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Gründung eines Wachdienstes

Hier gehts um den Schutz von Objekten

Moderatoren: ghostguard, guardian_bw

Gründung eines Wachdienstes

Beitragvon manni2009 » 21.10.2015 02:04

Hallo Leute,

ich bin neu hier im Forum und würde mich freuen wenn Ihr mir ein paar Tipps geben könnt.

Zu meiner Person ich war viele Jahre im Wachdienst tätig, vorwiegend im Revierdienst und Objektschutz.
Ich habe eine Weiterbildung/Ausbildung als Kaufmann und im Marketing Management. Nebenberuflich betreibe ich noch einen Online Shop. Ich habe schon öfters mit dem Gedanken gespielt, mich mit einem Wachdienst selbständig zu machen.

Im Frühjahr 2016 besteht die Chance dass ich ein Objekt übernehmen kann, da der Vertrag mit dem vorherigen Wachdienst ausläuft und wohl nicht verlängert wird. Das Objekt braucht einen Wachdienst für die Pforte, derzeit arbeiten dort 4 Personen auf Vollzeit und 2 Personen auf 450 Euro Basis in Wechselschichten rund um die Uhr.

Beim zuständigen Ordnungsamt habe ich mich informiert, welche Vorraussetzungen gegeben sein müssen um einen Wachdienst zu gründen. Die persönlichen Vorraussetzungen erfülle ich, es wird allerdings noch eine Gebühr fällig die an das Ordnungsamt zu zahlen ist. Die Höhe der Gebühr richtet sich wohl nach Umfang und geplante Tätigkeit im Wachdienst. Genauere Informationen zur Höhe der Gebühr konnte man mir nicht geben, da diese erst im Gründungsfall berechnet und in Rechnung gestellt wird.

Ich habe einige Fragen zum Thema Wachdienst Gründung und hoffe Ihr könnt mir ein paar Tipps geben.

1. Wie hoch wird die Ordnungsamt Gebühr wohl sein, wenn man angibt ein Einzelunternehmen im Bereich Objektschutz zu gründen?

2. Gibt es empfehlenswerte Software Lösungen für den Wachdienst im Objektschutz hinsichtlich Kundendatenbank, Textbausteine, Angebotserstellung, Dienstplan etc.. - oder muss man alles selbst entwickeln?

3. Wie hoch wird die Betriebshaftpflicht monatlich ausfallen und woran richtet sich diese?

4. Wie hoch sind die Lohnnebenkosten für Vollzeitangestellte die ein Arbeitgeber einkalkulieren muss?

5. Wie viel Prozent Aufschlag sollte man auf den Brutto Stundenlohn seiner Angestellten kalkulieren um das Unternehmen am laufen zu halten bzw. Gewinn zu erwirtschaften. Gibt es da Richtwerte ? Die Angestellten erhalten derzeit beim anderen Wachdienst einen Stundenlohn von 11,04 Euro Brutto (Tarif NRW).

6. Das Unternehmen soll am Anfang vom Büro zu Hause aus geleitet werden. Mit welchen Ausgaben muss ich neben Strom, Miete, Lohn, Dienstkleidung, Telefon noch rechnen ?

7. Wie viel Eigenkapital wäre für mein Vorhaben erforderlich?

Über Tipps von Euch, und gerne auch von Gründern würde ich mich sehr freuen :)

Grüße vom Niederrhein

Manfred
manni2009
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Re: Gründung eines Wachdienstes

Beitragvon guardian_bw » 21.10.2015 19:41

Mal so rein grundsätzlich: Einige Deiner Fragen wurden bereits sehr ausführlich im Forum behandelt. Die Suchfunktion hilft da manchmal weiter.

manni2009 hat geschrieben:1. Wie hoch wird die Ordnungsamt Gebühr wohl sein, wenn man angibt ein Einzelunternehmen im Bereich Objektschutz zu gründen?

Lässt sich schlecht abschätzen, da diese Gebühren nicht nur regional stark unterschiedlich sind, sondern bereits von Kommune zu Kommune.

manni2009 hat geschrieben:4. Wie hoch sind die Lohnnebenkosten für Vollzeitangestellte die ein Arbeitgeber einkalkulieren muss?


