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wie viele stunden bei Steuerklasse 1 lohnen noch?

Hier geht es um das Thema Entlohnung, Zuschläge, Arbeitsverträge usw.

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wie viele stunden bei Steuerklasse 1 lohnen noch?

Beitragvon Mark300 » 14.10.2015 01:34

hi,
wie viele stunden bei Steuerklasse 1 lohnen noch?
verdiene 9,35 brutto die stunde.
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Re: wie viele stunden bei Steuerklasse 1 lohnen noch?

Beitragvon guardian_bw » 14.10.2015 08:01

Das ist doch eine sehr individuelle Frage, die man objektiv kaum beantworten kann. Jeder hat da seine eigene Schmerzgrenze.

Es gibt im Internet recht gute Brutto/Netto-Rechner. Auch als App fürs Smartphone. Da kannst mal verschiedene Konstellationen durchrechnen.
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Re: wie viele stunden bei Steuerklasse 1 lohnen noch?

Beitragvon Mark300 » 14.10.2015 18:37

wie verändert sich eigentlich der steuersatz? ist der nicht bei einem bruttogehalt zwischen 1800€ und 3000€ immer bei 14%?
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Re: wie viele stunden bei Steuerklasse 1 lohnen noch?

Beitragvon saw1977 » 14.10.2015 20:09

Hier eine vielleicht hilfreiche Seite
http://www.finanz-tools.de/einkommensteuertabelle.php

Im Hinterkopf behalten, dass sich die Steuer aus dem gesamt Jahresbrutto errechnet
Wer nun mit Excel gut kann.....
Gruß saw1977

wer Rechtschreibfehler findet, darf diese behalten ^^
hier noch ein paar Satzzeichen ....,,,,,!!!!!!??????
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Re: wie viele stunden bei Steuerklasse 1 lohnen noch?

Beitragvon hmoerser » 14.10.2015 21:07

Folgende Gedanken:

1. Wie hoch ist der Anteil an zuschlagspflichtigen Stunden? Bei reiner Nachtschicht hat man viel steuerfreie Zuschläge.
2. Ist man bei einem seriösen AG, dann kann man darüber nachdenken, einen Teil in eine BAV, Riester, Penka einzuzahlen und so den Bruttolohn zu senken, also weniger SV und LST.
3. Alter und Gesundheit spielen auch eine Rolle.
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Re: wie viele stunden bei Steuerklasse 1 lohnen noch?

Beitragvon Frank » 03.11.2015 23:28

Hallo,


bei Steuerklasse I ohne Kinderfreibeträge ist das eigentlich recht einfach.

Ab 200 Stunden kommst du bereits in die Zone, wo du mehr für Vater Staat arbeiten gehst,als du rausbekommts.
Diese Grenze verschiebst sich nur dann , wenn man Sonntags-oder Feiertagszuschläge im Monat hat.
Dann kommt man bei 230 Stunden an das Limit,wo man mehr an den Staat "abgibt".

Stundenkloppen lohnt nur, sobald Kinderfreibeträge bei der Lohnsteuer berücksichtigt werden müssen.



P.S.
Dazu:
Ist man bei einem seriösen AG, dann kann man darüber nachdenken, einen Teil in eine BAV, Riester, Penka einzuzahlen und so den Bruttolohn zu senken, also weniger SV und LST.


BAV kannst du vergessen, denn die paar Pfennige an Steuern sind es nicht wert.
Denn die "Betriebliche Altersversorgung" muss sobald man Vollrentner ist,versteuert werden und auf diese
"Betriebsrente" wird der volle KV und PV-Beitrag der Krankenkasse fällig.

Außerdem bleibt in der untersten Lohngruppe (also dem gesetzlcihen MIndeslohn) ohnehin kaum was übrig zum "Sparen". In der Regel liegt der Nettolohn in dieser Tarifgruppe für Alleinstehende bei 1.300 ,- €
im Monat.
Damit kann man keine großen Sprünge machen vor allem wenn davoen auch noch ein Pkw unterhalten wird,der in unserem Gewerbe ja unentbehrlich ist.
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Re: wie viele stunden bei Steuerklasse 1 lohnen noch?

