Anzeige
Anzeige
Anzeige

Frage zum Vorstellungstermin

Meinungen und Fragen zu weiteren Gebieten

Moderator: Moderatoren

Frage zum Vorstellungstermin

Beitragvon Tobi1987 » 27.07.2014 18:44

Hallo liebe Community,

ich habe eine Frage, worüber ich mir den ganzen Tag den Kopf zerbreche. Da ihr ( denke ich ) in diesem Gewerbe arbeitet, wollte ich mal meine Frage hier los werden.

Und zwar habe ich ein Problem. Habe morgen seit langem endlich mal wieder ein Vorstellungstermin, wo ich auch Praktikum gemacht habe und die Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis schriftlich bestätigt bekommen habe, worauf ich leider 1 Jahr pausieren musste wegen Instabilität der Schulter.

Ich war nun 1 Jahr Arbeitslos, konnte von dem wenigen Geld kein Unterhalt zahlen, worauf das Jugendamt einen Gerichtsvollzieher zu mir geschickt hatte. Jetzt habe ich einen Termin zur eidesstattliche Versicherung.

Nun meine Frage: Muss ich meinen zukünftigen Arbeitgeber darüber bescheid geben? Welche Konsequenzen hätte dies? Kann ich überhaupt noch im Sicherheitsdienst arbeiten?

Der Job ist im Kaufhaus als Doorman. Mache auch Videoüberwachung und begleite das Personal in den "Tresorraum" usw...

Vorstrafen hab ich keine!

hoffe ihr könnt mir fix helfen!

Danke im voraus!

Mfg Tobi1987
Tobi1987
Newbie
 
Beiträge: 2
Registriert: 27.07.2014 18:32

Share On

Share on Facebook Facebook Share on Twitter Twitter

Re: Frage zum Vorstellungstermin

Beitragvon stinkefuchs » 28.07.2014 12:08

Die Karten solltest Du schon auf den Tisch legen.
Entscheidend ist es in Bereichen wie Geld und Wert.

Im Kaufhaus KANN es zu Problemen führen. In der Regel ist es aber nicht so.

Kacke ist es erst dann, wenn Du nix sagst und dann der Vollstreckungsmensch in der Firma aufläuft.

Erzähl von den Problemen und versichere, dass Du mit dem Einkommen die offenen Positionen begleichen kannst, willst und wirst.
"Fight back! Whenever you are offered violence, fight back! The aggressor does not fear the law, so he must be taught to fear you.
Whatever the risk and at whatever the cost, fight back!" (Jeff Cooper)
Benutzeravatar
stinkefuchs
Lebenslauf-Versauer
 
Beiträge: 4585
Registriert: 17.06.2005 22:21
Wohnort: Hoch im Norden

Re: Frage zum Vorstellungstermin

Beitragvon Spielverderber » 01.08.2014 13:18

Viele Gerichtsvollzieher lassen da auch mit sich reden. Teile ihm mit, dass du Deinen Job verlieren könntest, wenn der AG dies mitbekommt und biete ihm an ihm regelmäßig deine Lohnabrechnung zu schicken und den pfändbaren Teil zu überweisen.
Solange dies funktioniert, wird er dann deinen AG nicht kontaktieren.

Evtl. erreichst Du ihn ja noch vor dem Termin. Ansonsten brauchst Du Dir aber auch keine allzu großen Gedanken machen, sowas ist in der Branche schon ziemlich normal. Gerade größere Firmen kennen dies bereits von vielen ihrer Mitarbeiter.
You will never understand what this life means to me
Spielverderber
Einsatzleiter
 
Beiträge: 416
Registriert: 12.10.2009 21:31
Wohnort: Hamburg

Re: Frage zum Vorstellungstermin

Beitragvon Spielverderber » 01.08.2014 13:20

Ups, sorry, ist ja schon ein paar Tage her.

Wie ist es gelaufen?
You will never understand what this life means to me
Spielverderber
Einsatzleiter
 
Beiträge: 416
Registriert: 12.10.2009 21:31
Wohnort: Hamburg

Re: Frage zum Vorstellungstermin

Beitragvon Tobi1987 » 11.01.2015 14:23

Hallo,

nach langer Zeit mal wieder hier :D ( Sry für`s warten )

Der Arbeitgeber hatte keine Probleme damit und hatte Verständnis dafür, da ich ihm alles erklärt habe.

Da ich hier Anonym bin/bleibe, erzähle ich nun alles was passiert und abgelaufen ist.

Die ersten Tage waren suuuuper Langweilig! Ganzen Tag in einen Raum rumstehen, wo nix passiert.
Das ging ca. 2 Monate so, bis ich in die SLZ ( Sicherheitsleitzetrale ) kam, was mir super viel Spaß gemacht hat. Nur dann, durch das lange stehen, hatte ich wieder starke Schmerzen in meiner Schulter und es war eine Qual, durchzuhalten, trotzdem war ich jeden Tag dort und betäubte ich mich mit Medis voll, die ich vom Doc bekommen habe, da ich diesen Job einfach nicht verlieren wollte.

