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Freiwilliger Polizeidienst

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Freiwilliger Polizeidienst

Beitragvon sico » 14.10.2006 06:26

Hi, hab gestern im Netz rumgestöbert und dabei den Link gefunden.

http://www.polizei.hessen.de/internetze ... b63046.htm

Was haltet Ihr davon?.. Ausbilden der Hilfspolizisten ist 50 Std., Aufwandsentschädigung 7€ pro Std.
Für mich persönlich klingt das so als wäre man billige Arbeitskraft für den Staat.
Postet eure Meinungen dazu.
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Beitragvon JörgK. » 14.10.2006 15:20

Hallo Sico,
den Freiwilligen Polizeidienst gibt´s in Ba-Wü schon seit den 60er Jahren.
Momentan ist er nicht mehr so aktuell, ich weiss auch nicht ob zur Zeit noch Einstellungen stattfinden, aber es gibt ihn noch.

Jörg
Qualität ist das Gegenteil von Zufall !
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Beitragvon S.L. » 14.10.2006 18:49

JörgK. hat geschrieben:Hallo Sico,
den Freiwilligen Polizeidienst gibt´s in Ba-Wü schon seit den 60er Jahren.
Momentan ist er nicht mehr so aktuell, ich weiss auch nicht ob zur Zeit noch Einstellungen stattfinden, aber es gibt ihn noch.

Jörg


In Baden-Würtemberg ist dieser Dienst auch anderst organisiert.

Hier die Informationen der Propagandaseiter, der Polizei aus Ba-Wü (http://www.polizei-bw.de/)
Ist nach meiner Meinung professioneller geregelt als z.b. in Hessen.

Hauptaufgaben des Freiwilligen Polizeidienstes sind unter anderem Einsätze zur vorbeugenden Verbrechensbekämpfung, zum Beispiel durch Präventionsstreifen zur Verhinderung von Straßenkriminalität, Präsenz im Umfeld von Schulen, Kindergärten oder Spielplätzen oder die Kontaktaufnahme mit gefährdeten Jugendlichen und potentiellen Opfern von Straftaten. Zur Wahrnehmung dieser Aufgaben werden Angehörige des Freiwilligen Polizeidienstes derzeit in 20 Städten Baden-Württembergs gezielt im Rahmen der Kommunalen Kriminalprävention eingesetzt.

Die Angehörigen des Freiwilligen Polizeidienstes erhalten als Einführung eine sehr umfassende theoretische und praktische Ausbildung und nehmen jährlich an einer mehrstündigen Fortbildung teil. Die Schwerpunkte dabei sind die Fach- und Themenbereiche „Recht“, „Polizeitaktik“, „Polizeidienstkunde“, „Abwehr- und Zugriffstraining“, „Waffenausbildung“ sowie „Zwangsmittel- und Schießtraining“.

Jeder Polizeifreiwillige leistet pro Jahr im Durchschnitt ca. 200 Einsatzstunden. Für jede abgeleistete Einsatzstunde erhalten die Freiwilligen entweder ihren Verdienstausfall oder pauschal 6,14 bzw. 8,18 Euro ausbezahlt. Zusätzlich erhalten sie ggf. noch einen Ausgleich für Verpflegung, Ersatz von Sachschäden und Fahrtkosten. Die Pauschalbesteuerung für die geringfügige Beschäftigung übernimmt das Land Baden-Württemberg.
Nähere Auskünfte zum Freiwilligen Polizeidienst erhalten Sie beim Sachgebiet Öffentlichkeitsarbeit der örtlich zuständigen Polizeidirektion beziehungsweise des zuständigen Polizeipräsidiums.
Seien wir realistisch, versuchen wir das unmögliche! (Che)
S.L.
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Beitragvon Seekuhlock » 15.10.2006 12:04

Ich halte davon allgemein gar nichts....................
sollen lieber mehr Polizisten eingestellt werden! Statt der unterbezahlten Kollegen von der Wachpolizei sollte man lieber wieder den mittleren Dienst in Hessen einführen.

An der Sicherheit sollte man nicht sparen!
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Beitragvon sico » 15.10.2006 13:04

genau so sehe ich das auch Seekuhlock. Der Staat verkauft somit seine eigene Polizei. Entweder mehr Polizisten im mittleren Dienst einstellen, oder die Polizei mehr auf Fußstreife statt zum blitzen, oder Büroarbeit abstellen.
Präsenz kann die Polizei auch selbst zeigen, der Staat muss eben bisschen mehr Geld für die Innere Sicherheit ausgeben, die sind doch eh alle auf Anti-Terror jetzt angespitzt, verstehe nicht das man nicht mehr Beamte einstellt und besser ausbildet als in 50 stündigen Kursen.
Ist meine persönliche einstellung zu der Sache.
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Beitragvon digimoments » 15.10.2006 18:58

Seekuhlock hat geschrieben:Ich halte davon allgemein gar nichts....................


Dito! Hat was von Blockwart oder Stasi.

Seekuhlock hat geschrieben:Statt der unterbezahlten Kollegen von der Wachpolizei sollte man lieber wieder den mittleren Dienst in Hessen einführen.


Das Konzept der WaPo ist doch genial. Aber so viele Ausnahmen im Objektschutz (kein Israelische, Jüdische, Türkische oder Amerkanische Einrichtungen) und HiPo Tätigkeiten im Streifendienst, das es total verwässert ist.

