Gssk oder Fachkraft? Was ist besser?

  • Servus,


    1) Welcher Abschluss ist hier als höherwertiger einzustufen?


    Meines Wissens handelt es sich bei der Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit um einen anerkannten Ausbildungsberuf?

    Wäre hiermit die Frage schon beantwortet?


    2)Kollege hat noch einpaar Bücher zur Gssk herumliegen. Könnte ich diese für die Vorbereitung auf die externenprüfung Fachkraft Schutz und Sicherheit benutzen oder unterscheiden sich die Berufsbilder zu sehr?


    3) Wann ist der Termin für die Sommer externenprüfung zur Fachkraft bei der IHK Hannover? Wegen der Corona Problematik soll da wohl vieles verschoben sein? Die Homepage der Handelskammer verwirrt mehr als das sie Informiert.

  • Angus

    Hat das Thema freigeschaltet
  • Hab dir ein paar Übersichten eingebaut.

    Fachkraft ist auf jeden Fall höherwertig als die GSSK.
    Was das in der Praxis bedeutet, ist wieder was anderes.
    Ich mach am besten Beides, dann ergibt sich das Problem nicht.


    Nicht mehr alle Aktuell, aber im groben passt es soweit.
    In manchen Bundesländern gibts kein bis kaum ein Unterschied, und wird auch gleich bezahlt.
    In andern ist es wieder komplett anders.
    Wichtiger ist doch, sicher überhaupt weiter zu bilden.



    Qualifikationen Übersicht


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  • Die Fachkraft für Schutz und Sicherheit gilt als wertiger, da es sich um eine Berufsausbildung handelt.


    Beide Prüfungen unterscheiden sich in mehreren Punkten.


    Lies dazu unbedingt die gesetzl. Verordnungen!


    Zur Vorbereitung für Teil 1. der FSS Prüfung dürfte ein gutes GSSK Buch (z.B. Boorberg Verlag) ausreichen.


    Ich würde sogar sagen das ein gutes Sachkundebuch (z.B. Lernmaterialien für Einsteiger ins Bewachungsgewerbe) ausreichend ist.


    Dabei kommt es aber auch auf Vorbildung an.

  • Also das eine ist der Lehrberuf mit Abschluss bei der IHK. Sprich die Fachkraft Schutz und Sicherheit.

    Die GSSK ist ein kleinerer Abschluss den die meisten nach der §34a machen wenn sie in Arbeit stehen. Zeitdauer 1 Jahr.

    Was man oben geschrieben hat ist so nicht RICHTIG was die Werkschutz angeht.

    In Bayern und BaWü ist sie immer noch grosser Bestandteil der Ausbildung.

    Des weiteren dürfen GSSK Kräfte nur bedingt an einer BMZ / BMA Handlungen vollziehen.


    Das Abschalten von einzelnen Meldern JA

    Abschalten von Linien NEIN.

    Dieses ist nur den Fachkräften und den Werkschutz vorbehalten wie Logo den Meistern.



    Hoffe konnte Helfen.

    Olli

    Fachdozent im Bewachungsgewerbe und der Landespolizei Berlin / Brandenburg

    Mitglied im Prüfungsausschuss der IHK Potsdam

  • Guten Morgen Olli,


    hier muss ich nachfragen.

    Gilt deine Aussage zur Abschaltung für Linien auch für Berlin und Brandenburg oder nur für den südlichen Raum?
    Hiervon habe ich bisher noch nichts gehört.


    In Berlin und Brandenburg kann nach Einweisung geschalten werden.


    Tom

  • Hi Tom,

    wir gehen mal von 2 Sachen aus.

    1. wie es praktiziert wird und

    2. Rechtlich


    Klar wird nach Einweisung auch von denen ganze Linien Abgeschaltet, aber der ist nun mal Rechtlich dafür Verantwortlich das eine Ausgebildete Brandwache vor Ort ist.

    Und seien wir mal Ehrlich eine Einweisung dauert wie lange?

    Max einen Tag.


    In der Schule nehmen wir dieses Thema in den 3 Jahren Ausbildung 6 Monate durch.

    Und na ja ich Glaube nicht das die meisten einen Ionisationsmelder oder einen IR Flammenmelder in Kombination eines Liniearmelder kennen. Geschweige denn wo und wie man sie einsetzt oder deren Aufbau .

    Alleine bei der 34a Prüfung können mir die meisten nicht mal die Max Höhe eines Rauchmelders beantworten oder deren Aufbau


    Rechtlich nur Fachkräfte .

    Und oder Werkschutzkräfte da die genau dafür Ausgebildet sind.

    Stand IHK



    LG
    Olli

  • Hallo zusammen,


    also ich kenne in Bawü einige Objekte wo sogar SMA mit Unterrichtung die BMA bedienen und auf Anweisung Melder sowie Linien abschalten dürfen. Andersrum kenne ich aber auch genug Objekte wo kein SMA egal mit welcher Ausbildung irgendwas an der BMA an oder aus schalten darf sondern immer ein Ansprechpartner vom Objekt das machen muss.


    Ich denke sowas ist eher eine Absprache Sicherheitsdienstleister <-> Kunde. Zumindest habe ich auch noch nie was davon gehört das nur bestimmte Ausbildungsstufen bestimmte Sachen machen dürfen.


    Gruß Mark

  • Also Rechtlich gesehen, darf man ab der Sachkundeprüfung nach § 34a der GewO alles im Sicherheitsgewerbe machen.
    Sogar ein Gewerbe gründen (mal davon Abgesehen, ob das Sinn macht).
    So etwas wie BMZ ist da nicht extra geregelt.


    Genauso wie die Zeitdauer Angabe.
    Hab Schüler die für die Sachkunde 2 Jahre brauchen, und welche die Fachkraft nach 6 Monaten gemacht haben.
    Das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
    Wichtig ist, nicht Aufgeben.

    Daher Egal ob GSSK, FSSK oder auch die SKSS, bildet euch weiter.
    Es gibt auch noch sehr viel neben dieser Bildungswege.
    So habe ich bei der IHK mein IT-Sicherheitsbeauftragten gemacht.

    Der VDS bietet auch sehr viele Qualifikationen an.


    Hier ein Video vom Jörg Zitzmann (passt nicht zu 100% zum Thema, aber es ist gut):
    Video vom Jörg Zitzmann


    Oder auch ein Video von mir, mit einer Übersicht der Qualifikationen:

    XXL Video Bildungsstufen im Sicherheitsgewerbe (von der Unterrichtung bis zum Meister)


    Oder hier ein sehr altes Video vom Kai Deliominii:

    Kai Deliomini

  • Nirgends ist das Abschalten irgendwelcher Linien innerhalb der gesetzl. Verordnungen (MSS/FSS/SSS/GSK/SK34a/U34a) geregelt Als Dozent müsstest du das wissen. Was Auftraggeber und/oder Auftragnehmer sich erträumen ist nochmal was anderes.

  • Moin Moin, ich habe eine Kurze Frage, welcher Beruf ist den nun von der Rangfolge höher anzusiedeln. Ist es der Meister für Schutz und Sicherheit oder die Gssk ?


    Grüße aus Berlin

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