Irgendwann fiel es meiner Chefin auf, dass ich Schmerzen hab/hatte ( krummes stehen, schmerzverzerrtes gesicht usw. ). Sie machte mir direkt klar, dass ich hier keine Sonderbehandlung bekomme ( was mir auch klar war ). Die Schmerzen wurden von Tag zu Tag schlimmer, bis ich vom Arzt richtig Starke Tabletten bekommen habe, die ich leider nicht vertragen hab.

Nächsten Morgen ging es mir richtig Schlecht, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kalt Schweiß im Gesicht, Sehr extreme Magenkrämpfe ( bitte nie wieder solche schmerzen! ). Ich war am heulen vor schmerzen und konnte kaum stehen bzw garnicht, hatte dann versucht meine Chefin zu erreichen, erfolglos. Also ging ich mit bleichen Gesicht zur Arbeit, erzählte denen meine Situation, was vorgefallen war und das ich mich richtig schlecht Gefühlt habe. Es interessierte niemanden, ich solle meine Arbeit machen und sonst wäre keine da, da die anderen im Urlaub sind.

Ich wartete immer noch auf mein Vertrag, fragte damals jeden Tag und wurde vertröstet. Irgendwann kam das nächste Problem. Die Füße! Falsches Schuhwerk, glaube muss hier nicht sagen was passiert, wenn man falsches schuhwerk hat^^ Geld um neue zu kaufen, war keins da. Soviel verdient man dann doch leider nicht, reicht zum überleben beim stdlohn von 8,50€. <-- will mich nicht beschweren ;-)

Meine Chefin bemerkte dies auch, obwohl ich versucht hab, mit allen mitteln, dass nix ist. ( Klopapier im Schuh gestopft, wo es schmerzt, medis wieder eingeworfen )
Sie machte mir eine Ansage die sich gewaschen hatte: Entweder ich stehe nun gerade und lauf nicht krum durch die Gegend oder Sie sorge dafür, dass mich keine Sicherheitsdienst Firma mehr nimmt, da Sie die größten usw in Umgebung Köln kennen würde und gute Kontakte zu denen hat. Ab da hatten wir immer wieder Streitigkeiten.

Termin beim Jugendamt stand an, die Chefin will mich nicht gehen lassen. Termin stand ca über 1 Woche vorher und genau kurz vor knapp wo ich zum Termin wollte, bekam ich einen Anruf, dass es nicht geht, ich auf der Arbeit bleiben MUSS. Wenn ich gehen würde, dann kann ich auch direkt zum Jobcenter gehen.

Bis dahin hatte ich noch KEINEN Vertrag bekommen, Geld immer auf die Hand bekommen, sollte beim Jobcenter sagen, dass es ein Praktikum war mit Probetage usw. , damit ich keine Sperre vom Amt bekomme.

Weiß nicht mehr genau, was der richtige Auslöser war, doch eines Tages hab ich per E-Mail gekündigt und nie wieder was von ihr gehört.


Soll ich mich jetzt trotzdem bei anderen Firmen mich vorstellen oder muss ich jetzt Angst haben, dass die mich direkt ablehnen oder " mies " behandeln?

Kurz nach meiner Kündigung wurde ich krank und bekam Thrombosephlebitis. ( oberflächige Thrombose ) womit ich heute noch zu kämpfen hab. Kam leider vom zu langes stehen und falscher Ernährung :-(

Muss ich dies den zukünftigen Arbeitgeber auch sagen???

Danke erstmal fürs durchlesen xD Hab mir die Seele ausgetippert! :)
Tobi1987
Newbie
 
Beiträge: 2
Registriert: 27.07.2014 18:32

Re: Frage zum Vorstellungstermin

Beitragvon D_R » 11.01.2015 14:55

Glückwunsch!
Da bist du genau an den richtigen Arbeitgeber geraten.
Ich frage mich momentan, ob deine Erkrankung durch das zu lange stehen und der schlechten Ernährung (natürlich weil du dem Job nachkommen musstest) nicht ein Fall für die VBG als Berufskrankheit ist.

Generell finde ich es falsch, dass ein Arbeitnehmer, der offensichtlich Schmerzen hat, keine Sonderbehandlung verdient. Ich hätte ihn entweder an eine Position wo er mit seiner Erkrankung klarkommt oder hätte den Vertrag gekündigt. Eine Kündigung hört sich irgendwie immer so negativ an, wäre aber durchaus im Sinne des Arbeitnehmers, um ihn selbst zu schützen.

