Ich bin ziemlich ratlos

  • Hallo Freunde,

    Ich arbeite seit 11 Jahren als Revierfahrer in ein und dem selben Betrieb.

    Freitag wurde mein Chef informiert(von eine MA meiner Heimatstadt) das meine 120 Stunden Unterrichtungsverfahren und Vorbereitung zur Sachkundeprüfung aus dem Jahr 2008 von der IHK nicht akzeptiert wird bzw meine Unterrichtung nicht anerkannt wird.

    Anbei mein Zertifikat welches ich früher ausgehändigt bekommen habe nach der Schulung und leider verpatzten Prüfung.

    Wer hat Rat?

  • Ich sehe hier eine ordnungsgemäße Teilnahmebescheinigung für die Unterrichtung nach § 34a, die zudem mit einer Dauer von 120 Stunden mehr als erforderlich ist.


    Die Mitarbeiterin des Ordnungsamtes (oder anderes Ressort?) möge die Ablehnung schriftlich begründen und mitteilen, welche Art von Unterrichtung anerkannt wird. Diese Begründung der IHK vorlegen und um Stellungnahme bitten.


    Nur zur Sicherheit: Wann und wo würde eine Unterrichtung stattfinden? Bei der Agentur für Arbeit arbeitssuchend melden (bei einem bestehenden Arbeitsverhältnis muss diese nicht persönlich erfolgen).


    Wurde ein Berufsverbot ausgesprochen oder nach einem bestimmten Zeitraum angekündigt?


    Evtl. der Behörde eine Schadenersatzklage androhen.

    Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.

    Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren.

    Du kannst die Leute um dich herum nicht ändern,

    aber du kannst ändern, wer um dich herum ist.

  • Vielen lieben Dank für Deine Worte!!!

    Laut meinem Chef, der mit der MA telefoniert habe, würde Sie, Zitat :"die Füße still halten bis zum nächsten Termin für die 40 Stunden"

    Meine Frage, muß ich da eine Prüfung ablegen? Ich bin ein absoluter Angstpatient was Prüfungen angeht.

    Bei der schriftlichen Qualifikation, wie ich sie habe, würde ich mich tatsächlich rechtlich beraten lassen. Nach 11 Jahren ist das schon ein Hammer.

    Mein nächster Gedanke, auf der Qualifikation, steht mein Geburtsname und das dies vielleicht mit meinem jetzigen angeheirateten Namen nicht zusammen passt!

    Wie gesagt, bin ratlos....

  • Bei der üblichen 40 Stunden dauernden Unterrichtung muss am Ende keine Prüfung abgelegt werden.


    Wenn man bedenkt, dass die IHK von der damaligen Bundesregierung beauftragt worden ist, hinsichtlich des Sicherheitsgewerbe eine Art Regelwerk zu erstellen, dann wundert mich das Verhalten einer Ordnungsbehörde schon.


    Es wäre quasi so, als wenn ein Stadtkämmerer dem Bundesfinanzministerium sagt, was diese zu tun haben.


    Nun gibt es mehrere Möglichkeiten:


    1.) Füße still halten und Unterrichtung machen.

    2.) Mit der Stellungnahme der IHK die Konfrontation suchen.

    3.) Nach der Unterrichtung eine schriftliche Stellungnahme fordern, diese der IHK vorlegen und ggf.

    die unnötigen Schulungsgebühren seitens der Stadt zurückfordern.

    Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.

    Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren.

    Du kannst die Leute um dich herum nicht ändern,

    aber du kannst ändern, wer um dich herum ist.

  • Ich denke, nach 11 Jahren werde ich meinen Job jetzt nicht verlieren.

    Ärgerlich und vor allem unnötig ist es allemal.

    Ich lese sehr heufig das nach der 40 Std. Unterrichtung eine Prüfung erfolgt, was mich auch maximal stutzig macht. Mein Betrieb hat auch ganz klar kommuniziert, das im Falle die Kosten seitens des Betriebes übernommen werden und Gehalt wird natürlich auch gezahlt im vollen Umfang.

    Letztendlich wird mir nichts übrig bleiben und heute abwarten. Mein Chef wird das Schriftstück der Qualifikation heute einreichen.

    Mehr bleibt erstmal nicht über.....

  • Also ich sehe leider da keine Unterrichtung von der IHK.

