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"Fragwürdiges" (abgetrennt aus prosegur)

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Re: prosegur

Beitragvon Peter S. » 07.05.2014 01:04

guardian_bw hat geschrieben:Dienstwaffe Walther P5, eigenes Griffstück aus Holz dran gemacht (ja, durfte ich). Die Waffe hatte ich über 6 Jahre lang.
Nach einigen Monaten war das Griffstück komplett an meine rechte Hand angepasst... kannst glauben oder nicht, war aber so.


War das Griffstück aus Balsaholz? :shock: :mrgreen:

Ausser dem Umstand, dass ich sowas noch nie gehört geschweige denn je gesehen habe, gibt's ja keinerlei Grund, Dir das nicht zu glauben. Aber sehen würde ich das echt gerne mal. Man lernt ja nie aus.
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"Fragwürdiges" (abgetrennt aus prosegur)

Beitragvon Fump » 07.05.2014 09:03

Weil die Ersatzmunition ja so unheimlich teuer ist.... Oder weil die Unternehmen den Mitarbeitern das Handling der Waffe nicht zutrauen. Dennoch, 15 Schuss sind mehr als 6!

wohl eher weil es nicht dem Zweck dient sich ein Feuergefecht über mehre Runden im öffentlichen Rum zu liefern..... abgesehen davon würde in dieser Situation die Ladung eher auf dem Boden landet als in der Trommel....

Tja, es wohl traurig, dass den Unternehmen das Wohl der Angestellten so wenig bedeutet. Und Dumm vom Personal angeschaffte Schutzwesten nicht zu tragen. Wobei... das spiegelt auch die Arbeitseinstellung wieder.

man bedenke auch die physische und psychische Wirkung einer Schussweste auf die Mitarbeiter.... Gewicht, Hitze... Gefühl der Gefährdung.... falsches Gefühl von Sicherheit... mögliche negative Auswirkungen auf den Gesundheitsstand...

Der Vorteil eines Revolvers ist doch, dass man damit nicht umgehen können muss. Vor allem bei den DA/DAO Revolvern. Zielen, abziehen, Peng, Peng, Peng, Peng, Peng, Peng, Klick, Klick, Klick, Klick, Klick... oh... leer....

:roll: *kopschüttel*
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Re: prosegur

Beitragvon D_R » 07.05.2014 10:14

Fump hat geschrieben:wohl eher weil es nicht dem Zweck dient sich ein Feuergefecht über mehre Runden im öffentlichen Rum zu liefern.....

Was ist wohl besser (für den Mitarbeiter)? Ein Mitarbeiter lieferte sich ein Feuergefecht über mehrere Runden im öffentlichen Raum und überlebte und wegen seiner guten Ausbildung sind nur Kollateralschäden an Sachen entstanden oder der Mitarbeiter war bei einem Feuergefecht, doch irgendwann hatte er keine Munition mehr...
Fump hat geschrieben:abgesehen davon würde in dieser Situation die Ladung eher auf dem Boden landet als in der Trommel....

genau das ist doch das Argument, von vorne rein eine moderne Pistole zu verwenden, bei der gleich 15+ Schuss ins Magazin passen. Und bei der zugleich ein Magazinwechsel schnell funktioniert. Und wenn man den Magazinwechsel geübt hat, dann gibt es auch in Stresssituationen keine Fehler.

Fump hat geschrieben:man bedenke auch die physische und psychische Wirkung einer Schussweste auf die Mitarbeiter.... Gewicht, Hitze... Gefühl der Gefährdung.... falsches Gefühl von Sicherheit... mögliche negative Auswirkungen auf den Gesundheitsstand...

Und diese physischen und psychischen Wirkungen sind nur auf die GWT Mitarbeiter beschränkt? Oder anders formuliert: Wieso kann z.B. ein Polizist mit den physischen und psychischen Wirkungen umgehen, ein GWT-Mitarbeiter allerdings nicht?
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Re: prosegur

Beitragvon Peter S. » 07.05.2014 13:56

Fump hat geschrieben:man bedenke auch die physische und psychische Wirkung einer Schussweste auf die Mitarbeiter.... Gewicht, Hitze... Gefühl der Gefährdung.... falsches Gefühl von Sicherheit... mögliche negative Auswirkungen auf den Gesundheitsstand...



Also bitte... wir reden hier nicht von SK4-Westen mit Hartballistikeinlagen.

