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Revier-, Schließ-und Öffnungsdienst

Hier gehts um den Schutz von Objekten

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Revier-, Schließ-und Öffnungsdienst

Beitragvon Aretias28 » 29.04.2015 11:26

Hallo ich bin neu hier Im Forum und hätte eine frage.
Ganz kurz zu meiner Person, Ich wohne in Bayern und bin im 2. Lehrjahr zur Fss.
Mein Arbeitsweg dauert fast ne Stunde einfach. Mir fällt es langsam schwer ab ner bestimmten Stunde am Abend anzufangen und 12 St durchzuarbeiten , falls man Zeit findet kann Mann etwas pause machen. Ebenso sind wir revierfahrer als alarminterventionakraft eingesetzt, sodass Ich alleine als azubine einen alarm fahren muss. Ist das alles rechtmäßig wie wir Eingesetzt werden quasi 12 Stunden alleine unterwegs und ebenso als alarminterventionskraft alleine unterwegs in der Nacht.

Lg
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Re: Revier-, Schließ-und Öffnungsdienst

Beitragvon Wolperdinger » 29.04.2015 13:08

Grußi

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Re: Revier-, Schließ-und Öffnungsdienst

Beitragvon RomytheBest » 19.04.2017 17:17

Hallo...
Es geht um das Thema:" ausrechende Beleuchtung zu den Kontrollstechstellen".
Ich bin Revierfahrer und wir müssen seit einiger Zeit ein Objekt kontrollieren, dass abgelegen und dunkel ist.
Zu dem Objekt gehören unzählige Überseecontainer, in denen Reifen.- und Reifenzubehör gelagert werden. Der Kunde hat Angst, dass die Container geknackt werden, daher müssen wir zwei Nächtliche Kontrollen machen.
Am Objekt gibt es eine Außenbeleuchtung, die aber nicht eingeschaltet wird. Man könnte die Container auch mit dem Pkw abfahren, auch das möchte der Kunde nicht..

In der BGVC7 §6 steht, dass eine ausreichende Beleuchtung vorhanden sein muss. Unser Arbeitgeber stellt uns eine Taschenlampe zur Verfügung. Wenn wir Angst haben, dann wären wir für den Job nicht geeignet, so die Aussage.

Die Berufsgenossenschaft konnte mir auch nicht weiterhelfen. Es gibt wohl Regeln für künstliche Beleuchtungen am Arbeitsplatz, aber die helfen mir auch nicht weiter.

Vielleicht könnt Ihr mir weiterhelfen.... :roll:
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Re: Revier-, Schließ-und Öffnungsdienst

Beitragvon Frank » 19.04.2017 17:42

Hallo,

also das:
Die Berufsgenossenschaft konnte mir auch nicht weiterhelfen.


erscheint mir unwahrscheinlich, die reagieren immer, wenn es um Unfallgefahren geht.

Was
Unser Arbeitgeber stellt uns eine Taschenlampe zur Verfügung.


für eine hat der AG euch denn zur Verfügung gestellt ?

Denn mittlerweile gibt es genügend Lampen, die dank LED die Nacht zum Tage machen.
"Wo wir sind klappt nichts.........aber wir können nicht überall sein........"
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Re: Revier-, Schließ-und Öffnungsdienst

Beitragvon RomytheBest » 19.04.2017 18:29

In der BGVC7 §6 steht, dass eine ausreichende Beleuchtung vorhanden sein muss.
Die VBG in Hamburg und in Berlin konnte mir nicht sagen, ob eine Taschenlampe ausreicht.
Das Objekt ist ziemlich dunkel und man muss mit ungebetenen Gästen rechnen.
Die Wege sind teilweise eng und verwinkelt, zudem nicht vorausschauend.
Wir benutzen eine LED Lenser P7.2, die eigentlich ganz gut ist. Trotzdem möchte ich wissen, ob der Kunde verpflichtet ist, eine Außenbeleuchtung anzubringen b.z.w. einzuschalten.
Was versteht man unter "ausreichende Beleuchtung"?
Wenn ich die Kontrollstechstelle nicht benutze, dann muss ich mit Konsequenzen rechnen.
In erster Linie denke ich aber an meine Gesundheit....
RomytheBest
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Re: Revier-, Schließ-und Öffnungsdienst

Beitragvon guardian_bw » 20.04.2017 13:44

RomytheBest hat geschrieben:In der BGVC7 §6 steht, dass eine ausreichende Beleuchtung vorhanden sein muss.

