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Ausbildung an Kurzwaffen/ Schiessausbildung

Schusswaffen, Waffensachkunde, Schießstände, Waffenschein, ...

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Ausbildung an Kurzwaffen/ Schiessausbildung

Beitragvon earl66 » 07.07.2008 20:13

Hallihallo, ich bin neu hier im Forum. Eine Bekannte (Security Frau) hat mir den Tip gegeben mich hier mal vorzustellen.

Ich habe seit 2006 eine Firma als freiberuflicher Schiesstrainer (www.schiesstrainer.de). Leider hatte ich erst sehr wenige Leute aus dem Bereich Security zur Ausbildung im Bereich Schusswaffen (speziell mit Kurzwaffen). Da ich gerne in Zukunft meine Firma wieder etwas vorantreiben will, würde mich mal interessieren ob denn überhaupt Bedarf besteht. Bei der Jägerschaft und bei Bundis war ich da erfolgreicher.

Mal zur Info: Ich schiesse seit einigen Jahren regelmäßig IPSC und war drei oder vier Jahre unter den Fittichen der IPSC Weltmeisterin Frau Tutschke.
Inzwischen bin ich 1. Vorstzender in unserem eigenen Verein, dem IPSC Club Hannover und arbeite regelmäßig auf fast allen großen Level 3 Matches als RO.

Da ich demnächst wieder Kurse durchführe wäre ich um ein Statement dankbar. Ich biete speziell Sicherheitstraining, Präzisionsaufbau und Schiessen unter Stress an.

Nachdem ich selbst meine Sachkunde für Berufswaffen- Träger abgelegt habe war ich der Meinung, dass die Leute bestimmt noch Fortbildungsbedarf haben müssen (in der Praxis).

Wie schaut es denn bei euch so aus?

8)

Schönen Abend noch,

Earl
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Beitragvon DSS » 08.07.2008 16:10

Sorry, wenn ich jetzt evtl. etwas hart antworte.

Ich habe mir deine Seite angeschaut, kann aber keinen Hinweis erkennen, der dich befähigt
Sicherheitskräfte im Verteidigungsschiessen auszubilden.

Deine Zielgruppe sollten IPSC Schützen bleiben, den dort bist Du sehr erfolgreich.
DSS
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Beitragvon RalliArt » 08.07.2008 16:16

Da Verteidigungsschiessen und IPSC 2 komplettt verschiedene Welten mit ganz anderen Prioritäten sind, solltest dir das serh gut überlegen. Allein schon die Entfernungen die man übt unterscheiden sich gewaltig. Hab noch keinen IPSC Pacour gesehen, der auf 0,5 bis 3m aufgebaut war 8) Und auch das ganze andere Verhalten etc. Ih durfte selber den Unterscheid zzwischen einem Ausbilder der weiss worum geht udn einem, der erst mit dem Verteidigungsschiessen angefangen hat erleben.. das sind Welten dazwischen. Was am Anfang im Grunde nen Drillmässiges Sportschiessen war, wurde am Ende zu ner doch recht guten Sache, die aber auf normalen Scheisständen schon nach 2 min zum Ausschluss geführt hätte. :roll:
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Beitragvon earl66 » 08.07.2008 18:56

Ach Kritik muss man vertragen können. Grundsätzlich bin ich auch daran interessiert Anfängern das Schiessen beizubringen. Verteidigungsschiessen ist in der Tat etwas anderes.

Allerdings ist der Aufwand und die Hürden hier so hoch, dass es sich bei der geringen Resonanz und der geringen Nachfrage überhaupt nicht lohnt derartige Kurse regelmäßig durchzuführen.

Als Ausbilder würde mir ein MEK/ SEK Schiessausbilder vom LKA zur Verfügung stehen.
Man muß ja nicht alles selber machen.

Mein Angebot richtet sich insofern eigentlich an die Leute die ein Sicherheitstraining absolvieren möchten, um sich nicht selbst zu verletzen oder Grundlagen- Training zu betreiben.

