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Praktikum

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Praktikum

Beitragvon alfista156 » 10.01.2018 22:38

Nabend zusammen,
ich mache zu Zeit eine berufliche Reha in Köln.
Habe knapp 40 Jahre als Dachdecker gearbeitet, was aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr geht.
Bevor ich die 34a Prüfung angehe, würde ich gerne vorab mal ein Praktikum machen um mal in die Materie rein zu schnuppern.
Hab von 2 namhaften Firmen schon Absagen Betreff Praktikum bekommen weil ich keinen Nachweis habe zb. 34a Prüfung oder zumindest Unterrichtung.
Führerschein, Ersthelferschein, Führungszeugnis ohne Eintrag sowie eigener Pkw vorhanden.
Vielleicht hat jemand Tipps für mich, wie ich die Sache am besten angehe.
Gruß Dirk
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Re: Praktikum

Beitragvon Peter S. » 11.01.2018 07:52

Nachdem für das Ausüben der Tätigkeiten im Sicherheitsgewerbe zumindest die Unterrichtung nach §34a vorgeschrieben ist, wirst Du keine seriöse Firma finden, die Dir ein Praktikum ohne Nachweis ermöglicht.
Findest Du eine Firma, die dies macht, wäre das schon das erste Indiz, die Finger von ihr zu lassen...

Die Prüfung nach §34a ist etwas "schwieriger" (eigentlich nicht wirklich, aber trotzdem scheitern Viele dran...). Die musst Du für viele Tätigkeiten aber nicht haben, insofern reicht der einfache "Sitzschein" der Unterrichtung für das erste Schnuppern in die Branche.

Kurzum: Mach' die Unterrichtung und pass' da gut auf, damit Du für die Prüfung (oder eventuelle zusätzliche Prüfungsvorbereitung) schonmal etwas lernst. Mit dem Nachweis der Unterrichtung sollte es einfach sein, eine Möglichkeit für ein Praktikum zu finden.
Peter S.
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Re: Praktikum

Beitragvon alfista156 » 11.01.2018 09:01

Danke Peter für die schnelle Antwort.
Deine Ansage ist in etwa deckungsgleich
mit denen der beiden Firmen.
Demnach war ich da schonmal richtig.
OK, dann schau ich mal weiter.
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Re: Praktikum

Beitragvon guardian_bw » 11.01.2018 10:19

Zumindest theoretisch wäre ein Praktikum auch ohne Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach 34a GewO möglich - nämlich dann, wenn dem Praktikanten keine Bewachungstätigkeiten übertragen werden, sondern nur "mitgelaufen" wird.

Problem ist, dass leider viele Unternehmen das so nicht umsetzen, sondern vielmehr den Praktikanten schon als vollwertige Wachperson einsetzen wollen. Und dadurch in vielen Fällen ein wirtschaftlicher Vorteil entsteht, da der Praktikant dem Kunden voll in Rechnung gestellt wird. Kommt es dann auch zur Einstellung, wird zugleich die Einweisung eingespart, da der Praktikant sich ja bereits auskennt...
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Re: Praktikum

Beitragvon alfista156 » 11.01.2018 11:32

Problem ist ja, daß ich zur Zeit in der beruflichen Reha bin, von wo aus ich erstmal ein Praktikum machen soll.
Auch für mich natürlich, um zu sehen, ob ich der Belastung überhaupt gewachsen bin.
Tja, einfach weiter rum telefonieren um was zu finden oder die Unterrichtung machen, welche ja auch Geld kostet? Desweiteren müsste ich auch was finden, wo ich nicht zwingend Schichtdienst (Nacht) machen muß,
da ich dafür nicht mehr tauglich bin.
Ziemlich viele Fragezeichen.
Gruß Dirk
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Re: Praktikum

Beitragvon KampfKraut » 11.01.2018 12:29

Also wir hatten das damals zu gehandhabt das man an einem Wunschobjekt vor Ort dessen "Sicherheitsstufe" nicht gerade die Decke durch schlägt einfach "dazusitzt". Quasi "passiv" sich alles anschaut. Das vermittelt einem schon einen Guten Eindruck - sofern es sich um Werkschutztätigkeiten handelt.