Als es eingeführt worden ist hatte ich es mal durch gerechnet- das selbe netto bei 50 Std. weniger und im ÖD. So watt?
Wenn du im Sarg liegst, haben sie dich das letzte Mal reingelegt.
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Beitragvon Verbal » 20.10.2006 10:54

Seekuhlock hat geschrieben:Ich halte davon allgemein gar nichts....................
sollen lieber mehr Polizisten eingestellt werden! Statt der unterbezahlten Kollegen von der Wachpolizei sollte man lieber wieder den mittleren Dienst in Hessen einführen.

An der Sicherheit sollte man nicht sparen!


Völlig einverstanden!!!! Aber 100% !!

Kann dazu nix mehr sagen, schliese mich einfach an Seekuhlock an!!

Gruß
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Beitragvon Seekuhlock » 22.10.2006 17:14

Verbal hat geschrieben:
Seekuhlock hat geschrieben:Ich halte davon allgemein gar nichts....................
sollen lieber mehr Polizisten eingestellt werden! Statt der unterbezahlten Kollegen von der Wachpolizei sollte man lieber wieder den mittleren Dienst in Hessen einführen.

An der Sicherheit sollte man nicht sparen!


Völlig einverstanden!!!! Aber 100% !!

Kann dazu nix mehr sagen, schliese mich einfach an Seekuhlock an!!

Gruß


Soll heißen, wenn es mal dazu kommt sehen wir uns bei der hess. Schupo!? :wink:
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Beitragvon Cool Curt » 18.11.2010 19:44

Sorry, wenn ich das Thema nach so langer Zeit nochmals aufgreife.
Ich habe gestern eine Sendung über Hobbypolizisten in Baden Württemberg gesehen und war einfach platt, was in Deutschland doch so alles möglich ist. :?
Da waren ungeschickte Supermarktkassiererinen, die fast mit der Waffe in der Hand zusammenbrachen, dauergrinsende Studenten und andere Abenteuerlustige, die nach 11 Tagen Crashkurs im Streifendienst samt Vollausrüstung auf die Menschheit lostgelassen wurden. Kein Wunder, dass nicht alle "richtigen" Polizeibeamte von dieser Idee, die noch aus der Nachkriegszeit (II.Weltkrieg) stammt, begeistert sind.
Mich wundert es, dass nicht schon einige dieser Hilfssheriffs im "Dienst" von der eigenen WAffe erschlagen wurden. Im TV-Bericht wusste die Truppe am letzten Ausbildungstag immer noch nicht, was sie machen müssen, wenn Sie bei einer Verkehrskontrolle ein Waffe finden. Oje ... :wink:
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Beitragvon guardian_bw » 18.11.2010 20:44

Wie lange ging denn bei dir die Nachkriegszeit?
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Beitragvon Cool Curt » 18.11.2010 23:17

Na gut, jetzt wird es also "spitzfindig".
Meinte die "ersten" Nachkriegsjahre - so bis zur 1949. :wink:
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Beitragvon guardian_bw » 18.11.2010 23:23

Aso...

Frag nur, weil der Freiwillige Polizeidienst in Hessen so irgendwann im 21. Jahrhundert eingeführt wurde... also lange nach der Nachkriegszeit.
In Baden-Württemberg immerhin in den 60ern des 20. Jahrhunderts, aber auch noch länger nach der Nachkriegszeit

8)
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Beitragvon Cool Curt » 18.11.2010 23:51

guardian_bw hat geschrieben:Aso...

Frag nur, weil der Freiwillige Polizeidienst in Hessen so irgendwann im 21. Jahrhundert eingeführt wurde... also lange nach der Nachkriegszeit.
In Baden-Württemberg immerhin in den 60ern des 20. Jahrhunderts, aber auch noch länger nach der Nachkriegszeit

8)


Da magst du recht haben. Habe nur das wiedergegeben, was in der TV-Sendung gesagt wurde!
Dann haben die Filmemacher wohl nicht richtig recherchiert.
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Beitragvon guardian_bw » 19.11.2010 07:50

Die Idee stammte wohl eher aus dem Kalten Krieg, zumindest was Baden-Württemberg betrifft.
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Beitragvon bssb » 19.11.2010 16:45

Cool Curt hat geschrieben:Sorry, wenn ich das Thema nach so langer Zeit nochmals aufgreife.
Ich habe gestern eine Sendung über Hobbypolizisten in Baden Württemberg gesehen und war einfach platt, was in Deutschland doch so alles möglich ist. :?
Da waren ungeschickte Supermarktkassiererinen, die fast mit der Waffe in der Hand zusammenbrachen, dauergrinsende Studenten und andere Abenteuerlustige, die nach 11 Tagen Crashkurs im Streifendienst samt Vollausrüstung auf die Menschheit lostgelassen wurden. Kein Wunder, dass nicht alle "richtigen" Polizeibeamte von dieser Idee, die noch aus der Nachkriegszeit (II.Weltkrieg) stammt, begeistert sind.
Mich wundert es, dass nicht schon einige dieser Hilfssheriffs im "Dienst" von der eigenen WAffe erschlagen wurden. Im TV-Bericht wusste die Truppe am letzten Ausbildungstag immer noch nicht, was sie machen müssen, wenn Sie bei einer Verkehrskontrolle ein Waffe finden. Oje ... :wink:


absolut, ging mir genauso- total :shock:
frage mich auch, wie da das Eignungsauswahlverfahren aussieht...
Der "Kalte Krieg" ist ja nun vorbei- nun können wegen Einsparungen reguläre Polizeistellen nicht besetzt werden, die jetzt durch freiwillige Hobbypolizisten nach Feierabend aufgefüllt werden :?: :!:
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