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Praktikum

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Re: Praktikum

Beitragvon guardian_bw » 12.01.2018 19:44

D_R hat geschrieben:
Frank hat geschrieben:ich weiss ja nciht, in was für einer Firma du da so arbeitest.....aber bei uns kommen nur 2 Arten von Praktika vor:

Bei uns gibt es noch die Nummer 3, Leute die einfach in den Beruf reinschnuppern wollen. Und das sind in der Regel sehr gute Leute, z.T. mit höheren Abschlüssen, die aber derzeit etwas anderes suchen.

Und um was geht es hier in dem Posting??? Der TE sucht eine Praktikumsstelle und hat keine Nachweise, weil er in den Beruf reinschnuppern will.


Neben jenen Praktikanten, die über Massnahmen der Jobcenter oder AfA kommen haben wir auch ab und an diese dritte Art.
Aber auch bei jenen wird jeweils alles dokumentiert und schriftlich festgehalten - eben um möglichen Fragen der Behörden vorzubeugen.

Mit der BG gibt es da im Falle eines Unfalls übrigens auch weniger Probleme, diese Praktikanten sind über uns versichert, völlig problemlos. Zumindest eben dann, wenn alles rund um die Praktika nachweisbar ist.
Fehlende Unterweisungen bedingen übrigens nicht per se die Regresspflicht für den Unternehmer. Ich hatte erst kürzlich nen Fall bei mir, bei dem die Erstunterweisung der Mitarbeiterin, die erst wenige Wochen für uns tätig war, nicht dokumentiert vorlag. Arbeitsunfall, Fuss kompliziert gebrochen. Leistung der BG völlig problemlos. Trotz Untersuchung des Unfalls durch die BG
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Re: Praktikum

Beitragvon alfista156 » 12.01.2018 21:37

Rege Beteiligung hier, sehr schön.
Wie ich es rauslese scheint es wohl machbar, auch ohne Nachweis einer Unterrichtung oder Prüfung.
Wäre wohl auch übertrieben um mal rein zu schnuppern.
Das heisst für mich wohl: Ab Montag, ran ans Telefon und Firmen in und um Köln fragen, ob sie Praktika anbieten.
Von meiner Rehastelle (VSB) ist das ja auch so gewollt und auch nicht unüblich. Muss da nochmal nachhaken.
Danke zunächst mal für Euer Interesse, wer noch irgendwelche Infos hat,
Immer her damit :D
Gruß Dirk
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Re: Praktikum

Beitragvon D_R » 13.01.2018 00:33

guardian_bw hat geschrieben:Fehlende Unterweisungen bedingen übrigens nicht per se die Regresspflicht für den Unternehmer. Ich hatte erst kürzlich nen Fall bei mir, bei dem die Erstunterweisung der Mitarbeiterin, die erst wenige Wochen für uns tätig war, nicht dokumentiert vorlag. Arbeitsunfall, Fuss kompliziert gebrochen. Leistung der BG völlig problemlos. Trotz Untersuchung des Unfalls durch die BG


In deinem Fall gab es aber eine Unterweisung, die jedoch nicht dokumentiert wurde. Wenn ich jetzt an meinen ersten Tag im Sicherheitsdienst zurückdenke... Da hieß es: Hier ist ein T-Shirt mit Firmenlogo und Funkgerät. Hier ist ein Notausgang. Du lasst keinen durch. Wenn das Gelände geräumt wird, machst du das Tor auf. Wenn du auf Klo musst, rufst du per Funk die Streife.

Ich kannte mich auf dem Gelände nicht aus, ich wusste nicht, wo ich erste Hilfe bekommen könnte. Ich wusste nicht, wie ich mich in einer Notsituation hätte verhalten sollen. Es gab keine Dienstanweisung, weder eine allgemeine noch eine Objektbezogene. Und wer jetzt denkt, dass es irgendeine kleine Firma war, der irrt. Das war damals ein 80 Mann Betrieb, das als Elite-Sicherheitsdienst der Stadt galt.

