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Neue WaffVwV

Schusswaffen, Waffensachkunde, Schießstände, Waffenschein, ...

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Re: Neue WaffVwV

Beitragvon Okado » 29.06.2012 14:35

und sonst jemanden informieren? oder einfach eine kopie von der laufbahnprüfung mitführen oder wie?
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Re: Neue WaffVwV

Beitragvon guardian_bw » 29.06.2012 14:53

Moment: Die Ausbildung für den Polizeidienst ersetzt ja keinen Waffenschein. Der wird weiterhin benötigt, will man eine Schusswaffe führen.
Die bestandene Ausbildung (bescheinigt z.B. durch Zeugnis der Laufbahnprüfung) ersetzt lediglich den Lehrgang und die Prüfung zur Waffensachkunde, wie es normalerweise gefordert wird.

Der ehemalige Maurer, der nun im Bewachungsgewerbe arbeiten will und dort dann auch eine Waffe führen soll, macht dafür den Lehrgang zur Waffensachkunde, welchen er mit einer Prüfung abschließt. Hierfür erhält er nach bestandener Prüfung eine Bescheinigung bzw. Urkunde.
Mit diesem Wisch geht er dann zum Amt und beantragt einen Waffenschein (bzw. die Firma beantragt, dass der Mitarbeiter die Erlaubnis erhält, auf den Waffenschein der Firma Waffen zu führen).

Der (ehemalige) Polizist benötigt diesen Wisch nicht, er nimmt seinen Wisch, der seine berufliche Ausbildung bestätigt. Bei mir war das eben das Zeugnis der Laufbahnprüfung.
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Re: Neue WaffVwV

Beitragvon Okado » 30.06.2012 11:18

Ok danke für die Info.

Das gleiche sagt auch die IHK. Die können nichts bestätigen, was sowieso im Gesetz steht.
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Re: Neue WaffVwV

Beitragvon Tom511 » 07.07.2012 11:47

Also wir haben jemanden gehabt, der vorher beim Zoll ein Waffenträger war. Eine Behörde hat dies nicht anerkannt und eine andere schon. Er hätte dann einen WFS machen müssen, aber eine Versetzung kam den dann voraus.

Tom
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Re: Neue WaffVwV

Beitragvon Locationscout » 07.07.2012 17:52

Jede Waffenbehörde ist da leider etwas anders. Bei unserer Waffenbehörde gibt es keine Probleme bei "ehemaligen staatlichen Waffenträgern". Hierzu zählen auch die Feldjäger die keine Waffensachkunde mehr ablegen müssen.

LS
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Re: Neue WaffVwV

Beitragvon Tom511 » 08.07.2012 12:57

Da fragt man sich manchmal, ob wir ein Land sind, wenn jeder doch am Ende selbst sein eigenes Süppchen kocht :roll:
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Re: Neue WaffVwV

Beitragvon guardian_bw » 08.07.2012 13:27

Tom511 hat geschrieben:Er hätte dann einen WFS machen müssen
Tom


WFS? Soll das "Waffenschein" bedeuten?
Den Waffenschein muss jeder "machen", sprich beantragen. Ohne diesen läuft nichts im privaten Bereich, was das Führen einer Schusswaffe angeht.

Lediglich die Voraussetzungen, diesen Waffenschein zu erhalten, sind in einem Punkt für bestimmte Personenkreise gelockert: Eben die Waffensachkunde, die man nicht mehr extra durch eine Schulung mit Prüfung nachweisen muss. Der Nachweis der Waffensachkunde wird bei jenen eben durch einen "anderweiten Nachweis" erbracht.
Die WaffVwV ist da auch eindeutig, wer diesen "anderweitigen Nachweis" hat:
Anderweitige Ausbildungen nach § 3 Abs. 1 Nr. 2 Buchstabe c AWaffV sind alle behördlich
oder staatlich anerkannten Ausbildungen, die mit einer Prüfung abschließen und die ihrer Art
nach geeignet sind, die für den Umgang mit der beantragten Waffe oder Munition
erforderliche Sachkunde zu vermitteln (z. B. im Polizeidienst, in der Regel nicht die
Ableistung des Wehrdienstes).


Die Ausbildung zum Zollbeamten beinhaltet zumindest im mittleren Dienst auch die Ausbildung an der Waffe, damit sollte diese auch als "anderweitiger Nachweis" anerkannt sein.
Die Ausbildung des Zolls im gehobenen Dienst hat m.W. die Ausbildung an der Waffe nicht automatisch enthalten, die Absolventen im gehobenen Dienst machen den Lehrgang erst dann wenn er auch benötigt wird.
Es kann daher sein, dass "nur" die Laufbahnprüfung im gehobenen Dienst nicht als "anderweitiger Nachweis" anerkannt wird.

Das WaffG ist zwar ein Bundesgesetz, der Vollzug obliegt jedoch den Ländern bzw. den Kommunen. Daher kann es auch zu unterschiedlichen Beurteilungen von bestimmten Einzelfällen kommen.
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Re: Neue WaffVwV

Beitragvon Tom511 » 08.07.2012 13:45

Entschuldige bitte. Meinte die Waffensachkunde :wink:
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Re: Neue WaffVwV

Beitragvon Okado » 09.07.2012 16:31

Bzgl. Anderer Nachweis der SKP.

