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US Police

Forum für Polizei, BPol, Zoll - Erfahrungsaustausch

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Deutsche oder amerikanische polizei??

Deutsch
14
42%
Amerika
19
58%
 
Abstimmungen insgesamt : 33

US Police

Beitragvon Gast » 16.06.2005 16:45

ich hoffe das ist die richtige spalte wo ich das reinschreiben kann.. wenn nicht verschiebt es einfach.....

so

ich hab mal 2 fragen!!

1. hat schonmal jemand sich persönlich die arbeit der polizisten in amerika angeschaut??
2. was haltet ihr von der arbeit im gegensatz zu den deutschen polizisten?
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Beitragvon purpeldarkness » 17.06.2005 07:24

Ich kenne Polizei-Arbeit in Amerika leider nur aus Berichten und wenn sie objektiv dargestellt sein sollten-dann denke ich, daß sie dort wesentlich mehr Rechte und Möglichkeiten haben als unsere Beamte. Allein die Gesetzgebung gefällt mir wesentlich besser als hier. Sicher, auch dort gibt es einiges was ich von der Logik nicht so verstehe aber mir gefällt allein schon die härtere Gangart mit Verbrechern als hier :twisted:
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Beitragvon stinkefuchs » 18.06.2005 19:22

Das kann man alleine schon nicht mit Deutschland vergleichen, da hier jedes Land (Polizei ist halt Ländersache) seine eigenen Gesetze für die Polizei hat.
Ich komme öfter mal mit der Polizei in verschiedenen Ländern (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und eigentlich täglich Bremen) in Kontakt. Dort sieht man bereits gravierende Unterschiede.
Wenn man jetzt mal die Staaten betrachtet, wird man total irre, da dort fast überall eine eigene "Polizei" für die jeweilige Aufgabe tätig wird.
Das Kompetenzgerangel gibt es hier zum Glück noch nicht.
Vielleicht bekomme ich irgendwann die verschiedenen Vereine und deren örtliche und rechtliche Zuständigkeit zusammen. Ist etwas komplizierter...

Aber letztendlich ist es noch immer die Sache des jeweiligen Beamten und dessen Begabung, sein Handeln gegebenenfalls wieder "geradezuschreiben"...
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Beitragvon Gast » 18.06.2005 20:10

also ich kenne kompetenzgerangel eigentlich NUR hier aus deutschland

denkt doch nur mal an die bus geschichte in gladbeck zurück , da mussten unschuldige sterben weil es kompetenzgerangel gegeben hat

in den staaten hat zwar in etwa jeder ortsteil seine eigene polizei aber ich habe dort noch kein kompetenz gerangel gesehen eher im gegenteil dort gibt es ein zusammengehörigkeitsgefühl unternander das ich hier noch nicht erlebt habe ,,, schade eigentlich


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Beitragvon stinkefuchs » 18.06.2005 20:32

Das Kompetenzgerangel in Gladbeck fand meines Wissens nach wegen der örtlichen Zuständigkeit statt. In den Staaten ist es aber die fachliche/rechtliche Zuständigkeit der jeweiligen Polizei.
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Beitragvon Gast » 18.06.2005 22:36

ich war mehrere jahre dort (florida dade county) und habe bei den kollegen dort nichts davon mitbekommen
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Beitragvon admin » 19.06.2005 14:35

Erzähl doch mal, was Du dort genau gemacht hast, vielleicht können wir uns dann ein besseres Bild machen.
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???

Beitragvon lawman » 25.06.2008 07:58

stinkefuchs hat geschrieben:Das Kompetenzgerangel in Gladbeck fand meines Wissens nach wegen der örtlichen Zuständigkeit statt. In den Staaten ist es aber die fachliche/rechtliche Zuständigkeit der jeweiligen Polizei.


ueber die fachliche/rechtliche eigentlich ueberhaupt nicht, sondern ueber die jurisdiction, also naemlich doch die oertliche Zustaendigkeit
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Beitragvon Trapper » 25.06.2008 10:18

Deutsche oder amerikanische polizei??
Deutsch
Amerika



Für was soll eigentlich genau abgestimmt werden?
Wer besser arbeitet,oder was?

Ich glaube auch,das sich das einfach nicht vergleichen läßt.
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Hallo Leute

Beitragvon Zeitwesen » 25.06.2008 12:07

Hallo und Guten Morgen!