Nein, das steht so nicht in der DGUV Vorschrift 23 (ehemalige BGV C7, die 1:1 in die neue Vorschrift 23 übernommen wurde).
Es steht lediglich etwas ähnliches in den DA zu §6.

Im Grunde geht es im §6 der DGUV V23 darum, dass der Unternehmer (also in diesem Fall Dein Arbeitgeber) noch einmal zusätzlich zu den ohnehin bestehenden allgemeinen Regelungen die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz betreffend daran erinnert wird, eine tätigkeits- und objektbezogene Gefährdungsbeurteilung zu erstellen, dadurch die vorhandenen Gefährdungen kennt und möglichst beseitigt bzw. beseitigen lässt. Der §6 ist aber nicht die einzige Stelle der V23, die dem Unternehmer diese Pflicht zur Gefährdungsbeurteilung auferlegt.

Genau da wäre auch Dein Problem aufgehoben: In der Gefährdungsbeurteilung. In jener sind auch die Beleuchtungsverhältnisse und dadurch ggf. entstehende Gefährdungen zu berücksichtigen.

Kommt man nach objektiver Betrachtung der speziellen Gefährdung (hier: unbeleuchteter, enger und verwinkelter Weg, dadurch die Anstoss- , Rutschgefahr o.ä.) zu dem Schluss, dass eine weitgehend gefahrlose Begehung des notwendigen Weges zur Stechstelle ohne Beleuchtung nicht möglich ist, dann darf der Unternehmer von seinen Mitarbeitern eigentlich nicht verlangen, diesen Weg zu gehen.

Die vorhandene Taschenlampe (im Übrigen ebenfalls vorgeschrieben über §10 GGUV V23) kann ausreichend sein, um die Gefahr signifikant zu minimieren. Kommt auf verschiedene Umstände an, nicht zuletzt auch auf die Örtlichkeit und die Lampe als solches.

Die VBG hält sich da tatsächlich weitgehend heraus und legt die Verantwortung zunächst dem Unternehmer in die Hände. Wenn der in seiner Gefährdungsbeurteilung zu dem Schluss kommt, eine leistungsfähige Handleuchte genügt, um die Gefährdung zu minimieren bzw. sogar zu eliminieren, und er kann diesen Schluss auch belastbar begründen, dann ist das zunächst einmal so.

Kommt der Unternehmer allerdings zum Schluss, dass die Handleuchte nicht ausreicht und will da eine anständige Beleuchtung vor Ort, dann muss er auch soweit gehen und seinen Mitarbeitern untersagen, die Stechstelle anzulaufen. Zumindest solange keine tatsächlich ausreichende Beleuchtung vorhanden ist.

Genau da kommen wir dann zu einem Problem: Spielt der Auftraggeber da nicht mit, kann der Auftrag gefährdet sein. Wirtschaftliche Interessen dürfen zwar nicht unbedingt eine Rolle spielen in solchen Angelegenheiten, aber sind wir doch ehrlich: Das sind immer enorm wichtige Entscheidungskriterien.
Und der Auftraggeber kann es da recht einfach haben. Wenn der eine das so nicht durchführen will, irgendeinen wird es immer geben.

Ich hatte da schon mehrfach Erfolge verzeichnen können mit Wegen zu Stechstellen, die einfach zu bestimmten Zeiten unpassierbar waren. Zumindest nicht gefahrlos. Das wurde beim Kunden reklamiert, die Stechstellen wurden umgelegt und damit konnte auch der Rundgang dann gefahrloser absolviert werden. Das klappt aber leider nicht immer so.
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Re: Revier-, Schließ-und Öffnungsdienst

Beitragvon RomytheBest » 20.04.2017 17:15

Vielen Dank für ausführliche Antwort :!:
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