Beitragvon guardian_bw » 04.11.2015 08:56

Frank hat geschrieben:Außerdem bleibt in der untersten Lohngruppe (also dem gesetzlcihen MIndeslohn) ohnehin kaum was übrig zum "Sparen".

Der gesetzliche Mindestlohn liegt bekanntlich bei derzeit 8,50 EUR.

Die unterste Lohngruppe in den Tarifverträgen ist nicht zwangsläufig identisch mit diesem gesetzlichen Mindestlohn. In NRW (darum geht es wohl offensichtlich in diesem Thread) liegt das bei aktuell 9,35 EUR, in Baden-Württemberg bei aktuell 9,47 EUR.

Und da diese Tarifverträge allgemeinverbindlich sind, kann man den niedrigeren gesetzlichen Mindestlohn getrost vergessen - es muss Tarif bezahlt werden.


Frank hat geschrieben:In der Regel liegt der Nettolohn in dieser Tarifgruppe für Alleinstehende bei 1.300 ,- € im Monat.


Was natürlich immer von der Zahl an geleisteten Stunden abhängt, zudem auch noch hübsch aufgebessert werden kann durch die Zeitzuschläge.
In leider so manchen Tarifgebieten zwar mittlerweile nicht mehr zu erwähnen, in anderen sieht das aber noch ganz anders aus.

Nur wer tatsächlich einen Lohn in der Region um den gesetzlichen Mindestlohn bekommt (der allgemeinverbindliche Tariflohn also auch um die 8,50 EUR herum liegt), der wird bei moderaten 200 Stunden bei runden 1200 EUR netto liegen und dann mit Zeitzuschlägen vielleicht auf die genannten 1300 EUR kommen (wobei: 5% - Nachtzuschlag - von 8,50 EUR... da muss schon verdammt viel an Nachtstunden zusammen kommen, Zuschlag für Sonn- und Feiertag gibt es ja auch nicht mehr überall)

Frank hat geschrieben:bei Steuerklasse I ohne Kinderfreibeträge ist das eigentlich recht einfach.

Ab 200 Stunden kommst du bereits in die Zone, wo du mehr für Vater Staat arbeiten gehst,als du rausbekommts.
Diese Grenze verschiebst sich nur dann , wenn man Sonntags-oder Feiertagszuschläge im Monat hat.
Dann kommt man bei 230 Stunden an das Limit,wo man mehr an den Staat "abgibt".

Stundenkloppen lohnt nur, sobald Kinderfreibeträge bei der Lohnsteuer berücksichtigt werden müssen.


In der Lohnsteuer ist der Unterschied recht überschaubar.
Im Beispiel mit 200 Stunden bei einem Stundenlohn von 9,35 EUR: Mit 1 vollen Kinderfreibetrag gerade mal 25 EUR.
Bekommt der Ledige in StKl 1 ohne Kinderfreibetrag 1286 EUR Netto, bekommt man mit 1 Kinderfreibetrag 1311 EUR.

Bei 230 Stunden würden ohne Kinderfreibetrag 1437 EUR Netto winken, mit Kinderfreibetrag 1464 EUR. Also auch "nur" 27 EUR Unterschied. Auch "mehr Kinder" und damit mehr Freibetrag gibt nicht wirklich viel mehr her. Bei 2 Kinderfreibeträgen wären es 1473 EUR. Also gerade mal 9 EUR mehr.

Der tatsächlich entscheidende und spürbare Unterschied kommt erst in der Einkommensteuer - also dann, wenn man die Steuererklärung fürs ganze Jahr macht und die Einkommensteuer veranlagt wird.
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Re: wie viele stunden bei Steuerklasse 1 lohnen noch?