Bei einer modernen, guten SK1-Schutzweste (jaja, ich weiss, kostet Geld, ganz schrecklich für manchen Arbeitgeber und noch mehr für die Mitarbeiter...), ggf. sogar mit auf den Träger angepasstem Schnitt muss man sich ggf. gelegentlich mal wieder dran erinnern, dass man das Ding trägt.
Muss ich gelegentlich machen, wenn ich nach einer längeren Fahrstrecke aus dem Auto aussteigen will und dabei bin zu vergessen, den Sicherheitsgurt zu lösen, weil man weder den noch die Schutzweste spürt.

Vermittelt das gepanzerte Fahrzeug dann auch gleichzeitig ein Gefühl der Gefährdung und ein falsches Gefühl von Sicherheit? Das sind wohl eher Ausbildungsthemen.
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Re: prosegur

Beitragvon drago » 07.05.2014 22:49

Wenn ich das hier so lese komme ich langsam zu der Überzeugung das hier tatsächlich einige der Meinung sind in der Situation eines Überfalls noch irgendeine Wahl zu haben ausser der die Waffe stecken zu lassen wenn sie über leben wollen. Informiert euch doch mal wie das so in den letzten Jahren bei Überfällen abgelaufen ist. Es waren immer mehrere Täter, der Überfall war durchgeplant, für den GWT Mann nicht erkennbar, Bewaffnung immer Kriegswaffen, Kalaschnikow, Panzerfaust etc. und da kommt ihr daher und erwartet Ersatzmunition, das ist mit Verlaub gesagt einfach lächerlich. :roll: Der letzte von unserer Firma der Waffe zog ist tot. Warum? Weil er meinte er wäre Django oder Lucky Luke. Er hat zwar gesehen das da zwei waren die die Kohle haben wollten, denen hat er auch was auf den Pelz gebrannt, aber den dritten mit der Kalaschnikow, den hat er nicht gesehen und der hat ihm erstmal so 5 oder 6 verpasst um seine Kumpels zu beschützen. mein Kollege ist dann auf der Strasse verblutet und ihr stellt euch hier hin und quatscht rum von Ersatzmunition. :roll: Ihr seit vollkommen weltfremd. Wenn ihr aus dem Auto steigt wisst ihr nicht was kommt aber der der da steht und die Kohle will der weiss es. Ihr solltet mal bei einer Sicherheitsschulung dabei sein, da werden euch solche Flausen schon vergehen. Das das beim Personenschutz ganz anders aussieht ist mir auch klar, aber im GWT geht es nur um Geld, das ist versichert. wenn das Leben zu Ende ist ist es zu Ende und kommt nicht zurück. So und nun legt euch mal zurück und überdenkt was ihr hier so losgelassen habt. Übrigens in Düren wurde vor einiger Zeit eine NL überfallen, da haben sie draussen am Fenster eine russische Panzermine befestigt und das Ding gesprengt um anschliessend mit Kalaschnikow rumzuballern, aber der Kollege hier mit der Glock hätte die bestimmt alle erledigt mit seinen lächerlichen 45 Schuss die er immer dabei hat.
Ich sag es noch mal, wennman keine Ahnung hat einfach mal die Klappe halten.
Ich bin wie bin, die einen kennen mich, die anderen können mich....
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Re: prosegur

Beitragvon Fump » 07.05.2014 23:24

Danke Drago!

und jetzt stellen wir uns dieses Feuergefechte von Lucky Luke und den Daltons mal in einem Einkaufscenter vor.. in einem "öffentlichem Raum" im Sinne von viele viele Leute....

Der tapfere Luke springt unter dem automatischem Feuer hinter den Infotresen, bestens geschützt von seiner ballistischen Schutzweste eine gute moderne SK1.... nein, von dem Tresen, zufällig aus Stahlbeton... naja, Infomitarbeiter, Besucher und Personal hatten nicht soviel Glück... unter Beschuss haben die Daltons da keine Rücksicht genommen... direkte Treffer, Querschläger und Splitter sorgen für ein Blutbad. Dank hervorragendem Training ist Luke in der Lage eines seiner zwei Reservemagazine zu ziehen und lädt seine Glock 17 schnell und professionell nach und.... hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.... über die möglichen Kollateralschäden lasse ich mich jetzt mal nicht aus...

