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Mindestlohn im Bewachungsgewerbe

Hier geht es um das Thema Entlohnung, Zuschläge, Arbeitsverträge usw.

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Mindestlohn

Beitragvon RKS » 24.03.2011 05:45

Wenn der Mindestlohn von der BMAS genehmigt wird, dann ist er auch Flächendeckend. Das heisst: Alle Bundesländer bekommen den gleichen Lohn und nicht wie bisher, dass jedes BL seine eigenen Mindestlöhne machen kann.
Dann gibt es wieder neue Tarifverhandlungen in den einzelnen Bundesländer für alle Bereiche. Ausgangspunkt ist dann der Mindestlohn der gesetzlich festgelegt worden ist.
Das heisst ab 7,50.- Euro aufsteigend.
Die Bundesländer mit dem kleinsten Lohn machen den grössten Sprung.
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Re: Mindestlohn

Beitragvon guardian_bw » 24.03.2011 05:57

RKS hat geschrieben:Wenn der Mindestlohn von der BMAS genehmigt wird, dann ist er auch Flächendeckend. Das heisst: Alle Bundesländer bekommen den gleichen Lohn

Äh - Nö. Zunächst noch nicht.
Der Mindestlohn-TV hat weiterhin unterschiedliche Löhne, und dieser Mindestlohn-TV wurde vom Tarifausschuss abgesegnet.
Die AVE durch das BMAS ist nur noch Formsache.

RKS hat geschrieben:Das heisst ab 7,50.- Euro aufsteigend.

Für die meisten Bundesländer zunächst erst einmal 6,53 EUR,
die 7,50 EUR werden ab 01.01.2013 dann bis auf 4 Bundesländer gelten. Die übrigen 4 Bundesländer haben weiterhin höhere Löhne

Hier noch einmal der Mindestlohn-TV wie er mitsamt den Löhnen und Erhöhungsstufen abgesegnet wurde:
http://www.bdws.de/cms/images/stories/t ... 2.2011.pdf
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Beitragvon secuschaf » 29.03.2011 22:52

Fachgruppe
Immobilien, Sicherheit, Facility (ISF)
Informationen der
Vereinten
Dienstleistungsgewerkschaft
Fachbereich 13
Wach- und Sicherheitsgewerbe
Bundestarifausschuss mit klaren Votum für den Mindestlohntarifvertrag
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
auf seiner heutigen Sitzung hat der Bundestarifausschuss einstimmig mit einem 6:0 Votum für unseren Mindestlohntarifvertrag gestimmt.
Damit ist der Weg frei, dass das Bundesministerium für Arbeit und Soziales den Mindestlohntarifvertrag nach dem Arbeitnehmerentsendegesetz ermächtigen und somit zeitnah in Kraft setzen kann.
Besonders vor dem Hintergrund der Öffnung der Arbeitnehmerfreizügigkeit in Deutschland zum 1. Mai 2011, gilt dann der Mindestlohn zukünftig für alle Beschäftigten in der Branche, unabhängig davon, ob der Arbeitgeber seinen Unternehmenssitz im Inland oder im Ausland hat.
Die ersten Lohnstufe soll zum 1. Juni 2011 wirksam werden und in mehreren Stufen besonders in den niedrigsten Tarifgebieten, zu einem Stundenlohn von mindestens 7,50 € führen.
Mit dem Mindestlohntarifvertrag bleiben bessere landestarifliche Regelungen unberührt und es können auch weiterhin bessere Entgeltregelungen abgeschlossen werden.
Der gemeinsame Kampf für den Mindestlohntarifvertrag hat sich gelohnt! Lasst uns weiter für die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen in der Branche streiten!
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Beitragvon guardian_bw » 29.03.2011 23:07

Wenn Texte kopiert werden, sollte ein Link als Quellenangabe nicht fehlen...
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Beitragvon Ben30 » 30.03.2011 02:30

http://www.youtube.com/watch?v=1X1_GewAagE <--- Lastkraftwagenfahrer....trööööt trööööt
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Beitragvon Fantomas » 02.04.2011 19:28

Schön dass der Mindeslohn kommt!! Doch kriegen die Fachkräfte (WSFK) auch mehr???
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Beitragvon ghostguard » 02.04.2011 19:43

Was hat das mit dem Mindestlohn zu tun?
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Beitragvon guardian_bw » 02.04.2011 23:32

...nix. Oder nicht wirklich viel.


Es sei denn, der aktuelle Lohn der WSFK/GSSK liegt unterhalb des dann gültigen Mindestlohnes. Das wäre derzeit nach der Tarifübersicht des BDWS in MeckPom (6,50 EUR) und Sachsen-Anhalt (5,60 EUR) der Fall.
Da diese Löhne unterhalb der Mindestlohngrenze liegen, müssen jene dann auch ab 01.06.2011 mindestens 6,53 EUR bekommen und wären dann, zumindest so lange wie kein neuer LTV kommt, mit dem Lohn einer 34a-Kraft gleichgestellt.

Die Länder-Tarifverträge sind ja nun zukünftig nicht abgeschafft, die werden nach wie vor verhandelt. Der TV Mindestlohn legt lediglich die Lohnuntergrenzen fest. Es wird auch zukünftig höhere Löhne für höhere Qualifikationen oder Tätigkeiten geben.
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Beitragvon ghostguard » 03.04.2011 00:38

eben
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Beitragvon guardian_bw » 03.04.2011 01:34

Dass du das weisst, war mir klar 8)

War eher an den Fantomas gerichtet...
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Beitragvon Fantomas » 03.04.2011 20:33

Danke für eure Beiträge! Ich meinte nur, dass es doch gerecht wäre, wenn es einen gewissen Lohnabstand gibt (Fachkraft zu Ungelernten). In Sachsen wären dass 26 Cent ab Juni, dass kann es doch nicht sein???
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Beitragvon stinkefuchs » 03.04.2011 21:26

Willkommen im Bewachungsgewerbe...
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Die wenigsten Fachkräfte können von sich behaupten mehr zu wissen und mehr zu können und deshalb auch mehr zu verdienen.
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Beitragvon guardian_bw » 03.04.2011 23:15

Fantomas hat geschrieben:Ich meinte nur, dass es doch gerecht wäre, wenn es einen gewissen Lohnabstand gibt (Fachkraft zu Ungelernten). In Sachsen wären dass 26 Cent ab Juni, dass kann es doch nicht sein???


Das gebe ich dir zwar Recht, aber das ist keine Sache des Mindestlohns.
Jener regelt eben nur die Lohnuntergrenzen. Nicht mehr und nicht weniger.

Alles weitere ist und bleibt Sache der Lohn- oder Entgelttarifverträge, die weiter ausgehandelt werden können. Bei uns in BW ist die neue Tarifrunde eingeläutet, womit dann irgendwann in naher Zukunft ein neuer LTV steht.
Ob bzw. wann in Sachsen auch ein neuer LTV kommt, weiss ich nicht.
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Beitragvon Fantomas » 14.04.2011 01:57

Vom Mindestlohn mal abgesehen werden bei uns (Sachsen) sämtliche Tarifverträge mit der Alibi-Gewerkschaft GÖD ausgehandelt... Von den Arbeitgeberarschkriechern kann man nicht viel erwarten...
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Beitragvon guardian_bw » 14.04.2011 11:16

Auch das liegt zu großen Teilen in der Verantwortung der Beschäftigten.
Wären wesentlich mehr Beschäftigte in verdi organisiert, käme der BDWS nicht an verdi vorbei und müsste mit denen verhandeln...
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