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Diskriminierung 34a Leute/Harz 4 Empfänger

Hier landen die langweiligen, nervigen und sinnlosen Beiträge... :-)

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Diskriminierung 34a Leute/Harz 4 Empfänger

Beitragvon josef » 12.11.2015 12:41

Hallo Moderatoren! In dem Thread über Flüchtlingsheime werden Harz 4 Empfänger als Flaschensammler bezeichnet. Ich habe 30 Jahre am Stück gearbeitet und kam auch in die Verlegenheit, diese Leistung in Anspruch nehmen zu müssen! Von der Arge wurde ich dann in einen Job in einer Sicherheits Firma vermittelt. Ich mache meine Arbeit gut, habe auch die 34a Unterweisung. Sind alle einfachen Sicherheitsleute bei Dir Flaschensammmler? Wie hier teilweise über Kollegen gesprochen wird, nur weil sie einfache 34a Leute sind ist sehr traurig, denk mal drüber nach!

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Re: Diskriminierung 34a Leute/Harz 4 Empfänger

Beitragvon stinkefuchs » 12.11.2015 14:14

Magst Du mir mal das Posting aufzeigen, in dem das so geschrieben steht?

Im Übrigen:
Verschoben.
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Re: Diskriminierung 34a Leute/Harz 4 Empfänger

Beitragvon guardian_bw » 12.11.2015 15:15

Das sind wohl die beanstandeten Worte:
guardian_bw hat geschrieben:Rechtfertige das offene Führen von Schusswaffen durch Personen, die gestern noch Einwegpfandflaschen gesammelt haben gegenüber der Presse...


guardian_bw hat geschrieben:Der Flaschensammler (exemplarisch dargestellt), frisch von der Strasse gepflückt - bestenfalls noch schnell die 34a-Unterrichtung absolviert - ist eben das, was derzeit häufig in den Flüchtlingsunterkünften als Wachleute zu finden ist.
Geeignetes Personal sieht anders aus.


Wie man jetzt aufgrund dieser Worte - vor allem dann, wenn sie im Kontext des Themas gelesen werden - darauf kommen kann, ich würde jeden 34a-Wachmann als Flaschensammler bezeichnen, möchte man mir bitte erklären.

Es ist nunmal leider ein Fakt, dass derzeit alles was nicht bei 3 auf den Bäumen ist, von der Strasse geholt wird und zur Bewachung von Flüchtlingsunterkünften eingesetzt wird. Dazu zählt eben auch der Langzeitarbeitslose, der bis gestern noch zur Aufbesserung seiner finanziellen Mittel Pfandflaschen sammelte (was an sich nichts ehrenrühriges darstellt!) und über absolut Null Erfahrung und Wissen (ausser dem, was er im besten Fall noch in der 34a-Unterrichtung mitbekommen hat) in Sachen Bewachungstätigkeiten und vor allem im speziellen Umfeld der Bewachung von solch sensiblen Ob- und Subjekten.
Und damit ist er im Regelfall einfach nicht für diese spezielle Tätigkeit geeignet, was das alles dann für sich selbst wie auch für seine Kollegen eine Gefahr oder Belastung darstellt.

Mit dieser Wortwahl habe ich absichtlich überzeichnet, um den Fakt der nicht vorhandenen Eignung für die Tätigkeit zu unterstreichen. Ich hätte auch den ehemaligen Maurer oder Maler ohne Berufserfahrung in der Bewachung nehmen können, wäre im Endeffekt auf das Gleiche hinausgelaufen. Es wäre nur nicht ganz so deutlich geworden, was ich eigentlich ausdrücken wollte.

Aber:
Mit diesen Worten habe ich keineswegs 34a-Leute herabgewürdigt. In vielen Bereichen des Bewachungsgewerbes leisten die absolut gute Dienste. Oft auch in Bereichen, in denen ausgebildete Fachkräfte unterfordert wären. Was auch nicht gut ist.
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Re: Wer hat Erfahrungen mit der Arbeit in Flüchtlingsheimen?