    Sondern ein Vorbereitungslehrgang auf die Sachkundeprüfung.


    Die Unterrichtung wurde da scheinbar mitgemacht.

    Allerdings ist das eine Extra Zertifikat, auf dem steht, welche Unterrichtung.

    Denn 2008 gab es noch 2 verschiedene Unterrichtungen.


    Da würde ich bei der IHK einfach mal nachfragen, die speichern das meist sehr lange.




    Was die Unterrichtung selbst angeht, gibt’s es da 20 Verständnisfragen.

    Das als Prüfung zu bezeichnen ist wohl stark übertrieben.

    Die gab es früher noch nicht.
    Die Unterrichtung nach § 34a GewO ist eine der Zugangsvoraussetzungen für das Sicherheitsgewerbe und wurde zum 01. April 1996 eingeführt.
    Sie wird ausschließlich über die Industrie und Handelskammern (IHK) für Unselbstständige (40 Unterrichtseinheiten) angeboten.
    Bis 30.11.2016 gab es auch eine Unterrichtung für Selbstständige (80 Unterrichtseinheiten)


    Das sind so Fragen wie: „dürfen sie einen Täter grundlos schlagen?“.

    Bitte kreuzen Sie da nicht JA an.


    Also deswegen brauchen Sie sich keine Sorgen machen.

    Das haben schon Personen bestanden, die diesen Text hier nicht lesen könnten.




    Was Prüfungen angeht, kenne ich das nur zu gut, mit der Prüfungsangst.

    Aber was passiert wenn Sie nicht bestehen? Richtig Nix

    Denn Sie dürfen die Prüfung, so oft machen, wie Sie wollen.

    Und hier spreche ich von der Sachkundeprüfung nach §34a der GewO.

  • Nur mal so. Ich habe die Unterrichtung und den Vorbereitungslehrgang zur Sachkundeprüfung mit einem Abstand von einem Jahr absolviert.


    1.) Unterrichtung 40 Stunden

    2.) 120 Stunden Unterrichtungsverfahren und Vorbereitung zur Sachkundeprüfung.


    Wenn du bei Nr. 2 kein Unterrichtung siehst, dann würde mich gerne interessieren, was wird bei 1. behandelt/gelernt, was bei 2. nicht behandelt/gelernt wird bzw. warum erkennst du einen 120 Stunden Kurs nicht als Unterrichtung an?


    Ich sehe Nr. 2 als höherwertig an, mit allen Themen von Nr. 1.

    Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.

    Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren.

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    aber du kannst ändern, wer um dich herum ist.

  • weil es keine 120h Unterrichtung gibt und gab.


    es gab nur:
    Die Unterrichtung nach § 34a GewO ist eine der Zugangsvoraussetzungen für das Sicherheitsgewerbe und wurde zum 01. April 1996 eingeführt.
    Sie wird ausschließlich über die Industrie und Handelskammern (IHK) für Unselbstständige (40 Unterrichtseinheiten) angeboten.
    Bis 30.11.2016 gab es auch eine Unterrichtung für Selbstständige (80 Unterrichtseinheiten)

  • Das Problem ist nicht das das 2. "höherwertig" ist bzw. das man da mehr lernt.


    Das Problem ist das die Behörden nur die IHK Nachweise der Unterrichtung als solche Akzeptieren und nicht Lehrgänge wo die Unterrichtung mitgemacht wird.


    Und im hier vorliegenden Fall ist es nur eine Teilnahmebescheinigung für einen Lehrgang und keine offizielles Zertifikat einer IHK deswegen wird das vom Ordnungsamt nicht akzeptiert.


    Ich würde einfach bei der IHK nachfragen ob die einem aufgrund des Lehrgangs die Unterrichtung bescheinigen könnten.

    Der Preis des Erfolges ist Hingabe, harte Arbeit und unablässiger Einsatz für das, was man erreichen will (Frank Lloyd Wright)


    Der überlegene Mensch vergisst nicht die Gefahr, wenn er in Sicherheit ist (Confucius)

  • Laut IHK (Internet Page) ist bei der Unterrichtung nicht notwendig, das die Unterrichtung durch die IHK vorgenommen werden muß. Was in diesem ja der Fall wäre, wurde ja durch die Wirtschaftsakademie durchgeführt. Es wurde uns früher ausgehändigt mit dem Zusatz, dies sei der Nachweis mit dem wir ohne Sachkunde arbeiten dürfen (haben wir nach der Prüfung von unserem Dozenten in Kiel ausgehändigt bekommen).

