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Ausbilden nur als Meister SchuSi + AdA ?

Meister für Schutz und Sicherheit, Werkschutzmeister - hier geht es meisterhaft zu..

Ausbilden nur als Meister SchuSi + AdA ?

Beitragvon Crawler » 09.08.2007 10:19

Eine kurze Frage an die Meister hier die auch selbst ausbilden !

Ich hatte bisher immer gedacht um FKSS-Azubis ausbilden zu dürfen müßte man einen Abschluss als Meiter SchuSi bzw. Werkschutzmeister + eine bestandene AdA vorweisen können ! :roll:

Aber dann habe ich in der IHK-Ausbildungsbeschreibung der AEVO das hier gelesen !

Bis zum Jahr 2008 dürfen auch ohne den Nachweis der berufs- und arbeitspädagogischen Kenntnisse Auszubildende eingestellt und ausgebildet werden.


Welche beruflichen Qualifikationen sind/waren denn dann bis 2008 ausreichend um ausbilden zu dürfen ?

Danke schonmal für die Antwort(en) und verzeiht meine Unwissenheit ! :wink:
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Beitragvon Sven_S. » 09.08.2007 14:42

Hallo Crawler,

ja, es gibt eine Übergangsfrist bis 2008.

Eine Püfung nach AEVO ist der Nachweis darüber, dass Du berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse besitzt.

Die Anforderungen an einen Ausbilder, eine Ausbilderin werden im Berufsbildungsgesetz (BBiG) genau definiert.
Dieser muss die fachliche und persönliche Eignung (§29, 30) besitzen.

Persönlich geeignet ist, wer jugendliche Ausbilden darf und nicht wiederholt oder schwer gegen das BBiG oder die aufgrund dieses Gesetzes erlassenen Vorschriften und Bestimmungen verstoßen hat.

Fachlich geeignet ist, wer die beruflichen sowie die berufs- und arbeitspädagogischen Ferigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt, die für die Vermittlung der Arbeitsinhalte erforderlich ist.

Diese besitzt,wer:

- die Abschlussprüfung der dem Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung bestanden hat,
- eine anerkannte Prüfung an einer Ausbildungsstätte oder vor einer Prüfungsbehörde oder eine Abschlussprüfung an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Schule in einer dem Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung bestanden hat oder
- eine Abschlussprüfung an einer deutschen Hochschule in einer dem Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung bestanden hat.

Zudem musst man eine angemessene Zeit in seinem Beruf praktisch tätig gewesen sein.


Um also, wie von Dir als Beispiel FKSS genannt, ausbilden zu können, musst Du die Berufsausbildung zur FKSS bestanden haben, oder ein dem Ausbildungsberuf verwandtes bestandenes Studium nachweisen (z.B. Sicherheitsfachwirt).

Dann darfst Du in dieser Übergangsfrist ohne AEVO Nachweis FKSS ausbilden.
Immer unter der Voraussetzung, dass Du persönlich und fachlich geeignet bist!

Ich hoffe, ich konnte Deine Frage entsprechend beantworten.

P.S.: Das Ablegen der Ausbildereignungsprüung gehört bei der Fortbildung zum Meister für Schutz und Sicherheit zu den Zulassungsvoraussetzungen der Abschlussprüfung.
Zuletzt geändert von Sven_S. am 11.08.2007 09:39, insgesamt 1-mal geändert.
Sven_S.
 

Beitragvon Crawler » 10.08.2007 10:46

Vielen Dank für die ausführliche Antwort Sven ! :wink:

P.S.: Das Ablegen der Ausbildereignungsprüfung gehört bei der Fortbildung zum Meister für Schutz und Sicherheit zu den Zulassungsvoraussetzungen der Abschlussprüfung.


Das war mir soweit bekannt ! :shock:

- eine anerkannte Prüfung an einer Ausbildungsstätte oder vor einer Prüfungsbehörde oder eine Abschlussprüfung an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Schule in einer dem Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung bestanden hat oder


Zudem musst man eine angemessene Zeit in seinem Beruf praktisch tätig gewesen sein.


Also hätte eine IHK-geprüfte-Werkschutzfachkraft (obwohl es ja "nur" eine Fortbildung war) + Berufserfahrung aber ohne AEVO zwischen 2002 und 2008 auch Azubis zur FKSS ausbilden dürfen ?

Danke nochmal für die Antwort(en) und verzeiht ein weiteres mal meine Unwissenheit ! :wink:
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Beitragvon Sven_S. » 11.08.2007 09:38

Crawler hat geschrieben:
Also hätte eine IHK-geprüfte-Werkschutzfachkraft (obwohl es ja "nur" eine Fortbildung war) + Berufserfahrung aber ohne AEVO zwischen 2002 und 2008 auch Azubis zur FKSS ausbilden dürfen ?


Nun, es kommt darauf an.

