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Aufbewahrungsfrist für Wachbücher

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Re: Aufbewahrungsfrist für Wachbücher

Beitragvon Fump » 13.05.2017 11:37

So sehe ich das. Man arbeitet mit den Mitarbeitern zusammen. Jeder verlässt sich auf jeden. Jeder riskiert bei der Arbeit auch sein Leben. Der Job funktioniert nur dann, wenn das Team funktioniert. Und ja, im Team kann jeder Mal einen Fehler machen, nur bedeutet es nicht gleich, dass der jenige ein "Schwarzes Schaf" ist. Und zum Schluss ist es auch nicht das Problem des einzelnen sondern des Teams.

Tut mir Leid, wenn es jetzt die Leute nicht verstehen, deren Mitarbeiter einfach nur Nummern in einem Mitarbeiterpool sind, der ständig nachwächst.

Die vorsätzliche Behinderung einer strafrechtlichen Ermittlung ist eine Straftat, mal am Rande.... und das was hier so alles von Dir zu lesen ist, würde ich als Vorsatz auslegen. Aber das ist Deine Entscheidung...

Der Job funktioniert nur wenn die Mitarbeiter entsprechend ausgewählt, qualifiziert und ausgerüstet sind, das Unternehmen zu 100% hinter ihnen steht (ausgenommen bewusster Vorsatz) und sie auch zu 100%, zum Beispiel Stellung eines Rechtsanwaltes, unterstützt. Seit ich in meiner Funktion bin, und das sind mittlerweile über 6 Jahre, gab es zahlreiche Ermittlungen auch gegen meine Mitarbeiter und ausnahmslos alle wurden unterstützt (unter Berücksichtigung der geltenden gesetzlichen Vorschriften auch hinsichtlich Datenschutz) und keines kam über die Ermittlung hinaus, wenn es gegen meine Mitarbeiter ging.

Zu Deinem Fall noch mal zurück:
Die Polizei möchte die persönlichen Daten aller Mitarbeiter haben die an dem Tag Dienst hatten und (wenn vorhanden) die Fotos dazu.

Das in ein Auskunftsersuchen verpackt, bekäme den Hinweis Daten zu liefern die Mitarbeiter ausschließen können (Geschlecht, Haarfarbe, Größe, Erscheinung, Uhrzeit etc) und erst wenn das erfolgt ist, ginge es in die nächste Runde, keinesfalls würden wir die Daten und Bilder aller, an diesem Tag im Dienst befindlichen Mitarbeiter, versenden.
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Re: Aufbewahrungsfrist für Wachbücher

Beitragvon D_R » 13.05.2017 12:13

Fump hat geschrieben:Die vorsätzliche Behinderung einer strafrechtlichen Ermittlung ist eine Straftat, mal am Rande.... und das was hier so alles von Dir zu lesen ist, würde ich als Vorsatz auslegen. Aber das ist Deine Entscheidung...

Zu einer Strafvereitelung gehört mehr als eine Ablehnung des Auskunftsersuchens der Polizei. Und auch mehr als das Verwechseln des Stapels auf den man die Wachbücher hinlegt (An die Polizei senden / Aktenvernichtung). Das nur mal so am Rande.

Es geht auch nicht darum zu sagen, dass der und der nicht vor Ort war und damit zu lügen. Es geht aber darum, nur das nötigste zu tun.


Fump hat geschrieben:Zu Deinem Fall noch mal zurück:
Die Polizei möchte die persönlichen Daten aller Mitarbeiter haben die an dem Tag Dienst hatten und (wenn vorhanden) die Fotos dazu.

Das in ein Auskunftsersuchen verpackt, bekäme den Hinweis Daten zu liefern die Mitarbeiter ausschließen können (Geschlecht, Haarfarbe, Größe, Erscheinung, Uhrzeit etc) und erst wenn das erfolgt ist, ginge es in die nächste Runde, keinesfalls würden wir die Daten und Bilder aller, an diesem Tag im Dienst befindlichen Mitarbeiter, versenden.


