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(Schuss)Waffen im Objektschutz

Hier gehts um den Schutz von Objekten

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(Schuss)Waffen im Objektschutz

Beitragvon guardian_bw » 07.11.2015 17:51

Oh Mann... langsam wird es schon fast peinlich, wie verzweifelt versucht wird die Schusswaffe zu rechtfertigen.

Übrigens: Die PSA beseitigt keine Gefahr, sie minimiert (im besten Fall auf Null) lediglich die Folgen wenn eben doch etwas passiert. Wenn dem Mitarbeiter im Werkschutz auf dem Rundgang durchs Lager der Hubwagen über den Zeh gefahren wird, dann wird durch entsprechende Sicherheitsschuhe eine ernsthafte Verletzung verhindert.

Und doch: Wenn die Schusswaffe durch unsereins rechtmässig eingesetzt werden darf, steckt der Wachmann bereits mitten in der Gefahr. Also das, was Sicherheitstechnik eigentlich verhindern soll: Sicherheitstechnik ist dazu da, den Menschen erst gar nicht in diese Gefahr kommen zu lassen. Das ist im beschriebenen Fall gar nicht möglich - was aber aus der Schusswaffe dann trotzdem keine sicherheitstechnische Einrichtung macht.

Auf die Frage nach Deinem Dozenten kam noch keine Antwort?
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Re: Wer hat Erfahrungen mit der Arbeit in Flüchtlingsheimen?

Beitragvon D_R » 07.11.2015 19:49

guardian_bw hat geschrieben:Oh Mann... langsam wird es schon fast peinlich, wie verzweifelt versucht wird die Schusswaffe zu rechtfertigen.


Dann hast du es immer noch nicht verstanden. Ich muss den Einsatz von Schusswaffen nicht in irgendeiner Weise rechtfertigen. Ich habe eine Meinung, du eine andere. Wir diskutieren darüber. Mein Ziel ist es nicht, dir (oder jemandem anderen) gegenüber den Einsatz von Schusswaffen zu rechtfertigen oder jemanden zu überzeugen, sondern Argumente oder Handlungsstrategien auszutauschen.

guardian_bw hat geschrieben:Und doch: Wenn die Schusswaffe durch unsereins rechtmässig eingesetzt werden darf, steckt der Wachmann bereits mitten in der Gefahr. Also das, was Sicherheitstechnik eigentlich verhindern soll: Sicherheitstechnik ist dazu da, den Menschen erst gar nicht in diese Gefahr kommen zu lassen. Das ist im beschriebenen Fall gar nicht möglich - was aber aus der Schusswaffe dann trotzdem keine sicherheitstechnische Einrichtung macht.


Nach den Info-Blättern der VBG ist eine Notrufeinrichtung / Alarmknopf auch eine sicherheitstechnische Einrichtung. Bei der Nutzung ist man aber genauso mitten in der Gefahr.

guardian_bw hat geschrieben:Auf die Frage nach Deinem Dozenten kam noch keine Antwort?


Kann es sein, dass du die Frage später ergänzt hast? Habe die irgendwie überlesen.
Dozent war der Herr Klein.
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Re: Wer hat Erfahrungen mit der Arbeit in Flüchtlingsheimen?

Beitragvon Fump » 11.11.2015 23:53

vielleicht mal so grundsätzlich in dem Zusammenhang....

http://www.bverwg.de/presse/pressemitte ... 2015&nr=92
Bewachungsunternehmer können eine Erlaubnis zum Führen von Schusswaffen (Waffenschein) nur für konkrete Bewachungsaufträge erhalten, für die glaubhaft gemacht ist, dass aus Gründen der Sicherung einer gefährdeten Person oder eines gefährdeten Objekts Schusswaffen erforderlich sind. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig heute entschieden.
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Re: Wer hat Erfahrungen mit der Arbeit in Flüchtlingsheimen?

Beitragvon D_R » 12.11.2015 00:05

Fump hat geschrieben:vielleicht mal so grundsätzlich in dem Zusammenhang....

http://www.bverwg.de/presse/pressemitte ... 2015&nr=92
Bewachungsunternehmer können eine Erlaubnis zum Führen von Schusswaffen (Waffenschein) nur für konkrete Bewachungsaufträge erhalten, für die glaubhaft gemacht ist, dass aus Gründen der Sicherung einer gefährdeten Person oder eines gefährdeten Objekts Schusswaffen erforderlich sind. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig heute entschieden.


Evtl. wäre es an der Stelle gut, wenn ein Moderator mal das Thema etwas trennt, damit wir das Urteil mal separat diskutieren können.
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Re: Wer hat Erfahrungen mit der Arbeit in Flüchtlingsheimen?

Beitragvon Tom511 » 12.11.2015 11:18

Aber meine Waffenberechtigung wurde gerade eben nach der Art P- / O - / GWT verlängert :shock:
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Re: (Schuss)Waffen im Objektschutz

Beitragvon D_R » 13.11.2015 00:44

So, jetzt noch einmal zum Urteil hier.
Was mich momentan wundert ist, dass das Urteil der Vorinstanz vom 25. September 2014 ist. Dementsprechend ist die Änderung der Verwaltungsvorschrift auch schon etwas älter. Ich hatte aber 2015 kein Problem mit der Beantragung des WS. Dann gibt es Waffenbehörden wie meine, die ein WS für unbestimmte Waffen ausstellen. So darf ich mit meinem WS beliebige 9mm Glocks führen.

