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Eine Frage zur Bundespolizei

Forum für Polizei, BPol, Zoll - Erfahrungsaustausch

Moderatoren: stinkefuchs, guardian_bw

Re: Noch mal ein paar Anmerkungen dazu....

Beitragvon guardian_bw » 23.03.2011 13:13

Frank hat geschrieben:BuPO Funktioniert etwas anders als LaPo......

Hab nie das Gegenteil behauptet,
grundsätzlich kann sich dennoch jeder direkt zu anderen Dienststellen bewerben, auch aus der Ausbildung heraus.
Ob es klappt oder nicht, ist was anderes. In der Mehrheit klappt es nicht.
Ich kann jedoch von zwei Beamten berichten, bei denen es geklappt hat. Der eine wurde auf Bewerbung direkt mit Ernennung zum PM an den Flughafen München versetzt, der andere an den Flughafen Frankfurt/Main.


Frank hat geschrieben:Wenn ich Jung wäre, würde ich auf alle Fälle mindestens im Gehobenen Dienst dort anfangen

Hab ich ja auch schon geschrieben: Voraussetzungen schaffen und dann im gD bewerben. Egal ob Landespolizei oder BPol.



Frank hat geschrieben:c) A 9 mit Zulage

ist äußerst rar gesät........

Dennoch stellt es das absolute Endamt im mD dar, welches grundsätzlich auch jeder im mD erreichen kann.

Im gD kommt auch nicht jeder zum EPHK... nicht einmal jeder zum 12er.



Frank hat geschrieben:nehmen wir Baden-Würtemberg ....
Hier sind die Dienststellen (Bundespolizeiinspektionen)
- Karlsruhe
- Konstanz
- Offenburg
- Stuttgart
- Weil am Rhein

für das gesamte Schienennetz BaWü sowie die Grenzkontrollen und den Flughafen Stuttgart zuständig.

...nebenbei noch für drei weitere Flughäfen im Land:
Karlsruhe/Baden-Baden, Friedrichshafen und Lahr.

Wobei man sagen muss, dass diese Aufgabenbereiche zum Einzeldienst der BPol gehören und man dort dann nicht so sehr reisen muss. Ist man erst mal dorthin versetzt, wird man in der Regel nur innerhalb des jeweiligen Inspektionsbereichs dienstlich tätig.
Natürlich sind weitere Versetzungen grundsätzlich immer möglich, dafür unterschreibt man ja auch. Die Regel ist es dann aber nicht mehr - es sei denn, der Beamte will weg und bewirbt sich auf andere Dienststellen bzw. Funktionen. Ich kenne einige Beamte der BPol, die zur Inspektion Offenburg gehören, recht gut. Einige von denen sind seit knapp 20 Jahren in Offenburg, auch im mD. Es ist kaum zu erwarten, dass diese bis zur Pension noch einmal woanders hin versetzt werden. Man kann also auch irgendwann im BPol-Dienst sesshaft werden und sich beispielsweise ein Häuschen bauen.

Allerdings sind die Dienstbezirke der Inspektionen vergleichsweise groß und nicht mit den Direktionen der Landespolizei vergleichbar: Die Flughäfen Lahr und Karlsruhe/Baden-Baden werden z.B. von der Inspektion Offenburg aus betreut, eine Entfernung von schlappen 70km zueinander.
Während bei der Landespolizei BW die Direktionen in aller Regel mit den Landkreisen identisch sind, umfassen die Inspektionen der BPol mehrere Landkreise.
Somit kann also durchaus der Anfahrtsweg zur konkreten Dienststelle schon mal etwas weiter ausfallen, auch wenn es sich lediglich um eine Dienststelle innerhalb der eigenen Inspektion handelt.
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Beitragvon Globetrotter » 23.03.2011 20:04

Ich bedanke mich für eure Antworten die für mich zum Teil Informationen enthalten haben von denen ich vorher nichts gewusst habe.Ich werde es auf alle Fälle überdenken ob ich zur BPOL gehe.
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Beitragvon Law Enforcement Agent » 23.03.2011 20:24

Tipp: Zieh lieber eine Zukunft in der privaten Sicherheitsbranche in Betracht! Die Vorteile überwiegen deutlich!
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Beitragvon stinkefuchs » 23.03.2011 20:55

Law Enforcement Agent hat geschrieben:Tipp: Zieh lieber eine Zukunft in der privaten Sicherheitsbranche in Betracht! Die Vorteile überwiegen deutlich!
Mindermeinung.
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Beitragvon SecurForce » 23.03.2011 20:58

SecurForce hat geschrieben:Warum soll Globetrotter sich das überlegen?

