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Subunternehmer vom Sub die Sub...

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Subunternehmer vom Sub die Sub...

Beitragvon Gromsaft » 31.12.2017 15:47

Hallo und Guten Morgen,

mich interessiert kurz auf den Punkt gefragt, was ihr von Sub Sub Sub Subunternehmern haltet und ob das System einen Fehler hat oder vielleicht selbst ein Fehler ist.

An andre stelle möchte ich auch überwiegend etwas Dampf ablassen, also nicht gleich meckern.

Beispiel mit nur 34a ein Sicherheitsdienst Unternehmen betreiben und das am besten noch als Reinigungsdienst anmelden, sind immer noch gängige Praxis, einige Chefs haben nichtmal 34a so meldet ein Kuli mit seinem 34a das Gewerbe an oder steigt mit ein. Warum wird das nicht endlich geändert. Kommen die Behörden und stellen alles auf den Kopf, finden die keine Fehler.
Am Ende bekommt der Kuli vor dem Arbeitsgericht alles reingedrückt, und das weil man diesen 250€ mehr im Monat für die Anmeldung des Gewerbes versprochen hat.

Das den Mitarbeitern solcher "zwielichtigen Firmen" Sub Sub von Sub sogar auf 450€ Basis noch 160€ abgezogen werden (natürlich nicht auf der Abrechnung) und auch die Mitarbeiter mit 300 Stunden im Monat keine Formen von Zuschlägen erhalten, dürfte hier wohl jeden einleuchten. Die "Chefs" haben von der Branche so viel Ahnung wie eine 90 jährige von einer Spielekonsole.

Die Qualität leidet natürlich und wer am Ende für billig arbeitet, liefert auch genau dies billig ab.

So finden sich am Ende der Nahrungskette noch dümmere, und so bildet das Schlusslicht dieser Pyramide, nicht letztendlich selten einer, der nicht nur die ganzen Stunden arbeitet, sondern auch noch die Verantwortung trägt.

Warum darf eine Pflegekraft nicht gleich ihre eigne Arztpraxis eröffnen?! Oder jemand mit Sport-Motorboot-Führerschein einen Öltanker über den Atlantik steuern?!

Eine Securityfirma mit einem 34a ohne TÜV und Meister, wird ganz klar keinen Auftrag von der Lufthansa erhalten. Dabei würde das doch kaum einen Unterschied machen, am Ende arbeiten da doch sowieso die Leute dieser kleinen 34a Firmen.

Die Regelungen sind hier nicht grade überschaubar. Auch die Sachkundeprüfungen einiger Mitarbeiter kommen aus Bundesländern, wo diese nicht mal selbst wissen wo diese Bundesländer überhaupt liegen. Ein ehm. Chef wollte sogar das ich ein 34a anstelle des Prüfer unterschriebe. Ich dachte geht's noch alter, bist du dicht oder was? Anscheinend gibt es nicht viel für Urkundenmissbrauch und Fälschung.

Ich hatte mindestens über 100 Dienstausweise vor meiner Brust hängen, deren Firmennamen ich nicht mal richtig aussprechen konnte oder ich erstmal den Dienstausweis selber in meine Hand nehmen musste um zu lesen für welche Firma ich grade arbeite, wen man mich mal gefragt hat.

Wir mussten immer den Namen, des ersten Subunternehmers nennen und verschweigen für welche Firma wir tatsächlich arbeiten.

Verdient habe ich allerdings nur den Mindestlohn und nach Fantasieabzügen wie Vertragsstrafen wegen Abgabe nicht gereinigter Krawatte noch weniger.

Aber als ich die letzten Jahre realisiert habe, was für defekte Kaliber dank des Arbeitsamtes mit einem 34a in die Branche einzogen, es hat mich einfach ins Koma gesprengt. Ich bin da aber auch nicht besser.

Aus 2 guten Gründen, 1. Ich bin ein notorischer Ja-sager und 2. Ich bin Einfach nicht besonders klug. Ich bin einfach nur sau blöd. Mit 20 meiner Sorte könnte ein Chef in 1 Jahr Millionär werden. Ich bin der Grund dafür, daß kaum jemand für eine Fachkraft den Tarif bezahlen bereit ist, solange das auch für den Mindestlohn halbwegs richtig getan ist.
Was jedoch ganz okay war, war die Abwechslung und Möglichkeit in viele Aufgabenbereiche hinein zusehen. Meine Güte ist die Sicherheits Branche am Tiefpunk dachte ich mir 2004 als ich anfing. Ich denke jedes Jahr immer noch so, man 2017 war ja bescheuert schlecht, 2018 kann nur noch bekloppter werden. Juhu.