Beitragvon Tom511 » 04.11.2015 10:47

Berlin & Brandenburg hat einen Einstiegstarif von 8,60 € :wink:
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Re: wie viele stunden bei Steuerklasse 1 lohnen noch?

Beitragvon guardian_bw » 04.11.2015 10:54

Natürlich gibt es auch Tarifgebiete im Bewachungsgewerbe, in denen die unterste Tarifgruppe entweder identisch mit dem gesetzlichen Mindestlohn ist oder nur wenig darüber liegt.

Mir ging es nur darum aufzuzeigen, dass "unterste Tarifgruppe" nicht zwangsläufig gleichbedeutend mit "gesetzlicher Mindestlohn" ist.
Und dem Fragesteller geht es offensichtlich um NRW, da dort derzeit die unterste Tarifgruppe 9,35 EUR bekommt - und damit doch deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn liegt.
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Re: wie viele stunden bei Steuerklasse 1 lohnen noch?

Beitragvon Frank » 04.11.2015 20:10

Hallo,


dazu:
Im Beispiel mit 200 Stunden bei einem Stundenlohn von 9,35 EUR: Mit 1 vollen Kinderfreibetrag gerade mal 25 EUR.
Bekommt der Ledige in StKl 1 ohne Kinderfreibetrag 1286 EUR Netto, bekommt man mit 1 Kinderfreibetrag 1311 EUR


Rechnen wir doch einmal den Monatsverdienst nach:

200 Arbeitsstunden a 9,35 € = 1.870,-€ Bruttoverdienst abzüglich Steuern und Sozialabgaben = 1.307,36 €
240 Arbeitsstunden a 9,35 € = 2.240,-€ Bruttoverdienst abzüglich Steuern und Sozialabgaben = 1.505,01 €
Unterschied = 22,23 €
Bei 3 Kindern wären es:
240 Arbeitsstunden a 9,35 € = 2.240,-€ Bruttoverdienst abzüglich Steuern und Sozialabgaben = 1.520,20 €
also 37,86 € mehr


Im Beispiel mit 200 Stunden bei einem Stundenlohn von 9,35 EUR: OHNE Kinderfreibetrag


200 Arbeitsstunden a 9,35 € = 1.870,-€ Bruttoverdienst abzüglich Steuern und Sozialabgaben = 1.285,13 €
240 Arbeitsstunden a 9,35 € = 2.240,-€ Bruttoverdienst abzüglich Steuern und Sozialabgaben = 1.482,34

Wobei allerdings dabei anzumerken ist, das Steuerklasse Eins und mehrere Kinderfreibeträge höchst selten sind.
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Re: wie viele stunden bei Steuerklasse 1 lohnen noch?

Beitragvon guardian_bw » 04.11.2015 20:45

Die Höhe der errechneten Nettolöhne dürfte wohl je nach verwendeten Nettolohnrechner variieren.

Fakt ist aber halt, die Unterschiede bleiben in der Lohnsteuer tatsächlich eher marginal. In der endgültigen Veranlagung der Einkommensteuer sind die Kinderfreibeträge jedoch wirklich deutlich spürbar.

Ich weiss, wovon ich da rede. Ich lebe mit meiner Partnerin unverheiratet mit unseren 2 gemeinsamen Kindern zusammen und bin in Steuerklasse 1.
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Re: wie viele stunden bei Steuerklasse 1 lohnen noch?

Beitragvon Laubfrosch » 07.11.2015 13:30

Wobei auch in der Einkommensteuerveranlagung die Kinderfreibeträge nur zum Tragen kommen, wenn ein entsprechend hohes Einkommen vorhanden ist und demnach die Steuerlast auch höher ist. Sonst ist das bereits mit dem erhaltenen Kindergeld erledigt und der Kinderfreibetrag von etwas über 7000 EUR pro Kind wirkt sich nicht mehr wirklich aus.
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