Genau um die Daten geht es aber, die auch ich nicht herausgeben möchte. Wieso? Weil sich die Ermittlungsbehörden die Arbeit sparen möchte. Die möchten den vermeintlichen Opfer die Bilder vorlegen und sagen: Hey, such dir einen aus. Und dass die Tat nun 1,5 Jahre her sein soll, zeigt mir, dass auch die StA nicht sonderlich bemüht ist, da zu ermitteln.
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Re: Aufbewahrungsfrist für Wachbücher

Beitragvon Fump » 13.05.2017 12:36

Zu einer Strafvereitelung gehört mehr als eine Ablehnung des Auskunftsersuchens der Polizei. Und auch mehr als das Verwechseln des Stapels auf den man die Wachbücher hinlegt (An die Polizei senden / Aktenvernichtung). Das nur mal so am Rande.

Es geht auch nicht darum zu sagen, dass der und der nicht vor Ort war und damit zu lügen. Es geht aber darum, nur das nötigste zu tun.

Grundsätzlich ja, wurde der BES aber als Mitarbeiter des Unternehmens identifiziert btw. ist dies mit hoher Wahrscheinlichkeit anzunehmen, bewegen wir uns in dem von mir kritisch betrachteten Bereich der Behinderung. Letztlich liegt es am StA hier den Hammer rauszuholen, einen Richter wird er schon finden. Der Hammer kann dann aber auch unangenehme Kreise über andere Behörden ziehen, aber wie gesagt.... Deine/Eure Entscheidung.

Genau um die Daten geht es aber, die auch ich nicht herausgeben möchte. Wieso? Weil sich die Ermittlungsbehörden die Arbeit sparen möchte. Die möchten den vermeintlichen Opfer die Bilder vorlegen und sagen: Hey, such dir einen aus. Und dass die Tat nun 1,5 Jahre her sein soll, zeigt mir, dass auch die StA nicht sonderlich bemüht ist, da zu ermitteln.

Ich weiss nicht wie die Ermittlungsbehörden bei Euch arbeiten, 1,5 Jahre sagt nichts über die Bemühungen aus, Du kennst nicht den Stand und den Umfang der Ermittlung und mit der Kerneinstellung, wird sich das auch nicht ändern, dann wirst Du genau soviel erfahren wie Du offiziell erfahren musst, kein Binweis über mögliches Videomaterial etc... Die Herausgabe der Daten der Mitarbeiter kannst Du aber deutlich einschränken.... sie oben, nur Fotos aller Beschäftigten und dann aussuchen lassen ist weder die Lösung noch wird es so einfach gemacht.
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Re: Aufbewahrungsfrist für Wachbücher

Beitragvon Frank » 13.05.2017 20:50

Hallo D.R.

das du immer von dir auf andere schließen willst :-))))

Es gibt eine nette Geschichte, die genau dich beschreibt. Die heißt "Ein guter Mensch am Höllentor", ich habe sie dir hier verlinkt


In die Hölle kommen wir Wachleute nämlich nicht herein, der Teufel hatte nämlich die Schnauze davon voll, das er sich nicht mal auf seinen Thron setzen konnte,ohne das schon 10 da in seinen ***** reinkrochen :mrgreen:

Seitdem ist die Hölle absolutes Sperrgebiet und wird von ganzen Heerscharen von Engeln geschützt, denn der Fürst der Finster will sofort Asyl im Himmel beantragen, wenn noch mal ein Wachmann durchkommt.




Und dazu:
Stimmt und wenn keine Daten mehr da sind... dann kommen die auch dran.... :?


Also arbeiten deine MA alle für umsonst oder was ?? lool

Stimmt.... Und den Mitarbeitern zeigt man auf diesem Weg auch, dass man sich hinter sie stellt und wenn irgendetwas passiert, sie sich auf die Firma verlassen können. Und was für positive Eindrücke? Mir ist die Meinung der Polizei bzw. der Polizeibehörde recht egal. Denn die haben ihre gesetzlichen Pflichten und halten sich daran.