Wenn er die LbP besteht ist das ein sicherer Posten... und zudem nicht schlecht bezahlt.

Klar, dass der Job seine Risiken mit sich bringt, doch dafür hat der Staatsdienst in der heutigen Zeit immense Vorteile.

Wenn du - Law Enforcement.... - schlüssige Argumente liefern kannst, warum Globe nicht zur BuPol gehen soll, dann her damit!

Leere Phrasen dreschen und Miesmachen kann jeder Depp.

Was sind denn deine beruflichen Erfahrunjgen mit der BuPol?

Wir erwarten gespannt deine gesammelten Erfahrungsberichte! (Aber bitte keine Statements in der Art: "Ich hab gehört... und so.")


Wie gesagt... :roll:
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Beitragvon guardian_bw » 23.03.2011 23:24

@ Law Enforcement Agent

Drehen wir das Ganze doch mal um:
Erläutere doch mal die Vorteile, die in der privaten Sicherheitsbranche deiner Meinung nach so sehr überwiegen.


Dazu noch eine Frage:
Warum nennst du dich "Law Enforcement Agent"? Immerhin legt das den Schluss nahe, dass du dich mit den Strafverfolgungsbehörden identifizierst? Denn nichts anderes bedeutet bekanntlich "Law Enforcement": Strafverfolgung.
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Beitragvon Law Enforcement Agent » 24.03.2011 02:34

stinkefuchs hat geschrieben:Mindermeinung.


Dann kann ich es mir ja auch sparen, mich weiter dazu zu äußern.
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Beitragvon Law Enforcement Agent » 24.03.2011 02:37

guardian_bw hat geschrieben:dass du dich mit den Strafverfolgungsbehörden identifizierst?


Das Gegenteil ist der Fall.
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Beitragvon stinkefuchs » 24.03.2011 08:53

Supi, hier werden Dinge (Meinungen, persönliche Ansichten und eigene Denkweisen) in den Raum gekegelt, die, zumindest aus meiner Sicht, keine objektive Betrachtung darstellen.

Je nach Polizei kommt ein junger Mensch in den Genuss von freier Heilfürsorge, finanzieller Unterstützung, einer relativ guten Besoldung, wirtschaftlicher Unabhängigkeit. Er kann seinen Dienst ohne wirtschaftliche Interessen verrichten, kann immer auf Unterstützung zählen, bekommt eine gute Ausbildung und wird regelmäßig weitergebildet. Es wird sogar der Sport als Arbeits- bzw. Dienstzeit betrachtet. Selbst wenn er eine sportliche Granate ist, wird er gefördert und unterstützt. Damit meine ich sämtliche Sportler, die in irgendwelchen Behörden beschäftigt sind und sich voll auf ihren Sport konzentrieren können.

Wo in der freien Wirtschaft wird einem sowas geboten?
Das gibt es nichtmal in Konzernen.

Wenn er den Drang verspürt, sich bei einer Polizei zu bewerben, macht das aus meiner Sicht mehr Sinn, als wenn er einer Karriere im Sicherheitsgewerbe nachläuft. Bis heute sind die wenigsten Absolventen einer SuS-Ausbildung dort angekommen, wohin die Reise eigentlich gehen sollte. (Mittleres) Management, leitende Positionen - alles Grütze.

Wer einen gewissen Einblick hat, wird merken, dass die ganze Ausbildungskiste Kokolores ist.
Die Stellen sind nicht vorhanden, nichtmal der Bedarf ist wirklich zu sehen.
Aber da es ja nicht reichte, hat man sogar noch einen Studiengang hinterhergeworfen.
Frag mal die Bachelor, ob sie alle Fuß in der Wirtschaft fassen konten.

Und auf der anderen Seite steht das Beamtentum.
Von Beginn an zumindest finanzielle Sicherheit. Wenn dann noch Planstellen vorhanden sind und man seine Stehzeiten hinter sich gebracht hat, ist die Welt fast in Ordnung.

