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Rassismus Vorwürfe

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Re: Rassismus Vorwürfe

Beitragvon Behrchen » 05.07.2017 16:02

Danke für die Antwort.

Heile Welt? Die sehe ich nicht. Ich sehe ein Volk, welches seit 60 Jahren latent fremdenfeindlich ist und nun aufgrund von geschickter gesellschaftlicher Einflussnahme durch Interessenverbände (Pegida, AfD, rechte Kameradschaften, Identitäre Bewegung, CSU) beeinflusst, ihre Ressentiments, die lange Zeit nicht laut geäußert werden durften, nun frei äußern können.
Ich sehe wie diese Kräfte die Gesellschaft radikalisieren und die Politik beeinflussen und am Ende wird es heißen: Wir hatten damit nix zu tun. Über 2000 Angriffe auf Asyleinrichtungen seit dem Beginn der Flüchtlingsströme (Stand 2016) passieren nicht einfach so und es handelt sich dabei nicht um Einzeltäter.

Aber:
Schön dass noch differenziert werden kann und nicht alle Deutschen, Syrer oder Duisburger in Gemeinschaftshaftung genommen werden, nur weil ein paar Vollidioten, die sofort nach dem Gerichtsurteil ausgewiesen werden sollten, frei drehen. Das macht mir Hoffnung für die Zukunft.

Ich habe den Artikel durchaus gelesen, bin mir aber nicht im klaren darüber, was du mit deinen Postings bewirken möchtest, außer dich mit mir nicht mehr über die Rechtlichen Aspekte auseinandersetzen zu müssen.

Libanesische Großfamilien weder deutsche Gesetze noch die deutsche Polizei akzeptieren.

Ja, das ist ein Problem und nicht zu verharmlosen. Genau wie mit Gewaltbereiten Rechten und Linken, korrupten Polizisten & Politikern, kriminelle Rockergruppierungen, Hooligans, Terroristen und mit dem restlichen Kruppzeug, welches dieses schöne Land bevölkert, der richtige Umgang gefunden werden muss.

Auf dieser Grundlage aber jedesmal wenn ein Mensch frei dreht, alle anderen Menschen dieser Gruppe zu verteufeln oder die Gesamtheit aller Fremden, die hier Schutz suchen, als "Bagage" in einem öffentlichen Forum für alle Internetnutzer lesbar, die sich hierher verirren, zu denunzieren und das mit einzelnen Vorfällen rechtfertigt, sorgt damit nicht für eine gesellschaftliche Aufwertung der Wachpersonen. Im Gegenteil, der bestehende Eindruck des deutschen Security-Dödels mit fremdenfeindlichen Tendenzen wird bestärkt und das finde ich sehr sehr schade. :(
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Re: Rassismus Vorwürfe

Beitragvon guardian_bw » 05.07.2017 18:40

Wäre es zuviel verlangt, hart am Fall zu bleiben und Ausflüge in allgemeinpolitische Themen und Sachverhalte zu unterlassen?

ich versuche es absichtlich mal auf die nette Tour. Dass ich auch anders kann und ggf. auch einfach mal OT lösche, dürfte bekannt sein.
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Re: Rassismus Vorwürfe

Beitragvon D_R » 05.07.2017 20:17

guardian_bw hat geschrieben:Wäre es zuviel verlangt, hart am Fall zu bleiben und Ausflüge in allgemeinpolitische Themen und Sachverhalte zu unterlassen?


Na gut, ich habe zwar in der Zwischenzeit eine Antwort auf den Rest geschrieben, aber ich verzichte mal darauf, die zu posten.

Behrchen hat geschrieben:Ich habe den Artikel durchaus gelesen, bin mir aber nicht im klaren darüber, was du mit deinen Postings bewirken möchtest, außer dich mit mir nicht mehr über die Rechtlichen Aspekte auseinandersetzen zu müssen.


Ich habe momentan bei dir das Gefühl, dass du ein Theoretiker bist. Leider hat die Theorie wenig mit der Praxis zutun. In der Praxis handelt man, wenn es sein muss. Und schaut hinterher zu, wie man das ganze noch mehr oder weniger in einen richtig einwandfreien Rahmen gepresst bekommt.