Nachteil ist halt das man keine Rundgänge mitlaufen kann und sich Quasi wie ein Besucher an der Pforte aufhalten muss. :wink:
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Re: Praktikum

Beitragvon Frank » 11.01.2018 13:48

Hallo,


ein Praktikum ist auch ohne 34a möglich,wenn der Praktikant nämlich einfach nur "mitläuft".

Dazu muß man aber auch Objekte haben, wo sowas möglich ist,idealerweise also ein mit mehreren Wachleuten besetztes Objekt.
Denn Kontroll-oder Streifengänge fallen bei vielen Objekten ja in der Tagesschicht gar nicht mehr an und Nachts sind die vielfach nicht besetzt,sondern durch EMA abgesichert.
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Re: Praktikum

Beitragvon Tom511 » 11.01.2018 16:49

Tag zusammen,

ich mache es auch so, das der Praktikant nebenher läuft.
Wozu ist das Praktikum?
Damit derjenige etwas lernt, sei die was der Job mit sich bringt oder die üblichen Handgriffe / Tricks :mrgreen:

Ich persönlich würde von Firmen, welche den Praktikanten arbeiten lassen, also auf Einzelpositionen, eher absehen.

Zumal es viele Kurs der Agentur für Arbeit gibt, in denen die Teilnehmer vor der Prüfung entsprechend ein Praktikum absolvieren sollen um die Theorie in der Praxis zu sehen und diese dann besser verstehen können.

Tom
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Re: Praktikum

Beitragvon Peter S. » 11.01.2018 20:09

Das "Mitlaufen" ist ja schön und gut und mag auch bei einigen Tätigkeiten vielleicht risikolos realisierbar sein.
Spätestens wenn etwas passiert dürften die "Mitlaufenlasser" aber unter Umständen diverse Probleme bekommen. Ich würde und werde sowas nicht machen.
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Re: Praktikum

Beitragvon Frank » 12.01.2018 12:29

Hallo,

also dazu:
Das "Mitlaufen" ist ja schön und gut und mag auch bei einigen Tätigkeiten vielleicht risikolos realisierbar sein


das ist sogar bei der Polizei möglich :-)

https://www.schülerpraktikum.de/rund_ums_praktikum/polizei
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Re: Praktikum

Beitragvon D_R » 12.01.2018 12:43

Frank hat geschrieben:das ist sogar bei der Polizei möglich :-)


Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

Und ja, in der Theorie kann der Praktikant mitlaufen. In der Praxis?
Es fängt ja schon beim Zoll - Finanzkontrolle Schwarzarbeit an. Da wünsche ich viel Spaß zu erklären, dass der Typ tatsächlich ein Praktikant ist - wenn er nicht zufällig ein Namensschild mit "Praktikant" trägt. Die Herrschaften gehen nämlich sofort davon aus, dass der Praktikant schwarz arbeitet.

Nicht sehr viel anders sieht es bei Kontrollen des Ordnungsamtes aus.

Im Sicherheitsdienst haben wir es auch immer wieder mit der Polizei zutun. Und was macht die Polizei sehr gerne, sie stellt Personalien der Zeugen fest. Ich möchte keinen Praktikanten als Zeugen haben, der evtl. zu motiviert ist und etwas falsches sagt, etwas dazu erfindet, etc.