Es stimmt zwar, dass die Sicherheitsfirmen einer Region in der Regel gut vernetzt sind, weil man aufeinander angewiesen ist (selbst die großen haben oft nicht genug eigenes Personal), allerdings würde ich jetzt nicht glauben, dass ein Arbeitgeber sich Mühe macht und einen Arbeitnehmer bei allen anderen (vor allem bei den großen Firmen) direkt Anschwärzt. In Köln dürften es ja relativ viele Sicherheitsunternehmen sein.
Liberté, Égalité, Brutalité
D_R
Sicherheitsexperte
 
Beiträge: 585
Registriert: 26.03.2014 18:53

Re: Frage zum Vorstellungstermin

Beitragvon hmoerser » 13.01.2015 10:44

1. Eine Arbeit fängt man nicht an, bevor man einen schriftlichen Arbeitsvertrag in Händen hält.

2. Hat Du von deiner ehemaligen Firma eine Meldung zur Sozialversicherung bekommen, dass du an/abgemeldet wurdest? Wenn ja ok, wenn nein, dann sind wahrscheinlich keine SV-Beiträge für dich abgeführt worden. Dann solltest Du deine Krankenkasse darüber informieren.


3. Eine Kündigung bedarf immer der Schriftform. Email reicht nicht!!!
hmoerser
Objektleiter
 
Beiträge: 251
Registriert: 17.10.2006 10:38

Re: Frage zum Vorstellungstermin

Beitragvon guardian_bw » 13.01.2015 17:15

Nur doof, dass ein schriftlicher Arbeitsvertrag nicht vorgeschrieben ist. Mündlich geht das auch.

Manchmal kann es sogar zum Vorteil des AN werden, wenn vor Arbeitsbeginn kein schriftlicher Arbeitsvertrag abgeschlossen wird... warum, sollte man sich denken können.
"Was ich anpacke, klappt immer..... ...manchmal
Mike Lowrey - Bad Boys
Benutzeravatar
guardian_bw
Moderator
 
Beiträge: 5459
Registriert: 05.06.2007 07:20
Wohnort: Dort, wo man alles kann ausser Hochdeutsch

Re: Frage zum Vorstellungstermin

Beitragvon hmoerser » 13.01.2015 17:40

gute Antwort! Stimmt aber nur im ersten Monat. Danach muss lt. Nachweisgesetz der AG die wesentlichen Vertragsbedingungen schriftlich niederlegen.

Dass manche AG das nicht tun ist mir natürlich auch klar...

Ich habe immer erst gekündigt, nachdem ich einen neuen AV vom AG unterschrieben in Händen hielt.

Aber das kann jeder Handhaben wie er will. Kommt auch auf die Verhandlungsposition an, und die ist in den

unteren Lohngruppen leider für den AN nicht immer gut, besonders wenn man Defizite hat.
hmoerser
Objektleiter
 
Beiträge: 251
Registriert: 17.10.2006 10:38

Re: Frage zum Vorstellungstermin

Beitragvon Tom511 » 14.01.2015 13:38

guardian_bw hat geschrieben:Nur doof, dass ein schriftlicher Arbeitsvertrag nicht vorgeschrieben ist. Mündlich geht das auch.

Manchmal kann es sogar zum Vorteil des AN werden, wenn vor Arbeitsbeginn kein schriftlicher Arbeitsvertrag abgeschlossen wird... warum, sollte man sich denken können.


Bei wem würden dann hinterher die Beweislast liegen?

Also z.b. AN sagt es sollten XX € vereinbart worden sein aber immer nur X € bezahlt.

Wie behandeln die Arbeitsgerichte solche "Arbeitsverhältnisse?
Tom511
Sicherheitsexperte
 
Beiträge: 1639
Registriert: 30.05.2006 09:46
Wohnort: Berliner

Re: Frage zum Vorstellungstermin

Beitragvon plastus » 14.01.2015 21:23

das Gericht würde wohl erstmal annehmen, daß der gezahlte Lohn der vereinbarte war, es sei denn der AN trägt glaubhaft vor sofort Differenzen angemahnt zu haben etc.. aber ich glaube darum ging es guardian nicht wirklich.

für nen neu eingestellten Mitarbeiter könnte da beispielsweise eher interessant sein, daß wenn keine Befristung/Probezeit vereinbart wurde man wohl annehmen darf daß es auch keine gibt etc, es ist ja nicht so, daß es keine Regeln für Arbeitsverhältnisse gäbe... ;-)
plastus
Einsatzleiter
 
Beiträge: 380
Registriert: 21.01.2007 21:17
Wohnort: freiburg, starnberg und zürich

Re: Frage zum Vorstellungstermin

Beitragvon Tom511 » 15.01.2015 13:31

Danke dir. Grundsätzlich meinte er etwas anderes, das dachte ich mir dann bereits :wink:
Tom511
Sicherheitsexperte
 
Beiträge: 1639
Registriert: 30.05.2006 09:46
Wohnort: Berliner


Zurück zu Anderes

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 6 Gäste

Anzeige
Anzeige
Anzeige