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Bei Bewerbung SCHUFA-Bonitätsauskunft vorlegen?

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Re: Bei Bewerbung SCHUFA-Bonitätsauskunft vorlegen?

Beitragvon christoph_hb » 21.07.2015 21:00

Die SCHUFA bewertet eben anhand mathematisch-statistischer Verfahren die Wahrscheinlichkeit der ordnungsgemäßen Vertragserfüllung.

Dazu kommen ja dann noch Haushaltsrechnung, andere Verpflichtungen, Dauer des Arbeitsverhältnisses, befristet/unbefristet, Selbstständigkeit seit wann und welche Überschüsse wurden erzielt .....

Neben der SCHUFA gibt es ja noch andere Auskunfteien, aber die größte Auskunftei ist halt die SCHUFA. Creditreform ist mehr für Wirtschaftsunternehmen interessant.
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Re: Bei Bewerbung SCHUFA-Bonitätsauskunft vorlegen?

Beitragvon guardian_bw » 21.07.2015 21:49

Man muss hier ja sagen, dass es sich bei der hier thematisierten Schufa-Auskunft um eine Selbstauskunft handelt, die dem Arbeitgeber übergeben wird - der Arbeitgeber selbst macht keine Abfrage. Schon gar keine, die den sehr obskuren "Score" enthält und von welchem das Zustandekommen des Vertrages abhängig gemacht wird.

Das macht das alles schon einmal wesentlich harmloser.

Nichts desto trotz stehe ich der Schufa doch eher kritisch gegenüber.
Und mir ist da auch egal, was in irgendwelchen Normen und verbandsinternen Vorschriften steht. Für mich ist der GWT als Arbeitsplatz ohnehin uninteressant, also juckt mich der BDGW auch nicht sonderlich.

Vielleicht kann ich mir aber auch gerade deshalb mit dem mir dadurch zur Verfügung stehenden Abstand die nötige Kritik erlauben.
Es gäbe andere Mittel und Wege, die Bonität und Zuverlässigkeit der Arbeitnehmer zu prüfen. Quellen, die an sich schon zuverlässiger sind als die Schufa - deren Datenbestand ja hauptsächlich von Mitgliedsunternehmen kommt.
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Re: Bei Bewerbung SCHUFA-Bonitätsauskunft vorlegen?

Beitragvon Roz » 22.07.2015 06:38

"Fragwürdig" war tatsächlich auf die Schufa selbst bezogen.

Ich werde auf jeden Fall keinen Antrag einer Schufa-Abfrage zustimmen. Wenn ich dadurch keinen Job bekommen sollte, ist das so ;) Gibt genug Firmen die das nicht nötig haben, bzw. mich anders beurteilen.
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Re: Bei Bewerbung SCHUFA-Bonitätsauskunft vorlegen?

Beitragvon Fump » 22.07.2015 07:57

es ist davon abhängig was Du machen willst.... eine Karriere im Bereich GWT wird dann höchstwahrscheinlich ausfallen, in anderen Bereichen habe ich noch nichts davongehört (evtl Tätigkeiten im EH als WHD oder Doormen?).

und ARD/ZDF

und JEDER seine Daten jährlich abfragen (kostenlose Selbstauskunft) und die Daten kontrollieren sollte!
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Re: Bei Bewerbung SCHUFA-Bonitätsauskunft vorlegen?

Beitragvon Nemere » 22.07.2015 09:07

Senator hat geschrieben:Ist im G & W Bereich seit Jahren schon so das Schufa Abfrage erfolgt. Nun haben halt einige Sicherheitsunternehmen es zum "Standard" für sich gemacht.

Sobald ein Unternehmen im GWT eine Zertifizierung nach DIN 77200 hat, muss es die oben geschilderten Sicherheitsregeln einhalten, sonst ist die Zertifizierung weg. Das haben nicht die Unternehmen zum Standard gemacht, sondern der Normenausschuß. Da inzwischen bei vielen Ausschreibungen die Zertifizierung verlangt wird, kommen die Unternehmen oft nicht darum herum.
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Re: Bei Bewerbung SCHUFA-Bonitätsauskunft vorlegen?