Nochmal... das Geld ist versichert... das Leben unersetzbar, vielleicht ist mein vorheriges Posting jetzt etwas verständlicher... falls nicht erläutere ich es gerne noch mal....
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Re: prosegur

Beitragvon D_R » 07.05.2014 23:34

drago hat geschrieben:Wenn ich das hier so lese komme ich langsam zu der Überzeugung das hier tatsächlich einige der Meinung sind in der Situation eines Überfalls noch irgendeine Wahl zu haben ausser der die Waffe stecken zu lassen wenn sie über leben wollen.

Damit schreibst du, dass das stecken lassen der Waffe ein Garant fürs überleben ist. Das ist natürlich Blödsinn, wie man immer wieder sieht.
drago hat geschrieben:Es waren immer mehrere Täter, der Überfall war durchgeplant, für den GWT Mann nicht erkennbar, Bewaffnung immer Kriegswaffen, Kalaschnikow, Panzerfaust etc. und da kommt ihr daher und erwartet Ersatzmunition, das ist mit Verlaub gesagt einfach lächerlich. :roll:

Demzufolge wäre Bewaffnung überhaupt lächerlich.
drago hat geschrieben:Der letzte von unserer Firma der Waffe zog ist tot. Warum? Weil er meinte er wäre Django oder Lucky Luke. Er hat zwar gesehen das da zwei waren die die Kohle haben wollten, denen hat er auch was auf den Pelz gebrannt, aber den dritten mit der Kalaschnikow, den hat er nicht gesehen und der hat ihm erstmal so 5 oder 6 verpasst um seine Kumpels zu beschützen.

Und ich behaupte jetzt, dass dein Kollege jetzt tot ist, weil er keine Schutzweste getragen hat und weil seine Kollegen ihn nicht unterstützt haben.

Fump hat geschrieben:Nochmal... das Geld ist versichert... das Leben unersetzbar, vielleicht ist mein vorheriges Posting jetzt etwas verständlicher... falls nicht erläutere ich es gerne noch mal....


Und auch dir sage ich es noch ein Mal: Wenn ich nicht schieße, dann bedeutet es nicht, dass es die anderen auch nicht tun. Insbesondere wenn das Geld entweder irgendwie gesichert oder entwertet wird.

Es kommt immer auf die Situation an!

Und wenn ich schießen muss, dann möchte ich es tun, ohne dabei den knappen Count-Down im Kopf zu haben.
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Re: prosegur

Beitragvon guardian_bw » 07.05.2014 23:52

Die typische Überfall-Situation ist nunmal die, dass der oder die Täter den Läufer mit vorgehaltener Schusswaffe "überraschen".

Nein, das Steckenlassen der Waffe durch den Läufer ist kein Garant fürs Überleben,
Aber: Das Ziehen derselben und der Versuch der Gegenwehr mit der Waffe in dieser Lage ist ein Garant für den Tod - man bedenke, dass bereits eine schussbereite Waffe auf einen gerichtet ist.

Eine Schutzweste steigert vielleicht auch in dieser Lage die Chance zu überleben, garantieren kann sie es jedoch auch nicht. Zum Einen wegen den von den Tätern verwendeten Waffen und damit verbundenen Kalibern, zum anderen, weil die Schutzweste halt nur den Torso schützt. Wenn die Täter dem Läufer ihre Knarre an den Kopf halten (wie bereits geschehen), nützt die Weste am Oberkörper irgendwie wenig.

Wie drago und andere schon sagten: Das Geld ist versichert.
Die beste Chance zu überleben ist, das Geld einfach ohne Gegenwehr zu übergeben. Das wird dir auch jeder GWT-Arbeitgeber sagen, ebenso die Schadenversicherer, und natürlich auch die VBG.

Vor diesem Hintergrund sind Ersatzmunition und ähnliche Gedankenspiele im GWT ganz einfach... lächerlich.
Im Personenschutz, Bewachung militärischer Einrichtungen oder kerntechnischen Anlagen sieht es schon wieder ganz anders aus. Da kann das alles Sinn machen, aber eben nicht im speziellen Bereich des GWT.
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Re: prosegur