Mich ärgert es nur, das soviele an mir mitverdienen und ein Auftraggeber keinen schimmer davon hat, wie weit die Schere zwischen seinen Kosten meiner Leistung im Verhältnis zu meinem Lohn tatsächlich auseinander geht. Ich bin jetzt 2 Jahre in einem Festen Objekt und möchte da so lange bleiben und arbeiten wie es nur geht, am liebsten bis zur Rente.

Nur bringt mir das alte Konzept jetzt nur Nachteile, eine Firma steckt sich meine Nachtzuschläge in die Tasche, die andere alle Son/Feiertags-Zuschläge, Fahrtkosten Pauschale natürlich Steuerfrei ein und bei mir kommt nur der Mindestlohn an obwohl ich den Auftraggeber 38,58€ die Stunde koste. Urlaub oder Entgelt? Fehlanzeige.
Dafür steht ein Pauschal Verpflegungzuschuss auf meiner Abrechnung, klar auch steuerfrei. Ich hab nicht mal ein Kaugummi von meinem Chef bekommen.

Meinen letzten Chef habe ich vor das Arbeitsgericht gezogen und quasi recht bekommen, leider hat der die Firma auf jemanden anderen angemeldet und den Firmen Namen gewechselt. Ich steh auf 2000€ Anwaltskosten da ich mich Gutgläubig auf eine Einigung eingelassen habe. Ich sagte ja bereits, ich bin ein Idiot.

Den vorletzten hat der Zoll hochgenommen, der hatte über 300.000 am Finanzamt vorbei geschleust. Wegen Verfahrensfehlern alle Anklagen eingestellt. Der hat auf meinen Namen Lohnabrechnungen verfasst als ich da nach Monaten längst für eine neue Firma tätig war. Passiert ist ihm nix, trotz meiner Aussage beim Zoll. Aber hat sich das Arbeitsamt bei mir um 15€ verrechnet, steht der Zoll vor meiner Tür und stellt mich vor die Wahl, zahlen oder Knast.

Ich verstehe es nicht, man gib 100% und bekommt nur 10% für seine Arbeit. Man klopp Stunden ohne Ende und für 1€ mehr pro Tag, geht man mit dem Bereitschaftsdiensthandy ins Bett zum kuscheln.

Da hier auch einige Selbstständige, das sicher anders sehen, diese können nicht direkt die Aufträge einstreichen ohne gleich Vertragsstrafen reingedrückt zu bekommen, ja Sub von Sub schließen auch Verträge ab. auch wenn diese als Sub Sub Sub die Aufträge manchmal besser erfüllen als die an erster Stelle, ist mir ja auch klar. Fakt ist jedoch das es immer am Ende knallt und die Branche immer schlechter dasteht.

Aber achtet doch auch mal darauf, daß bevor ihr wieder einen Sub Auftrag vom Sub als Sub annimmt, für euren doofen Kuli auch was mit abfällt.

Ein Sicherheitsdienst sollten nur die eröffnen dürfen, die Mindestens Fachkraft sind und die Regeln für Subunternehmer sollten klar definiert werden. Von den Mangel an staatlichen Kontrollen der Branche mal zu schweigen.

Und diese ständige Rechnung hin und her schieberei der Scheinselbständigen 1 Mann Securitys geht mir auch langsam auf den Keks.

Wer zahlt am Ende die Zäche? Ich erinnere mich wo ich 3 Aufträge am Tag zu 3x8stu. abreissen musste, bin nach 2 Wochen kaputt gegangen ich bekam einen Bediengungsfehler. Das kann es doch echt nicht sein.
Anders kann man sich kaum über Wasser halten.

Ich habe jetzt gehört das einige Feiertage bezahlt bekommen obwohl diese an den Tag nicht gearbeitet haben, weil dieser Tag ein Wochentag war? Ohhh Man. Oder Ruhezeit 11 Stunden. Scheiße Man was ist das? Dafür durft ich mit Kriminellen und den Dümmsten arbeiten und bin nicht mehr Wert. Ich hatte meinen Dienst mit Typen die noch auf Bewehrung waren und andre wiederum sind mit 1,2 Promille auf dem Kessel zum Dienstantritt gekommen.