Ich konnte im Rahmen meines Abschlusspraktikums an einem 10 tägigen Auslandspraktikum teilnehmen. Da die IPA gute Kontakte in die USA hat, flogen wir zu Dritt nach New York.
Fünf Tage Praktikum und fünf Tage Stadtbesichtigung.
Zwei Tage sass ich in einem Grossraumbüro des NYPD. Habe mir dort den Ermittlungsablauf (z.B. Vernehmungen/Haftanträge/ED-Behandlung) abgeschaut.
War grundsätzlich nicht anderes wie hier, doch wird mit personenbezogenen Daten lässiger umgegangen. Es gibt auf jeden Fall dort weniger Formulare.
Irgendwann nervig ist der ständig vorhandene Geräuschpegel in der "Bürohalle". Witzig ist die von allen Seiten einsehbare Gewahrsamszelle in der Raummitte.

Aber jetzt zu dem Teil, der Euch bestimmt mehr interessiert :-)

Ich wurde für zwei Nachtschichten eingeteilt. Nach der immer zu Dienstbeginn abgehaltenen Einsatzbesprechung (ich verstand kein Wort) und dem deutlichen Hinweis des Chefs, dass ich kein Reporter bin, war ich plötzlich kein "Aussenseiter" mehr.
Man suchte mir eine passende Schutzweste heraus und ich musste noch schnell zahlreiche Formulare, die nur unleserliches Kleingedrucktes beinhalteten, unterschreiben. Wahrscheinlich bin ich jetzt auf Lebenszeit Organspender in den USA
8)
Danach bekam ich noch ein Handy mit einer kleinen Unterweisung (ne, hier in Deutschland haben wir noch keine Handys..) in die Hand gedrückt.
Danach wurde ich einem Team zugewiesen. Die beiden Polizisten (mit Migrationshintergrund) waren echt nett zu mir, leider sprachen Sie sehr schnell und undeutlich (hatte mit Schulenglisch wenig zu tun).
Der Streifenwagen war geräumig und von innen sauber.

Wir haben einige Fahrzeuge aus der Bewegung angehalten und kontrolliert. Die Aufgabenteilung bei der Kontrolle ist wie bei uns. Aufgefallen ist mir, das die kontrollierten Fahrzeugführer immer den gleichen Handlungsablauf durchführten.
Der Motor wurde abgestellt, die Innenbeleuchtung eingeschaltet und die Hände von Aussen sichtbar an das Lenkrad bzw. der Beifahrer auf die Amaturen gelegt.
Der Umfang und die Möglichkeiten des Datenabgleiches ist ebenfalls anders als bei uns. Einzelheiten erspar ich mir jetzt aber.
Dann waren wir noch bei diesem sog. 24 Stunden-Gericht. Das Gericht hat 24 Std. geöffnet und kleinere Straftaten werden dort sofort abgeurteilt.
Das geht dort echt "ruck-zuck"!
Nach zwei Verhandlungen und einer kleinen Kaffeepause (kleiner Tipp: Immer dort Kaffee trinken, wo Polizeiautos vorstehen, der Kaffee ist dann gut und billig!)
wurde es nochmal spannend, wir fuhren mit Sonderrechten in einen Stadtteil (glaube war Queens) der Nachts echt übel aussah und zudem übel riechte.
Bei Eintreffen wurden bereits zwei Personen abgeführt und ein RTW entfernte sich. Was genau geschehen war, habe ich bis Heute nicht verstanden.
Der Umgangston mit dem Gegenüber ist sehr deutlich und bestimmt. Aber das die Kollegen jetzt übermässig cool waren, kann ich nicht bestätigen.
Belehrung ist ähnlich wie hier.
Aufgefallen ist mir, dass die meisten Kollegen spanisch und zum Teil italienisch als Sprache beherrschten.
Bezüglich Gesetze und Befugnisse gibt es einige komische Gegensätze...
Z.B. haben anders als bei uns Abhörmassnahmen beim Beschuldigten kaum gesetzliche Hürden. Komischer Weise haben wir bezüglich des Zeitfensters "Gewahrsam/Festnahme" erheblich mehr Spielraum.
Früher war es auf den Strassen von NY viel gefährlicher, die vor Jahren eingeleiteten Massnahmen "Null Toleranz" und "Broken Windows" haben sich laut Kollegen gut bewährt.
An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass (meiner Meinung nach) die Amerikaner schlecht diskutieren können! Wenn es in die Richtung Kritik (z.B. Irak) geht, kann man gleich am Besten das Thema wechseln.
Unser "Herbergsvater" war aber genauso drauf...
Liegt vielleicht daran, dass viele Cops vorher bei den Streitkräften waren oder ihre persönlichen Erfahrungen bei 9/11 gemacht haben. --Diesen Themenkomplex habe ich auf Anraten des IPA-Verbindungsbeamten nicht angesprochen---
Aber die Gastfreundlichkeit und Höflichkeit untereinander kennt dort keine Grenzen!
Habe dort viel Gesehen und würde eine solche Reise gern wiederholen.