Ich habe eine Ausführliche Verfassung der WaffVwV. Darin hat die Bundesregierung beim Gesetzesbeschluss festgelegt, ich zitiere

"Anderweitige Ausbildungen nach § 3 Abs. 1 Nr. 2 Buchstabe c AWaffV
sind alle behördlich oder staatlich anerkannten Ausbildungen, die mit
einer Prüfung abschließen und die ihrer Art nach geeignet sind, die für
den Umgang mit der beantragten Waffe oder Munition erforderliche
Sachkunde zu vermitteln (z. B. im Polizeidienst, in der Regel nicht die
Ableistung des Wehrdienstes)."


Hier der Link zum ganzen Dokument:

http://www.tsbev.de/fileadmin/user_uplo ... 331-11.pdf
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Re: Neue WaffVwV

Beitragvon Marco70 » 21.11.2012 01:05

Hallo,

mich beschäftigt seit kurzen ein viel diskutiertes Thema. Sorry wenn ich den "Kaugummi" schon wieder auspacke!

WSK für Sportschützen im Bewachungsgewerbe anerkannt, Ja oder Nein!?

Ich habe am 28.01.2012 den Waffen-Sachkunde-Nachweis für Sportschützen abgelegt.

Seit 1991 bin ich im Bewachungsgewerbe tätig. Im Juni 2012 habe ich mich im Tätigkeitsfeld des GWT (Geld- und Werttransport) beworben. Meine Waffensachkunde wurde von der zuständigen Behörde akzeptiert und die Trageerlaubnis (Waffenschein) erteilt.
Das Beschäftigungsverhältnis kam von meiner Seite nicht zustande, weil die im Vorfeld ausgeschriebene Arbeitsstelle plötzlich im Arbeitsvertrag nur noch eine Teilzeitstelle war.
Ich habe mich weiterhin in diesem Berufszweig am Arbeitsmarkt umgehört, und nun wieder eine Zusage in einem anderen Unternehmen erhalten. Diesmal Vollzeit

Jetzt zeigt sich ein neues Problem. Die zuständige Behörde akzeptiert meine WSK (wie gesagt für Sportschützen) nicht. Ich bin ganz klar, nun etwas verwirrt. Die eine Behörde hat es ohne wenn und aber akzeptiert und die andere lehnt die Zuteilung ab. Wie begründet sich das?

Nachfolgend der Inhaltliche Text meiner WSK:

Waffen-Sachkunde-Nachweis für Sportschützen
Herrn.... wir hiermit bescheinigt, dass er ausreichende Kenntnis (Sachkunde) besitzt über:
Die Handhabung von Schusswaffen und den Umgang mit Munition für die vom Schützen beantragten Waffen- und Munitionsarten, bzw. für KK-Gewehre-Sportpistolen, Grosskalibergewehre- GK Revolver/Pistolen.
Die Reichweite und Wirkungsweise der betreffenden Geschosse.
Die gesetzlichen Vorschriften über den Umgang mit Waffen und Munition, sowie über Notwehr und Notstand.

Der Nachweis der ausreichenden Kenntnisse (Sachkunde) beruht auf einer der gem. §7 Abs. 1 WaffG. §§1-3 A WaffV. geforderten Sachkunde-Prüfung, die einen theoretischen und praktischen umfangreichen Lehrgang beinhaltet.
Die Waffensachkunde konnte am 28.01.2012 mit Erfolg abgelegt werden.

Staatlich anerkannter Lehrgangsleiter
Landesschießreferent des BSB
Herr .... ...... OTL a.D. (Oberstleutnant der GSG9)

Für eine kurze Einschätzung der Sachlage wäre ich sehr dankbar.

Mfg.
Marco70
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Re: Neue WaffVwV

Beitragvon saw1977 » 21.11.2012 05:04

Wie überall würde ich sagen ist es zum einem die Toleranz/Wissenstand ect. eines jeden einzelnen Mitarbeiter wie auch die Hausinternen Anweisungen auf den einzelnen zuständigen Behörden.

Für mich allein als Arbeitgeber würde schon die Überschrift (Waffen-Sachkunde-Nachweis für Sportschützen) sowie weiter unten stehend der Verweis auf die §§ sagen, dass diese Sachkunde eben nur für Sportschützen und nicht für berufliche Waffenträger ist.
Gruß saw1977

wer Rechtschreibfehler findet, darf diese behalten ^^
hier noch ein paar Satzzeichen ....,,,,,!!!!!!??????
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Re: Neue WaffVwV

Beitragvon stinkefuchs » 21.11.2012 13:55

Marco70 hat geschrieben:WSK für Sportschützen im Bewachungsgewerbe anerkannt, Ja oder Nein!?
Nein.

Steht auch in den ganzen Threads zum Thema.
"Fight back! Whenever you are offered violence, fight back! The aggressor does not fear the law, so he must be taught to fear you.
Whatever the risk and at whatever the cost, fight back!" (Jeff Cooper)
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