Behrchen hat geschrieben:Im Gegenteil, der bestehende Eindruck des deutschen Security-Dödels mit fremdenfeindlichen Tendenzen wird bestärkt und das finde ich sehr sehr schade. :(


Nur sieht man diese aussterbende Rasse immer seltener. Eher sind andere Nationen anzutreffen, z.T. mit katastrophalen Deutschkenntnissen. Die andere Frage ist, wieso der deutsche Security-Dödel fremdenfeindliche Tendenzen zeigt. Vielleicht liegt es daran, dass er für einen Mindestlohn dort schaffen muss, während andere das Geld einfach so kassieren? Vielleicht liegt es auch daran, dass er Sachen sieht, die der Öffentlichkeit unbekannt sind und "die Öffentlichkeit nur verunsichern würden"?
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Re: Rassismus Vorwürfe

Beitragvon Frank » 05.07.2017 21:04

Hallo Behrchen,


nun zumindest versuchst du dir eine Heile Welt zu schaffen :roll:

Denn
Behrchen hat geschrieben:
Im Gegenteil, der bestehende Eindruck des deutschen Security-Dödels mit fremdenfeindlichen Tendenzen wird bestärkt und das finde ich sehr sehr schade. :(



den must du lange suchen.Schließlich arbeiten in unserem Gewerbe Menschen aller Nationalitäten.
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Re: Rassismus Vorwürfe

Beitragvon Gromsaft » 31.12.2017 09:23

Zum DB Sicherheit Vorfall. Das war nicht die DB-Sicherheit sondern ein Subunternehmen von Dussmann. Die lassen Anfänger in DB Uniformbekleidung die KIN ( Kundenbetreuer) begleiten. Diese haben von Verhaltensregeln sowie der Sicherheits-Branche meist keinerlei Ahnung geschweige Erfahrung.

Mein erster Tag im Regionalzug zeigt mir sofort woran ich bin, als mein Kollege der mich einweisen sollte, einem Fahrgast die Füße vom gegenüberliegenden Sitzplatz getreten hat. Als der Fahrgast etwas sagen wollte, zog mein Kollege diesen an der Jacke rauf, schleifte diesen zur Tür und gab den einen Tritt in die Wirbelsäule.

Primitiver ging es nicht mehr, als mein Kollege sich auch noch darüber freute und stolz auf seine Leistung war.

An der Tür wurde ich oft sofort als Rassist bezeichnet, meist von Asylbewerbern die ihren erlaubten Standort verlassen haben oder nicht einmal bei der Ärztlichenkontrolle waren.

Hat man diese jedoch berührt um seinen Abweisung ein Bild zu verleihen, beklagten diese sofort mit Worten wie : Anzeige, Polizei, Rassist, Nazi etc. Das lernten die vom Roten Kreuz und Co. Da ich selbst ein Ausländer bin, waren die Aussagen und Anhörungen bei der Polizeidienststellen immer sehr kurz und lächerlich bis hin zu witzig.
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Re: Rassismus Vorwürfe

Beitragvon D_R » 31.12.2017 13:25

Wenn ich ehrlich bin, frage ich mich momentan, wer noch so dumm ist und im Asylantenheim arbeitet. Und damit meine ich sowohl die Mitarbeiter als auch die Unternehmer. Ich habe in der Vergangenheit schon einige Schreiben vom Gewerbeamt bekommen, dass die Regeln nun verschärft worden sind. Dass irgendwie nur noch Personal eingesetzt werden darf, dass überprüft wurde. Führungskräfte brauchen mindestens die Sachkundeprüfung.... Und und und..... Bald kommt es auch noch so, dass Führungskräfte in Asylheimen mindestens die Fachkraft oder GSSK brauchen.

Ich kenne viele Unternehmen, die in Heimen gearbeitet haben, die ihre Verträge haben auslaufen lassen, weil deren Personal ihnen zu schade ist um es dort zu verheizen. Leider gilt das nur für die Unternehmer, bei denen das Personal keine (reine) Arbeits-Ressource oder Personal-Nummer ist.

Und die Politik macht die ganze Angelegenheit nur noch schlimmer. Ich kenne mittlerweile genug Leute, die sich kritisch zu den Ausländern geäußert haben, sowohl in sozialen Medien als auch offline. Sicherlich war die Äußerung nicht überlegt und auf Hochschulniveau sauber formuliert, sondern branchenüblich. Diese Leute wurden alle nun wegen Volksverhetzung angezeigt und z.T. auch schon verurteilt - während andere für weit aus krassere Verbrechen straflos davon kommen.
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Re: Rassismus Vorwürfe

Beitragvon KampfKraut » 31.12.2017 16:17

Da sag ich nur schöne neue Welt... :(
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Re: Rassismus Vorwürfe

Beitragvon Frank » 31.12.2017 17:33

Hallo D.R.

nun
Wenn ich ehrlich bin, frage ich mich momentan, wer noch so dumm ist und im Asylantenheim arbeitet. Und damit meine ich sowohl die Mitarbeiter als auch die Unternehmer.


das hat wohl wenig mit Dummheit zu tun.
Wie ich schon häufig sagte, nicht überall in Deutschland fliegen gebratene Tauben durch die Luft.

