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Krankenstand beim Kunden

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Krankenstand beim Kunden

Beitragvon josef » 10.11.2015 09:28

Hallo liebe Kollegen!
Bei uns im Objekt müssen wir dass Krankenbuch führen, sowie die Bescheinigungen mit der Personalnummer versehen und dass Datum stempeln. Wir haben bei circa 500 Mitarbeitern gute 100 Kranke im Monat. Wie ist dass bei euch?
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Re: Krankenstand beim Kunden

Beitragvon Fump » 10.11.2015 09:33

Ihr verarbeitet als Sicherheitsdienstleister Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen von Mitarbeitern eures Kunden? So mit Namen, Krankenversicherungsdaten, Geburtsdaten etc.... ähm

ab jetzt bin ich dann mal sperachlos
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Re: Krankenstand beim Kunden

Beitragvon josef » 10.11.2015 09:45

Ja, dass wird von uns verlangt, so lange es das Objekt gibt. Eine ungeliebte Aufgabe, unser Disponent weiss darüber Bescheid! Bist Du derselbe Fump, den ich woanders her kenne?
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Re: Krankenstand beim Kunden

Beitragvon KampfKraut » 10.11.2015 12:31

War bei uns damals auch so. Dann wurde das irgend wann abgeschafft weil es ihnen wohl zu "heikel" wurde wegen Datenschutz... :roll: :mrgreen:
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Re: Krankenstand beim Kunden

Beitragvon josef » 10.11.2015 12:39

Genau da habe ich auch Bedenken, aber solange der Kunde es so will! :)
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Re: Krankenstand beim Kunden

Beitragvon Frank » 10.11.2015 19:32

Hallo,

Ihr verarbeitet als Sicherheitsdienstleister Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen von Mitarbeitern eures Kunden? So mit Namen, Krankenversicherungsdaten, Geburtsdaten etc.... ähm
ab jetzt bin ich dann mal sperachlos


wieso ??

Schon vergessen, was man bei der Einstellung bei jeder Sicherheitsfirma unterschreibt ??

Verschwiegenheitsverpflichtung


Wie ich bereits vor Jahren hier mehrfach geschrieben habe, kann man vieles hier im Forum (aber auch woanders, wie zum B. am Stammtisch) eben nicht im Original zum besten geben, da sonst der Urheber
einer solchen Meldung schnell gefunden ist.

Das:
Wir haben bei circa 500 Mitarbeitern gute 100 Kranke im Monat

hätte ich zum B. nicht gepostet, daraus lassen sich nämlich schon Rückschlüsse ziehen, denn es wird nicht viele Betriebe mit 500 MA und einem Krankenstand von 20 % geben 8)






Wobei Krankenscheine doch noch "Harmlose" Daten sind im Vergleich zu dem,was man als Security in so mancher Firma zum B. während der Postrunden im Hause in die Hände bekommt.
"Wo wir sind klappt nichts.........aber wir können nicht überall sein........"
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Re: Krankenstand beim Kunden

Beitragvon Fump » 10.11.2015 20:31

Verschwiegenheitsverpflichtung

Echt jetzt? Du vergleichst Äpfel mit Birnen?

Habe ich eine AU Bescheinigung, habe ich Vorname, Nachname, Geburtsdatum, Adresse und die KVNummer, ich würde sagen das wäre (sofern keine weiteren Maßnahmen getroffen, z.B. Unterweisungen, §11 Vertrag) für den besonders schützenswerten Datensupergau völlig ausreichend... kann einen kleinen bis mittleren Arbeitgeber schnell mal in die Knie zwingen (Stichwort Bussgelder) Da nützt die Verschwiegenheitserklärung soviel wie ein Tempo bei Heuschnupfen... Verbreite ich dann noch die Daten einer AU Meldung "Hey, Meier schon wieder vom Urologen krankgeschrieben.... bin ich auch schnell (als MA) im strafrechtlichen Bereich.

noch mal am Rande

500 Mitarbeiter, 100 Krankmeldungen in einem Monat, steht irgendwo das die Mitarbeiter sich einen ganzen Monat krank gemeldet haben oder nur einen Tag? Also Aussagekraft = 0, höchstens der Hinweis 500 Mitarbeiter, davon gibt es ja ein paar Firmen....
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Re: Krankenstand beim Kunden

Beitragvon Tom511 » 11.11.2015 11:13

Wir dürfen bei Notarzt- und Rettungswagen nicht einmal in unserem Bericht auf das Geschlecht
hinweisen.
Muss absolut neutral geschrieben werden, damit man nicht auf Grund der Daten auf den Mitarbeiter kommen kann.