Die haben aber auch jede Menge Ermessensspielraum 8)


So sehe ich das. Man arbeitet mit den Mitarbeitern zusammen. Jeder verlässt sich auf jeden. Jeder riskiert bei der Arbeit auch sein Leben. Der Job funktioniert nur dann, wenn das Team funktioniert. Und ja, im Team kann jeder Mal einen Fehler machen, nur bedeutet es nicht gleich, dass der jenige ein "Schwarzes Schaf" ist. Und zum Schluss ist es auch nicht das Problem des einzelnen sondern des Teams.


Das hört sich aber mehr nach Special-Forces Afghanistan an denn nach Deutschen Wachdienst.
Sowas brauchen wir hier aber nicht.
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Re: Aufbewahrungsfrist für Wachbücher

Beitragvon D_R » 13.05.2017 22:47

Frank hat geschrieben:Das hört sich aber mehr nach Special-Forces Afghanistan an denn nach Deutschen Wachdienst.
Sowas brauchen wir hier aber nicht.


Na... finde den Fehler....
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Re: Aufbewahrungsfrist für Wachbücher

Beitragvon Fump » 14.05.2017 11:15

Jeder verlässt sich auf jeden. Jeder riskiert bei der Arbeit auch sein Leben. Der Job funktioniert nur dann, wenn das Team funktioniert.

Das hört sich aber mehr nach Special-Forces Afghanistan an denn nach Deutschen Wachdienst.
Sowas brauchen wir hier aber nicht.

Das mag nicht für viele Objekt- und Werkschützer gelten, aber im Bereich ÖPNV ist da leider schon etwas dran.
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Re: Aufbewahrungsfrist für Wachbücher

Beitragvon Tom511 » 15.05.2017 16:48

Ich frage mal in Runde wo das Problem nun ist?
Als Unternehmer
1. unterstütze ich die Ermittlungen soweit ich das kann.
2. möchte ich das keine schwarzen Schafe beschäftigt werden.
3. ich alleine die Vermutung gegen meine Mitarbeiter entkräftet wird.

Wenn ich noch mit den Kollegen zusammen arbeiten sollte, kann ich doch auch offen damit umgehen.
Sagt der Kollege das er die Tat nicht begangen hat, kann ich ruhigen Gewissen alles unterstützen.
Zudem ich ja vor Abgabge der Daten mit ihm spreche kann.

Und alleine damit ich nicht in den Fokus von irgendwelchen Leuten komme, trifft Punkt 1 für mich zu.

Ansonsten können wir mal spinnen:
Behörden melden sich beim Kunden und bringen den Sicherheitsdienst indirekt in Misskredit.
Und dann?
Behörden nehmen meine Firma in Manndeckung und checken mich komplett durch und machen mir das Leben unnötig schwer.

Wie wir alle wissen kann sich das Gängeln auf allen rechtlichen Grundlagen bewegen und beendet werden.

Aber wie gesagt, ist nur meine Meinung dazu.

Tom
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Re: Aufbewahrungsfrist für Wachbücher

Beitragvon Frank » 15.05.2017 20:32

Hallo Fump,

Das mag nicht für viele Objekt- und Werkschützer gelten, aber im Bereich ÖPNV ist da leider schon etwas dran.


Also ich weiss ja nicht, welche Städte du jetzt noch zu Deutschland zählst,aber Kriegshandlungen im deutschen ÖPNV sind mir bis jetzt noch nicht untergekommen und ich bin da viel unterwegs.

Das sich an Bahnhöfen und heutzutage dank dem Wegfall des Kontrollpersonales (Zugbegleiter und örtliches Personal) immer mehr mal vorsichtig ausgedrückt merkwürdige Gestalten herumtreiben ist doch kein Wunder.
Bahnhöfe waren schon seit den Anfängen des Eisenbahnzeitalters ein beliebtes Arbeitsumfeld
von Gaunern.
Nicht umsonst waren Kriminalabteilungen bei den meisten Eisnebahnen der Welt noch vor der Einführung einer uniformierten Bahnpaolizei im Einsatz.

