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Fragen zu den Sonderrechten einer Alarmfahrt der Polizei

Forum für Polizei, BPol, Zoll - Erfahrungsaustausch

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Beitragvon guardian_bw » 13.12.2011 16:11

Ich hab dich auch nicht berichtigen wollen, und die Ergänzungen waren auch nicht wirklich an dich gerichtet...
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Beitragvon SecurForce » 13.12.2011 17:56

Ich habs auch nicht "böse" aufgefasst... :D
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Beitragvon maltmk » 13.12.2011 23:19

@ guardian:

Natürlich war ich dort. Aber Deine Antwort zeigt mir eigentlich, das Du das Stückchen, nennen wir es mal Ironie, in meinem Text leider gar nicht verstanden hast. Natürlich gibt es auf einem Streifenwagen keine "Demokratie". Da gibts einen Streifenführer, welcher in der Regel bei Dienstbeginn vom WL ausgewählt wird und wo, wie Du völlig richtig erkannt hast, nicht immer der höhere Dienstgrad auch gleichzeitig der Streifenführer ist, wenn allerdings auch sehr oft. Oder umgekehrt ausgedrückt, es kam sehr selten vor, das der niedrige Dienstgrad auch Streifenführer war.
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Beitragvon guardian_bw » 13.12.2011 23:54

Ironie? Sorry - ist nicht immer direkt als solche erkennbar 8)

Zum Streifenführer: Je nach Örtlichkeit kommt das sogar oft vor, dass der Rangniedrigere Streifenführer ist.
Insbesondere da wo es noch den mD gibt: Ein frischgebackener PK (KiKo, Direkteinstieg gD) kommt in den Streifendienst: Wer ist da wohl zunächst der Streifenführer: Der altgediente POM oder PHM, oder der Frischling von der FH ohne Erfahrung?

Und gerade im Streifendienst wird ja bei der Polizei am meisten mit SoSi gefahren. Und der "Alte" bremst da den "Jungen" doch öfter aus, was den Griff zum Knopf angeht - wie ich aus eigener Erfahrung noch nur zu gut weiss :lol:
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Beitragvon ghostguard » 14.12.2011 01:02

Das mit dem Ausbremsen der jüngeren erlebt man häufig in kleineren Revieren. Nur wenn die alten weg sind, sind die dann noch jungen auch Pfeiffen.
Gruss
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Beitragvon Law Enforcement Agent » 14.12.2011 22:16

guardian_bw hat geschrieben:Insbesondere da wo es noch den mD gibt: Ein frischgebackener PK (KiKo, Direkteinstieg gD) kommt in den Streifendienst: Wer ist da wohl zunächst der Streifenführer: Der altgediente POM oder PHM, oder der Frischling von der FH ohne Erfahrung?


Womit wieder einmal eindrucksvoll bewiesen wäre, dass man sich das mit den Sternen auch genauso gut sparen könnte :lol:
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Beitragvon steroider » 01.01.2012 11:27

Das Thema ist weitaus komplexer, als so mancher denkt. Einige Punkte wurden hier schon erwähnt

- unterschiedliche Behörden
- Sonderrechte
- Wegerechte
- Anordnung
- Durchführung


Alle Behörden haben den gleichen Gesetzestext 35, 38 StVO. Jedoch hat jede Behörde spezielle Dienstanweisungen, Strukturen - die trotz ähnlicher Aufgabe nicht mit einander vergleichbar sind.
Der Streifenwagenfahrer in Berlin oder Hamburg ist anderen Weisungen / Anordnungen unterworfen, als möglicherweise der Streifenwagen in der Lüneburger Heide oder in den Alpen. Es mag einen Unterschied machen, ob es ein Einsatz ist, der durch die Leitstelle geführt wird oder der eigeninitiativ erfolgt. Es gibt auch unterschiedliche Formen der Dokumentation, die in diesem Zusammenhang auch ein Rolle Spielen. Den SR / WR sind laut Gesetz an bestimmte Anforderungen geknüpft, die auch manchmal überprüft werden (Anzeige, Beschwerde, Unfall - es überprüft je nach Fall der Vorgesetzte, die Straßenverkehrsbehörde, der Richter und im Falle eines Unfalls geht es auch noch um Haftung und Regress).
Es gibt auch noch neben dem Gesetzestext eine Verwaltungsvorschrift und Dienstvorschriften sowie die Rechtsprechung, die sich auf die Art und Weise der Sonderrechte auswirken (Blaulicht und Horn, Geschwindigkeit, Verfolgungsfahrten, etc). Sogar die PDV ist sehr allgemein, es gibt darüber hinaus Geschäftsverteilungspläne bzw. internen Dienstweisungen, die für den eigenen Dienstbetrieb sehr viel bindender sind.

Es bringt also nicht viel, wenn man einzelne Behörden vergleicht, da es sich doch unterscheidet. Es gibt aber Gemeinsamkeiten und es gibt einen guten / vorbildlichen Umgang in dieser Thematik und es gibt eben Behörden, die nehmen diese Verantwortung nicht so wahr, wie es zeitgemäß wäre. Dort wird sich dann irgendwann - vermutlich wenn etwas passiert ist - was ändern.


Hier stand ein Beispiel über die Feuerwehr, wo selber entschieden wird, ob bei einer Katze auf dem Baum mit "Musik" gefahren wird. Sind da die Voraussetzungen des 38 StVO erfüllt? Was wird passieren, wenn es während der Fahrt zu einem Unfall kommt? Ich würde hier die Sonderrechte untersagen (und kann das in meiner Behörde auch).
Ich habe auch bei der Anforderung von RTW oder Feuerwehr schon in die Anforderung an deren Leitstelle gesagt: "Normale Fahrt". Oder Anforderung von Verstärkung mit Sondersignal. Man kann also schon am Einsatzort auch auf die Anfahrt einwirken.