Insbesondere bei großen Veranstaltungen traf ich im Laufe der Zeit auch andere Mitarbeiter von kleinen aber auch großen Firmen. Unterweisungen gab es dort keine. Gefährdungsbeurteilungen auch nicht. Dienstanweisungen, insbesondere Objektbezogene selten.

Und in so einem Fall finde ich es schon richtig, dass die BG die Unternehmer in Regress nimmt, wenn etwas passiert.

Aber in deinem Fall war ja nur die Dokumentation nicht da. Was passiert aber, wenn der verletzte Mitarbeiter auf ein Mal total frustriert ist und dem Sicherheitsdienst die Schuld am Unfall gibt? Und dann alles unternimmt um dem Unternehmen zu schaden? Spätestens da hat man dann ein Problem, wenn nicht alles dokumentiert ist.

Ich bleibe immer noch dabei, dass ein Praktikant Kosten verursacht und ein Risiko ist und viele Unternehmen würden nicht darauf einsteigen.

@alfista156
Ich freue mich wirklich sehr, wenn das Telefon klingelt und irgendwelche Leute sich mündlich bewerben oder gar nach einem Praktikumsplatz fragen. Wenn man dann zurückfragt, in welchem Unternehmenszweig das Praktikum bei uns stattfinden soll, haben die meist keine Ahnung und haben sich mit dem Unternehmen nicht beschäftigt.

Ich würde eher eine freundliche E-Mail schreiben...
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Re: Praktikum

Beitragvon alfista156 » 13.01.2018 17:08

Aha, nun, das hatte ich 2mal so gemacht.
Lebenslauf plus Kurzbewerbung abgeschickt.
Daraufhin wurde ich von den betreffenden Firmen
Zurück gerufen und mir die Lage geschildert wie in meinem 1. Posting beschrieben.
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Re: Praktikum

Beitragvon Frank » 13.01.2018 22:43

Hallo,

Bei uns gibt es noch die Nummer 3, Leute die einfach in den Beruf reinschnuppern wollen. Und das sind in der Regel sehr gute Leute, z.T. mit höheren Abschlüssen, die aber derzeit etwas anderes suchen


sicher, ein Dipl. bzw. heute Bachelor will einfacher Wachmann werden :lol:

Studenten treiben sich bei uns zum Geld verdienen während des Studiums rum,in der Regel im Veranstaltungsbereich, weil sie da in Ruhe ihre Sachen während der Schicht erledigen können.
Oder auf Objekten im WE-Einsatz.

Wenn sie mit dem Studium fertig sind, na guck dir doch einfach mal die HP der großen Security-Firmen an, wer sich dort in der Führungsriege rumtreibt 8)


Und das
Es geht die ganze Zeit darum, dass ein Praktikant für ein Betrieb keinen Nutzen bringt sondern nur ein Risiko darstellt.


ist völliger Quatsch.....eher ist das Problem, das viele Firmen Praktikanten eben als Vollzeit-Kräfte einsetzen und nicht zur Ausbildung.


Dazu
Sondern? Naja, in dem Niedriglohnsegment ist ein Praktikum oder ein Probearbeiten 4free vielleicht normal. In den Berufen mit einer höheren Qualifikation sind bezahlte Praktika aber normal


Nein

Das hat nix mit Qualifikation zu tun, sondern mit rechtlichen Voraussetzungen.

Handelt es sich um ein Pflichtpraktikum hast du keinen Anspruch auf Entlohnung.

Ein freiwilliges Praktikum hingegen kann (muß aber erst ab 3 Monaten) bezahlt werden.

Sonderregelungen bestehen natürlich für alles was über Bafa,Jobcenter u.ä.läuft.



Dazu
Wenn ich jetzt an meinen ersten Tag im Sicherheitsdienst zurückdenke... Da hieß es: Hier ist ein T-Shirt mit Firmenlogo und Funkgerät. Hier ist ein Notausgang. Du lasst keinen durch. Wenn das Gelände geräumt wird, machst du das Tor auf. Wenn du auf Klo musst, rufst du per Funk die Streife.