So muß schnell weg,

tschüß Earl :D
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Beitragvon earl66 » 08.07.2008 20:17

So bin wieder da,

also am Wochenende habe ich gerade ein Match in Worbis mitgeschossen, da hatten wir eine Stage: Waffe ungeladen auf den Tisch. Magazine am Mann. Nach Startsignal Waffe fertigladen, unter dem Tisch drei IPSC Targets beschiessen (Entfernung 80 cm), dann durch das Fenster darüber einen Mini Popper in 15 Meter, der ein Doppelpendel ausgelöst hat, daneben zwei IPSC Targets. Dann hatte man die Wahl ob man das Doppelpendel von hinten oder nach einem Sprint von vorne schiesst. Ich habe mich für die letzte Variante entschieden. Hat 15,... Sek. gedauert.

Selbst im Verein beschiessen wir IPSC Targets die wir etwas weiter in den Raum stellen aus Entfernungen von 3 Metern. Und auf Level 3 Matches stehen ständig mobile Kugelfänge die man im vorbei fliegen beschiesst.

Allerdings stimme ich dir zu IPSC ist etwas anderes, als Verteidigungsschiessen, ansonsten hätten unsere Politiker schon dafür gesorgt, das IPSC verboten wird.

Es treibt mich eben um was ein Security- Angehöriger macht, wenn er mehrere Kurse in entsprechender Verteidigung besucht hat. Habt ihr die Möglichkeit regelmäßig Verteidigungsschiessen zu trainieren, um euren Schiessstandard zu halten?

Ich habe mich Stunden mit der PD Hannover unterhalten, in wie weit ich selbst an Verteidigungsschiessen teilnehmen darf und was ich selbst anbieten kann.

Natürlich gehe ich nicht blauäugig an die Sache ran und stehe ohne entsprechendes Know how da. Aber Verteidigungsschiessen anzubieten ist ein bürokratischer Akt. Wenn man dies Firmenintern absolvieren kann, habt ihr (z.B.) Glück gehabt.

Bei uns darfst du die Kurse anmelden mit Name, Anschrift, Inhalt, Anfang, Ende..., ehrlich gesagt habe ich da keine Lust zu. Das kann ja keiner bezahlen.

Eine Wachfrau die ich ausgebildet habe trainiert inzwischen regelmäßig in unserem IPSC Verein. Hier geht es ganz klar um das sichere Handling unter Zeitdruck,
Holsternutzung und die Routine die man braucht um sich nicht selbst ins Bein zu schiessen (ein Jäger um zwei Ecken hat sich schon zwei mal mit seiner Glock ins Bein geschossen, ist sogar Polizist....).

Also ist mein Angebot in Richtung: Was kann ich für einen Anfänger tun um ihn erst mal dazu zu befähigen mit seiner Waffe entsprechend sicher umzugehen.
Präzisionsaufbau, dynamisches Schiessen (mit Stellungswechsel, schnelle Zielaufnahme, usw.).


Für alles andere müssten die Leute entsprechend Kohle auf den Tisch legen, da ich mir dann Honorarkräfte nehme. Ich stelle dann die Versicherung und organisiere das ganze.

Aber eins muss ich ja doch sagen, ich freue mich das auch hier IPSC schiessen so bekannt ist und auch einige am schiessen sind.