Aber gerade im Bereich des ÖPNV zeigt sich, wie wertvoll ein guter Draht zu den Polizeibehörden ist.

Denn es ist immer wieder erstaunlich, wie sich aus einer Kakerlake vor Gericht dann ein armes und von der Menshcheit total mißverstandenes Einhorn wiederfindet was dann von diesen fiesen und gewalttätigen Securitys völlig ohne Grund auf das abscheußlichste mißhandelt wurde.

Und die Kakerlake wäre damit auch druchgekommen......tja, wenn da nicht das Video der DB AG aus dem enstprechenden Zug gewesen wäre 8)
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Re: Aufbewahrungsfrist für Wachbücher

Beitragvon Fump » 15.05.2017 23:11

Also ich weiss ja nicht, welche Städte du jetzt noch zu Deutschland zählst,aber Kriegshandlungen im deutschen ÖPNV sind mir bis jetzt noch nicht untergekommen und ich bin da viel unterwegs.

Die Special Forces hast Du eingebracht, ich beziehe mich auf den Teil
Jeder riskiert bei der Arbeit auch sein Leben

Und dazu stehe ich auch.... das es hier noch keine Toten gab, grenzt an ein Wunder..... nicht umsonst werden hier die GeBUs angepasst und die PSA um Schutzwesten erweitert....

Aber gerade im Bereich des ÖPNV zeigt sich, wie wertvoll ein guter Draht zu den Polizeibehörden ist.

Mein reden.... gelebte OPA auf Augenhöhe...
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Re: Aufbewahrungsfrist für Wachbücher

Beitragvon D_R » 16.05.2017 05:48

Tom511 hat geschrieben:1. unterstütze ich die Ermittlungen soweit ich das kann.

Und genau an dieser Stelle steige ich schon aus. Denn dieses KANN ist für mich ein MUSS. Nicht umsonst weigern sich die größeren IT-Unternehmen (Ala Facebook) zur Herausgabe von Daten der Nutzer über das nötigste Maß hinaus. Und hier geht es erst recht um die Mitarbeiter.

Tom511 hat geschrieben:2. möchte ich das keine schwarzen Schafe beschäftigt werden.

Auch hier bin ich einer anderen Meinung. Bzw. wer ist denn ein schwarzes Schaf? Ich persönlich bin der Meinung, dass man ein schwarzes Schaf relativ schnell erkennt, weil es überwiegend schwarz ist. Ein Mitarbeiter, der jedoch irgendwann mal einen Fehler gemacht hat, ist noch lange kein schwarzes Schaf.

Tom511 hat geschrieben:3. ich alleine die Vermutung gegen meine Mitarbeiter entkräftet wird.

Und genau hier gibt es ein Problem. Es geht um eine KV. Eine KV wird bestraft, es sei denn man hat dafür entweder ein Rechtfertigungsgrund oder ein Entschuldigungsgrund. Und jetzt mache doch einfach mal einen Selbstversuch. Kannst du dich wirklich an jede Situation vor 1,5 Jahren erinnern und was der Grund für ein Durchgreifen des Sicherheitsdienstes war? Selbst am nächsten Morgen weiß man oft die einzelnen Details nicht mehr, wenn die Nacht stressig war. Und tut mir Leid, aber wenn die StA sich 1,5 Jahre Zeit lässt um anzufangen einen Täter zu ermitteln, dann müssen die auch damit Leben, dass Unterlagen, Akten oder Erinnerungen einfach nun mal nicht mehr da sind.

Tom511 hat geschrieben:Wenn ich noch mit den Kollegen zusammen arbeiten sollte, kann ich doch auch offen damit umgehen.
Sagt der Kollege das er die Tat nicht begangen hat, kann ich ruhigen Gewissen alles unterstützen.
Zudem ich ja vor Abgabge der Daten mit ihm spreche kann.

