Meister mündliche Prüfung

  • Hallo,


    worauf liegt der Schwerpunkt im mündlichen Teil der Meisterprüfung? Hat jemand Erfahrung?

    Dank und Grüsse

  • Angus

    Hat das Thema freigeschaltet
  • Also, bei der IHK Köln ist das Thema aus dem Bereich Personal+Führung für das Fachgespräch bestimmend, das man aus einer Auswahl von über 30 (unbekannte) Themen blind ziehen kann. Danach gibt es eine kurze Vorbereitungszeit, um aus dem gezogenen Thema mit Medieneinsatz seinen Kurzvortrag (10-15 Minuten) vorzubereiten.


    Dann geht es in die Prüfung rein, trägt zusammenhängend vor und anschließend kommen idR aus dem eigenen Vortrag heraus Nachfragen der Prüfer. Zulässig und beliebt sind auch "Nebenkriegsschauplätze" durch die Prüfer zu eröffnen, um den Prüfling auf den Zahn zu fühlen.


    Meine Aufgabenstellung war es, als Führungskraft die Qualität einer Arbeitsgruppe zu analysieren und zu bewerten, warum es wiederholt zu Schlechtleistungen insbesondere eines "neuen" Mitarbeiters in der Gruppe in bestimmten Bereichen gekommen ist. Es wurde zudem nach Lösungsansätzen gefragt, wie mit der Gruppe und mit dem "auffälligen" Mitarbeiter umzugehen ist (führungstrchnisch / arbeitsrechtlich etc.). Das alles galt es möglichst umfassend und zugleich prägnant vorzubereiten, mit den zur Verfügung stehenden Medieneinsatz darzustellen und anschließend flüssig und überzeugend vorzutragen. Anschließend wurden noch Fallabweichungen mit den Prüfern diskutiert und die Prüfungsstunde war geschafft.


    Also konzentrierte, strukturierte Vorbereitungs- und Vortragsarbeit ist neben dem Wissen zum Thema schon erforderlich gewesen, im Vergleich kein Vergleich zur GSSK-Prüfung, weil es hier nicht nur um nüchternes Regelwissen geht, sondern einer Meistertätigkeit adäquat angelehnt Führungsthemen gefragt sind.


    Es hört sich so an, als ob dieser Prüfungsteil bevorsteht, deshalb viel Erfolg!


    Aus der Prüfungsordnung MSS:


    Im situationsbezogenen Fachgespräch soll die Fähigkeit nachgewiesen werden, Aufgabenstellungen analysieren, strukturieren und einer begründeten Lösung zuführen zu können. Der Lösungsvorschlag soll möglichst unter Einbeziehung von Präsentationstechniken erläutert und erörtert werden. Das Fachgespräch hat die gleiche Struktur wie eine schriftliche Situationsaufgabe. Es ist dabei der Handlungsbereich in den Mittelpunkt zu stellen, der nicht Kern einer schriftlichen Situationsaufgabe ist, es integriert insbesondere die Qualifikationsschwerpunkte, die nicht schriftlich geprüft werden. Das Fachgespräch soll für jede zu prüfende Person mindestens 45 Minuten und höchstens 60 Minuten dauern.

  • Ich möchte gerne auch meinen Meister machen leider sind die Stellen sehr rar.

    ob sich das noch lohnt ist Nebensächlich

  • Beitrag von heidewitzka ()

    Dieser Beitrag wurde von Angus aus folgendem Grund gelöscht: Doppelt ().
  • Danke! Diese Prüfung steht bei mir als nächstes an. Leider gibt es sehr wenig Fachliteratur bzgl. Meister für Schutz und Sicherheit. Da ich die gesamte Prüfungsvorbereitung autodidaktisch vorbereitet habe fehlen auch Lernpartner oder Kollegen um mal etwas nachfragen zu können. Bin dankbar für deine Ausführung!

    Viele Grüsse

  • Hallo Heidewitzka,


    dann wünsche ich Dir jetzt schon mal viel Erfolg!


    Ich habe in Erinnerung, dass Du neben der (bekanntlich) knappen Darstellungen in seinen Fachbüchern von Zitzmann auch dessen Mentorings in 2020 gesehen hast.


    Da auch ich mich damit "alleine" und ausschließlich auf die gesamte Prüfung MSS vorbereitet hatte, bist Du m. E. auf dem richtigen Weg.


    Bzgl. der mdl. Prfg. bzw. Ablauf Fachgespräch habe ich mir Prüfungssimulationen bei Industriemeistern angesehen, um den Ablauf und die Art und Weise der Präsentation bzw. des Vortrags kennen zu lernen.


    Verinnerlicheie Hinweise der zuständigen IHK im Vorfeld, eigne Dir das Wissen zum Hauptthema Personal+Führung an, stelle Dich mental darauf ein, nach Mitteilung der Aufgabe zum Prüfungsvorbereitungsbeginn sofort den Lösungsstrang (Sachverhalt erfassen+kurz darstellen können, Probleme gewichten und Lösungsansätze dazu entwickeln, ggf. mit einschlägigen Rechtskenntnissen umgarnen, Zusammenfassung) zu durchdenken und medial (idR Flipchart / Moderationskarten / Pinwand) entsprechend aufzubereiten.


    Das überlegte Vortragen dürfte wahrscheinlich kein Hindernis mehr bedeuten, weil man im Alltag Vorgesetzte und Kollegen regelmäßig überzeugen muss.


    Meiner Meinung nach ist der Vortrag, der mit dem vorhandenen Wissen zum Themenbereich und der entsprechenden vorher geschilderten Erwartungshaltung vorbereitet worden ist, in sich schlüssig und überzeugend, so dass damit der Prüfling - bei fairen und erfahrenen Prüfern in der MSS - drei Viertel für sein Bestehen getan hat, sogar für eine gute Note im wahrsten Sinne des Wortes.


    Falls Du außerhalb des Forums noch spezielle Nachfragen hast oder ich Dich sonst bei Deinem Vorhaben unterstützen kann, scheue Dich nicht, mich direkt über thorie2008@web.de anzuschreiben.

  • Vielen Dank für deinen Post. Vielleicht komme ich auf dein Angebot zurück.


    Ja genau, habe alle Zitzmann Bücher und auch die Mentorings durch.


    Respekt für deinen Weg. Arbeitest du auch in der Position?


    Viele Grüsse

  • Ich habe schon vorher seit Jahren als Niederlassungsleiter in einem mittelständischen Sicherheitsunternehmen gearbeitet. In der Corona-Zeit habe ich den Meister bei der IHK quasi als "Abfallprodukt" zum Masterstudium Sicherheitsmanagement gemacht, weil ich es für die Praxis als ideale Ergänzung zum strategischen Denken des Studiengangs dieses operative Handeln als Meister erkannt habe.


    Letztlich weite ich meine Kenntnisse iVm meiner IHK-Prüfertätigkeiten aus, um Auszubikdende in meinem Unternehmen als Ausbildungsleiter zu betreuen als auch freiberuflich als Dozent in der Sicherheitsbranche zu unterrichten.


    Das ist für mich die ideale Kombination, in der Berufsausbildung und Erwachsenenweiterbikdung unterwegs zu sein und dabei selbst lebenslang zu lernen.


    Daher weiß ich, wie spannend und herausfordernd auch Arbeitsfelder in der Sicherheitsbranche sind, gerade bei Spaß am Lernen - für sich, für niemanden sonst.

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