Beitragvon josef » 12.11.2015 15:17

guardian_bw hat geschrieben:Der Flaschensammler (exemplarisch dargestellt), frisch von der Strasse gepflückt - bestenfalls noch schnell die 34a-Unterrichtung absolviert - ist eben das, was derzeit häufig in den Flüchtlingsunterkünften als Wachleute zu finden ist.
Geeignetes Personal sieht anders aus.


@Stinkefuchs, wie würdest Du das interpretieren?
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Re: Diskriminierung 34a Leute/Harz 4 Empfänger

Beitragvon Nemere » 12.11.2015 19:06

guardian_bw hat geschrieben:Es ist nunmal leider ein Fakt, dass derzeit alles was nicht bei 3 auf den Bäumen ist, von der Strasse geholt wird und zur Bewachung von Flüchtlingsunterkünften eingesetzt wird. Dazu zählt eben auch der Langzeitarbeitslose, der bis gestern noch zur Aufbesserung seiner finanziellen Mittel Pfandflaschen sammelte (was an sich nichts ehrenrühriges darstellt!) und über absolut Null Erfahrung und Wissen (ausser dem, was er im besten Fall noch in der 34a-Unterrichtung mitbekommen hat) in Sachen Bewachungstätigkeiten und vor allem im speziellen Umfeld der Bewachung von solch sensiblen Ob- und Subjekten.


Das kann ich nur bestätigen. Die Jobcenter bezahlen die 40-Stunden Unterrichtung für "Längstzeitarbeitslose", für Leute, die es über Jahre geschafft haben, sich vor jedem Job zu drücken und pressen diese Leute mit ihrer Null-Bock-Mentalität dann in Bewachungsjobs bei Flüchtlingsunterkünften, ja sogar bei Erstaufnahme-Einrichtungen, wo wirklich ständig Problem anfallen, mit denen selbst erfahrene Leute überfordert sind.
Das diese ehemaligen Längstzeitarbeitlosen diese Tätigkeit nicht lange machen, ist die andere Sache. Die meisten holen schon nach wenigen Nachtschichten ihre zahllosen tatsächlichen oder geschickt vorgetäuschten Wehwehchen hervor und verschwinden wieder in der Probezeit. Das hat aber in vielen Fällen ausgereicht, um im äußerst sensiblen Umfeld der Sicherung von Asylbewerberunterkünften unendlich viel kaputt zu machen.
Ich erlebe dieses Spiel momentan fast täglich bei zwei Außenstellen von Erstaufnahmeeinrichtungen (EAE), für die ich in Teilbereichen zuständig bin. Man nimmt solche eigentlich völlig ungeeigneten Leute, weil einfach der Markt des qualifizierten Personals leergefegt ist - immer in der Hoffnung, das doch einmal der/die eine oder andere Brauchbare dabei ist.
Bei in den EAE benötigt man auch immer Frauen bei den Sicherheitskräften . Dabei habe ich die interessante Beobachtung gemacht, das sich unter den weiblichen Neulingen deutlich mehr brauchbares Personal befindet.
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Re: Diskriminierung 34a Leute/Harz 4 Empfänger

Beitragvon stinkefuchs » 12.11.2015 19:35

Nemere hat geschrieben:Dabei habe ich die interessante Beobachtung gemacht, das sich unter den weiblichen Neulingen deutlich mehr brauchbares Personal befindet.
Die dann, dank des Erlebten, aber auf die private Sicherheit überhaupt keine Lust mehr haben, da die eigenen Mitstreiter häufig doch sehr, sagen wir mal "anstrengend" sind und man fälschlich davon ausgeht, dass alle Beschäftigten in sämtlichen Tätigkeitsfeldern ähnlich "einfach gestrickt" sind. Dadurch entgeht der Branche manchmal echt notwendiges und gutes Personal...
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Re: Diskriminierung 34a Leute/Harz 4 Empfänger

Beitragvon guardian_bw » 13.11.2015 00:14

Nemere hat geschrieben:Die Jobcenter bezahlen die 40-Stunden Unterrichtung für "Längstzeitarbeitslose", für Leute, die es über Jahre geschafft haben, sich vor jedem Job zu drücken und pressen diese Leute mit ihrer Null-Bock-Mentalität dann in Bewachungsjobs bei Flüchtlingsunterkünften