Ich ärgere mich heute mehrmals im Jahr, dass ich einem großartigen Verein den Rücken zugekehrt habe - und ich profitiere beinahe täglich von meinem damals erworbenen Erfahrungsschatz und meinem Wissen.
Dagegen stehen die jungen Fachkräfte, die angeblich alles können und denen man ein super Basiswissen unterstellt.

Bullshit.

Die meisten Absolventen wissen nur, wir man nachts im Revier seine Stechstellen abfährt, wie die Schranke rauf- und runtergeht und haben von etlichen Dingen nicht den Hauch einer Ahnung.

Die rechtliche Stellung, das Ansehen, die Arbeitszeiten, die wirtschaftliche Situation - das sind alles Dinge, die dem Dienst in einer Behörde deutliche Vorteile zusprechen.

Wenn es menschlich nicht klappt, weil man merkt, dass das alles nix für einen ist, sind die ganzen "Vorteile" natürlich für´n Arsch.
Aber in welchem Unternehmen habe ich die Möglichkeiten, die mir der Polizeidienst bietet?

Wenn ich im Freundes- und Bekanntenkreis den Werdegang betrachte, bin ich schlichtweg neidisch.
Ein ehemaliger Kollege ist zur LaPo gegangen, hat (aufgrund seiner damaligen Ehe) arabisch und persisch gelernt, hat seine Diplomarbeit im Bereich Terrorismus geschrieben und war innerhalb kürzester Zeit beim Verfassungsschutz.
Dort konnte er seine persönlichen Interessen vertiefen und hat sinngemäß sein Hobby zum Beruf gemacht - inklusive jeglicher vorstellbaren Unterstützung durch den Dienstherren.

Mindestens einer hat seine Ausbildung durchlaufen und ist direkt aus der BePo bei den 9ern untergekommen - die LaPo hat ihm sogar noch einen Spind in der BePo gelassen, falls er zurückkommen will.

Einzelne sind in andere SE gewechselt, manche verrichten Dienst in "zusammengewürfelten" Dienststellen mit BPol und Zoll, man munkelt, dass auch jemand bei der ZUZ untergekommen ist, nachdem er sich dorthin beworben hat...

Andere haben Bock auf Innendienst, die haben ihren Ermittler gemacht und sitzen jetzt bei K.

Ein anderer Bekannter war im Einzeldienst und hat sich auf eine PS-Stelle beim LKA beworben.
War recht problemlos, er ist aber auch ein Guter.
Nach ein paar (wenigen) Jahren hatte er aber die Schnauze voll und hat sie auf eine freigewordene Stelle in seiner alten Dienstgruppe beworben. Jetzt sitzt er mit seinem ehemaligen Partner wieder aufm Bock und freut sich täglich auf den Dienst.

Ich glaub, ich kenne in so ziemlich jeder "operativ arbeitenden Behörde" irgendwen, der dazu auch noch glücklich und zufrieden ist. Alles nur Zufall und Glück? Einzelschicksale?

Ich weiß nicht, aber wenn ich Deine Zeilen so betrachte, würde ich, ohne Dich zu kennen, doch eher hier das Einzelschicksal vermuten...
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Beitragvon SecurForce » 24.03.2011 10:29

@ stinkefuchs

Danke, das hat Gut getan!
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Beitragvon Zeitwesen » 24.03.2011 13:20

Guter Beitrag Stinkefuchs!
Als aktiver Polizist kann ich den Beitrag zustimmen.
Kleine Ergänzung noch: Auch Tierfreunde kommen auf ihre Kosten.
Gruss
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Beitragvon Locationscout » 25.03.2011 16:31

@ Law Enforcement Agent

1.) Welche großen Erfahrungen hast du denn 2003 mit 18/19 bei der Polizei gemacht? Gehe davon aus, dass du damals noch in der Ausbildung warst.

2.) Dein Tipp mit der privaten Sicherheit mag grundsätzlich richtig sein. Eine vernünftige Karriere ist aber nur mit behördlichem Hintergrund, mit entsprechender Spezialisierung in der Sicherheitsbehörde, möglich – Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.


