Anzeige
Anzeige
Anzeige

Frage zu §34a und allem drum herum

Alles rund um die Unterrichtung und die Sachkundeprüfung nach §34a

Moderator: stinkefuchs

Frage zu §34a und allem drum herum

Beitragvon StoneCold90 » 25.07.2015 07:21

Guten Morgen Leute,

auf der Suche nach Informationen bezüglich dem Sicherheitsgewerbe bin ich auf dieses Forum gestoßen und hoffe, dass man mir als unwissendem Neuling helfen kann.
Seit einiger Zeit spiele ich mit dem Gedanken mein Beruf zu wechseln und in das sicherheitsgewerbe (Gebäudeschutz/"Nachtwächter") einzusteigen.
Im Grunde wäre das kein Problem, doch leider bin ich vorbestraft. Eine Vorstrafe betrifft eine falsche Verdächtigung, die andere, leider, das Waffenschutzgesetz (hatte als Kind auf dem Müll butterflymesser gefunden und sie nie entsorgt, bis zu einer Hausdurchsuchung).
Im Grunde war mir klar, dass ich mit dieser Vorstrafe den Schein unmöglich machen kann.
Gestern Abend allerdings sah ich einen Türsteher, den ich schon seit der Grundschule kenne und weiß, dass er vorbestraft ist bezüglich Handel mit BTM und eben auch wegen unerlaubtem Waffenbesitz (soweit ich weiß, handelte es sich um eine 9mm Waffe).
Als ich ihn sah, dachte ich mir, ich informiere mich nun einmal genauer und versuche mein Glück.
Mir ist zwar bewusst, dass die Dummheit von damals mir einige Steine in den Weg legen wird und ich zu der Zeit noch ein unbelehrbarer (entschuldigt die Ausdrucksweise) Vollidiot war, aber ich sag mir, Menschen machen Fehler, lernen daraus und ändern sich.

Nun meine Frage. An wen muss man sich wenden, wenn man den Schein machen will?
Ich denke, wenn ich den Schein erst einmal habe, wird es sicher den ein oder anderen Arbeitgeber geben, der mich vielleicht anhört und auf Probe beobachtet.

Dass ich nicht in den Personenschutz gehen kann, dürfte wahrscheinlich schon von vorneherein feststehen.

Desweiteren wollte ich fragen, ob es von Vorteil ist, wenn man in einer Situation einem Türsteher geholfen hat und dies in dem Vernehmungsprotokoll auch so festgehalten wurde (es gab einmal einen Angriff von Rechtsextremen auf türkische Türsteher und da musste man einfach einschreiten, ging auch gut aus, gab ein Lob von den Beamten)

Wenn jemand die Fragen für lächerlich halten mag ist das so, aber ich bin echt unerfahren bezüglich dem Thema und möchte mich einfach genug informieren, bevor alles ins Rollen kommt und dann durch irgendwas gestoppt wird.
StoneCold90
Newbie
 
Beiträge: 1
Registriert: 25.07.2015 07:04

Share On

Share on Facebook Facebook Share on Twitter Twitter

Re: Frage zu §34a und allem drum herum

Beitragvon Roz » 25.07.2015 09:59

Ich bin selber noch in der Lernphase, sofern man überhaupt jemals aus gelernt hat?! Die §34a Sachkundeprüfung kannst du meines Wissens nach ohne Schwierigkeiten ablegen, ein Führungszeugnis ist nicht notwendig. Die endgültige Entscheidung trifft die Personalbeiteilung deines möglichen Arbeitgebers und das Ordnungsamt. Die Personalabteilung muss das Führungszeugnis beim Ordnungsamt einreichen und die entscheiden.
Benutzeravatar
Roz
Grünschnabel
 
Beiträge: 33
Registriert: 07.07.2015 07:53

Re: Frage zu §34a und allem drum herum

Beitragvon Fump » 25.07.2015 10:49

die endgültige Entscheidung trifft das Ordnungsamt bzw zuständige Behörde.... manchmal ist es auch sinnvoll sich einfach mal im Vorwege mit denen zu besprechen um Enttäuschungen etc zu vermeiden.
Fump
Sicherheitsexperte
 
Beiträge: 862
Registriert: 13.02.2009 09:56

Re: Frage zu §34a und allem drum herum

Beitragvon guardian_bw » 25.07.2015 15:05

Roz hat geschrieben:Die endgültige Entscheidung trifft die Personalbeiteilung deines möglichen Arbeitgebers und das Ordnungsamt. Die Personalabteilung muss das Führungszeugnis beim Ordnungsamt einreichen und die entscheiden.


Ist dann doch nicht ganz so.

Das Ordnungsamt entscheidet nicht anhand des Führungszeugnisses, jenes hat im Zweifel nämlich gar keinen Eintrag und das Ordnungsamt versagt trotzdem die Zuverlässigkeit.
Das Ordnungsamt holt die unbeschränkte Auskunft aus dem Bundeszentralregister ein, und dort ist tatsächlich alles vermerkt - auch das, was nicht ins Führungszeugnis eingetragen wird.

Aber auch im BZR gibt es Tilgungsfristen, so dass z.B. uralte Sachen nicht mehr dort auftauchen. Sofern keine Tilgungshemmung eingetreten ist.
Zu den Tilgungsfristen und den Tilgungshemmungen bitte im BZRG nachlesen.