Beitragvon guardian_bw » 22.07.2015 09:34

Streng genommen haben es schon die Unternehmen zum Standard gemacht, in dem die Mitgliedsunternehmen des BDGW die Überprüfung mit der Schufa festgeschrieben haben.
Die DIN 77200 als solche verweist lediglich auf die Vorschriften des BDGW.

Sprich: Wenn der BDGW eine Änderung der betreffenden Vorschriften vornehmen würde und dabei dann eine andere Methode der Überprüfung festlegt, wäre die Schufa passé.
Die BDGW-Mitgliedsunternehmen könnten jederzeit die Überprüfung mit Hilfe der Schufa durch eine andere Methode der Überprüfung ersetzen. DIN 77200 hin oder her.
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Re: Bei Bewerbung SCHUFA-Bonitätsauskunft vorlegen?

Beitragvon Tom511 » 22.07.2015 09:57

christoph_hb hat geschrieben: alle 3 Monate auf Kosten des AG auf den Schießstand.


Das hat aber mit der Schufa, dem Verband oder dem Unternehmen nichts am Hut.
Dies ist Vorgabe zum Tragen von scharfen Schusswaffen.

Und die Schufa-Vorgabe des BDGW ist aber auch nur für die Mitglieder bindend.
Ich kenne mehrere Nicht-Mitglieder, da wird die Schufa nicht abgefragt.
Heißt aber nicht, das ich das gut heiße.

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Re: Bei Bewerbung SCHUFA-Bonitätsauskunft vorlegen?

Beitragvon Fump » 22.07.2015 11:20

Ich halte von der Schufa nix.... falsche Daten und ein Riesenaufwand diese Daten zu klären..... und das ganze vor dem Hintergrund das mir als Person ohne Grund dramatische Nachteile entstehen können....

Im Beruf kann die Schufa auch nur ein Anteil der Absicherung/Recherche sein, so handhaben das auch einige Unternehmen...
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Re: Dazu mal eine Aktuelle Stellenausschreibung...

Beitragvon Frank » 22.07.2015 17:51

Hallo,

dazu einmal eine aktuelle Stellenausschreibung:

Wir suchen ab sofort eine/n Geld und Werttransportfahrer/in in XXXXXXXX
Ihre Aufgaben:
- Sie sind eingesetzt als Fahrer auf einem Geldtransport

Ihr Profil:
- Waffensachkunde
- §34a
- Führerschein
- Führungszeugnis ohne Eintragungen
- Schufa mit Basisscore >90%
- Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit

Unser Angebot:
· Eine kompetente Betreuung durch unsere Personalbetreuer.
· Sie erhalten eine Bezahlung nach dem Tarif BZA-D


Hinweis:
Lohn 10,81 € pro Stunde bei 35 Stunden regelmäßiger Wöchenlicher AZ nach Tarif "Gewerblcihe Arbeitnehmerüberlassung"

(denn pikanterweise wird der MA von einem Tochterunternehmen (Personalüberlassung) des GWT gesucht......
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Re: Bei Bewerbung SCHUFA-Bonitätsauskunft vorlegen?

Beitragvon drago » 22.07.2015 20:43

Da nur das erste Blatt der Schufaauskunft an den AG geht wird der Basisscore gar nicht bekannt, der steht nämlich auf einem anderen Blatt.
Ich bin wie bin, die einen kennen mich, die anderen können mich....
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Re: Bei Bewerbung SCHUFA-Bonitätsauskunft vorlegen?

Beitragvon Roz » 23.07.2015 07:01

Tja, die Bewertungen des Scores sind total daneben. Du bist verheiratet und hast vielleicht sogar noch Kinder? Bing, du sinkst im Basisscore! Du wohnst in einer "Unterschicht-Gegend"? Bing, du sinkst im Basiscore!