Alles zwecks Datenschutz und Wahrung der Privatsphäre des Mitarbeiters.

Ich halte das auch für Datenschutzrechtlich sehr relevant. Auch mit Verschwiegenheitsverpflichtung werden einem Dritten vertrauliche Informationen gegeben, welche, mit großer Wahrscheinlichkeit, nicht mal richtig unterwiesen sind.
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Re: Krankenstand beim Kunden

Beitragvon josef » 11.11.2015 11:37

Tom511 hat geschrieben:Ich halte das auch für Datenschutzrechtlich sehr relevant. Auch mit Verschwiegenheitsverpflichtung werden einem Dritten vertrauliche Informationen gegeben, welche, mit großer Wahrscheinlichkeit, nicht mal richtig unterwiesen sind.





Wenn uns niemand, selbst auf Anfrage unterweist, können wir wenig dagegen tun. Unser Disponent wird auch nicht begeistert sein, wenn er ständig beim Kunden alles in Frage stellen soll. dass Recht sagt so, die zuständige Abteilung will aber nicht von ihrer Bequemlichkeit runter. Und die Entscheider im Werk interessiert es nicht! Wir sitzen wieder mal zwischen allen Stühlen!
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Re: Krankenstand beim Kunden

Beitragvon Fump » 11.11.2015 23:31

jetzt mal ganz speziell für Dich Frank....

Bei 500 Mitarbeitern und 100 Meldungen im Monat auf einem Krankenstand von 20% zu schließen und dadurch ein Unternehmen identifizieren zu wollen.... muss man betriebswirtschaftlich schon sehr einfach unterwegs sein
Bei einem KS von 20% über einen längeren Zeitraum ist ein privatwirtschaftliches Unternehmen praktisch tot (inkl weniger Ausnahmen)...

Und wieder auf die "Vertraulichkeit" bei so einem Thema zu kommen...

Beim Thema Bundesdatenschutz auf die Verschwiegenheitserklärung eines Arbeitsvertrages zu verweisen und diese in dem Fall als ausreichend zu bezeichnen (was grundsätzlich nicht ausgeschlossen ist, sofern bestimmte Faktoren seitens des Arbeitsgebers erfüllt sind)... da stelle ich gerade jegliche Fachkompezenz in Frage....

Du schreibst und schreibst und scheibst (siehe auch Thema Schusswaffe/Flüchtlingsheimbewachung) aber inhaltlich... Luftnummer.
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Re: Krankenstand beim Kunden

Beitragvon Fump » 11.11.2015 23:57

Du schreibst und schreibst und scheibst (siehe auch Thema Schusswaffe/Flüchtlingsheimbewachung) aber inhaltlich... Luftnummer.


Den Teil "siehe auch Thema Schusswaffe/Flüchtlingsheimbewachung" streichen, da wars doch tatsächlich unrecht..... bei der inhaltlichen Luftnummer hinsichtlich KS und BDSG ändert das aber nix....
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Re: Krankenstand beim Kunden

Beitragvon Tom511 » 12.11.2015 11:15

@Joesef

Dafür ist aber genau der Vorgesetzte, wie auch immer man diesen nenne will, da.
Der Arbeitgeber ist für Einhaltung der Gesetze zuständig.
Es darf von keinem Mitarbeiter verlangt werden, gegen geltendes Recht zu verstoßen.

Wenn der Kunde dies so will, dann hat er entsprechend eine saubere Regelung zu treffen.

Habe das momentan auch mit einem sehr heiklem Thema:
Kunde ist sich nicht einig und jeder versucht auf telefonischen Zuruf den Sicherheitsdienst zur Handlung
zu bewegen.
Hierfür gibt es von mir eine klare Regelung und die Mitarbeiter verweisen dann an mich.

Ich mache vieles mit, aber wenn der Kunde nicht selbst weiß was er will....
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