Richtig ist allerdings: Zunächst entscheidet der Arbeitgeber, ob er eine Einstellung vornehmen will trotz im Führungszeugnis eingetragener Vorstrafen.

@StoneCold90

Es gibt durchaus die Möglichkeit, auch mit eingetragenen Vorstrafen die für Beschäftigte im Bewachungsgewerbe erforderliche Zuverlässigkeit von der zuständigen Ordnungsbehörde zugesprochen zu bekommen.
Es kommt eben immer drauf an, wegen was der oder die Einträge erfolgten. Es gibt da ein paar absolute NoGos für das Bewachungsgewerbe, dazu zählen auf jeden Fall z.B. Eigentumsdelikte.

Was mich jetzt bei Deiner Geschichte etwas stutzig macht: Verurteilung nach Verstoß gegen WaffG wegen eines verbotenen Messers. Soweit so gut.
Bei Hausdurchsuchung gefunden? Da wird es dann seltsam... so eine Massnahme trifft die Polizei nicht mal eben so aus Jux und Dollerei, zumal sie dafür grundsätzlich auch eine richterliche Anordnung benötigt. Und jener stellt die auch nicht mal einfach so aus. Dafür braucht es Gründe.
"Was ich anpacke, klappt immer..... ...manchmal
Mike Lowrey - Bad Boys
Benutzeravatar
guardian_bw
Moderator
 
Beiträge: 5459
Registriert: 05.06.2007 07:20
Wohnort: Dort, wo man alles kann ausser Hochdeutsch

Re: Frage zu §34a und allem drum herum

Beitragvon D_R » 27.07.2015 19:41

Naja, der Türsteher kann ja auch direkt beim Lokal arbeiten. Somit braucht er keine SKP.

Bez. der Hausdurchsuchung kenne ich selbst mehrere Fälle, bei denen der Verdächtige tatsächlich nichts dafür konnte. So musste sich ein Kumpel von mir auch eine Hausdurchsuchung über sich ergehen lassen, weil er sich bei einem Chemikalienhändler GBL bestellt hat, 150L. Alles ordentlich deklariert mit Gewerbeschein eines Reinigungsunternehmens und EVE.

Wenn man im Netz etwas sucht, findet man relativ schnell Erfahrungsberichte von Leuten, die wegen im Netz bestellten Chemikalien durchsucht wurden.

Und wie man zuletzt gesehen hat, braucht man heute einfach nur eine etwas größere Menge Wasserstoffperoxid zu kaufen, damit man Besuch bekommt.
Liberté, Égalité, Brutalité
D_R
Sicherheitsexperte
 
Beiträge: 585
Registriert: 26.03.2014 18:53

Re: Frage zu §34a und allem drum herum

Beitragvon Roz » 16.08.2015 15:21

Hey ihr Lieben,

möchte jetzt nicht extra ein neues Thema erstellen, außerdem würde der Titel eh wie ca. 50% hier im Forum klingen.

Ich bereite mich grade auf die Sachkundeprüfung vor und arbeite mit 4-5 unterschiedlichen Anbietern und Infomaterial.

Sachunde.de
34a-Jack
eBook - Lernvorschläge und Lernamterial für die Sachkundeprüfung von Kim Marc und Alexander Weßeling
iOS App - 34a von APPucations u. laut Startbildschirm vom Bundesverband der Sicherheitswirtschaft

Die Prüfungsfragen der ersten drei Anbieter bestehe ich durchschnittlich mit 95% und da ich gerne alles mitnehme, mir die iOS App für unterwegs besorgt. Hier gibt es auch eine Prüfung, die ich nur mit 15% bestanden habe. Es wurden komplett andere Begriffe benutzt, als es die anderen Anbieter tun und teilweise wusste ich mit denen nichts anzufangen, noch nie gehört.

Jetzt macht sich bei mir die Panik breit, womit soll ich arbeiten? Am 17. September ist die Prüfung und ich weiß nicht ob ich bis dahin den alten Stoff vertiefen kann und zusätzlich den, für mich komplett neuen, aus der iOS -App.

Kennt jemand die von mir genannten Anbieter? Hat jemand vielleicht alte Unterlagen die mir einen besseren Einblick in das kommende gibt?
Benutzeravatar
Roz
Grünschnabel
 
Beiträge: 33
Registriert: 07.07.2015 07:53

Re: Frage zu §34a und allem drum herum

Beitragvon D_R » 16.08.2015 15:27

Was sind es denn für Begriffe, die du noch nie gehört hast?

Ich sags mal so. Auch ich habe mich mal auf die Sachkundeprüfung vorbereitet. Dazu habe ich ein Buch von Johann / Zimmermann benutzt und das passende Buch mit möglichen Fragen und Antworten. Die Qualität und Komplexität der Fragen der Sachkundeprüfung hatte nicht das geringste mit dem zutun, was im Buch stand. Ich würde an deiner Stelle deshalb vom Worst Case ausgehen.
Liberté, Égalité, Brutalité
D_R
Sicherheitsexperte
 
Beiträge: 585
Registriert: 26.03.2014 18:53


Zurück zu §34a + Sachkundeprüfung

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Anzeige
Anzeige
Anzeige