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Jugendlicher Tödlich erschossen

Forum für Polizei, BPol, Zoll - Erfahrungsaustausch

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Beitragvon BigBlock » 04.02.2007 17:35

@Eddie:
Naja, die Untersuchung wird wohl ein Ergebnis zeitigen, zumal da alle ermittelten Fakten ungehindert genutzt werden können, aber aufgrund eines, wie ich fand, eher mageren Zeitungsberichtes gleich auf Rambo und James Bond zu schliessen finde ich halt nunmal bisschen unbegründet. Und sollte der Schusswaffengebrauch nicht erforderlich gewesen sein, gibt´s eben juristisch was auf die Mütze des Polizisten, ich hatte mich übrigens auch eher nur reingehängt, weil mir der Stil de Posts unpassend erschien, zumal die persönlich gehaltene Kritik IMHO schonmal sachlich nicht fundiert schien. Nix für ungut.

Gruß
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Beitragvon Eddie » 04.02.2007 18:57

Sticky hat geschrieben:Eddie, du hast eine eigentümliche Sichtweise der Dinge... :? :D

Der Beamte hat nicht wegen der Sachbeschädigung oder der Flucht zur Waffe gegriffen, sondern weil die Täter auf ihn losgegangen sind, nachdem sie angekündigt hatten, ihn platt zu machen...

.


Ich habe auch nicht von dem Schußwaffengebrauch gesprochen, sondern von der Verfolgung der drei überhaupt. Es ist alleine zu riskant für beide Seiten. Bei einem Überfall, Mord ,Totschlag, Vergewaltigung, Entführung oder was weiss ich,-gut....aber wegen einer Glasscheibe einer Bushaltestelle. Er hätte seine Dienststelle informieren müssen, egal wie lange dies dann dauert. Wäre für beide Seiten erfreulicher ausgegangen. Meine Meinung!
Eddie
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Beitragvon Eddie » 04.02.2007 19:02

BigBlock hat geschrieben:@Eddie:
Naja, die Untersuchung wird wohl ein Ergebnis zeitigen, zumal da alle ermittelten Fakten ungehindert genutzt werden können, aber aufgrund eines, wie ich fand, eher mageren Zeitungsberichtes gleich auf Rambo und James Bond zu schliessen finde ich halt nunmal bisschen unbegründet. Und sollte der Schusswaffengebrauch nicht erforderlich gewesen sein, gibt´s eben juristisch was auf die Mütze des Polizisten, ich hatte mich übrigens auch eher nur reingehängt, weil mir der Stil de Posts unpassend erschien, zumal die persönlich gehaltene Kritik IMHO schonmal sachlich nicht fundiert schien. Nix für ungut.

Gruß
BigBlock


Selbe Antwort wie oben bei Sticky!!

Wegen des "reinhängens" Deinerseits: Wenn ich Dich als Zitat:"selten dämlich" bezeichnen würde( leider vom MOD gelöscht) würdest Du mir auch anders antworten ,oder?? :?:
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Beitragvon Sticky » 04.02.2007 19:17

Eddie, du wirst unaufmerksam auf deine alten Tage... :lol:

ich hatte schon in einem vorhergehenden Post geäußert, dass der Beamte aufgrund des Legalitätsprinzips, seiner Garantenpflicht zum Einschreiten verpflichtet war.

Aus einer, an sich harmlosen, Sachbeschädigung konnte die hinterher erfolgte Eskalation nicht zwingend erwartet werden....Eddie, wie reagierst du, wenn jemand dein Auto demoliert und ein Beamter diesen Umstand ignoriert und einfach weiterläuft????? Die Eskalation ist den drei Tätern zuzuschreiben - nicht dem Beamten.


Er hätte seine Dienststelle informieren müssen, egal wie lange dies dann dauert. Wäre für beide Seiten erfreulicher ausgegangen. Meine Meinung!


zu deiner Information...der Beamte stand bis kurz vor den Schüssen in ständigem Telefonkontakt zum nächsten Revier..es gibt Aufzeichnungen, auf denen zu hören ist, wie die drei Täter das "plattmachen" ankündigten...als er angegriffen wurde, konnte er nicht einmal so schnell auflegen, wie der Angriff erfolgte..
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Beitragvon Streifenhörnchen » 04.02.2007 19:53

Auf der einen Seite selber Schuld. Wer Angreift muß immer damit Rechnen das er verliert. an Stelle des Polizisten hätte ich auch nicht gewartet bis ich die zerschlagenen Flasche im Gesicht habe. Und wenn die Jungs dachten Sie sind schneller als ne Kugel, pech. Und wie Alt war der Beamte? 40 - 50?? Und dann allein gegen 3 Jungs im Alter von 28. Ne danke.
Und inwieweit der Einsatz der Schußwaffe gerechtfertigt war werden die Ermittlungen der STA zeigen. Die ermitteln da schon im eigenen Interesse sehr genau. Von wegen Schießwütiger Polizist und so.
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Beitragvon Secusta » 04.02.2007 21:34