Und im schlimmsten Fall wird der Praktikant im Dienst noch irgendwie verletzt. Spätestens dann gibt es ein Problem. Denn wenn ich mich an meine Praktika erinnere, gab es z.B. NIE eine Unterweisung.
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Re: Praktikum

Beitragvon Frank » 12.01.2018 13:53

Hallo,

nicht nur in der Theorie
Es fängt ja schon beim Zoll - Finanzkontrolle Schwarzarbeit an. Da wünsche ich viel Spaß zu erklären,


Und wo soll da das Problem sein ?
Bei einem Umschulungspraktikum ist das ganze vom jeweiligen Maßnahmenträger der zuständigen IHK samt den in Frage kommenden Praktikumsbetrieben gemeldet und im Umschulungsvertrag dokumentiert.
Der Praktikant selber sollte eigentlich sein Berichtsheft für das Praktikum dabei haben.....und da schön alles eintragen was er lernt :mrgreen:


Und im schlimmsten Fall wird der Praktikant im Dienst noch irgendwie verletzt.


Überhaupt nicht, der Praktikant ist über die Umschulungsmaßnahme pflichtversichert und für Arbeitsunfälle ist die dafür zuständige BG Ansprechpartner.
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Re: Praktikum

Beitragvon D_R » 12.01.2018 17:01

Frank hat geschrieben:Und wo soll da das Problem sein ?
Bei einem Umschulungspraktikum ist das ganze vom jeweiligen Maßnahmenträger der zuständigen IHK samt den in Frage kommenden Praktikumsbetrieben gemeldet und im Umschulungsvertrag dokumentiert.


Umschulungsvertrag? In der Regel kommen die Praktikanten dann, wenn die sich noch unsicher sind, ob das Bewachungsgewerbe etwas für sie ist. Und die haben auch kein Berichtsheft oder ähnliches.

Und wo soll das Problem sein? Der Mann vom Zoll fragt den Praktikanten: Wie lange arbeiten Sie schon im Sicherheitsdienst. Und der antwortet. "Ich arbeite..." und schon wird einem die Schwarzarbeit vorgeworfen. Man will ja, dass der Praktikant etwas lernt. Im Geld- und Werttransport drückt man ihm dann schon mal eine leere Reject Kassette in die Hand, die er dann tragen darf. Und wenn er das dem Zoll erzählt, dann ist man auch gleich wegen Schwarzarbeit mit dran. Und dann musst du beweisen, dass der Typ ein Praktikant ist.

Frank hat geschrieben:Der Praktikant selber sollte eigentlich sein Berichtsheft für das Praktikum dabei haben.....und da schön alles eintragen was er lernt :mrgreen:

"Könnten Sie mir bitte noch einmal zeigen, wie der Kreuzfesselgriff geht? Ich habe nicht alles gesehen, als Sie den Flüchtling zu Boden befördert haben!" - Klar, hier schau noch einmal!

Sorry, der musste jetzt sein :mrgreen:

Frank hat geschrieben:Überhaupt nicht, der Praktikant ist über die Umschulungsmaßnahme pflichtversichert und für Arbeitsunfälle ist die dafür zuständige BG Ansprechpartner.


Ja? Was sind die ersten Sachen, die bei einem Unfall geprüft werden? Wurde der Mitarbeiter unterwiesen? Gibt es für ihn eine Gefährdungsbeurteilung. Wie ich schon sagte, wurde ich in meinem Leben bei einem Praktikum (11. Klasse Gymnasium bei der Telekom, dann 12. Klasse halbes Jahr neben der Schule in einem Softwareentwicklungsbetrieb für 500€ / DM im Monat, dann 3 Monate vor dem Studium in einer Elektronikentwicklung und Fertigung mit Lötrauch, Lasern, etc.) noch nie unterrichtet. Und ich habe Zweifel, dass es eine Gefährdungsbeurteilung gab.

Und wenn es die Sachen nicht gibt, dann zahlt zwar die BG, holt sich die Kohle aber vom Unternehmer wieder.