Neben allem rechtlichen (Verkehrsrecht / Dienstrecht) gibt es auch physikalische Grenzen der Sonderrechte (Sicht, Witterung, Verkehrslage, etc).

Ich sag immer: "Fahr langsam - wir haben es eilig!!!", "Wir wollen ankommen"
Was bringt ein Unfall auf der Anfahrt? Trotz Einsatzfahrt, dauert die Anfahrt eben seine Zeit. Durch wilde Fahrmanöver verkürzt sich die Zeit nicht.
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Beitragvon Berliner » 19.01.2012 11:23

Auf der Anfahrt entscheidet ausschliesslich der Disponent ob er Sondersignal frei gibt, die aber von der Besatzung nicht in Anspruch genommen werden brauchen. Auf der Fahrt zum Krankenhaus, etc entscheidet die Besatzung. Aber sie muss es Begründen und der Leitstelle Melden. Diese trägt es im Rechner ein, falls Rückfragen, Knöllchen etc Kommen.
Sonderrechte kann ich auch ohne Dachorchester in Anspruch nehmen, ist aber dumm wenn es Scheppert.

Bei einem Unfall mit Sondersignal hat der Fahrer IMMER Mitschuld, auch wenn es bis auf 0 vor Gericht gesenkt werden kann.

Ja ich Fahre sehr oft mit Dachorchester.
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Beitragvon Locationscout » 20.01.2012 15:42

Es geht in diesem Thread doch um die Alarmfahrt und Sonderrechte der Polizei oder?

Möchte hier nichts wiederholen, aber bei der Polizei entscheidet die Streifenbesatzung/-führer selbst wann/wo sie Sondersignale in Anspruch nimmt, den nur die Besatzung weiß inwieweit dies taktisch auch sinnvoll und notwendig ist.

LS
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Beitragvon steroider » 20.01.2012 15:46

Locationscout hat geschrieben:Es geht in diesem Thread doch um die Alarmfahrt und Sonderrechte der Polizei oder?

Möchte hier nichts wiederholen, aber bei der Polizei entscheidet die Streifenbesatzung/-führer selbst wann/wo sie Sondersignale in Anspruch nimmt, den nur die Besatzung weiß inwieweit dies taktisch auch sinnvoll und notwendig ist.

LS



Lies doch meinen Beitrag noch einmal
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Beitragvon Berliner » 20.01.2012 23:35

Locationscout hat geschrieben:Es geht in diesem Thread doch um die Alarmfahrt und Sonderrechte der Polizei oder?

Möchte hier nichts wiederholen, aber bei der Polizei entscheidet die Streifenbesatzung/-führer selbst wann/wo sie Sondersignale in Anspruch nimmt, den nur die Besatzung weiß inwieweit dies taktisch auch sinnvoll und notwendig ist.

LS

Negativ!
Bei der Anfahrt entscheidet dieses die Leitstelle.
Dort sitzen Leute mit viel mehr Sternchen und Ausbildung.
Missbrauch vomSondersignal ist auch für die Polizeibesatzung strafbar.
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Beitragvon guardian_bw » 21.01.2012 07:27

...davon abgesehen, dass der Beamte auf der Leitstelle nicht zwangsläufig mehr Sternchen und mehr Ausbildung hat wie der Beamte auf der Gass,

das hatten wir doch alles schon. Muss doch nicht erneut aufgewärmt werden.
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Beitragvon steroider » 21.01.2012 10:21

klaus hat geschrieben:
Locationscout hat geschrieben:Es geht in diesem Thread doch um die Alarmfahrt und Sonderrechte der Polizei oder?

Möchte hier nichts wiederholen, aber bei der Polizei entscheidet die Streifenbesatzung/-führer selbst wann/wo sie Sondersignale in Anspruch nimmt, den nur die Besatzung weiß inwieweit dies taktisch auch sinnvoll und notwendig ist.

LS

Negativ!
Bei der Anfahrt entscheidet dieses die Leitstelle.
Dort sitzen Leute mit viel mehr Sternchen und Ausbildung.
Missbrauch vomSondersignal ist auch für die Polizeibesatzung strafbar.


Negativ.

Lies doch meinen Beitrag noch einmal


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Es bringt also nicht viel, wenn man einzelne Behörden vergleicht, da es sich doch unterscheidet. Es gibt aber Gemeinsamkeiten und es gibt einen guten / vorbildlichen Umgang in dieser Thematik und es gibt eben Behörden, die nehmen diese Verantwortung nicht so wahr, wie es zeitgemäß wäre. Dort wird sich dann irgendwann - vermutlich wenn etwas passiert ist - was ändern.


Es gibt Dienststellen, da entscheidet das nur die Leitstelle.

Und der mit den Sternchen mehr ist nicht überall auf der Leitstelle. Manche Chefs führen nämlich nicht von der Leitstelle... , es kann also sein, dass der Leitstellenbeamte weniger Sternchen hat als der Streifenbeamte...
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Beitragvon Locationscout » 21.01.2012 11:08

"A mancher lernst nie, des foan mit da schi"

Ich selbst habe keine Ahnung was Geld und Werttransport etc. betrifft und würde dort daher auch nie mein nicht vorhandenes Wissen mit socher Inbrust posten wie hier es einige Leute machen.

Verschiedene Mitglieder hier haben sicher praktisches Wissen aus dem Polizeialltag, was man auch aus den Post´s sehen kann. Andere geben nur ihr gehörtes, gelesenes und dann falsch interpretiertes Halbwissen weiter was zur Verunsicherung des Fragestellers und der Leser führt.

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