Ich denke, in deinem konkreten Beispiel sollte die IHK geprüfte Werkschutzfachkraft mit Berufserfahrung als sog. Ausbildungsbeauftragter (§28, Abs. 3 BBiG) eingestuft werden - also als Fachkraft, die an der Ausbildung unter Verantwortung des Ausbilders mitwirkt. Der/Die Ausbildungsbeauftragte muss ebenfalls persönlich geeignet sein.

Da es sich bei der FKSS um eine "höherwertige" Ausbildung gegenüber der Werkschutzfachkraft, respektive gepr. Schutz und Sicherheitskraft (GSSK) handelt, sollte der hauptamtliche, im Berufsausbildungsvertrag eingetragene Ausbilder schon über die entsprechende Ausbildung, sprich Eignung, verfügen.

Aber nicht verwechseln: Ausbilder ist nicht gleich Ausbildender!!

Wenn Du weitere Fragen hast, kein Problem. Fragen kostet nichts ;)
Sven_S.
 

Beitragvon Crawler » 11.08.2007 10:39

Wenn Du weitere Fragen hast, kein Problem. Fragen kostet nichts :wink:


Danke für das Angebot ! :wink:

Ausbilder ist nicht gleich Ausbildender



Ausbilder = offizielle zur Ausbildung berechtigte Person mit "Endverantwortung" für den Azubi

Ausbildender = berufserfahrener Mitarbeiter der dem Azubi das eigentliche Wissen im praktischen Bereich vermittelt

So ungefähr ? :roll:

Also muß ein Ausbilder "seinen" Azubi gar nicht zwangsläufig den ganzen Tag um sich herum haben , sondern es genügt den Azubi einem anderen erfahrenen Mitarbeiter mit an die Hand zu geben , zwecks Sammlung von praktischer Berufserfahrung ? :shock:
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Beitragvon Sven_S. » 11.08.2007 12:26

Crawler hat geschrieben:
Wenn Du weitere Fragen hast, kein Problem. Fragen kostet nichts :wink:


Danke für das Angebot ! :wink:

Ausbilder ist nicht gleich Ausbildender



Ausbilder = offizielle zur Ausbildung berechtigte Person mit "Endverantwortung" für den Azubi

Ausbildender = berufserfahrener Mitarbeiter der dem Azubi das eigentliche Wissen im praktischen Bereich vermittelt

So ungefähr ? :roll:

Also muß ein Ausbilder "seinen" Azubi gar nicht zwangsläufig den ganzen Tag um sich herum haben , sondern es genügt den Azubi einem anderen erfahrenen Mitarbeiter mit an die Hand zu geben , zwecks Sammlung von praktischer Berufserfahrung ? :shock:


Fast ;)

Nehmen wir praktischerweise die Sicherheitsfirma XY Security. Der Ausbildende, also der Geschäftsführer "Meier" kann z. B. "nur" ein Kaufmann sein.
Möchte er nun FKSS ausbilden, muss er ja, wie schon erwähnt, neben der persönlichen auch die fachliche Eignung nachweisen.
Dies kann er tun, indem er einen geeigneten Ausbilder bestellt.

Der Ausbilder ist für die Planung, Druchführung und Kontrolle der Ausbildung verantwortlich.
Teile der Ausbildung kann er an die Ausbildungsbeauftragten "abgeben".

Der Ausbilder kann auch der Ausbildende selbst sein. Das wäre z.B. bei der "Schreinerei Schmitt" der Fall. Hier ist der Unternehmer auch der Schreinermeister.
Er stellt die Auszubildenden ein und ist deren Ausbilder.

In größeren Unternehmen ist es gar nicht möglich, dass der Ausbilder ständig beim Azubi ist.

Also:

Ausbilder ist derjenige, der verantwortlich ausbildet. Er muss persönlich und fachlich geeignet sein.

Ausbildungsbeauftragte stehen unter der Verantwortung des Ausbilders. Sie müssen persönlich geeignet sein (§29 BBiG). Die fachliche Eignung muss nicht alle Anforderungen nach §30 BBiG erfüllen. Sie übernehmen gelegentliche Ausbildungsaufgaben.
Zuletzt geändert von Sven_S. am 11.08.2007 12:33, insgesamt 1-mal geändert.
Sven_S.
 

Beitragvon guardian_bw » 11.08.2007 12:32

Also muß ein Ausbilder "seinen" Azubi gar nicht zwangsläufig den ganzen Tag um sich herum haben , sondern es genügt den Azubi einem anderen erfahrenen Mitarbeiter mit an die Hand zu geben , zwecks Sammlung von praktischer Berufserfahrung ?


Ist doch gängige Praxis gerade bei kaufmännischen Ausbildungen...