Tja, es geht aber nicht um einen Kollegen. Es geht um eine Liste mit ALLEN Mitarbeitern, die zu dem Zeitpunkt Dienst hatten mit den vollständigen Adressen. Es geht nicht um einen MA. Und sorry, ich habe auch kein Interesse die Sache intern noch einmal aufzurollen. Vor allem weil auch der Schichtleiter nicht mehr da ist.

Tom511 hat geschrieben:Behörden melden sich beim Kunden und bringen den Sicherheitsdienst indirekt in Misskredit.

Haben die eh schon. Von daher....
Tom511 hat geschrieben:Behörden nehmen meine Firma in Manndeckung und checken mich komplett durch und machen mir das Leben unnötig schwer.

Wie wir alle wissen kann sich das Gängeln auf allen rechtlichen Grundlagen bewegen und beendet werden.

Welche Behörden denn?
Es ist jetzt ein anderes Thema, aber eine Behörde handelt nicht selbst. Es können nur die einzelnen Mitarbeiter etwas machen. Und wenn man mit diesen Mitarbeitern redet und denen erklärt, dass man denen persönlich genauso viel Ärger und Probleme bereiten kann, wie sie einem selbst gerade bereiten, dann lassen sie den Quatsch sehr schnell sein.
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Re: Aufbewahrungsfrist für Wachbücher

Beitragvon guardian_bw » 16.05.2017 10:43

D_R hat geschrieben:
Tom511 hat geschrieben:1. unterstütze ich die Ermittlungen soweit ich das kann.

Und genau an dieser Stelle steige ich schon aus. Denn dieses KANN ist für mich ein MUSS. Nicht umsonst weigern sich die größeren IT-Unternehmen (Ala Facebook) zur Herausgabe von Daten der Nutzer über das nötigste Maß hinaus. Und hier geht es erst recht um die Mitarbeiter.


Für mich ist es aber ein klares MUSS, dass ich den Ermittlern nach entsprechender Anfrage vorhandene Daten liefere. Ich könnte natürlich auch in manchen Fällen auf einen entsprechenden richterlichen Beschluss pochen, aber bringt mich das in irgendeiner Weise in eine bessere Position, auch meinen Mitarbeitern gegenüber? Eher weniger.
Und auf die Schiene "oh, sorry. Diese Daten habe ich doch jetzt echt bereits vernichtet" möchte ich mich nicht herablassen. Das kann sich doch recht schnell auf die eine oder andere Art zum Bumerang entwickeln.

Ich habe aktuell auch einen Fall auf dem Tisch, der recht heikel ist. Diebstahl im Kundenobjekt.
Die ermittelnden Beamten erbaten natürlich auch von uns die Dienstpläne sowie die Aufzeichnungen des WKS.
Ich sehe darin nicht zwingend die Hilfe zur Suche nach dem Schuldigen in unseren Reihen, sondern vielmehr die Möglichkeit, unsere Mitarbeiter zu entlasten und darüberhinaus auch meinen Teil dazu beizutragen, die Angelegenheit aufzukären - was ich vielleicht naiverweise auch als eine Art Pflicht sehe. Sowohl als Bürger, aber erst recht als Sicherheitsdienstleister, der vom Geschädigten beauftragt wurde, für seine Sicherheit zu sorgen.
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Re: Aufbewahrungsfrist für Wachbücher

Beitragvon D_R » 16.05.2017 13:42

guardian_bw hat geschrieben:
Ich sehe darin nicht zwingend die Hilfe zur Suche nach dem Schuldigen in unseren Reihen, sondern vielmehr die Möglichkeit, unsere Mitarbeiter zu entlasten und darüberhinaus auch meinen Teil dazu beizutragen, die Angelegenheit aufzukären - was ich vielleicht naiverweise auch als eine Art Pflicht sehe. Sowohl als Bürger, aber erst recht als Sicherheitsdienstleister, der vom Geschädigten beauftragt wurde, für seine Sicherheit zu sorgen.