Selbst ein Vorbild von Mensch hat es schwer auf 100% zu kommen. Am Anfang entscheiden die Unternehmen, ob sie die Schufa einschalten und du bist am Ende der Bleppo, der die fälschlich eingereichten Einträge als nichtig beweisen muss.
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Re: Bei Bewerbung SCHUFA-Bonitätsauskunft vorlegen?

Beitragvon Fump » 23.07.2015 10:03

Stop stop stop...... nicht den Schufascore mit anderen Anbietern verwechseln.... Schufa verwendet nur die vorhandenen Daten aus dem Bereich Forderungen/Finanzverträge. Was Du meinst sind Institutionen wie Infoscore, die berücksichtigen da noch andere demographische Daten... wäre mir neu das Schufa hier ähnlich ähnliches Scoringmodell verwendet
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Re: 100 Prozent gibt es gar nicht......:-)

Beitragvon Frank » 23.07.2015 18:56

Hallo,

nur einmal zur Info ......


einen 100 Prozent - Score gibt es gar nicht.....das ist ein Fallstrick für Fälscher.. :mrgreen:

Ohnehin sind diese ganzen Scores mehr oder minder fragwürdig.

Bei der Schufa zum B. "steigt" der Score um etliche Punkte,wenn du dich als Privatmann dort als

"Nutzer" registrieren läßt (und dafür natürlich jährlich zur Zeit in der einfachsten Version 50 € zahlts).


Weil dem Grunde nach müsste nämlich der Staat als Auftraggeber schon einmal die "miesesten" Scores haben.....denn dem kleinen Mann wird es doch von "Vater Staat" vorgemacht....Rechnungen pünktlich bezahlen ???......wo kämen wir da hin.....und ohne Geld haben damit auch die Firmen,die für den Staat arbeiten,selber Probleme zu zahlen.

Dieser "Rattenschwanz" zieht sich doch heutzutage durch das gesamte Wirtschaftsleben.


Von daher kannes jeden treffen,wie so manche Firmenpleite in unserer Branche als auch im normalem Leben zeigt.
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Re: Bei Bewerbung SCHUFA-Bonitätsauskunft vorlegen?

Beitragvon Fump » 23.07.2015 19:26

Bei der Schufa zum B. "steigt" der Score um etliche Punkte,wenn du dich als Privatmann dort als
"Nutzer" registrieren läßt (und dafür natürlich jährlich zur Zeit in der einfachsten Version 50 € zahlts).

und diese Erkenntnis bezieht sich auf welche Quelle?
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Re: Bei Bewerbung SCHUFA-Bonitätsauskunft vorlegen?

Beitragvon Frank » 24.07.2015 21:54

Hallo,

und diese Erkenntnis bezieht sich auf welche Quelle?


Natürlich Schufa

Offensichtlich ist dir wohl entgangen,das die Schufa ein Wirtschaftsunternehmen ist, das vom Geld
verdienen lebt.

Da gegenüber früher viele Stammkunden der Schufa
(hier speziell die Versandhäuser,von denen es durch die Pleiten von Neckermann und Quelle ja nur noch einen
Großkonzern mit eigener Auskunftei gibt)

weggefallen sind,muss man sich natürlich nach "Neuen" Geldquellen umsehen.....und wer wäre da wohl geeigneter als der private Verbraucher ??

So steht es sehr verklausurisiert auch in den AGB versteckt.......

Die "Offizielle " Variante lautet natürlich,das Verbraucher,die sich aktiv um ihr Konto kümmern,natürlich auch für ständig aktuelle Daten sorgen.

Daher wären Veränderungen des Score-Wertes (über dessen genaue Berechnungsmodalität die Herrne sich ja ausschweigen) natürlich nur auf die Aktualität der Daten zurückzuführen.
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