Beitragvon D_R » 08.05.2014 00:06

@guardian_bw

Okay, lassen wir uns mal einen Augenblick auf dein Statement zu dem typischen Überfall ein. Was hat es dann überhaupt für einen Sinn, eine Waffe beim GWT zu führen? Im Gesetz zur Erteilung des Waffenscheins steht nämlich, dass der Waffenschein bzw. die Waffe geeignet sein muss, die Gefährdung tatsächlich herabzusetzen. Und wenn ich jetzt deine oder dragos Statements hier lese, dann ist eine Schusswaffe nicht in der Lage, die Gefährdung tatsächlich herabzusetzen - mit allen Konsequenzen.
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Re: prosegur

Beitragvon guardian_bw » 08.05.2014 00:20

Doch - die mitgeführte Schusswaffe ist tatsächlich geeignet, die generelle Gefährdung herabzusetzen.
Schaut man sich die Statistiken an erkennt man, dass in Deutschland die Zahl der Überfälle auf Geldtransporte extrem niedrig ist. In den letzten Jahren hatten wir jährlich 1 bis 2 in ganz Deutschland.
In anderen Staaten, in denen gewerbliche Geldtransporte unbewaffnet gefahren werden, ist diese Zahl um ein Vielfaches höher. Teilweise drei- bis vierstellig.

Damit dürfte klar sein, dass die Bewaffnung durchaus abschreckend wirkt und das generelle Risiko eines Überfalls mindert.

Das ändert aber nichts an der Tatsache, die bereits beschrieben wurde. Kommt es doch zu einem Überfall (der hier in Deutschland eben wegen der vorhandenen Bewaffnung eher nicht vom Gelegenheitstäter Ede durchgeführt wird, sondern von gut organisierten, gut vorbereiteten und gut bewaffneten Tätern), dann gilt es, die eigene Haut so gut es geht zu schützen. Und das tue ich nicht, indem ich meine Waffe ziehe um Gegenwehr zu leisten.
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Re: prosegur

Beitragvon Peter S. » 08.05.2014 02:35

Vielleicht - aber auch nur vielleicht - schafft es der eine oder andere ja, über den Tellerrand seiner klitzekleinen Arbeitswelt ein wenig hinauszuschauen, sogar im "speziellen Bereich des GWT". Wobei ich in der Branche da eigentlich gar keine große Hoffnung hegen sollte, wenn man sich so anschaut, was da manchmal in Uniformen gestopft wird.

Die Welt des Geld und Werttransports besteht evtl. auch aus mehr als ein paar Scheinchen und Münzen und dem drögen ansteuern von Supermärkten und Sparkassen. Nicht alles, was von Wert und versichert ist, ist auch ersetzbar. Das fängt bei nationalen und internationalen Kulturgütern an, geht über Kriegswaffen bis hin zu radiologischen Materialien oder ggf. auch "nur" unersetzlichen Informationen.

Insofern kann ich die Anstrengungen der VBG nur begrüßen, bei den hier diskutierten Tätigkeiten Mensch und Waffe durch Technik zu ersetzen und den ganzen Moneten-Krempel unbewaffnet und rein technisch gesichert zu transportieren. Das ist noch um Welten besser als irgendwelche Marionetten mit Waffen durch die Gegend hampeln zu lassen, die sie weder nutzen können noch würden, weil die Kohle ja eh' versichert ist und man das eh nicht beherrscht oder grundsätzlich und von vornherein schon ausschliesst, dass das funktionieren kann. Das ist Mindset*. Respekt.

Dann kann der kleine Rest seiner Arbeit wenigstens professionell nachgehen und muss sich dank Voraufklärung und entsprechendem Verhalten auch nicht irgendwo überraschen lassen und ist sogar in der Lage, bei Bedarf sein eigenes Leben zu schützen. Wenn es sein muss auch mit Weste, Waffe und Ersatzmunition. Das dürfen die Marionetten dann auch gerne als lächerlich empfinden und weiter ihre rege Phantasie bemühen. :roll:
Komisch nur, dass die behördlichen Counterparts bei diesen Aufträgen das Ganze in ihrer Gefährdungsbeurteilung und der daraus resultierenden Ausrüstung und Vorgehensweise recht ähnlich sehen. Aber die sind vermutlich genauso weltfremd und quatschen nur rum. *wachmann*

drago hat geschrieben:Ich sag es noch mal, wennman keine Ahnung hat einfach mal die Klappe halten.