Das ist jetzt aber nicht dein Ernst, oder?
Du siehst in der Übermittlung der Dienstpläne eine Möglichkeit die Mitarbeiter zu entlasten? Wir haben in Deutschland immer noch den Grundsatz "in dubio pro reo"!
Und der Rest hört sich für mich nach "Ich bzw. meine Mitarbeiter haben eh nichts zu verbergen" an.

Sorry, das ist nicht meine Welt. Soweit ich es kann, werde ich meine und die Daten meiner Mitarbeiter vor dem staatlichen Zugriff schützen.
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Re: Aufbewahrungsfrist für Wachbücher

Beitragvon guardian_bw » 16.05.2017 15:17

D_R hat geschrieben:
guardian_bw hat geschrieben:
Ich sehe darin nicht zwingend die Hilfe zur Suche nach dem Schuldigen in unseren Reihen, sondern vielmehr die Möglichkeit, unsere Mitarbeiter zu entlasten und darüberhinaus auch meinen Teil dazu beizutragen, die Angelegenheit aufzukären - was ich vielleicht naiverweise auch als eine Art Pflicht sehe. Sowohl als Bürger, aber erst recht als Sicherheitsdienstleister, der vom Geschädigten beauftragt wurde, für seine Sicherheit zu sorgen.


Das ist jetzt aber nicht dein Ernst, oder?
Du siehst in der Übermittlung der Dienstpläne eine Möglichkeit die Mitarbeiter zu entlasten?

Natürlich. Aber um das in diesem Einzelfall zu verstehen wären vielleicht etwas mehr Einzelheiten zum betreffenden Fall notwendig. Da werde ich aber nicht mit mehr herausrücken, weil mit mehr Details vielleicht der eine oder andere leicht auf den tatsächlich vorliegenden Fall schliessen könnte.

D_R hat geschrieben:Wir haben in Deutschland immer noch den Grundsatz "in dubio pro reo"!

"Im Zweifel für den Angeklagten" gilt vor Gericht - also dann, wenn die Ermittlungen bereits abgeschlossen sind, man im Rahmen jener Ermittlungen einen Beschuldigten erkoren hat und gegen diesen dann Klage erhoben hat. Dann wird er zum Angeklagten, und hier gilt dann eben "Im Zweifel für..."
Bedeutet nichts anderes als dass im Strafprozess die Täterschaft eben nicht zu 100% bewiesen werden konnte und Zweifel bleiben. Man sagt dann auch "aus Mangel an Beweisen".

Ich denke, Du meinst eher die Unschuldsvermutung.
Jene sehe ich aber durch Ermittlungen in keiner Weise beeinträchtigt. Wie ich schon an anderer Stelle erwähnte: Ermittlungen sind erstmal nichts negatives.

D_R hat geschrieben:Sorry, das ist nicht meine Welt. Soweit ich es kann, werde ich meine und die Daten meiner Mitarbeiter vor dem staatlichen Zugriff schützen.

Die Daten zur Arbeitszeit und ggf. Arbeitsort der Mitarbeiter musst du ohnehin für den staatlichen Zugriff erheben und mindestens 2 Jahre, höchstens 10 Jahre lang aufbewahren... wie ich schon erwähnte gibt es dafür entsprechende Rechtsgrundlagen, die für unsereins gelten.
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Re: Aufbewahrungsfrist für Wachbücher

Beitragvon Frank » 16.05.2017 17:42

Hallo,


der Witz

Nicht umsonst weigern sich die größeren IT-Unternehmen (Ala Facebook) zur Herausgabe von Daten der Nutzer über das nötigste Maß hinaus. Und hier geht es erst recht um die Mitarbeiter.


ist gut.,....Muhahahaha.......Facebook ein IT-Unternehmen........... :mecker:

Facebook ist die größte Datensammelmaschine des Internets, denn von diesen Daten lebt sie.

Über 6 Milliarden Dollar lassen die sich von Unternehmen für zielgerichtetete Werbung an ihre Nutzer bezahlen.

Und da redest du von keine Daten herausgeben............. :mrgreen:
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