Oder ist der Bürokaufmanns-Azubi eines großen Unternehmens ständig bei seinem Ausbilder? Macht er nicht vielmehr eine Art "Umlauf" innerhalb des Unternehmens, um möglichst alle Bereiche kennenzulernen?
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Beitragvon Sven_S. » 11.08.2007 12:51

guardian_bw hat geschrieben:
Also muß ein Ausbilder "seinen" Azubi gar nicht zwangsläufig den ganzen Tag um sich herum haben , sondern es genügt den Azubi einem anderen erfahrenen Mitarbeiter mit an die Hand zu geben , zwecks Sammlung von praktischer Berufserfahrung ?


Ist doch gängige Praxis gerade bei kaufmännischen Ausbildungen...


Richtig!

Oder ist der Bürokaufmanns-Azubi eines großen Unternehmens ständig bei seinem Ausbilder? Macht er nicht vielmehr eine Art "Umlauf" innerhalb des Unternehmens, um möglichst alle Bereiche kennenzulernen?


Siehe:
Sven_S. hat geschrieben:In größeren Unternehmen ist es gar nicht möglich, dass der Ausbilder ständig beim Azubi ist.



Also in diesem Beispiel nennt der Ausbilder einen geeigneten Mitarbeiter/in z.B. der Rechnungsabteilung als Ausbildungseauftrage(n).
Diese/r vermittelt bestimmte Ausbildungsinhalte nach betrieblichem Ausbildungsplan / Rahmenlehrplan gem. AO.

Gesamtverantwortlich bleibt wie gesagt der Ausbilder.
Sven_S.
 

Ausbildereignungsprüfung

Beitragvon hmoerser » 02.09.2007 00:12

Hallo allerseits,


man kann die Ausbildereignungsprüfung auch schon früher erworben haben, viele Quereinsteiger haben diese
schon für ihren früheren Beruf gebraucht und gemacht.

Zusammen mit der Berufserfahrung im Bewachungsgewerbe ist somit auch der Nachweis erbracht und die

Person kann Ausbilder und Ausbildender sein.



Ruhige Schicht


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Beitragvon plastus » 02.09.2007 22:49

stimmt!
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Re: Ausbilden nur als Meister SchuSi + AdA ?

Beitragvon fssma84 » 04.05.2008 23:10

Bis zum Jahr 2008 dürfen auch ohne den Nachweis der berufs- und arbeitspädagogischen Kenntnisse Auszubildende eingestellt und ausgebildet werden.


nur um das thema mal wieder aufzuwärmen: ist der 31.12.2008 verlängert worden oder ist dann schluss ohne AdA-schein?

was passiert mit den azubis, die erst 2009 oder 2010 fertig werden und deren ausbilder keinen AdA-schein haben?
"Es ist viel sicherer, zu wenig als zuviel zu wissen."

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Re: Ausbilden nur als Meister SchuSi + AdA ?

Beitragvon Werkschutzremmel » 05.05.2008 08:20

fssma84 hat geschrieben:
Bis zum Jahr 2008 dürfen auch ohne den Nachweis der berufs- und arbeitspädagogischen Kenntnisse Auszubildende eingestellt und ausgebildet werden.


nur um das thema mal wieder aufzuwärmen: ist der 31.12.2008 verlängert worden oder ist dann schluss ohne AdA-schein?

was passiert mit den azubis, die erst 2009 oder 2010 fertig werden und deren ausbilder keinen AdA-schein haben?


Nichts, diese Übergangslösung ist dem neuen Ausbildungsberuf geschuldet. In der Vergangenheit gab es keinen Ausbildungsberuf in der Sicherheit, damit brauchte man keinen Mitarbeiter mit einer Ausbildereignungsprüfung. Um in der Übergangsphase keine Defizite aufkommen zu lassen wurde diese Regelung getroffen. Ab dem 31.12.08 muß ein oder zwei Mitarbeiter in dem Unternehmen die Ausbildereignungsprüfung haben. Das ist alles.

Gruß WR
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Beitragvon fssma84 » 05.05.2008 12:29

Danke :)

Und was ist, wenn es niemanden mit diesem Schein gibt? Haben die Azubis dann einen "Bestandsschutz" und dürfen noch fertig machen oder muss man dann mittendrin den Betrieb wechseln?

(Gibt ja auch einige, die erst angefangen haben, jetzt im ersten lehrjahr sind und unter Leuten arbeiten, die immer noch keinen AdA-schein haben)
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Beitragvon Werkschutzremmel » 05.05.2008 13:49

Da machst Du dir auf der falschen Baustelle einen Kopf.

Deine Firma hat sich zum Ausbildungsbetrieb aufgeschwungen und ist damit auch einige Verpflichtungen eingegangen. Entweder kauft sich deine Firma einen Externen ein oder schickt noch jemanden zur Ausbildereignungsprüfung.

Ist aber wirklich nicht dein Problem.


Gruß WR
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Beitragvon fssma84 » 05.05.2008 22:18

mille gracie :D

bin ich ja mal gespannt *g*
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