Um es nochmal deutlich zu sagen:

Diese Leute können durchaus auch einen guten Job erledigen. Ich hab selbst schon mehr als einmal erleben dürfen, wie ehemalige Arbeitslose die Chance erhielten in der Bewachung ihr Glück zu versuchen - und die haben diese Chance richtig gut genutzt und sind noch heute wertvolle und geschätzte Kollegen.
Aber: Diese Leute kann ich nicht gleich in solche Tätigkeiten stecken, um die es im Ursprungsthema ging. Dazu fehlt denen grundsätzlich jegliche Eignung. Und nur darum ging es.

Die Tätigkeit in einer Flüchtlingsunterkunft stellt eben ganz andere Anforderungen an den Wachmann (politische Korrektheit: Diese Bezeichnung gilt sowohl für Männlein wie Weiblein) als das Absichern einer Baustelle gegen unbefugtes Betreten oder der Pfortendienst bei Schrauben-Jäger.
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Re: Diskriminierung 34a Leute/Harz 4 Empfänger

Beitragvon D_R » 13.11.2015 00:31

Ich sehe es noch etwas anders, als einige hier.

SMA, erster Tag im GWT, über einen Subler. Kein Führerschein, kein Waffenschein, Probleme mit dem Rücken - kann also auch keine Safebags heben. Sonst kein ZBV, also ist er mitgefahren, durfte nur Knöpfchen drücken. Ende der Geschichte war, dass der Herr über die Fahrertür das Fahrzeug verlassen hat um "Müll" wegzuwerfen (Schlüssel steckte noch, Motor war an) und sich das Fahrzeug dann abgeschlossen hat.

Bei den Flüchtlingsheimen sieht es ähnlich aus. Da habe ich SMA die nicht richtig lesen oder schreiben können, die psychische Probleme haben, die nicht richtig sehen, unter Narkolepsie leiden oder beim Denken einfach nur viel Pech haben. Das ist die Regel!

Die Ausnahme sind tatsächlich irgendwelche Selbstständigen oder andere gute Leute, die einfach mal zwischendurch etwas Pech im Leben hatten oder etwas anderes ausprobieren wollen.

Und solche Leute werden dann am ersten Tag im Sicherheitsdienst in so einer Einrichtung verwendet, wobei denen selten etwas gezeigt wird und die vll. noch die Unterrichtung haben, aber keine Ahnung von der Praxis. Übrigens auch die Schichtleiter haben oft kein Interesse zu erfahren, was die SMA können, bzw. welche Aufgaben sie übernehmen können und welche nicht. Es heißt einfach nur: Mach den Job oder geh nach Hause. Und es hat den SMA auch nicht zu interessieren, was außerhalb seines momentanen Bereiches ist.
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Re: Diskriminierung 34a Leute/Harz 4 Empfänger

Beitragvon Nemere » 13.11.2015 07:21

D_R hat geschrieben:Bei den Flüchtlingsheimen sieht es ähnlich aus. Da habe ich SMA die nicht richtig lesen oder schreiben können, die psychische Probleme haben, die nicht richtig sehen, unter Narkolepsie leiden oder beim Denken einfach nur viel Pech haben. Das ist die Regel!

Die Ausnahme sind tatsächlich irgendwelche Selbstständigen oder andere gute Leute, die einfach mal zwischendurch etwas Pech im Leben hatten oder etwas anderes ausprobieren wollen.


Auch diese Aussage kann ich aus meiner Erfahrung nur voll bestätigen.
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Re: Diskriminierung 34a Leute/Harz 4 Empfänger

Beitragvon WowA » 22.11.2015 19:53

Wer geht den freiwillig in ein Flüchtlingsheim ? Wenn jemand schon jahre lang auf einem Objeckt ist dan geht der sicher nicht von seinem wahrmgehaltenem Platz in ein Asylheim.
Das andere ist was will man für Personal finden für 8,5 Euro die Stunde oder das Höchste was ich gesehen habe 10 Euro. Wollt ihr dafür Hochschulabsolventen ?
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