Übrigens: Bei mir war nur das Schülerpraktikum irgendwie dokumentiert. Zu den anderen Praktika gab es keinerlei Unterlagen, dass es ein Praktikum ist.
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Re: Praktikum

Beitragvon Frank » 12.01.2018 18:09

Hallo,

ich weiss ja nciht, in was für einer Firma du da so arbeitest.....aber bei uns kommen nur 2 Arten von Praktika vor:

1. Schülerpraktikum

2.Praktikum für Umschüler


Und bei Punkt 2 hat unsere Firma dann immer den Rahmenplan des Maßnahmenträgers und dementsprechend werden die Praktikanten dann auf die einzelnen Bereiche verteilt.



Und das
Und wo soll das Problem sein? Der Mann vom Zoll fragt den Praktikanten: Wie lange arbeiten Sie schon im Sicherheitsdienst. Und der antwortet. "Ich arbeite..." und schon wird einem die Schwarzarbeit vorgeworfen


ist doch Dummfug hoch drei.
Umschüler sind zu 99 % Teilnehmer einer Maßnahme der Bundesagentur für Arbeit und das ist leicht nachzprüfen.



Ja? Was sind die ersten Sachen, die bei einem Unfall geprüft werden? Wurde der Mitarbeiter unterwiesen? Gibt es für ihn eine Gefährdungsbeurteilung


Und ? das ist Sache des Betriebes und nicht die der kleinen Wachleute.


Und dazu:
neben der Schule in einem Softwareentwicklungsbetrieb für 500€ / DM im Monat


Das war ja auch kein Praktikum :-)

Ebenso wie es zu den guten DM-Zeiten sowas
Gefährdungsbeurteilung
noch gar nicht gab.


Dazu:
Zu den anderen Praktika gab es keinerlei Unterlagen, dass es ein Praktikum ist.


Nun, bei diesem
ann 3 Monate vor dem Studium in einer Elektronikentwicklung und Fertigung

dürfte es doch wohl eine Bescheinigung für die Uni gegeben haben.
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Re: Praktikum

Beitragvon D_R » 12.01.2018 19:05

Frank hat geschrieben:ich weiss ja nciht, in was für einer Firma du da so arbeitest.....aber bei uns kommen nur 2 Arten von Praktika vor:

Bei uns gibt es noch die Nummer 3, Leute die einfach in den Beruf reinschnuppern wollen. Und das sind in der Regel sehr gute Leute, z.T. mit höheren Abschlüssen, die aber derzeit etwas anderes suchen.

Und um was geht es hier in dem Posting??? Der TE sucht eine Praktikumsstelle und hat keine Nachweise, weil er in den Beruf reinschnuppern will.

Frank hat geschrieben:Und ? das ist Sache des Betriebes und nicht die der kleinen Wachleute.


Ähm... Und die Anstellung eines Praktikanten ist die Sache der kleinen Wachleute? Oder wieso bringst du das jetzt hier? Es geht die ganze Zeit darum, dass ein Praktikant für ein Betrieb keinen Nutzen bringt sondern nur ein Risiko darstellt.

Frank hat geschrieben:Das war ja auch kein Praktikum :-)

Sondern? Naja, in dem Niedriglohnsegment ist ein Praktikum oder ein Probearbeiten 4free vielleicht normal. In den Berufen mit einer höheren Qualifikation sind bezahlte Praktika aber normal. Da dackelt man dann aber nicht den ganzen Tag einem Wachmann hinterher, sondern erzeugt Mehrwert für die Firma. Und die Firma entlohnt diese Arbeit entsprechend.
http://www.praktikum-bewerbungen.de/bez ... praktikum/

Frank hat geschrieben:Nun, bei diesem dürfte es doch wohl eine Bescheinigung für die Uni gegeben haben.


Für die Uni gab es ein Praktikumszeugnis. Von der Uni gab es jedoch keinerlei Bescheinigung, wie denn auch, denn in der Regel wurde das Praktikum absolviert, während man auf die Ergebnisse der Abi-Prüfung wartet und sich noch bei keiner Uni beworben hat.
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