Nun, so dürfte das wohl Hundertausende Male in Deutschland und allen anderen Ländern passiert sein :mrgreen: ....und die Welt dreht sich noch immer........... *wachmann*



Ich kannte mich auf dem Gelände nicht aus, ich wusste nicht, wo ich erste Hilfe bekommen könnte. Ich wusste nicht, wie ich mich in einer Notsituation hätte verhalten sollen


Und das eigene Gehirn benutzen ??
Wenn man eine Funke hat,hört man auch den Funkverkehr mit und weiß ziemlich schnell, wer sich da alles so rumtreibt.


nd wer jetzt denkt, dass es irgendeine kleine Firma war, der irrt. Das war damals ein 80 Mann Betrieb, das als Elite-Sicherheitsdienst der Stadt galt.


Nunja, 80 Mann ist eine kleine Firma und wie man liest, war sie total überfordert.


Insbesondere bei großen Veranstaltungen traf ich im Laufe der Zeit auch andere Mitarbeiter von kleinen aber auch großen Firmen. Unterweisungen gab es dort keine. Gefährdungsbeurteilungen auch nicht. Dienstanweisungen, insbesondere Objektbezogene selten


Gefährdungsbeurteilungen gibt es ja auch noch nicht so lange und Unterweisungen sind oft lange her.
Wer 20 Jahre oder mehr Veranstaltungen macht, weis das besser als die ganzen Theoretiker 8)



Ich bleibe immer noch dabei, dass ein Praktikant Kosten verursacht und ein Risiko ist und viele Unternehmen würden nicht darauf einsteigen.


Im Gegenteil, oft kommt dadurch sogar Geld rein,denn bei vielen Maßnahmen der öffentlichen Hand wird Geld gezahlt.
Und die meisten der Großen der Branche machen das auch (Vielfach ja auch, weil sie selber solche Maßnahmen durchführen 8) ).
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Re: Praktikum

Beitragvon D_R » 13.01.2018 23:28

Frank hat geschrieben:sicher, ein Dipl. bzw. heute Bachelor will einfacher Wachmann werden :lol:

Tja, wenn du mal die Augen aufmachst, dann wirst du feststellen, dass im Sicherheitsdienst auch Leute mit Diplom / Master oder Bachelor arbeiten. Das ganze hat weniger etwas mit wollen zutun, sondern damit etwas anderes zu machen. Solche Leute findest du auch hier im Forum. Und "einfacher" Wachmann.... Jeder fängt klein an und steigt dann später in der Hierarchie zum Einsatzleiter bzw. zur Fachkraft für Arbeitssicherheit (Glückwunsch btw.)

Frank hat geschrieben:Studenten treiben sich bei uns zum Geld verdienen während des Studiums rum,in der Regel im Veranstaltungsbereich, weil sie da in Ruhe ihre Sachen während der Schicht erledigen können.
Oder auf Objekten im WE-Einsatz.


Wie kommst du jetzt auf Studenten??
Es geht immer noch um den TE, der 40 Jahre lang als Dachdecker gearbeitet hat. Auch die anderen mit Diplom suchen nach Jahren Job etwas anderes.

Frank hat geschrieben:ist völliger Quatsch.....eher ist das Problem, das viele Firmen Praktikanten eben als Vollzeit-Kräfte einsetzen und nicht zur Ausbildung.

Dementsprechend wäre der Schwarzarbeit-Vorwurf vom Zoll berechtigt.

Frank hat geschrieben:Das hat nix mit Qualifikation zu tun, sondern mit rechtlichen Voraussetzungen.
Handelt es sich um ein Pflichtpraktikum hast du keinen Anspruch auf Entlohnung.
Ein freiwilliges Praktikum hingegen kann (muß aber erst ab 3 Monaten) bezahlt werden.
Sonderregelungen bestehen natürlich für alles was über Bafa,Jobcenter u.ä.läuft.


Was hast du die ganze Zeit mit irgendwelchen Bildungsträgern?? Es geht hier um ein freiwilliges Praktikum! Wenn ich im Unternehmen als Praktikant einen Nutzen habe, dann kann das Unternehmen dies entsprechend vergüten. Und wie soll das Unternehmen gegenüber dem Praktikanten sich darstellen, wenn er Mehrwert produziert, dies aber nicht vergütet wird?