Wer in einer Region wohnt, wo es wenig Arbeit gibt, wird sich daher jede Arbeit antun (sowohl AG als auch AN ).

Außerdem sollte man auch nicht vergessen,das mittlerweile wieder viele Heimen geschlossen werden,weil der Massenzuzug zum Glück erst mal vorbei ist.
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Re: Rassismus Vorwürfe

Beitragvon Ralf » 31.12.2017 22:02

Ich bin so Dumm :mrgreen:
Als nicht qualifizierter ohne SK ein Vorzeigeobjekt geführt.
Dann regelrecht zur SK gezwungen worden, und nun bin ich wieder da wo ich hin gehöre. :lol:
AfA oder Asylbereich kann nicht jeder aus dem Sicherheitsbereich, da gehört verdammt viel Fingerspitzengefühl, Menschenkenntnis, Erfahrung und natürlich auch eine Portion Empathie dazu.
Das kann nicht jeder aus der Branche, gerade Leute mit einschlägiger Szene-Erfahrung Türsteher etc. nebst sturen Vorzeige-Pförtner sind da ziemlich fehl am Platze.
Ich persönlich bin mehr als Stolz auf das was mein Team und ich mehr als vorbildlich geleistet hatten.
Und JA wir hatten mehr als nur genug problematisches Klientel.
Wenn dann noch der Arbeitgeber einer ist auf den man setzen kann, dann geht man auch für wenig Geld gute Arbeit leisten. Das ist mit Sicherheit nicht überall so und wird durch die SK Pflicht, zumindest mal in RLP mit Sicherheit nicht besser.
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Re: Rassismus Vorwürfe

Beitragvon D_R » 31.12.2017 23:19

Ralf hat geschrieben:Ich bin so Dumm :mrgreen:

Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung :mrgreen: (Sorry, aber nach der Vorlage musste der sein!)
Ralf hat geschrieben:AfA oder Asylbereich kann nicht jeder aus dem Sicherheitsbereich, da gehört verdammt viel Fingerspitzengefühl, Menschenkenntnis, Erfahrung und natürlich auch eine Portion Empathie dazu.
Das kann nicht jeder aus der Branche, gerade Leute mit einschlägiger Szene-Erfahrung Türsteher etc. nebst sturen Vorzeige-Pförtner sind da ziemlich fehl am Platze.

Du wirst es jetzt wahrscheinlich verneinen und irgendetwas anderes schreiben, aber für mich hört es sich so an, als ob ihr in eurem Objekt nicht mehr das Sagen habt, sondern die Flüchtlinge. Ihr seit nur das "Servicepersonal" der Flüchtlinge. Woran kann man das ausmachen? Stelle dir einfach mal die Frage, was bei euch passiert, wenn ihr von den Flüchtlingen auf einmal etwas wollt, worauf die nun gar kein Bock haben. Wie z.B. eine Quarantäne. Oder eine Abschiebung.

Bei solchen Lagen zeigt sich dann, wie gut der Sicherheitsdienst tatsächlich ist. Ich selbst bin nicht stolz darauf, dass bei uns in der LEA und einer deren Außenstellen alles in Ordnung war, sondern dass bei Auseinandersetzungen 1.500 Mann gegen den Sicherheitsdienst auf unserer Seite keiner verletzt wurde.
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Re: Rassismus Vorwürfe

Beitragvon guardian_bw » 01.01.2018 13:28

D_R hat geschrieben:...Dass irgendwie nur noch Personal eingesetzt werden darf, dass überprüft wurde.

Das ist ja nun nicht auf die Asylheime beschränkt, sondern gilt im gesamten Bewachungsgewerbe. Und das auch nicht erst seit gestern.

D_R hat geschrieben:Führungskräfte brauchen mindestens die Sachkundeprüfung.... Und und und..... Bald kommt es auch noch so, dass Führungskräfte in Asylheimen mindestens die Fachkraft oder GSSK brauchen.

Wäre es denn tatsächlich ein Fehler, wenn Führungskräfte über entsprechende fachspezifische Qualifikationen verfügen müssen?
Ich würde das grundsätzlich begrüssen, und darüber hinaus auch nicht nur auf leitende Funktionen in Asylheimen beschränken.
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Re: Rassismus Vorwürfe

Beitragvon KampfKraut » 01.01.2018 16:13

Ralf hat geschrieben:Ich bin so Dumm :mrgreen:

.....dann geht man auch für wenig Geld gute Arbeit leisten.