Streifenhörnchen hat geschrieben:Auf der einen Seite selber Schuld. Wer Angreift muß immer damit Rechnen das er verliert. an Stelle des Polizisten hätte ich auch nicht gewartet bis ich die zerschlagenen Flasche im Gesicht habe. Und wenn die Jungs dachten Sie sind schneller als ne Kugel, pech. Und wie Alt war der Beamte? 40 - 50?? Und dann allein gegen 3 Jungs im Alter von 28. Ne danke.
Und inwieweit der Einsatz der Schußwaffe gerechtfertigt war werden die Ermittlungen der STA zeigen. Die ermitteln da schon im eigenen Interesse sehr genau. Von wegen Schießwütiger Polizist und so.


24 j alt glaub ich
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Beitragvon Landgraf » 04.02.2007 22:11

Hmmhh...

Wenn drei Leute auf einen Polizeibeamten (oder wen auch immer) mit abgebrochenen Bierflaschen losgehen ist mir vollkommen Wurscht wie diese Situation entstanden ist. Da herrscht absolute Lebensgefahr und Ende....

Wer einen solchen Angriff wagt kann meinetwegen eine Kugel fangen.

Völlig egal ob der Beamte abgebrüht oder nicht war, im Dienst oder nicht und in Uniform oder nicht.......
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Beitragvon plastus » 04.02.2007 23:59

Eugene Vidoq hat geschrieben:
muß zwar die verhältnismäßigkeit der mittel beachten,


NEIN!


doch!

und ich häng mich hier nicht am wort "verhältnismäßigkeit" auf, sondern mir gehts um die aussage, daß er nicht auf die verhältnismäßigkeit der anzunehmenden folgen rücksicht zu nehmen braucht, sondern das mittel angemessen zu wählen hat.....

erst aufmerksam lesen, dann verstehen was gemeint war, dann kommentieren! kompetenz ist erwünscht, sollte aber nciht zu überheblcihkeit führen..

nur mal so als eingeworfener kommentar von nem neuling... :wink:


in diesem zusammenhang möchte ich übrigens auch bigblock (interessanter nick übrigens, kfz zusammenhang?) widersprechen: eine güterabwägung bei notwehr kommt durchaus in betracht, wenn ein besonders krasses mißverhältnis zwischen den abzuwägenden rechtsgütern besteht (zb ist auch hausrecht notwehrfähig). bei der verteidigungsfrage hier, wo es beim angegriffenen rechtsgut um die eigene gesundheit geht (gerade bei einer versuchten gkv), ist eingriff in gesundheit und körperliches wphlbefinden des angreifers (auch mit bedingtem tötungsvorsatz) natürlcih nicht krass unverhältnismäßig, also ist das HIER nciht relevant.... :roll:
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Beitragvon Berliner » 05.02.2007 00:32

Hier nicht? Wo denn?
Grüße aus Berlin
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Beitragvon plastus » 05.02.2007 07:27

in den fällen wo es nicht um ein wesentlcihes rechtsgut wie leben oder körperliche unversehrtheit geht, welches angegriffen wird und bei dessen verteidigug von notwehrrechten gebrauch gemacht wird kann sowas vorkommen....

(diebsathl der kirschen vom kirschbaum im garten etc.. es geht um die frage der maßlosigkeit des verteidigungsversuchs, sprich um besonders krasse missverhältnisse, steht doch (in salopper form wie auch diesmal hier) oben...) :roll:
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Quelltext gesucht...

Beitragvon Faultier » 05.02.2007 08:12

Moin
Wäre sehr hilfreich, wenn ein Googelspezi mal den Text zu dem Vorkommnis findet...
Wenn möglich nicht aus der Bild...
mfg. Faulpelz
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Beitragvon plastus » 05.02.2007 09:41

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Schußwaffengebrauch durch Pol-Beamten

Beitragvon sniper050 » 05.02.2007 14:42

Hallo !

Also zunächst fällt mir zu den Posts hier ein, dass ich mich doch sehr wundern muß.
Viele verkünden hier und in den anderen Foren, dass sie über rechtliches Fachwissen verfügen und schreiben dann zu dem besagten Vorfall doch jede Menge rechtliche Merkwürdigkeiten.

So möchte ich doch mal fragen, wer denn tatsächlich genaue Kenntnis über den Vorfall hat ?