Frank hat geschrieben:Nun, so dürfte das wohl Hundertausende Male in Deutschland und allen anderen Ländern passiert sein :mrgreen: ....und die Welt dreht sich noch immer........... *wachmann*

Hah, jetzt zeigt der echte Frank sein Gesicht.


Frank hat geschrieben:Und das eigene Gehirn benutzen ??
Wenn man eine Funke hat,hört man auch den Funkverkehr mit und weiß ziemlich schnell, wer sich da alles so rumtreibt.

Richtig! Irgendwelche fetten Idioten haben sich da mal getroffen und das Arbeitsschutzgesetz geschrieben, insbesondere den § 12. Braucht eh keiner das Zeug. Funkgerät ftw!

Frank hat geschrieben:Im Gegenteil, oft kommt dadurch sogar Geld rein,denn bei vielen Maßnahmen der öffentlichen Hand wird Geld gezahlt.


TE...... 40 Jahre lang Dachdecker.... Will aus eigener Initiative in den Sicherheitsdienst reinschnuppern...... Keine Maßnahme..... Das ist das generelle Thema hier..... Nicht irgendwelche Bildungsträger...... Kein Harz XY.....
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Re: Praktikum

Beitragvon Frank » 14.01.2018 17:09

Hallo,

reiss doch die Dinge nicht immer aus dem Zusammenhang...

Tja, wenn du mal die Augen aufmachst, dann wirst du feststellen, dass im Sicherheitsdienst auch Leute mit Diplom / Master oder Bachelor arbeiten.


Wenn du mal schaust--->
Wenn sie mit dem Studium fertig sind, na guck dir doch einfach mal die HP der großen Security-Firmen an, wer sich dort in der Führungsriege rumtreibt




Auch hier wieder:
Was hast du die ganze Zeit mit irgendwelchen Bildungsträgern?? Es geht hier um ein freiwilliges Praktikum!


Wenn du den Eingangsthread richtig gelesen hättest......siehe
ich mache zu Zeit eine berufliche Reha in Köln.
Habe knapp 40 Jahre als Dachdecker gearbeitet, was aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr geht.


Und was ist eine Reha? Reha = Rehabilitation (Maßnahme) mithin also wieder ein Träger und das ganze Procedere.

Außer Schülern gibt es keinen Menschen, der freiwillig ein Praktikum macht.

Dahinter stehen immer Vorgaben wie zum B.
- bei Studenten Voraussetzungen für einen Studiengang
- bei Arbeitnehmern immer Maßnahmen nach SGB (ALG I und II ) und Reha .

Bei ALG I oder Reha bezieht sich das "Freiwillig" halt darauf, daß der betreffende AN eine Wahlmöglichkeit hat.



Dazu:
Wenn ich im Unternehmen als Praktikant einen Nutzen habe, dann kann das Unternehmen dies entsprechend vergüten. Und wie soll das Unternehmen gegenüber dem Praktikanten sich darstellen, wenn er Mehrwert produziert, dies aber nicht vergütet wird?


Diese Aussage betrifft Akademiker.

Welchen "Mehrwert" soll denn wohl ein einfacher Wachmann produzieren ?

Ich habe das Objekt gut gesichert, dadurch das ich alle Türen vermauert habe


so in etwa ?? :lol:



Dazu:
Richtig! Irgendwelche fetten Idioten haben sich da mal getroffen und das Arbeitsschutzgesetz geschrieben, insbesondere den § 12. Braucht eh keiner das Zeug. Funkgerät ftw!


Stimmt, das stammt noch von der Kohl-Regierung :D

Und brauchen tut den § wirklich keiner, weil das ehh nur Aktenordner füllen ist.

Denn geschätzt wird das von 30 % der Firmen im Wachgewerbe wirklich korrekt durchgeführt,bei allen anderen wird da nur "Papier" Produziert.
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Re: Praktikum

Beitragvon D_R » 14.01.2018 19:20

@Frank
tut mir Leid

TL;DR
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