Ca. 21% bei sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, ca. 31% bei sozialversicherungsfrei Beschäftigten (Minijob, "450-Euro-Job").
Dazu kommt noch die BG, die bezahlt werden muss. Die Beiträge dazu schwanken und lassen sich daher nicht klar beziffern.


manni2009 hat geschrieben:5. Wie viel Prozent Aufschlag sollte man auf den Brutto Stundenlohn seiner Angestellten kalkulieren um das Unternehmen am laufen zu halten bzw. Gewinn zu erwirtschaften. Gibt es da Richtwerte ? Die Angestellten erhalten derzeit beim anderen Wachdienst einen Stundenlohn von 11,04 Euro Brutto (Tarif NRW).


Wie man kalkuliert sollte man schon wissen, wenn man sich selbstständig machen will.
Du musst bedenken, dass alle Kosten gedeckt sein müssen, und Du willst ja auch noch was verdienen.
Mit den 21-31% der Lohnnebenkosten wirst Du also nicht hinkommen. Du brauchst auch Rücklagen für die Lohnfortzahlung, wenn jemand krank wird. Urlaub haben die Mitarbeiter auch. In beiden Fällen musst Du praktisch für die Zeit der Abwesenheit des Mitarbeiters doppelt Lohn zahlen: Der, der weg ist, und der der arbeitet. Beide wollen Lohn.
Es gibt noch einige andere Kostenpunkte, die in die Kalkulation gehören.

Und wenn Du dann mit allem fertig bist und Deine Kalkulation steht, wirst Du schnell merken dass Du mit dem errechneten Stundensatz recht teuer sein wirst und Du am Markt damit nur schwer bestehen kannst.

manni2009 hat geschrieben:6. Das Unternehmen soll am Anfang vom Büro zu Hause aus geleitet werden. Mit welchen Ausgaben muss ich neben Strom, Miete, Lohn, Dienstkleidung, Telefon noch rechnen ?


Arbeitssicherheit. Ganz wichtiger Punkt. Und damit ist nicht nur Ausrüstung gemeint, da geht es schon viel früher los. Du musst z.B. einen Betriebsarzt haben, ggd. eine Fachkraft für Arbeitssicherheit (als kleines Unternehmen kann man zumindest die FASi selbst übernehmen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, ist aber nur bedingt empfehlenswert). Das kostet auch Geld...

manni2009 hat geschrieben:7. Wie viel Eigenkapital wäre für mein Vorhaben erforderlich?

Kommt auf verschiedene Variablen an. Eine bestimmte Summe X lässt sich so nicht sagen.

Auch nicht unwichtig: Mit nur 4 Vollzeitbeschäftigten und 2 Aushilfen als Minijobber wird sich auf Dauer ein Objekt rund um die Uhr nicht besetzen lassen.
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Re: Gründung eines Wachdienstes

Beitragvon manni2009 » 22.10.2015 01:34

Hallo,

vielen Dank für deine hilfreichen Infos :) Das hat mich sehr gefreut.
Ich werde weerde zum Thema noch was im Forum recherchieren.

Zu deinen Antworten habe ich noch ein paar Fragen.

1. Kann man denn abschätzen ob die Ordnungsamtgebühr im Bereich einiger Hundert Euro liegt oder muss ich gar mit einigen tausend Euro rechnen ?

4. Beziehen sich deine Prozentangaben auf die Lohnnebenkosten eines Brutto Stundenlohns ?

5. Angenommen ich möche meinen Angestelllten 12 Euro brutto die Stunde zahlen, hinzu kommt noch eine Nachtschichtzulage und bei Sonn und - Feiertagen die entsprechenden Zulagen. Mit Einkalkulierung einer Reserve die bei Krankheit und Urlaub greift und sagen wir 6000 Euro Gewinn vor Steuer im Monat wie hoch müsste dann der Prozentuale Aufschlag auf den 12 Euro Brutto Stundenlohn sein ? Über eine Einschätzung von dir würde ich mich freuen, sind 50%-60 % realistisch?

Wenn man einen Betriebsarzt für das Unternehmen bennent, ist dieser doch extern warum müssen hier Kosten einkalkuliert werden, oder muss der Arbeitgeber die Untersuchungen zahlen?

6. Ist schon bei Neugründung zwingend eine Fachkraft für Arbeitssicherheit erforderlich, oder erst ab einer bestimmten Betriebsgröße ?

7. Du hast recht bei Krankheit oder Urlaub sind in der Vergangenheit schon öfters Engpässe entstanden so das Kollegen viele Tage am Stück durcharbeiten mussten. Im Notfall werde ich aber selbst im Objekt einspringen und ggf. eine weitere 450 Euro Kraft einstellen.

