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Zulassungsvoraussetzungen für die Meisterprüfung

Meister für Schutz und Sicherheit, Werkschutzmeister - hier geht es meisterhaft zu..

Zulassungsvoraussetzungen für die Meisterprüfung

Beitragvon Fluxo » 08.03.2017 14:11

Hallo zusammen,

Ich befinde mich momentan in der Ausbildung zur Fachkraft Schutz und Sicherheit und würde danach (wenn alles so klappt wie ich es mir vorstelle) gerne direkt den Meister durchziehen. Nun treffe ich da auf mehrere Widersprüche, was die Zulassung zur Prüfung betrifft. Manche Quellen sagen 2 Jahre Berufserfahrung, manche sagen nur 1 Jahr und woanders (auf Meisterschulen.de) heißt es gar beim MSS

"Sie müssen keine mehrjährige Tätigkeit als Geselle nachweisen. Sie können sich direkt nach der bestandenen Gesellenprüfung zum Meisterkurs anmelden."

Was stimmt denn nun? Das wird ja wohl kaum von IHK zu IHK anders geregelt sein, oder? Und sollten 1 oder 2 Jahre Berufspraxis erforderlich sein, müssen die NACH der Ausbildung zur Fachkraft erfolgen oder reicht da ein Nachweis für Berufserfahrung im Sicherheitsgewerbe VOR der Ausbildung aus?

Hoffe jemand kann mir das beantworten.
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Re: Zulassungsvoraussetzungen für die Meisterprüfung

Beitragvon Tom511 » 13.03.2017 17:29

Hallo,
schauen wir doch mal:

https://www.ihk-berlin.de/blob/bihk24/a ... t-data.pdf

Die IHK-Berlin schreibt:
§ 3
Zulassungsvoraussetzungen
(1) Zur Prüfung im Prüfungsteil „Grundle-
gende Qualifikationen“ ist zuzulassen, wer
Folgendes nachweist:
1. eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung
in einem dreijährigen anerkannten Ausbil-
dungsberuf, der einem sicherheitsrelevan-
ten Beruf zugeordnet werden kann, oder

Unter Punkt 1 fällst du als Fachkraft für Schutz und Sicherheit und damit der Grundstein.
Die Punkte sind mit oder nicht mit und gekennzeichnet. Also benötigst du einen der Punkte 1-5 zur Zulassung.
Unter Punkt 2:
+ ein Jahr Berufspraxis

Also Ausbildung + ein Jahr im Beruf gearbeitet ergibt das für mich :mrgreen:
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Re: Zulassungsvoraussetzungen für die Meisterprüfung

Beitragvon Behrchen » 27.06.2017 10:31

Hi.
Also Ausbildung + ein Jahr im Beruf gearbeitet ergibt das für mich


Die Arbeit muss sicherheitsrelevanten Bezug aufweisen, es muss nicht zwangsläufig die Tätigkeit ALS bzw. nach der bestanden Prüfung durchgeführt werden. Es können auch Erfahrungen als Sachkundekraft oder als Unterrichteter herangezogen werden.

Quelle: Meine IHK-Beraterin :D
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Re: Zulassungsvoraussetzungen für die Meisterprüfung

Beitragvon Fluxo » 12.07.2017 13:06

Behrchen hat geschrieben:Hi.
Also Ausbildung + ein Jahr im Beruf gearbeitet ergibt das für mich


Die Arbeit muss sicherheitsrelevanten Bezug aufweisen, es muss nicht zwangsläufig die Tätigkeit ALS bzw. nach der bestanden Prüfung durchgeführt werden. Es können auch Erfahrungen als Sachkundekraft oder als Unterrichteter herangezogen werden.

Quelle: Meine IHK-Beraterin :D


Mhhh. Habe vor Beginn der Ausbildung insgesamt 14 Monate als Sicherheitsmitarbeiter mit Unterrichtung §34a gearbeitet. Wäre natürlich ideal, wenn das schon als Berufspraxis ausreichen würde. Am besten, ich frage mal bei meiner zuständigen IHK einfach nach.

