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Aus- und Weiterbildung für die Sicherheitsbranche

Schusswaffen, Waffensachkunde, Schießstände, Waffenschein, ...

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Re: Aus- und Weiterbildung für die Sicherheitsbranche

Beitragvon stinkefuchs » 24.01.2014 10:11

Legt man die Regeln (zu) eng aus, ist man ein Arschloch, lässt man die Leine lang, ist es auch nicht in Ordnung...

Er wurde per PN angezählt. Muß reichen.
Kommt da weiterhin ähnliche Werbung, ist er raus.
Kommt von ihm nichts mehr, verschwindet er in der Versenkung.
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Re: Aus- und Weiterbildung für die Sicherheitsbranche

Beitragvon Peter S. » 24.01.2014 10:37

Nemere hat geschrieben:Ich kann zwar aus den beiden zitierten Vorschriften keine Erlaubnis zum Führen von Kriegswaffen (Sturmgewehr / Maschinenpistole) herauslesen, aber unabhängig davon, wird sich der Bedarf an solchen Ausbildungen in engen Grenzen halten.


Die "Sturmgewehre" und "Maschinenpistolen", mit denen in der Schweiz das Schiessen für Dritte angeboten üblicherweise wird, sind auch "nur" Halbautomaten wie sie in Deutschland mit dem entsprechenden Bedürfnis ebenfalls zu erhalten sind.
In der Schweiz ist die Definition von Halbautomaten und "Kriegswaffen" deutlich unterschiedlich zu Deutschland, insofern können da die Waffen näher am Original sein als bei uns (wobei sich auch das schleichend ändert) und würden hier oft als Kriegswaffen gelten, aber selbst dort drüben benötigt man jedes Mal eine Ausnahmebewilligung, um mit rechtmässig besessenen Vollautomaten zu schiessen.

Von der grundsätzlichen Handhabung und den Einsatzgrundsätzen her unterscheidet sich diese Waffen aber nicht wirklich, zumal Vollautomaten im Zweifelsfall auch meist noch eine halbautomatische Funktion beherrschen und vollautomatisches Feuer im defensiven maritimen Einsatz mehr oder minder unnütz ist.

Egal wie gross der Bedarf in Zukunft sein wird, er ist durch die BGV C7 nunmal da. Aufträge sind seit Jahren da, mehrere Firmen sind zertifiziert, diese müssen ihr Personal ausbilden (lassen).

Dabei stellt sich dann erstmal auch nicht die Frage, ob ein Schiessstand (egal wo) überhaupt geeignet ist, einen Mitarbeiter im Bereich maritime Sicherheit taktisch auf seine Aufgabe vorzubereiten. Da das Schiessen an Bord von Schiffen aus Sicht des BAFA nach deutscher Rechtslage nicht möglich ist (stellt sich die Frage, warum das dann an Bord von Kreuzfahrtschiffen trotzdem geht...), ist man zumindest derzeit sowieso zwangsläufig auf einen Schiessstand angewiesen und die sind in Deutschland in ihrer Ausdehnung zumeist arg begrenzt und mir sind bisher nur Truppenübungsplätze bekannt, die vielleicht annähernd eine Situation wie an Bord eines Schiffes abbilden könnten, aber selbst da fehlen zwangsläufig verschiedene Aspekte. Da böte die Schweiz - geeignete Kontakte vorausgesetzt - durchaus bessere (lies: einfach zugänglichere) Möglichkeiten. Dass diese beim hier diskutierten Angebot genutzt werden kann ich zumindest anhand der Webseite aber nicht erkennen.

Im anderswo gelegenen europäischen Ausland ist man da schon näher dran (unterliegt da dann aber ggf. wieder anderen Einschränkungen, z.B. bezüglich Halbautomaten...):

Bild

Um BGV-konforme "sachgerecht ausgeführte Schiessübungen" durchzuführen reicht ein normaler Schiessstand aber erstmal grundsätzlich aus, um die sichere Handhabung zu festigen und den Umgang mit den Dienstwaffen zu üben. Dabei ist die tatsächliche Schussdistanz dann erstmal nebensächlich. Der Schuss auf einsatznahe Distanzen sollte (um das Wort "muss" nicht zu nutzen) natürlich ebenfalls geübt werden, aber die Zeit auf einem 300m-Stand muss ich nicht mit Handhabungstraining verplempern. Wie man dann darauf aufbauend taktisch weiterbildet, muss man sich anderweitig überlegen. Kommunikation und die Befehlsgebung im geführten Feuerkampf kann ich zumindest auf beliebige Schussentfernung üben. Dass sich da bei der VBG bisher niemand auch nur im Ansatz genauere Gedanken gemacht hat, nehme ich bei diesem politischen Gesetzesschnellschuss erstmal als gegeben an. Die diesbezüglichen Anforderungen der SeeBewachV an die Sachkunde der Wachpersonen sind daher auch erstaunlich knapp formuliert (siehe Anlage, Nr. 6.7). Hier stehen sich halt verschiedene deutsche Gesetze, Verordnungen und Vorschriften gegenseitig im Weg... :roll:


Das Verhalten des Users von all dem mal ganz abgesehen, dazu habe ich im anderen Thread ja auch schon was gesagt.
In Deutschland gibt es grundsätzlich vergleichbare Schiessstätten, Berechtigte dürfen bei einem vorliegenden Bedürfnis hier fast das Gleiche wie drüben und die Waffen unterscheiden sich in den wichtigen Merkmalen auch nicht wirklich, insofern ist das primär ein Angebot für die, die hier nicht dürfen oder können aber gerne mal wollen würden...
Peter S.
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Re: Aus- und Weiterbildung für die Sicherheitsbranche

Beitragvon Fump » 24.01.2014 16:37

stinkefuchs hat geschrieben:Legt man die Regeln (zu) eng aus, ist man ein Arschloch, lässt man die Leine lang, ist es auch nicht in Ordnung...

Er wurde per PN angezählt. Muß reichen.
Kommt da weiterhin ähnliche Werbung, ist er raus.
Kommt von ihm nichts mehr, verschwindet er in der Versenkung.

Ich finde die Vorgehensweise völlig ok, es sollte keine negative Bewertung der Maßnahme sein.... Leben und sterben lassen, gelbe Karte und mal schaun.
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Re: Aus- und Weiterbildung für die Sicherheitsbranche

Beitragvon stinkefuchs » 24.01.2014 20:31

War auch nicht böse gemeint, sondern sollte nur eine Erklärung zu Deiner Aussage
Fump hat geschrieben:In anderen Foren wäre der User bei sowas schon Geschichte, die Regeln werden vor betreten gelesen... (soweit zur Theorie.....)
gewesen sein.

Ich bin manchmal nämlich gar nicht so scheiße, wie man denkt... Oder so ähnlich... :wink:
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