Und das in einer Branche die im allgemeinen als Niedriglohnsektor bekannt ist. Hut ab. Dafür muss man wirklich ein Samariter sein oder wie du sagst "dumm" ;)
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Re: Rassismus Vorwürfe

Beitragvon D_R » 01.01.2018 17:37

guardian_bw hat geschrieben:Das ist ja nun nicht auf die Asylheime beschränkt, sondern gilt im gesamten Bewachungsgewerbe. Und das auch nicht erst seit gestern.

Die Überprüfung früher war jedoch, ob irgendwas im Bundeszentralregister steht. Heute wird zusätzlich eine Stellungnahme der Polizei gefordert sowie eine Auskunft der Verfassungsschutzbehörden. Und das gilt nur für die Asylgeschichte (und Großveranstaltungen).

guardian_bw hat geschrieben:Wäre es denn tatsächlich ein Fehler, wenn Führungskräfte über entsprechende fachspezifische Qualifikationen verfügen müssen?
Ich würde das grundsätzlich begrüssen, und darüber hinaus auch nicht nur auf leitende Funktionen in Asylheimen beschränken.


Ich finde schon, dass es ein Fehler ist, von Führungskräften eine Sachkundeprüfung zu verlangen. Eine Führungskraft hat primär die Aufgabe das Fach-Personal zu führen. Also muss die Personalführung die Qualifikation der Führungskraft sein. Und die Fachkunde, die benötigt wird, lässt sich vor allem über die Auswahlverantwortung des Unternehmers regeln.

Ein weiterer Kritikpunkt von mir ist, dass Fehlkonstruktionen in der Führung entstehen. Es wird nicht mehr geschaut, wer das Personal am Besten führt, sondern die Führungsverantwortung jemandem gegeben, der nur zufälligerweise den Schein hat.

Zu guter Letzt kann mit dieser Regelung auch ein Umkehrschluss entstehen, sodass sich das Personal mit der Sachkunde für "etwas Besseres" hält, nach dem Motto: "Ich habe die Sachkunde, ich bin nun Führungskraft". Solche Strukturen habe ich bereits oft in Unternehmen gesehen. Da waren die "Servicekräfte" am unteren Ende der Nahrungskette, dann kamen die mit der Unterrichtung, dann die mit der Sachkundeprüfung und die Top-Liga waren dann die GSSK.

Dann schreibst du "Qualifikation". Ich finde, dass die Sachkundeprüfung keineswegs eine Qualifikation ist, sondern nur einen staatlichen Nachweis der Qualifikation darstellt mit nur einem einzigen Ziel: Verantwortung abwälzen. So kann ein Wachmann, der gegen geltendes Recht verstoßen hat, sich nicht mehr darauf berufen, dass er etwas nicht wusste.

Sicher kannst du fordern, dass nur noch Leute mit Sachkunde in leitender Funktion arbeiten. Oder nur Leute mit GSSK oder Fachkraft. Oder Meister? Nur wäre es wahrscheinlich komplett an der Realität vorbei. So viel Personal mit einer entsprechenden Ausbildung wirst du nicht bekommen.

Mein Hauptkritikpunkt richtet sich jedoch an die Asyl-Geschichte. Ich wüsste jetzt nicht, was an der Bewachung von Asylunterkünften an besondere Anforderungen zu stellen sind. Oder kannst du mir sagen, wieso eine Führungskraft in einem Asylantenheim eine Sachkuneprüfung braucht und eine Führungskraft bei Geld- und Werttransporten nicht?
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Re: Rassismus Vorwürfe

Beitragvon guardian_bw » 01.01.2018 18:31

D_R hat geschrieben:
guardian_bw hat geschrieben:Das ist ja nun nicht auf die Asylheime beschränkt, sondern gilt im gesamten Bewachungsgewerbe. Und das auch nicht erst seit gestern.

Die Überprüfung früher war jedoch, ob irgendwas im Bundeszentralregister steht. Heute wird zusätzlich eine Stellungnahme der Polizei gefordert sowie eine Auskunft der Verfassungsschutzbehörden. Und das gilt nur für die Asylgeschichte (und Großveranstaltungen).

Die Nachfrage bei der Polizei über Erkenntnisse zur Person war schon früher in vielen Ordnungsämtern üblich - dahingehend gab es also lediglich eine Legalisierung der bis dahin eher weniger rechtlich abgesicherten Praxis.

