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Gefährdungsanalyse

Hier gehts um den Schutz von Objekten

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Gefährdungsanalyse

Beitragvon KampfKraut » 09.09.2015 16:52

Wie sieht das eigentlich mit dem erstellen einer Gefährdungsanalyse für Mitarbeiter aus Sicht eines SiKos aus?

Hat diese eine Gewisse Form einzuhalten oder kann diese beliebig gestaltet werden sofern alles Wichtige für die VBG enthalten ist? Gibt es dazu vll Muster wie so etwas aussehen kann? Muss diese Bilder enthalten (von den Gefahrenstellen) oder sind diese optional?
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Re: Gefährdungsanalyse

Beitragvon Frank » 09.09.2015 19:22

Hallo,

dazu gibt es Material von der BG, im Grundsatz geht es aber immer um diese 7 Punkte:

1.Arbeitsbereich und Tätigkeit festlegen
Dazu gehört:
-Verantwortung festlegen
-Gesetze und Vorschriften auflisten,die für den Arbeitsplatz gelten
-Ermitteln der Arbeitsplatzbezogenen Gefährdungen (zum B. Feinstaub,Kälte etc.)
-Personenbezogene Gefährdungen ermitteln (zum B. Tauglichkeit Schichtarbeit)

2.aufgrund des vorherigen konkrete Überrpüfung des gesamten Arbeitsplatzes auf Gefährdungen

3.Risikobewertung
Einteilung der gefunden Gefährdungen in
-Stark gefährdend
d.h. Maßnahmen sind ungehend erforderlich
-weniger stark gefährdend
d.h. Abhilfe muss nciht sofort geschaffen werden
-gering gefährdend
das sogenannte "Restrisiko"

Aus dieser Risikobewertung erstellt man dann Schutzziele ,wobei viele davon bereits in Gesetzen,Rechtsverordnungen und Vorschriften zu finden sind
Daraus erstellt man den den

4.Maßnahmenkatalog
also die zu erledigenden Arbeiten um einen sicheren Arbeitsplatz zu schaffen und daraus folgt die Festlegung der

5.Durchführen der Maßnahmen
Hier sollten klare Zeit-und Personenvorgaben gemacht werden (zum B. FA Müller erneuert Außenbeleuchtung bei XXX bis zum 30.9.2015

6.Kontrolle der Durchfühung

7.erneuter Prüfbeginn mit 1. nach einer gewissen Zeit ( 2 oder 3 Jahre)

Und das ganze natürlich alles schön schriftlich dokumentieren und selbstverständlich mit Fotos.
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Re: Gefährdungsanalyse

Beitragvon KampfKraut » 10.09.2015 15:23

Danke klingt doch schon mal ganz Gut. :D

Gefahren die sich nicht abstellen lassen (z.B Kontrollen an einem Starkstromkasten) kann man mit dem Hinweis auf Eigenschutz durch Schutzhandschuhe (als bsp) als "erledigt" betrachten?

"Gesetze und Vorschriften auflisten,die für den Arbeitsplatz gelten"

Reicht hier ein Verweis auf die BGVC7 ect oder müssen explizit einzelne Paragrafen raus gezogen werden die hier greifen?
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Re: Gefährdungsanalyse

Beitragvon KampfKraut » 10.09.2015 16:36

KampfKraut hat geschrieben: Verweis auf die BGVC7 ect


Damit meine ich natürlich die BGV A8 ect... (Nicht das mir einer erklären will wo was steht ^^)
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Re: Gefährdungsanalyse

Beitragvon guardian_bw » 10.09.2015 18:55

KampfKraut hat geschrieben:Danke klingt doch schon mal ganz Gut. :D


Stimmt nur nicht so ganz.

Wenn ich aus dem Urlaub daheim bin, schreib ich mehr dazu.
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Re: Gefährdungsanalyse

Beitragvon KampfKraut » 10.09.2015 21:06

Danke. Nur kein Stress. Bisher haben die MA auch ohne so etwas ganz gut überlebt/gelebt :mrgreen:
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Re: Gefährdungsanalyse

Beitragvon Frank » 11.09.2015 01:48

Hallo,


Bisher haben die MA auch ohne so etwas ganz gut überlebt/gelebt


ja bis der Staatsanwalt auf der Matte steht...... :mrgreen:

Deswegen ist das wichtigste auch die Dokumentation ....