So, jetzt mach ich Schluss,

schönen Abend noch,

Earl

:wink:

P.S.: Vielleicht hätte ich zwei oder drei Leute die einen Kurs in VS besuchen würden und dürfen, habt ihr einen Tip wo?
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Beitragvon .357mag » 01.08.2008 22:42

[quote="earl66"]So bin wieder da,

also am Wochenende habe ich gerade ein Match in Worbis mitgeschossen .... [quote]


Oh, fast wäre ich auch da gelandet, hatte aber aus Berufsgründen keine Zeit. Bei den Thuringia Lions ?? Oder wie die sich schreiben :oops:
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Kurzwaffenausbildung

Beitragvon lobo-s » 31.08.2008 02:36

HAllo, nachdem earl66 sich oben vorgestellt hat, möchte ich auch einige Dinge zu diesem Thema sagen/schreiben.
Zur Person: Habe 30 Jahre Erfahrung in der Ausbildung von Waffenträgern mit Qualifikationen, die ein "normaler" Mensch so nicht erwerben kann. Wer hier in D Ausbildungen mit der KW anbietet, muss unterscheiden zwischen sportlichem Schießen und Verteidigungsschiessen. Der Sportschütze, also jeder, der KEINEN Waffenschein sondern nur eine WBK hat, DARF KEIN Verteidigungsschießen mitmachen. Es ist nach dem WaffG schlicht verboten. Man darf ihm diese Lehrgangsinhalte auch nicht anbieten, er darf bei diesen Lehgängen genaugenommen nicht einmal anwesend sein. Inhaber eines Jagdscheines dürfen im Rahmen des Selbstschutzes, zu diesem Zweck haben sie neben Nachsuche und Fangschuss ihre KW-Erlaubnisse, an einem Lehrgang nach § 22 WaffG teilnehmen. Der Ausrichter muss (meist) die Inhalte mit der Behörde abstimmen/genehmigen lassen, obwohl es so nicht explizit im Gesetz steht. Ist aber bei den meisten Behörden so.
Ein solcher Lehrgang muss min. 2 Wochen vorher bei der zust. Genehmigungsbehörde angemeldet werden, die Ausbilder/Referenten sind zu benennen, ebenso ihre Qualifikationen.
Nach dem Lehrgang ist eine Liste mit den Daten der Teilnehmer bei der Behörde abzuliefern. Diese kann auch (auch unangemeldet) an dem Lehrgang teilnehmen.
Ich persönlich unterscheide zwischen Lehrgängen für Waffenträger/Sicherheitsmitarbeiter mit WS und Inhabern von Jagdscheinen, da die Inhalte sich unterscheiden müssen.
Z.B. ist es unüblich, dass ein Sicherheitsmitarbeiter eine Langwaffe mitführt, welche ihn beim Einsatz der KW zusätzlich behindert, er trägt keine "Revierkleidung" mit entsprechender Ungeeignetheit im Verteidigungs-/Selbstschutzfall.
Der S-Mitarb. wiederum muss wesentlich mehr im Bereich Kommunikation, Teamarbeit und Zielidentifizierung ausgebildet werden. Auch ist bei ihm wesentlich mehr Wert auf eine professionelle Störungsbeseitigung und Einhandbedienung Wert zu legen.
An diesen kurzen Ausführungen kann man schon erkennen, dass es nicht einfach mal so einen KW-Lehrgang geben kann, wenn er Sinn machen soll und ausser einfach schießen auch tatsächlich einen Fortbildungszweck verfolgen soll.
Allen Lehrgängen gemein ist, das im Normalfall viel zu viel versprochen wird. Meine Erfahrung zeigt, dass meist mit Basisarbeit begonnen werden muss, da die Waffenhandhabung der meisten Teilnehmer nicht den Mindestanforderungen genügt. Eben mangels ausreichender Ausbildung, da sehr oft unqualifizierte oder von selbsternannten "Könnern" ausgebildete (??) "Ausbilder" tätig werden.
Richtig ist auch, dass IPSC und Verteidigungs- oder Selbstschutzschießen zwei absolut unterschiedliche Welten sind. Es ist unbestritten, dass IPSC eine ideale Voraussetzung darstellt um den anderen Bereich gut zu verinnerlichen. Für die Zeit zwischen zweckgerichteten Fortbildungen ist IPSC-Training eine sehr gute, nur zu empfehlende Ergänzung und kann auf mittlerweile sehr vielen Ständen bei guten Trainern absolviert werden. Den Spaß dabei gibt`s übrigens umsonst und die anderen Teilnehmer sind ein interessanter Haufen von dem man viel lernen kann.
Da ich nicht weiß, wie es hier im Forum mit Werbung gehandhabt wird, kann ich momentan nur anbieten, bei Interesse an weiteren Infos mich per PN zu kontaktieren. Insbesondere auch für User, die privat einen Jagdschein besitzen, kann ich da Tips geben.
Ein Wort noch zu den Möglichkeiten, sich im Urlaub in dieser Richtung zu betätigen, speziell im benachbarten Ausland. Ob Aufwand und Ergebnis in vernünftiger Relation zueinander stehen, muss jeder selbst beurteilen. Fest steht jedoch, dass eine solche Ausbildung OHNE den bei uns geltenden Rechtshintergrund keinen Sinn macht. Das größte Problem beim Einsatz einer Waffe ist nun einmal die anschließende rechtliche Würdigung. Auch da muss ich immer wieder mit Erschrecken feststellen, dass gerade S-Mitarbeiter zwar bis ins Detail über das Hausrecht informiert sind, aber nur rudimentäre Kenntnisse über die für sie wichtigsten Rechtsfragen besitzen.
Diese Fragen sind bereits VOR dem Einsatz einer Waffe abzuklären und damit als Paratwissen zu bezeichnen.
Letzendlich ist jeder (zumindest hier) Erwachsener, darf wählen, Auto fahren und Kinder machen, Steuern zahlen und arbeiten, er kann also auch selbst entscheiden, was er wann bei/mit wem macht und wofür er sein Geld ausgibt. Man sollte sich aber im Vorfeld aus eigenem Interesse informieren und Gedanken machen, um nicht im Nachhinein (auch noch Jahre später) von der Behörde mit unliebsamen Fragen oder entsprechenden Folgen überrascht zu werden.
Diese Auffassung muss natürlich niemand teilen. Es lohnt sich aber vielleicht, mal über meine Ausführungen nachzudenken.
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Beitragvon earl66 » 31.08.2008 20:30