Viele Grüße

Manfred
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Re: Gründung eines Wachdienstes

Beitragvon Fump » 22.10.2015 07:41

Mit Verlaub und ohne Dir auf den Schlips treten zu wollen.... Du hast absolut keine Ahnung, willst das Dir nötige Fachwissen aus Foren beziehen um dann Menschen zu beschäftigen die auf der Basis ihres Arbeitsvertrages ihren Lebensunterhalt verdienen?

1. unterschiedlich.... Föderalismus und so
4. echt jetzt?
5. Du willst 12 zahlen und rechnest schon mit 6k Gewinn? siehe oben.... ganz oben... aber es gibt noch so Dinge wie Dienstkleidung, Ausrüstung, Fortbildung, Organisationskosten, Versicherungen, und und und... und wer glaubst Du zahlt den Betriebsarzt? Kleiner Tip, die Krankenkasse ist es nicht....
6. abhängig von der Anzahl der Mitarbeiter, aber nur weil es nicht nötig ist heißt es nicht das die Inhalte des ASiG nicht gelten....
7. jetzt verstehe ich langsam (ne, eigentlich nicht langsam) Du kalkulierst 6k Gewinn ein, lässt ein paar Leute in dem Objekt arbeiten und ab und an schaust mal vorbei und springst mal ein....

Lieber Manfred, auch wenn es sehr einfach aussieht.... paar Leute hinsetzen, Stunden klopfen lassen, ab und an mal vorbeischauen.... das ist nur ein sehr kleiner Teil der Pflichten.... und Du bei Deiner aktuellen Qualifikation bald ein Fall für Peter Zwegat, wenns dumm kommt braucht Du Lenßen und Partner um gegen eine fette Klageschrift von Posch vorzugehen oder findest Dich auf Kabel 1 in einer der beliebten Reviersendungen im Rahmen einer Zollbegleitung wieder....

Ich kenne Betriebe wie den der Dir vorschwebt und die Chefs verdienen auch nicht schlecht.... arbeiten aber auch 350h/Monat und mehr.... und tragen das volle unternehmerische Risiko....

und noch mal ganz nebenbei... private KV/RV gehen auch mal so richtig ins Geld....
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Re: Gründung eines Wachdienstes

Beitragvon K.J. » 22.10.2015 15:14

nur eins von mir. Sonst muß ich mich wieder aufregen.

Wenn Du 6000 € Gewinn machen willst, und DU 12 € zahlen möchtest, mußt Du pro Monat ca. 5000 Stunden dem Kunden verkaufen. Denn man geht mit + 10 % Gewinn in die Berechnung. Ob Du das nun vom Stundengrundlohn machst als 12 Euro oder wie auch immer vom Endpreis also z.B. 18 € je nachdem wie Du kalkulierst können es auch etwas weniger Std. sein.

Stundessatzberechnung solltest Du gelernt haben als Kaufmann :shock: oder etwa nicht..
Sicherheitsfachwirt i.A.
(Anmeldebogen hab ich schon mal ausgefüllt)
K.J.
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Re: Gründung eines Wachdienstes

Beitragvon guardian_bw » 22.10.2015 18:07

manni2009 hat geschrieben:1. Kann man denn abschätzen ob die Ordnungsamtgebühr im Bereich einiger Hundert Euro liegt oder muss ich gar mit einigen tausend Euro rechnen ?

Nein, man kann nichts abschätzen.
Die Spanne geht tatsächlich bei unter 100 Euro los und endet im vierstelligen Bereich.

manni2009 hat geschrieben:4. Beziehen sich deine Prozentangaben auf die Lohnnebenkosten eines Brutto Stundenlohns ?

Äh, von was werden denn Sozialabgaben berechnet - vom Brutto oder vom Netto?
Bruttostundenlohn natürlich.

manni2009 hat geschrieben:5. Angenommen ich möche meinen Angestelllten 12 Euro brutto die Stunde zahlen, hinzu kommt noch eine Nachtschichtzulage und bei Sonn und - Feiertagen die entsprechenden Zulagen. Mit Einkalkulierung einer Reserve die bei Krankheit und Urlaub greift und sagen wir 6000 Euro Gewinn vor Steuer im Monat wie hoch müsste dann der Prozentuale Aufschlag auf den 12 Euro Brutto Stundenlohn sein ? Über eine Einschätzung von dir würde ich mich freuen, sind 50%-60 % realistisch?

Du möchtest 12 Euro Stundenlohn zahlen und 6000 Euro Gewinn pro Monat machen?