Was kann ich heute nachweisen? Würde man mein Lebenslauf prüfen, könnte ich den nur mit Zahlreichen Fotos versuchen zu belegen.

Nun, am Ende wird es so ausgehen, ich verklage meinen Chef und forder alles ein was mir zusteht, ich weiß auch wie es ausgeht, ich bekomme eine in die Schnauze und darf meinen Recht hinterher rennen das mir das Arbeitsgericht zugesprochen hat. Die Typen mit den ich Auf Bahnhöfen und Zügen unterwegs war, der eine hat nur gepennt, der andre war 63 Jahre alt und verkauft, ein anderer hat ständig kleine Kinder angequasselt und kinderfahrkarten verteilt, ein andrer wiederum steckte sich alles ein vom Tablet, Handy bis zum kompletten Reisekoffer. Viele waren einfach nur Aggressiv und haben den Sheriff markiert. Am besten waren noch die erst garnicht zum Dienst gekommen sind und ihre Zettel gefälscht hatten.

Aber der Chef mit seinem Subunternehmen an zweiter Stelle, kassierte die dicke Kohle ein.
Ist doch klar das wer sich nur für den Mindestlohn einstellen lässt und keine Fahrgeldpauschale, Zuschläge und Urlaubsentgeld einfordert, der perfekte Kandidat für solche Subis ist. Ich glaube von 30 Typen waren nur 2 Deutsche mit dabei.

Fazit, ich halte das ganze System für Fehlerhaft und wir lesen erneut, wie unqualifizierte Securitys wieder Mist gebaut haben. Aber die Mitarbeiter die direkt beim Größten Beförderungsunternem eingestellt sind, bekommen Nachts in der S-Bahn am Wochenende nur paar vor die schnauze und sind sich für Fußballzüge zuschade. Ich verstehe es nicht wie solche kriminellen Machenschaften über Jahre durch Korruption und Betrug so dicke absahnen und trotz negativen Schlagzeilen weiter machen. Es gibt genug Idioten die sich verramschen lassen.

Ich bekomme schon einen Ausschlag wenn ich die billiglohnsklaven zu Haufen rumgammeln sehe. Seit 2011 ist mir kein seriöse Firma unter die Augen gekommen. Alle haben irgendwo Dreck am stecken, ob manipulierte Scanner mit nicht existenten Revierdinstfahrern oder Schwarzarbeitern und fungierten Rechnungen.

Die Kontrollen der Unternehmen sind einfach lächerlich und die Voraussetzungen ein Schlag ins Gesicht für jeden verantwortungsvollen und angazierten SMA.

Mit Themen wie Asylbewerberheimen fang ich erst besser gar nicht an. Impfung? Heeäh?

Grom Ende.
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Re: Subunternehmer vom Sub die Sub...

Beitragvon Peter S. » 31.12.2017 22:28

Feststellung #1: Am Anfang steht die freie Berufswahl.

Feststellung #2: Wenn es damit hapert, muss man zuerst bei sich selbst nachlegen und sich für den Arbeitsmarkt so qualifizieren, dass man nicht auf Höhe des Fussabtreters arbeiten muss.

Feststellung #3: Das geht zwar in den Jugendjahren deutlich einfacher, ist aber auch im höheren Alter möglich.

Feststellung #4: Ja, in der Branche läuft einiges schief und es gehörte einmal gründlich feucht durchgewischt. Danach würde es aber voraussichtlich nicht besser, weil der Markt ein Problem hat und es den Kunden an Verständnis und Willen mangelt.
Peter S.
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Re: Subunternehmer vom Sub die Sub...

Beitragvon Tom511 » 11.01.2018 16:57

Zu Peter:

Feststellung 1:
Grundgesetz Artikel 12 Freie Berufswahl
https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_12.html

Feststellung 2:
Nicht alle Firmen sind sauber und ich muss dort nicht arbeiten.
Auf dem Markt gibt es sehr viele Firmen, einfach wechseln und es besser machen.
Ein Leben lang lernen und nicht auf der Stelle bleiben.

Feststellung 3:
Korrekt.

Feststellung 4:
Wo Geld zu holen ist, gibt es auch schwarze Schafe und viele die mit einfachen Mitteln vom Ganzen etwas abhaben wollen.
Mehr Kontrollen würden helfen, aber Löcher gibt es immer.

Fazit:
Sich eine große Firma suchen, welche sauber ist.
Probleme gibt es überall, die Arbeit ist die Gleiche.

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