@ Stinkefuchs

Im Gegensatz zu einem anderen, von dir verfassten Beitrag, gehe ich hier größtenteils mit dir konform. Insbesondere: „Ich ärgere mich heute mehrmals im Jahr, dass ich einem großartigen Verein den Rücken zugekehrt habe - und ich profitiere beinahe täglich von meinem damals erworbenen Erfahrungsschatz und meinem Wissen. Dagegen stehen die jungen Fachkräfte, die angeblich alles können und denen man ein super Basiswissen unterstellt“ vs. deiner Meinung „eingeschliffener PVB / Newbie“ aus dem anderen thread……

@Globetrotter

Lass dir nichts erzählen, im Großen und Ganzen ist der Job bei der Polizei schon in Ordnung, wobei ich die einzelnen Landespolizeien vorziehen würde da du dort mehr Auswahl bei deiner späteren Karriere hast. Bei der Bundespolizei ist die Gefahr groß, eines Tages an einem Flughafen zu enden und dort Pässe zu kontrollieren zumal die interessanten Stellen bei BND, AA, etc. rar gesät sind.

Alternativ würde ich dir sogar raten, versuchen bei der Bundeswehr Karriere zu machen. Die dortigen Ausbildungsmöglichkeiten wie Studiengänge etc. sind um einiges Vielfältiger wie bei der Polizei.

Mit ner vernünftigen behördlichen Ausbildung, entsprechende Spezialisierung dort und vielleicht noch ein Auslandsstudium bei der BW und schon stehen dir auch in der freien Wirtschaft die Türen offen.

LS
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Beitragvon Globetrotter » 25.03.2011 18:05

Und wie ist es beim BKA?
Schiebt man da nur Akten die ganze Zeit durch die Gegend an seiner Anfangszeit?
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Beitragvon guardian_bw » 25.03.2011 18:46

Grundsätzlich sind die operativen Tätigkeiten im BKA in der Minderheit.

Wie genau dort die einzelnen Tätigkeiten aussehen dürfte hier nur unzureichend erläutert werden können. Einfach deshalb, weil hier wohl die Allgemeinheit nur wenig Erfahrung beim BKA vorzuweisen hat.
Daher solltest du deine diesbezüglichen Fragen eher woanders stellen, ggf. auch direkt beim BKA. Auch dort gibt es Einstellungsberater, die gerne Rede und Antwort stehen.

Jedoch noch kurz der Hinweis: Beim BKA gibt es keinen mittleren Dienst für Polizeibeamte, also würde auch hier mindestens die FH-Reife für eine Einstellung notwendig sein.
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zum BKA

Beitragvon Frank » 26.03.2011 10:06

Hallo,


ein paar Anmerkungen zum BKA.............

Die Gründerväter der Bundesrepublik Deutschland wollten ganz bewußt aus den Erfahrungen mit dem dritten Reich
keine Bundespolizeibehörde schaffen......

Daher ist das BKA auch von seinen Anfängen her mehr eine Forschungseinrichtung als eine normale Polizeibehörde.

Genauso waren am Anfang auch die dort beschäftigen Polizeibeamten originär nur für den Schutz der Bundesminister-und Ministerien
sowie der Bundesgerichte zuständig.Das Parlament (der Bundestag ) wurde und wird von einer eigenen Polizei beschützt die direkt dem Hausherrn des Deutschen Bundestages, dem Präsidenten des dt.Bundestages, untersteht.

Erst mit der RAF in den 1970er-Jahren erfolgten etliche Gesetzesänderungen, die dazu führten, das daß BKA zu einer Quasi-Bundespolizei wurde mit der Einsetzung eigener Ermittlungsgruppen.

Personalmäßig ist dieser Bereich dann immer so bei 2.000 MA geblieben..........

Heutzutage wird nur noch im Gehobenen Dienst ausgebildet und zwar durch das BKA in Wiesbaden und Brühl als Studiengang
Bachelor (of Arts).......wenn man also scheitert,ist man zumindest ein gescheiterter Künstler ...:-)

Wer besteht,kommt dann je nach freier Stellenlage entweder nach Wiesbaden oder Berlin zu den beiden Dienstsitzen des BKA.

Hier hat man dann entweder als Schreibtischtäter im Indernett nach Straftätern zu fahnden (Stichwort :Kinderpornos)
oder man erwischt einen der Außeneinsätze......was dann Wochen-oder sogar Monatelanges Observieren bedeuten kann.

Dazu kommen dann noch bei besonderen Lagen die Zusammenarbeit mit BND und Ausländischen Dienststellen.....
und wenn man länger dabei ist,sogar der eigene Einsatz im Ausland.
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