Äh... ja. Aber ok: Mit 60% Aufschlag auf den Stundenlohn kommst Du da nicht hin. Wenn Du tatsächlich eine kaufmännische Ausbildung hast, wirst Du da auch selbst recht schnell drauf kommen...


manni2009 hat geschrieben:Wenn man einen Betriebsarzt für das Unternehmen bennent, ist dieser doch extern warum müssen hier Kosten einkalkuliert werden, oder muss der Arbeitgeber die Untersuchungen zahlen?


Ja, der ist in den meisten Fällen extern. Kostet aber trotzdem. Und diese Kosten trägt der Unternehmer.

manni2009 hat geschrieben:6. Ist schon bei Neugründung zwingend eine Fachkraft für Arbeitssicherheit erforderlich, oder erst ab einer bestimmten Betriebsgröße ?

Es ist egal, ob Dein Unternehmen gerade erst gegründet wurde. Entscheidend für die Option der Unternehmerregelung und damit dem Verzicht auf eine FASi ist die Zahl der Mitarbeiter.
Aber wie gesagt: Nur unter bestimmten Bedingungen möglich, und auch nur bedingt zu empfehlen. Es braucht schon ein wirklich umfassendes Wissen rund um die Arbeitssicherheit, um hier möglichst fehlerfrei (und damit im Worst Case auch haftungsfrei) zu bleiben.




Es sind ja nun schon auch andere Kommentare hier eingegangen. Ich bin mit jenen auf einer Linie und denke auch, dass Du da sehr blauäugig bist und möglicherweise auch etwas falsche Vorstellungen....

So ein Schritt will wohl überlegt sein, besonders wenn man auch noch Verantwortung für andere übernimmt. Ich würde als Arbeitnehmer nur ungern in einem Neuunternehmen arbeiten, in dem der Chef offensichtlich keinen Plan von nix hat. Sorry für die harten Worte.
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Re: Gründung eines Wachdienstes

Beitragvon manni2009 » 22.10.2015 18:47

Hallo,

danke für eure Tipps. Ich sammel erstmal Informationen zum Thema und bin zugegeben noch ganz am Anfang, aber jedes "Start Up" fängt erstmal bei null an.

Natürlich habe ich die Stundenssatzrechnung gelernt, aber mich noch nicht genauer damit befasst. Ich habe mich quasi sofort hier im Forum angemeldet um grundsätzliche Informationen einzuholen.Ich werde noch alles genau durchrechnen und dann entscheiden. Soviel Geld werde ich nicht in den Sand setzen, dass ich Angst vor Herrn Zwegat haben müsste. Die Arbeitsverträge werde vorerst befristet und sind Objekt bezogen.

Danke auch für die Infos von K.J. bei meinen "zukünftigen" Objekt wären es insgesamt 1000 Stunden im Monat.

Noch eins, weiss jemand von Euch wo man Musterverträge fürs Wachgewerbe bekommt, z.B. Bewachungsvertrag ?

Grüsse

Manfred
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Re: Gründung eines Wachdienstes

Beitragvon saw1977 » 22.10.2015 21:36

haben wir den 1. April?

Hier geben sich alle Richtig mühe die Fragen zu beantworten, sorry das ist eine Totgeburt.
Gruß saw1977

wer Rechtschreibfehler findet, darf diese behalten ^^
hier noch ein paar Satzzeichen ....,,,,,!!!!!!??????
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Re: Gründung eines Wachdienstes

Beitragvon manni2009 » 23.10.2015 01:13

Hallo

finde das auch sehr freundlich dass Ihr mir Fragen beantwortet.
Besonders der Moderator des Forums konnte mir schon viele hilfreiche Tipps geben.

@saw1977 bei dir scheint der erste April ja noch lange nachzuhängen :D. Wenn du nichts konstruktives zur Diskussion beitragen kannst, aus welchen Gründen auch immer dann lass es einfach und *troll* dich.
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Re: Gründung eines Wachdienstes

Beitragvon christoph_hb » 23.10.2015 02:17

Gewerbesteuer und Kammerbeitrag zur IHK nicht vergessen.

Der Beitrag zur BG rechnet sich nach Gefährdungsklasse und (Jahres-) lohnsumme und wird such nicht gleich fällig.

Wie gesagt, die Pflichten nach dem ASiG kann man extern beauftragen und sollte man auch.

