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England privatisiert Polizei

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England privatisiert Polizei

Beitragvon Berliner » 16.02.2012 00:23

Als erste britische Polizeibehörde wird die Polizei Lincolnshire ab April ein Revier privatisieren. Damit wird G4S, das weltweit größte Sicherheitsunternehmen, mehr als die Hälfte der 980 nicht uniformierten Angestellten übernehmen. Teil des umfassendsten Outsourcingvertrags der britischen Polizei ist auch der Bau eines neuen Reviers mit 30 Polizeizellen.

http://www.handelsblatt.com/politik/int ... 06954.html
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Beitragvon guardian_bw » 16.02.2012 00:48

Autsch... das sind Vorgänge, die ich beim besten Willen nicht wünsche. Auch wenn das sicher unserer Branche neue Möglichkeiten bieten würde.
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Beitragvon Berliner » 16.02.2012 09:51

Wenn ich mir den Krankheitsstand der unkündbaren Beamten so Anschaue kann ich verstehen das da was geändert wird.

Wozu also Beamte, wenn es Angestellte auch Können? Wobei komplette privatisierung von hoheitlichen Aufgaben finde ich bedenklich. aber wie ist es mit den ganzen Leuten in Hessen, die sich nach einer Minniausbildung auch Polizei nennen? Stadtpolizei, Wachpolizei, Ordnungspolizei, Ehrenamtliche Polizei. Größtenteils mit Waffe und Polizeiuniform, lächerlichen Gehalt, aber Staatsbedienstete.
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Beitragvon guardian_bw » 16.02.2012 10:10

klaus hat geschrieben:Wozu also Beamte, wenn es Angestellte auch Können? Wobei komplette privatisierung von hoheitlichen Aufgaben finde ich bedenklich.


Eben - Angestellte sind noch immer Staatsbedienstete. Private Sicherheitsdienste sind das nicht...

Ich finde es auch gut, dass die Privatisierung der Offenburger JVA auslaufen wird und rückgängig gemacht wird (zumindest besteht die Absicht laut Koalitionsvertrag).


klaus hat geschrieben:aber wie ist es mit den ganzen Leuten in Hessen, die sich nach einer Minniausbildung auch Polizei nennen? Stadtpolizei, Wachpolizei, Ordnungspolizei, Ehrenamtliche Polizei. Größtenteils mit Waffe und Polizeiuniform, lächerlichen Gehalt, aber Staatsbedienstete.


Stadtpolizei (zumindest FFM) und Wachpolizei verfügen über eine vergleichsweise ausführliche Ausbildung. In der Stadtpolizei FFM gibt es zudem auch noch die Beamtenlaufbahn, die man einschlagen kann. Dafür sind dann auch entsprechende Ausbildungen notwendig (Laufbahnlehrgang).

Vergleichsweise bedenklicher ist da hingegen das baden-württembergische Modell des Freiwilligen Polizeidienstes - 2 Wochen Ausbildung, danach in identischer Uniform wie Beamte und Waffe auf die Straße (gut, mittlerweile größtenteils unterscheidbar, da an Pfw bislang offiziell keine blaue Uniform ausgegeben wurden). Aber ok, auch das funktioniert schon seit Jahrzehnten (wird aber höchstwahrscheinlich auslaufen, laut Koalitionsvertrag Grün-Rote Landesregierung).

Der große Unterschied ist für mich in allen diesen Fällen nicht die Ausbildung, welche der jeweilige Mensch genossen hat,
sondern vielmehr wer steckt dahinter: Der Staat (ggf. je nach dem auch die Kommune als Dienstherr und Arbeitgeber) oder ein privates Unternehmen.
Warum das für mich so wichtig ist hat verschiedene Gründe.
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Ausbildung

Beitragvon dcsecurity » 16.02.2012 11:24

Stadtpolizei, Wachpolizei, Ordnungspolizei, Ehrenamtliche Polizei. Größtenteils mit Waffe und Polizeiuniform, lächerlichen Gehalt, aber Staatsbedienstete

Also zu der Ausbildung will ich mal eins sagen, bei den Ordnungspolizisten ist die Ausbildung definitiv nicht ausreichend, allerdings darf der so genannte Ordnungspolizist nach seiner Grundausbildung auch noch gar nicht viel. Alles was er dann noch tun soll oder darf hat er nochmals extra lernen müssen. Trotzdem ein bisschen zu wenig, aber keinesfalls so das die nicht wissen was sie tun.

Stadtpolizei ist im Grunde dasselbe wie die Ordnungspolizei aber z.B. Frankfurt hat eine sehr gute Ausbildung, die Landespolizei könnte manchmal neidisch werden.

Wachpolizei naja im Grunde dieselbe Ausbildung wie die Ordnungspolizei, jedoch mit ein wenig praktischem Training und dann genau dasselbe tun wie ein ,,echter" Polizist und Schusswaffe tragen? Davon halte nicht viel.

Ehrenamtliche, keine Frage die wissen nicht viel, können sie auch gar nicht. Aber wenn sie gezielt und NUR zur Unterstützung eingesetzt werden finde ich das okay. ABER ich sehe immer öfter 2 Ehrenamtliche zusammen - geht´s noch?? Neuerdings tragen einige die gleiche Unfirom wie die ,,echten" und sind nur noch am Ärmelabzeichen zu erkennen das kann und darf nicht sein.
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Beitragvon ghostguard » 16.02.2012 15:09

Es geht ja nicht um die Polizei, sondern nur um Teile.

Aber genau hier würde ich auswandern.

Zum Umfang des G4S zugesprochenen Projekts mit einem Gesamtwert von 200 Millionen Pfund über zehn Jahre gehören auch der Betrieb der Kommandoleitstelle, die Abteilung für Verkehrsstrafen, der Gerichtsdienst, die Lizenzierung von Schusswaffen, das gesamte Ressourcenmanagement


Aber bei uns würden schon die Datenschützer Amok laufen
Gruss
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Beitragvon S.L. » 13.03.2012 20:47

klaus hat geschrieben:Wenn ich mir den Krankheitsstand der unkündbaren Beamten so Anschaue kann ich verstehen das da was geändert wird.

Wozu also Beamte, wenn es Angestellte auch Können? Wobei komplette privatisierung von hoheitlichen Aufgaben finde ich bedenklich. aber wie ist es mit den ganzen Leuten in Hessen, die sich nach einer Minniausbildung auch Polizei nennen? Stadtpolizei, Wachpolizei, Ordnungspolizei, Ehrenamtliche Polizei. Größtenteils mit Waffe und Polizeiuniform, lächerlichen Gehalt, aber Staatsbedienstete.


Tja Hessen war das erste Bundesland, welches die Ausbildung im mittleren Polizeidienst abschaffte. :roll:
Und dann kam die Wachpolizei...


ich bin der Meinung da wo "Staat" draufsteht, muß auch "Staat" drin sein. :wink:
Seien wir realistisch, versuchen wir das unmögliche! (Che)
S.L.
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Re: England privatisiert Polizei

Beitragvon Spielverderber » 28.03.2012 03:37

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