Ein anderer Punkt: Habe die Möglichkeit bekommen, nach Abschluss meiner Ausbildung und sofern meine Prüfungsergebnisse gut genug sind, bei meinem Bildungsträger als Dozent für FSS und Sachkunde anzufangen. Wäre denn das dann auch Arbeit mit sicherheitsrelevantem Bezug? Wäre im Endeffekt ja rein theoretisches Fachwissen, was ich dann lehren würde.
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Re: Zulassungsvoraussetzungen für die Meisterprüfung

Beitragvon Fump » 12.07.2017 18:16

Habe die Möglichkeit bekommen, nach Abschluss meiner Ausbildung und sofern meine Prüfungsergebnisse gut genug sind, bei meinem Bildungsträger als Dozent für FSS und Sachkunde anzufangen.

Jetzt mal ernsthaft und ohne es persönlich zu nehmen...... da steht jemand am Anfang seiner Tätigkeit (und ja, 14 Monate mit Unterrichtung sind am Anfang) und würde direkt nach der Ausbildung als Dozent tätig sein, sofern es sich hier um fachliche Themen handelt, kann ich nur den Kopf schütteln....
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Re: Zulassungsvoraussetzungen für die Meisterprüfung

Beitragvon Fluxo » 13.07.2017 09:50

Nun, warum nicht? Die Ausbildung und somit das ganze Wissen ist noch ganz frisch. Für die theoretische Ausbildung reicht die Theorie. Und wie gesagt, das Angebot kam vom Schulungsleiter selber.
Wenn ich mir da manch andere Dozenten angucke, die nicht mal einen Security-Background haben und trotzdem ausbilden. Da würde ich eher den Kopf schütteln.
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Re: Zulassungsvoraussetzungen für die Meisterprüfung

Beitragvon Behrchen » 17.07.2017 10:59

Ich seh das auch eher unproblematisch.
Die Länge der bisher verbrachten Arbeitszeit sollte kein Qualitätskriterium eines Dozenten sein.
Vielmehr sollte Begeisterung und Leidenschaft sowie die Fähigkeit Inhalte vermitteln zu können im Vordergrund stehen. Und natürlich Fachkompetenz, Sozialkompetenz und Methodenkompetenz.
Du benötigst noch die AdA nach AEVO um bei AZAV-zertifizierten Bildungsträgern als Dozent arbeiten zu dürfen.
Und die Ausbildungszeit kann nicht als Arbeitszeit mit sicherheitsrelevanten Bezug gewertet werden, wohl aber eine geringfügige Beschäftigung während der Ausbildungszeit. Für die Anerkennung ist auch keine Vollzeit-Stelle notwendig.
Ich wünsch dir viel Erfolg bei deiner Prüfung, erzähl uns bitte wie´s gelaufen ist :) .

Schöne Zeit
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Re: Zulassungsvoraussetzungen für die Meisterprüfung

Beitragvon Wolperdinger » 17.07.2017 12:33

Behrchen hat geschrieben:Die Länge der bisher verbrachten Arbeitszeit sollte kein Qualitätskriterium eines Dozenten sein.

Das sehe ich ebenfalls anders. Ich hatte schon entsprechende Dozenten. Man merkt mit der Zeit, ob man einen Theoretiker oder Praktiker vor sich hat. Theorie und Praxis sind zweierlei Dinge, die einander ergänzen. Ein Theoretiker kann nie auf den gleichen Fundus an Erfahrungen zurückgreifen als der Praktiker. Eigene Erfahrung spielt eine ganz große Rolle im Auftreten des Dozenten und der Art, wie er Wissen vermittelt. Wie heisst denn die Schule?

Ich bin im Übrigen auch kein Freund der neuen Regelung, daß ein Geselle sofort ohne Praxis die Meisterprüfung machen darf. Genau diese 3 Jahre Erfahrung waren ja auch ein Qualitätsmerkmal.
Grußi

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