Grundsätzlich ist jeder Polizeibeamte (ob zivil oder uniformiert, ob im Dienst oder in seiner Freizeit)
gem. § 163 StPO verpflichtet, Straftaten zu verfolgen.
Diebstahl v. Notfallhammer = Straftat
Einschlagen von Scheiben und Reklameschildern = Schabeschädigung = Straftat
rechtswidriger, gemeinschaftlicher Angriff bzw. Drohung mit einem solchen Angriff = Straftat

Im Notwehrfall hat der Pol.-Beamte zu jeder Zeit die Verhältnismäßigkeit der Mittel zu prüfen.

Als einigermaßen vernünftiger Beamter hat der junge Polizist, soweit ich das der Pressemeldung entnehmen konnte, zunächst erst versucht, die Täter nach Diebstahl und Sachbeschädigung anzusprechen und "festzuhalten" (§ 127 II).
Erst nach deren Flucht und der Rückkehr der Täter kam es zur Eskalation der Lage.
Hierfür kann man dem Polizisten beim besten Willen wohl keine Schuld geben.

Welcher Täter würde denn an den Tatort zurückkehren, wenn er weiß, dass dort die Polizei wartet ? Wohl keiner.....!
Im Bewußtsein, dass sie drei gegen einen sind (so meine Beurteilung der Pressemeldung i.V.m. Erfahrung und Menschenkenntnis) sind die drei zurückgekehrt und haben durch ihr Verhalten (Aggression, Drohung, Ansatz des rechtswidrigen Angriffs) zur Eskalation beigetragen.

Ich denke, man kann dem Polizisten höchstens nachsagen, dass er vielleicht zu jung ist und damit zu wenig Lebenserfahrung für eine solche Lage mitbringt. Doch das ist kein Vorwurf, sondern unabänderlicher Gang des Lebens.
Jeder fängt mal "klein" an. Und manch' einer hat als "Kleiner" schon sch.. Situationen zu bestehen.

Ich jedenfalls möchte jetzt nicht in der Haut des Polizisten sein.
Der macht sich bestimmt jede Menge Selbstvorwürfe, obwohl er richtig gehandelt hat !!!

Viele Grüße
sniper050
Zuletzt geändert von sniper050 am 05.02.2007 21:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schußwaffengebrauch durch Pol-Beamten

Beitragvon Landgraf » 05.02.2007 19:08

sniper050 hat geschrieben:Ich jedenfalls möchte jetzt nicht in der Haut des Polizisten sein.
Der macht sich betsimmt jede Menge Selbstvorwürfe, obwohl er richtig gehandelt hat !!!


..sehe ich auch so.

Mal ganz abgesehen von den rechtlichen und dienstlichen Konsequenzen ist der Bursche um seine Gefühle und Gedanken, insbesondere bei dem Echo in der Boulevardpresse dem man sich ja nicht entziehen kann, sicherlich nicht zu beneiden.

Ich hab Gottseidank in den Jahren nie die Schusswaffe gebrauchen müssen, ich musste nur mit einigen Suiziden fertigwerden. Und selbst da fragt man sich schon ob man durch sein Handeln zum Tod desjenigen beigetragen hat.

Die rechtliche Beurteilung werden andere schon übernehmen, die haben dann auch bessere Quellen.....

Gruss L.
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Schusswaffengebrauch durch Pol.-Beamten

Beitragvon sniper050 » 05.02.2007 21:23

Hallo !

Zum Glück !!!!! mußte ich ebenfalls nie von der Schusswaffe Gebrauch machen.
Zweimal kam es zu einer Sitaution, in der ich die gezogene Waffe fast benutzen mußte.
Doch zum Glück.... !!!

Soweit ich das beurteilen kann, möchte kein Polizist sein Schusswaffe tatsächlich benutzen müssen, um auf einen Menschen zu schießen.
Auch die, die vielleicht im Dienst oder in der Freizeit evtl. mal eine "große Klappe" riskieren, sind im Grunde genommen froh, wenn es nicht zum Schusswaffeneinsatz kommt.

Das Gerede von schießwütigen Polizisten, von "Rambos" in Uniform oder von "Halbgöttern" in Uniform kann ich nicht mehr hören und lesen.
Wie überall gibt es auch bei der Polizei gute und weniger gute Beamte, aber keiner, den ich bisher kennengelernt habe (und das sind sehr, sehr viele) ist wild auf einen Schußwaffeneinsatz gegen einen Menschen.

Und sogar die, die in Spezialeinheiten ihren Dienst als Scharfschütze versehen, haben mit dem sogenannten "finalen Rettungsschuß" hinterher ihre Probleme.

Viele Grüße
sniper050
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