Existenzgründer-Seminar wird empfohlen und einen vernünftigen Steuerberater sollte man auch haben und ggf. eine Rechtsschutz für Arbeitgeber.

Die notwendige Betriebshaftpflicht ist schon für die Erteilung der Bewachungserlaubnis notwendig. Da hilft der versierte Versicherungsmakler weiter, weil es in den Summen und Umfängen grosse Unterschiede gibt.

Schutzkleidung ist im erforderlichen Umfang vom AG zu stellen und für die Arbeitsplätze eine Gefährdungsanalyse zu erstellen.

Viel Spass in der Selbstständigkeit :mrgreen:
christoph_hb
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Re: Gründung eines Wachdienstes

Beitragvon plastus » 28.10.2015 22:01

manni2009 hat geschrieben:Hallo,

vielen Dank für deine hilfreichen Infos :) Das hat mich sehr gefreut.
Ich werde weerde zum Thema noch was im Forum recherchieren.

Zu deinen Antworten habe ich noch ein paar Fragen.

1. Kann man denn abschätzen ob die Ordnungsamtgebühr im Bereich einiger Hundert Euro liegt oder muss ich gar mit einigen tausend Euro rechnen ?

4. Beziehen sich deine Prozentangaben auf die Lohnnebenkosten eines Brutto Stundenlohns ?

5. Angenommen ich möche meinen Angestelllten 12 Euro brutto die Stunde zahlen, hinzu kommt noch eine Nachtschichtzulage und bei Sonn und - Feiertagen die entsprechenden Zulagen. Mit Einkalkulierung einer Reserve die bei Krankheit und Urlaub greift und sagen wir 6000 Euro Gewinn vor Steuer im Monat wie hoch müsste dann der Prozentuale Aufschlag auf den 12 Euro Brutto Stundenlohn sein ? Über eine Einschätzung von dir würde ich mich freuen, sind 50%-60 % realistisch?

Wenn man einen Betriebsarzt für das Unternehmen bennent, ist dieser doch extern warum müssen hier Kosten einkalkuliert werden, oder muss der Arbeitgeber die Untersuchungen zahlen?

6. Ist schon bei Neugründung zwingend eine Fachkraft für Arbeitssicherheit erforderlich, oder erst ab einer bestimmten Betriebsgröße ?

7. Du hast recht bei Krankheit oder Urlaub sind in der Vergangenheit schon öfters Engpässe entstanden so das Kollegen viele Tage am Stück durcharbeiten mussten. Im Notfall werde ich aber selbst im Objekt einspringen und ggf. eine weitere 450 Euro Kraft einstellen.

Viele Grüße

Manfred


vieles wurde schon gesagt, aber da ich selber das ganze schonmal gemacht hab, belästige ich dich mit ein paar zusatz antworten..:

1. bewachungserlaubnis bewegt sich je nach kommune ab ca 400,- (ausnahmen nach unten sind möglich) bis ca 2000,- (ausnahmen nach oben sind selten), für "alles", wenn du das jetzt auf objektschutz beschränkst und es nicht gerade münchen sein soll, wird das ganze wohl im oberen dreistelligen bereich enden. kleiner tip am rande, gründung an nem "billigen" ort und umzug der firma an einen wo es teurer gewesen wäre erfordert keine neue erlaubnis.. hab das unklugerweise mal andersrum gemacht.. ;)

zu 5.
da du ja inzw die 1000 std in den raum geworfen hast, also an jeder stunde ca 1,20€ verdienen willst (nach rücklagen?) hast du das ja inzw selbst beantwortet.. letzten endes stellt sich natürlich auch die frage was dein auftraggeber zu zahlen bereit ist. ich habe mit ausschreibungspflichtigen dienstleistungen nicht viel am hut, aber glaube mit dieser größenordnung könnte das ein thema sein...!? dann mußt du den auftrag natürlich auch bekommen. und wenn über "billigst" ausgeschrieben wird ist das das eine, aber an qualitätskriterien wirst du dir als neugründung schnell die zähne ausbeissen...

5/6.
Betriebsarzt und FASi brauchst du im Prinzip ab dem ersten Angestellten, ABER: beide richten sich nach der Mitarbeiteranzahl (*Schlüssel) und natürlich zahlt der Arbeitgeber dafür.. hält sich aber im Rahmen, und ich finde das Unternehmermodell zwar gut, weil der Unternehmer sich mit dem Thema befassen muß, aber kostenmäßig reden wir hier über vermutlich nicht mehr 5-700,-€ im Jahr..
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