Gut erläutert!

In der Regel sollte sich jeder Waffenträger in irgend einer Weise fit halten. Leider musste ich schon öfter erleben, das Jäger oder Polizeibeamte überhaupt nicht mit ihren Kurzwaffen umgehen können. Da fehlt einfach kontinuierliches Training.

Sein erlerntes Wissen kann man sowieso nur verinnerlichen wenn man die Übungen immer wiederholt. Genauso wie beim Kampfsport.

Ein gutes Mittel sind hier auch Trockenübungen. Geschwindigkeit kommt durch das Einsparen unnötiger Bewegungen. Das ist was uns auch IPSC vermittelt. Durchaus auch auf Techniken des Verteidigungsschiessens übertragbar.

Gerade im Umgang mit Kurzwaffen ist die Unfallgefahr wesentlich höher als mit Langwaffen. Nach Abschluß meiner Waffensachkunde für Bewacher und meiner Jagdprüfung kann ich nur sagen, dass die Praxis zu diesem Thema derart schlecht vermittelt wurde und wahrscheinlich immer noch wird.
In meinen beiden Sport- Verbänden sehen die Schulungen schon wesentlich umfangreicher aus. Hier wird ein Stundenkontingent praktischen Schiessens vorgeschrieben, bevor man die Waffensachkunde ablegt. Und ich bin auch der Meinung das jeder Berufswaffenträger aus 10 Meter die "10" halten sollte, wenn er sich die Mühe macht zu zielen.

Jetzt werden wieder einige sagen, wir haben aber gelernt Deutschüsse abzugeben......, naja!

Ein guter Schiessausbilder, sollte darauf achten das seine Schützlinge auch wissen was der Druckpunkt beim Schiessen bedeutet und was das starke Auge ist.