In diesem Sinne
Gruss
-Zeitwesen- :-)
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Mal dazu einwerfe...........

Beitragvon Frank » 25.06.2008 20:23

Hallo Zeitwesen,

dazu werfe ich mal ein..........

Aufgefallen ist mir, dass die meisten Kollegen spanisch und zum Teil italienisch als Sprache beherrschten. ...

Spanisch ist vor allem im Süden der USA sogar die "Offizielle Amtssprache" in vielen Städten......


Früher war es auf den Strassen von NY viel gefährlicher, die vor Jahren eingeleiteten Massnahmen "Null Toleranz" und "Broken Windows" haben sich laut Kollegen gut bewährt. ....

Dazu einmal anmerkt,das daß wohl eher auf den erhöhten Personaleinsatz zurück zu führen ist...der Personalbestand des NYPD wurde immerhin um 12 % aufgestockt mit der Einführung von "Zero Tolerance....... 8)

An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass (meiner Meinung nach) die Amerikaner schlecht diskutieren können!.....

Das würde ich so nicht sagen.....es sind halt nur keine Deutschen,die (überspitz gesagt) Tagelang darüber diskutieren,ob zuerst die Henne da wahr oder das Ei.......... 8)

Aber die Gastfreundlichkeit und Höflichkeit untereinander kennt dort keine Grenzen.......

Ja,in der Beziehung sind sie unschlagbar........hierzulande wäre es unvorstellbar....aber einem (im Prinzip "Wildfremden" Menschen)
Haus-und Autoschlüssel zu geben (so wie es mir bei meinem ersten USA-Aufenthalt 1978 passierte).....
Damals hatte ich auch sofort den First Contact mit den Cops (oder in meinem Falle mit dem Deputy des Sheriffs...)
Als Deutscher ist man es ja nun einmal gewöhnt....ROTE AMPEl = STOP........ist ja in den USA nicht so......ich also an einer roten Ampel als Rechtsabbieger angehalten bis Grün..........dann rum um die Kurve......und dann war auch schon der Deputy hinter mir.......also rechts ran...
mein US-Freund warnte mich noch...Hände auf das Lenkrad....okay....
Der Deputy kam dann an meine Seite.....(der dachte wohl ich hätte "Gesoffen"... 8) )....mein Freund ihn sofort angequatsch....."Besucher aus Deutschland..."........Der Deputy wollte dann meine Driver`s License sehen......ich ihm den "Grauen Lappen" rübergereicht.......
schon war eine Entspannung bei ihm zu bemerken.....noch überraschter wahr ich,als er auf holprigem deutsch "Guten Tag" wünschte.....
Mein Freund warf dann noch ein ,das er Angehöriger der US-Army sei......und so wurde dann eine interessante Unterhaltung daraus,in deren Verlauf es sich herausstellte,das der Deputy als GI in Deutschland stationiert war.......außerdem auch eine große "Fachsimpelei"...denn der Deputy hatte mal Fernmelder gelernt.....ich als Elektriker und mein Freund ebenfalls Fernmelder...... :)


gruß

Frank
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Hallo

Beitragvon Zeitwesen » 26.06.2008 03:21

@frank
mit dem spanisch als amtssprache macht natürlich sinn, da es ja bekanntlich bestimmte viertel mit sog. hispospanier (<-schreibt man das so?) bzw. latinos gibt.

das die polizei um 12% aufgestockt worden ist, erklärt logischer weise vieles... :-)

Du hast Recht, wir Deutsche sind für das Diskutieren geboren worden.... :D Oft überflüssig....

Gruss
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Beitragvon Moselfeld » 15.08.2008 11:59

'Aus eigenem Erleben: Antidrogeneinsatz in einem eher ländlichen Bezirk in PA, angeforderte Unterstützung kam von den State Trooper, zwei Police Departments sowie einer Campus Police. Der Sheriff ist dort nur für das Gericht sowie das Gefängnis zuständig. Noch eine kleine Anmerkung: Bei der gastgebenden Dienststelle waren die eingeteilten Streifenbeamten alle auf der Straße und nicht wie bei zumeist rumhängend auf der Dienststelle und Kaffee trinkend!! Hinweisen und Anrufen von Bürger wird nachgegangen und nicht wie in Deutschland i.d.R. vertröstet.
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Beitragvon rescue » 15.08.2008 12:14

Ich weiss ja nicht wo Du Deine Erfahrungen mit Kaffeetrinkenden und rumhängenden Polizisten gemacht hast? Ich kenne dieses aus einer großen Deutschen Stadt nicht.
Gruß

Rescue

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Beitragvon Faultier » 16.08.2008 14:01

@
Das Thema ist ja nun auch fast drei Jahre alt...
Da kann sich einiges ändern... :? :wink:
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