    Das ist doch crazy, zumal wir regelmäßig kontrolliert werden und nach 11 Jahren hat es kein Bestand mehr?

  • Das Ausstellen eines separaten Unterrichtsnachweis durch die IHK wie es das Ordnungsamt wünscht wäre wie von Huskyman geschrieben die einfachste Lösung. Wäre somit auch ein absurdum gegenüber dem Ordnungsamt.

    Dennoch mal Fragen, was die IHK von dem Anliegen der Ordnungsbehörde hält.

    Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.

    Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren.

    Du kannst die Leute um dich herum nicht ändern,

    aber du kannst ändern, wer um dich herum ist.

  • Also...... Mein Chef hat heute mit der Stadt telefoniert.

    Die Sachbearbeiterin war nicht da, nur Ihre Vertretung. Auch diese meint, nach Durchsicht des Schriftstückes, das dies ausreichend für die Tätigkeit im Revier ist.

    Begründung :Es ist von der WAK durchgeführt (IHK ist ja nicht zwingend notwendig) und es ist vermerkt, das eine Unterrichtung stattgefunden hat die über die geforderten 40 Std.ging

    Letztendlich muß dies die besagte Mitarbeiterin morgen absegnen, worin aber niemand ein Problem sieht,da ja alles relevante schriftlich belegt ist.

    Ich halte euch auf dem laufenden.

    Lg

  • Schnelle Frage:
    Gibt es eine Bewacher-ID?


    Wenn Du durch diese Prüfung gekommen bist, sollte alles im Reinen sein.

    Da hier auch die Grundqualifikation für den Bereich Sicherheit geprüft wird.


    Wenn Nein:
    Dann hat dein Unternehmen seine Arbeit nicht korrekt durchgeführt.


    ----

    Was haltet Ihr eigentlich von dem Webautritt der Wirtschaftsakademie?
    Habe den Anschein der Website das mit dem IHK-Logo etwas erreicht werden soll.


    Aber ich sehe obige Bescheinigung auch nur als Teilnahmebescheinigung, wobei man mit dieser bei der zuständigen IHK auch eine "richtige" §34a-Bescheinigung beantragen könnte. Nur so für die Zukunft.


    Tom

  • Hallo Freunde,

    So, folgender Sachverhalt. Meine Bescheinigung von 2008 über eine Unterrichtung von 120 Stunden wird nicht von der IHK anerkannt und somit auch nicht von meiner Heimatstadt. Ich habe über einen Bekannten, der Meister und Prüfer bei der IHK ist nachgefragt und selbst dieser sagt, das Schriftstück reicht aus. Nur die IHK sieht es anders.

    Letztendlich muß ich jetzt vom 02.05-05.05.23 eine 40 Stunden Unterrichtung vornehmen damit ich eine Qualifikation habe, die schlechter ist als meine jetzige bestehende von 120 Stunden.

    Meine Sorge, da ich mit Prüfungen massiv ein Problem habe, nicht weil ich es nicht weiß, sondern es eher wie eine Blockade ist, das ich die Prüfung nach diesen 40 Stunden nicht schaffe und mir die Bescheinigung nicht ausgehändigt wird. Klärt mich bitte 1x auf wie sich dieses vor Ort verhält.

    Liebe Grüße und danke für die zahlreichen Antworten und Tipps.

    Timo

  • Sorry das ich das schreibe, aber ich habs Dir ja gesagt.


    Was die Unterrichtung selbst angeht, gibt’s es da 20 Verständnis Fragen.

    Das als Prüfung zu bezeichnen ist wohl stark übertrieben.

    Keine Sorge, das ist keine echte Prüfung.
    Das schaffst du sowas von easy.

  • Sorry das ich das schreibe, aber ich habs Dir ja gesagt.


    Keine Sorge, das ist keine echte Prüfung.
    Das schaffst du sowas von easy.

    Dafür brauchst Du Dich nicht entschuldigen! Du warst nahezu der einzige der dies gesagt hat. Selbst mein Betrieb war zu 100% überzeugt das dies ausreicht, selbst der Betriebsanwalt 😅

    Lg

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