selbst einiges beigebracht haben, aber das ist die absolute Ausnahme. Man kann den Stoff einer dreijährigen Ausbildung einfach nicht innerhalb von sieben Monaten (inclusive Prüfung!) verinnerlichen. Das mag vielleicht bei Soldaten der Feldjägertruppe, die eine gute Rechtsausbildung haben, noch funktionieren, nicht aber bei Soldaten, die aus ganz anderen Verwendungen kommen und außer der Wachausbildung noch nie etwas mit Sicherheitsaufgaben zu tun hatten.
Ein Hauptgrund dafür liegt in folgendem Sachverhalt:
4. BFS scheint noch nicht gemerkt zu haben, das es für die Fachkraft seit 2008 eine neue Ausbildungsordnung gibt. Man scheint immer noch nach der alten Ausbildungsordnung von 2002 auszubilden, man hat die neue Prüfungsstruktur noch nicht bemerkt und verlangt immer noch drei "Dokumentationen". Siehe Informationsbroschüre http://www.bfs-net.de/downloads/Info_FKS_BuWe.pdf

Seite 2: "Fachkraft für Schutz und Sicherheit
Dauer: 7 Monate
Die se Maßnahme beinhaltet die theoretische Ausbildung gem . Rahmenstoffplan „Fachkraft für Schutz und Sicherheit“(BGBl. Tei I S. 2757 v. 26.07.2002)"


Seite 4: "Prüfungsgebiete:
.......
 Mündliche Prüfung (aus den 3 Dokumentationen über praktische, komplexe Arbeiten aus einem Einsatzbereich wird die mündliche Prüfung abgeleitet)."


Die Dokumentationen sind bei der Fachkraft seit Jahren Geschichte. BFS scheint noch nichts davon gehört zu haben, das ein Schutzkonzept zu erstellen ist, das es keine mündliche Prüfung mehr gibt, sondern das ein Fachgespräch führen ist.
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Re: GSS oder FSS

Beitragvon K.J. » 14.10.2014 15:07

Hier muss ich wieder mal widersprechen.
Es ist sehr wohl möglich, den Stoff in 7 Monaten zu erlernen und zu beherrschen.
Gerade Teilnehmer auf dem "2" Bildungsweg also diejeniegen, welche die Voraussetzungen mitbringen, z.B. Soldaten, oder Wachleute, welche schon jahre im Gewerbe sind, haben gute Bestehensquote.

Es kommt darauf an, wie man in den 7 Monaten ausbildet. Bei unserem Bezirk ist eine Ausbildungstelle, welche 90% Bestehensquote hat, bei der Externenprüfung.

Man sollte nicht immer alles schlecht schreiben.


Grüße
Sicherheitsfachwirt i.A.
(Anmeldebogen hab ich schon mal ausgefüllt)
K.J.
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Re: GSS oder FSS

Beitragvon Nemere » 14.10.2014 16:04

Ich habe von meinen Erfahrungen als Prüfer geschrieben - und die sind bei dieser Art der Schulung überwiegend negativ.
Zudem ist der oben genannte Bildungsträger offensichtlich nicht auf dem neuesten Stand, was die Ausbildungsanforderungen bzw. die gültige Ausbildungsordnung betrifft. Das habe ich aber auch oben ausführlich dargestellt.
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Re: GSS oder FSS

Beitragvon seelenheil » 15.10.2014 16:22

Ich sehe das als langjähriger Prüfer bei FKSS und SKSS genauso wie Nemere.
Grundsätzlich gibt es Ausbildungs- und Weiterbildungsberufe. Wer schnell durchkommen will und die Voraussetzungen hat, sollte den Weiterbildungsberuf machen, der natürlich auch "anerkannt" ist. Im Gegensatz zu diversen "Security-Officer"- oder "Sicherheitskraft (IHK)"-Lehrgängen, die sich das "IHK" durch die integrierte Sachkundeprüfung gem. Bewachungsverordnung erschleichen.

Feldjäger der Bundeswehr können ab der Feldwebelausbildugn direkt den Meister machen. Können. Ratsam ist das nicht. Denn wer nicht gerade in der Bewachung einer Bw-Liegenschaft eingesetzt wird/werden möchte, der hat kaum Berührungspunkte mit dem UZwGBw und diversen Wehrstraftaten.

Daher mein Appell (selbst ehem. SaZ): nehmt Euch die Zeit, macht eine gescheite Ausbildung, seid Euch nicht zu fein für einfache Bewachungsaufgaben, Schichtdienste etc. Dann stehen Euch alle Türen offen.
seelenheil
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