Bis zum Ziehen unter der Jacke heraus, im rückwärts gehen schiessen, auch mit der schwachen Hand, bedürfen ein gewisses Maß an Training.

In der Regel mehrere Monate oder ein Intensiv- Training.

Wenn man mal ein bisschen Stress haben will empfehle ich den Heribert Betterman. Ich war selbst schon da und habe innerhalb von 7 Stunden 1000 Schuß verbraten. Der bringt einen ganz gut auf Trab. Außerdem ist sein Training bezahlbar.

Schönen Abend noch, Earl.

8)
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Beitragvon guardian_bw » 31.08.2008 22:23

earl66 hat geschrieben:Leider musste ich schon öfter erleben, das (...) Polizeibeamte überhaupt nicht mit ihren Kurzwaffen umgehen können.


Aha. Also ich kenne da ehrlich gesagt keinen einzigen Polizeibeamten, der nicht mit seiner Dienstwaffe umgehen kann...

...dafür jede Menge Andere, die eine Schusswaffe berufsbedingt führen...
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Beitragvon earl66 » 01.09.2008 14:19

O.K, dann habe ich mich wohl etwas zu allgemein ausgedrückt, was unsere Polizei angeht. Es gibt solche und solche. Ich wollte keinen persönlich angreifen.

Ich vertrete lediglich die Meinung das jeder der eine Schußwaffe außerhalb befriedeten Besitztums führt, eine entsprechende Ausbildung vorweisen muß.

Da ich mehrere Freunde oder Schützenkollegen bei der Polizei habe, kann ich mir schon ein Bild von dem Praxisstand bezüglich Schusswaffen machen. Natürlich werden sich diejenigen die hier im Forum sind und das Thema Waffen anwählen, ein vermeindliches Interesse an dieser Diskussion haben und auch über einen gewissen Praxisstand.
Meine Kritik richtet sich also eher an diejenigen, welche schnell durch ihren Beruf an eine Schusswaffe kommen, die dann in der Öffentlichkeit geführt wird.

Ohne hinterher weiter zu trainieren.

Mal ein Beispiel:

Nach bereits zwei Wochen fängt dein Muskelgedächtnis an zu vergessen wie das Schiessen funktioniert. Das muß nicht gravierend sein, kann sich aber zum Beispiel am sogenannten Mucken zeigen (ein Reflex in der Schulterzone) oder am reißen des Abzuges. Im Ernstfall Schulterschuss oder ............

Wenn dann noch Desinteresse dazukommt....., ein Kumpel von mir ist Polizist hier im Ort. Er sagte seine Knarre hat er das letzte mal vor zwei Jahren angefasst. Keine Zeit, die Munition ist so teuer, usw.

Sicherlich passiert hier in unserer ländlichen Gegend nicht so viel, aber die Dienstwaffe wird ja schliesslich geführt, um sich im Fall der Fälle selbst zu schützen.

Weiterbilden und am Ball bleiben ist bei diesem Thema sehr wichtig. Natürlich spielt Geld und Zeit auch eine Rolle. Vielleicht auch das politische Klima, Waffen sind bei großen Teilen der Bevölkerung sowieso geächtet. Das schlägt sicherlich durch, wenn man sich gerne als politisch korrekt darstellt.

Nix für Ungut, ciao Earl 8)
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Beitragvon BigBlock » 01.09.2008 14:21

guardian_bw hat geschrieben:[Aha. Also ich kenne da ehrlich gesagt keinen einzigen Polizeibeamten, der nicht mit seiner Dienstwaffe umgehen kann...

...dafür jede Menge Andere, die eine Schusswaffe berufsbedingt führen...


Naja, ich erinnere mich da immer wieder gern an ´den Kollegen der neben her Standaufsicht im Schiesskeller machte:
"Sag mal hast du grad nen Neuling, mit dem schiessen kommen willlst?"
Ich: "Nö, wieso?"
"BGS war mal wieder da, wir müssen wieder mal komplett auf deren Rechnung renovieren, deswegen, wär es nicht schlimm, wenn bis dahin noch ein paar Löcher im Boden sind...)