Die Möglichkeit, um Auskunft bei den Verfassungsschutzbehörden zu ersuchen war auch schon früher vorgesehen. Ist also kein Alleinstellungsmerkmal für Asylheime, und schon gar nichts wirklich neues.


D_R hat geschrieben:Dann schreibst du "Qualifikation". Ich finde, dass die Sachkundeprüfung keineswegs eine Qualifikation ist

Da bin ich völlig bei Dir. Die SKP ist keine Qualifikation.

Nur: Diese Bezeichnung von mir war auf Deine Worte bezogen:
D_R hat geschrieben:Bald kommt es auch noch so, dass Führungskräfte in Asylheimen mindestens die Fachkraft oder GSSK brauchen.

Fachkraft (für Schutz und Sicherheit) sowie GSSK sind durchaus Qualifikationen.

Und wie ich schon schrieb: Ich würde es begrüssen, wenn Führungskräfte generell in unserem Gewerbe derartige Qualifikationen nachweisen müssen. Nicht nur als Führungskraft in Asylheimen oder Grossveranstaltungen.

Ich bin mittlerweile auch ein Befürworter der Meisterpflicht für Unternehmer im Bewachungsgewerbe. Wer sich selbständig machen will, sollte meiner Meinung nach den Meister für Schutz und Sicherheit haben. Oder sich einen Meister als Betriebsleiter einkaufen.
Dazu setze ich noch einen drauf: Ginge es nach mir, dürfte es auch keine Besitzstandswahrung geben. Wer ohne MSS als Unternehmer im Bewachungsgewerbe unterwegs ist, bekommt noch ausreichend (max. 3 Jahre) Zeit, den MSS zu machen (glaubt man den grossen Tönen der U80- oder SKP-Unternehmer, können die ja ohnehin alles und machen den Meister ja mit links) oder sich einen Meister als Betriebsleiter einzukaufen.

Und bevor jetzt wieder Geschichten über Pflaumen kommen, die Meister sind: Ja. Gibt es. Kenn ich auch welche.
Ist trotzdem kein Argument dafür, die Meisterpflicht für Unternehmer im Bewachungsgewerbe abzulehnen.
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Re: Rassismus Vorwürfe

Beitragvon D_R » 01.01.2018 19:11

guardian_bw hat geschrieben:Die Möglichkeit, um Auskunft bei den Verfassungsschutzbehörden zu ersuchen war auch schon früher vorgesehen. Ist also kein Alleinstellungsmerkmal für Asylheime, und schon gar nichts wirklich neues.

Neu ist, dass aus der Möglichkeit nun ein Standard-Verfahren geworden ist, da man so die Verantwortung sehr gut von des Gewerbeamtes auf die Verfassungsschutzbehörde abschieben kann. Da folgt aus dem Verwendungszweck "Asyl" gleich die Anfrage bei den Verfassungsschutzbehörden.
guardian_bw hat geschrieben:Ich bin mittlerweile auch ein Befürworter der Meisterpflicht für Unternehmer im Bewachungsgewerbe. Wer sich selbständig machen will, sollte meiner Meinung nach den Meister für Schutz und Sicherheit haben. Oder sich einen Meister als Betriebsleiter einkaufen.

Ja, wie du schon sagst, ist ein Meister-Brief keineswegs ein Garant dafür, einen Betrieb gut zu führen. Ich frage mich deshalb, wieso ein MSS ein Betrieb besser führen soll, als ein Fachfremder? Gerade in der Bewachungsbranche passieren relevante Fehler stets an der Basis im operativen Dienst. Und nicht irgendwo in der Unternehmensführung. Und im Worst Case gibt es noch die Zwangs-Versicherung des Unternehmers.

Was soll denn an der Bewachungs-Branche so speziell sein, dass hier ein Meister gefordert werden soll? Wieso nicht dann auch eine Meister-Pflicht fürs Raumpfleger-Business. Eine Dipl. Inf. Pflicht für Software-Entwicklung. Oder eine BWL-Pflicht für den Einzelhandel?

Das einzige Resultat der Einführung einer Meisterpflicht im Bewachungsgewerbe wird sein, dass sich große Firmen einen Meister leisten können, der dann für 1.000 Mann zuständig ist. Kleinere Firmen werden jedoch vom Markt verschwinden. Und neue Firmen werden erst garnicht gegründet, da die Marktzugangsvoraussetzungen so hoch sind.

Einen Gewinn an Sicherheit oder gar Servicequalität wird es aber nicht geben.
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