Und jetzt das Thema jeden Auftrag genehmigen lassen. Könnte ich machen. Nur habe ich momentan ca. 40% Neuaufträge. Ich könnte mit meiner kleinen Firma schon die Waffenbehörde DoSen, größere Firmen um so mehr.

Dann nehmen wir mal an, ich hätte eine Fahrt von Karlsruhe nach Frankfurt, bei der die Waffenbehörde die Waffe erlaubt hätte. Für die Rückfahrt hätte ich aber einen Auftrag mit geringerem Wert, für den ich keine Waffe tragen dürfte. Soll ich dann nach Frankfurt bewaffnet fahren, ausladen, bewaffnet zurück (da ich ja nicht im Fahrzeug entladen oder geladene Waffen ablegen darf), dann wieder nach Frankfurt und umbewaffnet aufladen? Und dann werde ich überfallen, weil die Räuber einen Geldtransporter sehen und nicht was drin ist.

Zu guter letzt hätten wir noch die Gleichbehandlung. Es kann ja nicht sein, dass Firma XYZ jetzt die Aufträge bekommt, weil die einen Waffenschein hat mit dem die sofort einen Auftrag annehmen kann, ich mir aber alles genehmigen lassen muss. Übrigens kommt es garnicht so selten vor, dass Aufträge aus dem Nichts entstehen, mit einer Vorlaufzeit von wenigen Tagen oder auch nur Stunden.
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Re: (Schuss)Waffen im Objektschutz

Beitragvon baba53 » 13.11.2015 09:21

D_R hat geschrieben:Zu guter letzt hätten wir noch die Gleichbehandlung. Es kann ja nicht sein, dass Firma XYZ jetzt die Aufträge bekommt, weil die einen Waffenschein hat mit dem die sofort einen Auftrag annehmen kann, ich mir aber alles genehmigen lassen muss. Übrigens kommt es garnicht so selten vor, dass Aufträge aus dem Nichts entstehen, mit einer Vorlaufzeit von wenigen Tagen oder auch nur Stunden.


Genau das ist der springende Punkt. Genau so entstehen Wettbewerbsvorteile gegenüber denjenigen, die keinen dauerhaften WS haben. Nun Frage ich mich natürlich ob das Urteil nur für den Freistaat Bayern oder für die ganze Republik gilt. Sollte es nur für Bayern gelten, werden sich Sicherheitsunternehmer angrenzender Bundesländer natürlich ins Fäustchen lachen.
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Re: (Schuss)Waffen im Objektschutz

Beitragvon Kio1977 » 25.11.2015 19:10

Ich war gestern bei meiner Waffenbehörde und mir wurde genau, dass mitgeteilt, was in dem Gerichtsurteil steht... kein konkreter Auftrag = keine WBK = kein WS = keine Waffen... und selbst wenn ich einen konkreten Auftrag haben würde, dann würde der WS nur noch füpr die konkreten Aufträge gelten... Auftrag weg = waffenrechtliche Erlaubnisse weg (WBK; WS)...
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Re: (Schuss)Waffen im Objektschutz

Beitragvon D_R » 25.11.2015 20:14

Kio1977 hat geschrieben:Ich war gestern bei meiner Waffenbehörde und mir wurde genau, dass mitgeteilt, was in dem Gerichtsurteil steht... kein konkreter Auftrag = keine WBK = kein WS = keine Waffen... und selbst wenn ich einen konkreten Auftrag haben würde, dann würde der WS nur noch füpr die konkreten Aufträge gelten... Auftrag weg = waffenrechtliche Erlaubnisse weg (WBK; WS)...


Leider verstehen die wenigsten Waffenbehörden, dass der Markt für Werttransporte heute etwas anders funktioniert. Als ich meine WBK und WS beantragt habe, habe ich mir verschiedene Aufträge gesucht, die zwar konkret waren, allerdings noch etwas in der Zukunft lagen mit dem hohen Risiko, dass ich evtl. den Transport bei einer anderen Firma einkaufen muss, um den Auftrag erfüllen zu können. Deshalb macht es Sinn, mit anderen Sicherheitsfirmen aus der Umgebung zu kooperieren.

Die Waffenbehörde hat mir dann bei einem Vorgespräch mitgeteilt, dass - sollte mein Bedürfnis nicht ausreichen - sie mir eine Bescheinigung ausstellen, dass ich kurzfristig einen WS bekomme, wenn ich einen Auftrag habe, der eine Bewaffnung tatsächlich erforderlich macht. War in meinem Fall aber nicht nötig.

Ich sags mal so, ich habe kein Problem damit, wenn alle Sicherheitsfirmen nach den gleichen Regeln spielen. Da kann ich mir jeden Auftrag von der Waffenbehörde genehmigen lassen. Aber dementsprechend müssen die auch mit den Konsequenzen rechnen, wenn andere Waffenbehörden schneller sind und mir dadurch Nachteile entstehen. Wie ich schon sagte sind viele Aufträge relativ kurzfristig mit einer Vorlaufzeit von wenigen Tagen wenn nicht sogar Stunden.
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