So langsam geht mir das ewige, unterschwellige "Waffen nur für Beamte"-genörgel bisschen gegen den professionellen Strich, weil diese Verallgemeinerungen schlicht nicht stimmen.
Und die Hoffnung, dass es irgendwie besser sein könnte, wenn Zivilisten keine Waffen tragen, sollte IMHO eigtl. seit GB vom Tisch sein. Manchmal sollte man sich schlicht Fakten ankucken. Und Waffen in ziviler Hand waren noch nie ein Problem in einem Rechtsstaat.

Gruß
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Beitragvon lobo-s » 01.09.2008 14:28

Das hat wohl auch niemand ernsthaft behauptet.
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Beitragvon guardian_bw » 01.09.2008 14:33

So langsam geht mir das ewige, unterschwellige "Waffen nur für Beamte"-genörgel bisschen gegen den professionellen Strich, weil diese Verallgemeinerungen schlicht nicht stimmen.


Ähm... also "unterschwellig" nörgle ich eigentlich weniger... doch eher recht offen.

Meiner Erfahrung nach ist die Ausbildung im privaten Sektor schlichtweg mangelhaft. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Und wenn ich mir meine gesamten (mittlerweile ehemaligen) Kollegen Waffenträger meiner Ex-Firma so ansehe: Da waren gerade mal 3 dabei, denen ich wirklich zutraute, mit der Waffe richtig umgehen zu können. Und davon waren 2 Ex-Polizisten.
Beim Rest hatte ich jedesmal ein Magengrimmen, wenn ich ihnen morgens die Waffe in die Hand drückte - und ja, ich war auch teilweise beim Quartalsschiessen dabei, was mein Grimmen im Bauch nicht gerade linderte.
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Beitragvon holgerG » 01.09.2008 14:36

Die Ausbildung, d.h. das was man verpflichtend können muss um die Waffe das erste Mal zu führen, ist bei nem PVB in jedem Fall hochwertiger als im privaten Bereich.

Ein Problem ist aber auch bei der Polizei die Zeit NACH der ERstausbildung. In vielen Bundesländern ist da das jährliche Pflichtpensum kaum höher als bei den Privaten.

Und Beinahe-Unfälle bei PVBs, insbesondere mit der HK P7 habe ich persönlich schon miterlebt auf dem Schießstand.
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Beitragvon lobo-s » 01.09.2008 14:52

Die Ausbildung ist nicht nur um Welten besser, mittlerweile in allen Bundesländern, sondern auch das Training im Bereich Einsatztraining, welches immer i.V. mit er SW abgewickelt wird, hat ein "privater" so in den aller wenigsten Fällen. Aber bleiben wir bei den "Muss"-Veranstaltungen. Der der UVV unterliegende Waffenträger muss 4 x pro Jahr. Jeder PB muss min. 6 x im Jahr schießen, die Einsatztrainings, in denen auch je nach Lage geschossen wird, nicht mitgerechnet. Hinzu kommt einfach die Tatsache, dass eine über mehr als zwei Jahre währende Intensivausbildung mehr Dinge festigt als eine Kurzeinweisung.
In den meisten Bundesländern können PB darüber hinaus so oft schießen gehen, wie sie es für richtig halten. Wer behauptet, die Mun. sie zu teuer und er dürfe nicht, der lügt einfach.
Kein Vorgesetzter oder Innenminister wird einem PB, der der Meinung ist, er müsse schießen um in Übung zu bleiben, dies untersagen. Niemals - schon gar nicht schriftlich. Und nur die schriftlichen Anordnungen sowie die PDV gelten. Was der einzelne daraus macht oder meint hinein interpretieren zu müssen - andere Baustelle.
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