Gerade im Spannungsfeld zwischen Auftraggeber und Sicherheitsunternehmen.
Der Kunde (Auftragegeber) will natürlich alles kostenlos ....nur wenn es denn mal "Scheppert" wird mit dem großen Finger gleich auf das Wachunternehmen gezeigt.
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Re: Gefährdungsanalyse

Beitragvon KampfKraut » 11.09.2015 04:10

Das "Problem" ist im Prinzip nur alles so wasserdicht zu schreiben das nachher keiner am Stuhl sägen kann. Erfahrungsgemäß liest diese Analyse sowieso keiner. Die meisten MA setzen einfach ihr Autogramm drunter und sind sich gar nicht bewusst was sie mit dieser Unterschrift eigentlich "bestätigen"... :shock: :roll:
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Re: Gefährdungsanalyse

Beitragvon Laubfrosch » 11.09.2015 14:30

Frank hat geschrieben:Hallo,


Bisher haben die MA auch ohne so etwas ganz gut überlebt/gelebt


ja bis der Staatsanwalt auf der Matte steht......


Das geschieht allerdings erst dann, wenn es zu spät ist und schon was gravierendes mit mindestens einem erheblichen Personenschaden passiert ist.
Vorher interessiert sich da kein Staatsanwalt.

Die Gefährdungsbeurteilung ist übrigens nichts, was die Mitarbeiter unterschreiben müssen.
Das wäre nur bei der DA ggf. erforderlich, die im Idealfall die GBU bzw. darin festgeschriebene Maßnahmen enthält. Oder anders gesagt, u.a. auf der GBU aufbaut.
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Re: Gefährdungsanalyse

Beitragvon KampfKraut » 11.09.2015 19:29

Aber wenn der MA die Gefährdungsanalyse nicht unterschreibt kann er doch im Nachhinein sagen er wusste von nichts? :?:
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Re: Gefährdungsanalyse

Beitragvon Fump » 12.09.2015 09:21

Wieso sollte er die unterschreiben? Wichtig ist das es sie gibt und ein MA sie lesen kann.

Bei uns ist die GB Bestandteil der ODA (mitgeltende Unterlagen) und die ODA wird schriftlich bestätigt, GB (wie viele andere Unterlagen noch) befinden sich in der Objektmappe und haben halbjährlich schriftlich bestätigt zu werden...
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Re: Gefährdungsanalyse

Beitragvon KampfKraut » 12.09.2015 11:33

Na ja dann wird sie ja doch indirekt unterschrieben. Denn sonnst kommt es ja zu dem Oben angesprochenen Problem. Wenn etwas passiert und der MA sich gegenüber der VBG darauf beruft nicht ordnungsgemäß auf die Gefahren hingewiesen worden zu sein, ist der Ersteller der GA der dumme...
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Re: Gefährdungsanalyse

Beitragvon guardian_bw » 12.09.2015 12:18

Nochmal kurz, bevor ich Anfang nächster Woche ausführlich was schreibe:

Die Gefährdungsbeurteilung selbst muss der AN tatsächlich weder kennen noch unterschreiben.
Die für ihn wichtigen Dinge daraus sind (oder sollten sein) Bestandteil der Dienstanweisungen, auch Einzelanweisungen. Zudem ist die Gefährdungsbeurteilung (neben anderen Dingen) auch Grundlage der Erstunterweisung bei Einstellung sowie der regelmässigen, mindestens jährlichen Unterweisung, die auch dokumentiert werden (und vom AN auch unterschrieben werden).
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Re: Gefährdungsanalyse

Beitragvon KampfKraut » 12.09.2015 14:16

Ok dann muss man ja bei der GA nicht zwingend auf die BGV A8 verweisen?
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Re: Gefährdungsanalyse

Beitragvon plastus » 13.09.2015 18:46

die bgv a8 gibts erstens nicht mehr, und zweitens enthielt diese nur die sicherheitskennzeichnungen...

auf die relevanten vorschriften muss nciht verwiesen werden, jedoch sollte man entweder diese kennen und einhalten oder soviel tun, daß man zwangsläufig unterhalb aller (auch der unbekannten) regelungen bleibt.. letzteres istwohl schwierig..

daher ist ein normenbezug alleine schon deshalb sinnvoll, weil -falls mal jmd der an der erstellung nciht mitgewirkt hat- jeder der mit der gb (neuer bereichsleiter dem bestimmte aufgaben übertragen wurden o.ä.) arbeiten soll dann nachsehen kann, abgesehen davond aß sich auch mal ne vorschrift ändert hin und wieder... hab ich mal gehört..
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