Ja, das wäre manchmal echt ratsam. Aber Du tippst trotzdem weiter, ohne zu wissen, wem Du da was an den Kopp haust... :D



*Wenn ich mit dem Handy im Panzer sitzend rumtippe, ist es natürlich klar, dass irgendwelche geplanten Überfälle nicht vorab erkennbar sind. In den letzten 6 Wochen mindestens 3 mal beobachtet. Soviel zum Thema Flausen.
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Re: prosegur

Beitragvon Herold » 08.05.2014 08:54

:todlachen:

Macht weiter, das ist und wird bestimmt immer spannender.

:roll:
Wenn man jemandem alles verziehen hat, ist man mit ihm fertig
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Re: prosegur

Beitragvon Fump » 08.05.2014 09:10

*Wenn ich mit dem Handy im Panzer sitzend rumtippe, ist es natürlich klar, dass irgendwelche geplanten Überfälle nicht vorab erkennbar sind. In den letzten 6 Wochen mindestens 3 mal beobachtet. Soviel zum Thema Flausen.

Da könnte ich jetzt Beobachtungen schildern bei denen einem hören und sehen vergeht..... Handytippern ist noch eine der harmlosesten.....

Ist die Waffe erst einmal schussbereit auf mich gerichtet, ist das Thema eh durch.... bis ich die Waffe auch nur ansatzweise schussbereit habe, wurde der Finger am Abzug gegenüber bereits gekrümmt und ich bereit für einen Nachruf in der Tageszeitung.

Ist die Waffe noch nicht auf mich gerichtet, mag es ein paar wenige geben die durch jahreslanges Training in der Lage wären schneller zu reagieren, dumm das die Täter meist in der Mehrzahl auftreten und noch dümmer, die Wahrscheinlichkeit das mein Partner genauso trainiert ist wie ich, tendiert gen Null.... machen wir uns über die Qualität der Waffenfertigkeiten im GWT doch nichts vor.....

Die Täter wollen in der Regel das Geld (bzw sonstigen Werte) und das ist versichert... geht es gegen mein Leben.... für diesen Fall habe ich meine Waffe um mein Leben zu verteidigen....

Die Bewaffnung schreckt Spontantäter ab, die die Gunst des Augenblicks nutzen wollen... organisierte Täter gehen anders vor.
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Re: prosegur

Beitragvon Peter S. » 08.05.2014 12:29

Deinen Aussagen in diesem Beitrag schliesse ich mich zu nahezu 100% an.
Und ich persönlich mache sicherlich auch niemandem den Vorwurf, dass ihm sein eigenes Leben wichtiger ist als bedrucktes Papier oder umgeformtes Metall. Mir ging es nur um ein Contra zu den dumpfbackigen Aussagen zu "Django", "Lucky Luke", "lächerlich", "quatschen", "Flausen", "keine Ahnung haben", "weltfremd", etc. pp.

Wie gesagt, Werttransport kann auch mehr umfassen als schnöden Mammon und das kann (nicht muss) ggf. eine andere Einstellung zum Ergebnis haben. Oder zumindest etwas verschobene Entscheidungsschwellen.

Fump hat geschrieben:Die Bewaffnung schreckt Spontantäter ab, die die Gunst des Augenblicks nutzen wollen... organisierte Täter gehen anders vor.


Korrekt.

Und wenn organisierte Täter mit entsprechendem Hintergrund im Rahmen der Voraufklärung merken, dass sie gegen gut ausgebildete, gut ausgerüstete, adäquat bewaffnete, aufmerksame(!) und taktisch vorgehende und miteinander vertraute und entsprechend agierende SMA antreten müssten, suchen sie sich lieber das nächstschwächere Glied in der Sicherungskette.

Das sind dann eventuell die, die nicht wissen was kommt. Wer soeiner sein möchte, bitte.
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Re: prosegur

Beitragvon Fump » 08.05.2014 12:56

Und wenn organisierte Täter mit entsprechendem Hintergrund im Rahmen der Voraufklärung merken, dass sie gegen gut ausgebildete, gut ausgerüstete, adäquat bewaffnete, aufmerksame(!) und taktisch vorgehende und miteinander vertraute und entsprechend agierende SMA antreten müssten, suchen sie sich lieber das nächstschwächere Glied in der Sicherungskette.

oder passen sich dann taktisch an, schlimmstenfalls heisst es dann wirklich erst Personal ausschalten und dann alles weitere.... womit wir beim worst case wären....

Nicht umsonst gehen auch bei hochwertigen Transporten die Sicherheitsmaßnahmen deutlich hoch...
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