Kurioser Behördenfall in Frankfurt: Weil ein Treppengeländer leicht zu niedrig ist, bewacht ein Sicherheitsdienst das Schulgebäude – für Tausende Euro pro Woche.
Auf Kosten der Stadt Frankfurt muss ein Sicherheitsdienst das Treppengeländer einer Grundschule bewachen, weil es sieben Zentimeter zu niedrig ist. Dafür seien „momentan zwölf Personen zu unterschiedlichen Zeiten an verschiedenen Posten in den Treppenhäusern im Einsatz“, sagt eine Sprecherin.
Das Geländer in der Frauenhofschule misst statt 110 nur 103 Zentimeter. Bis eine „bauliche Lösung“ gefunden ist, werde das Geländer bewacht.
„100 Jahre” hatte es niemanden gestört
„Die Situation wird voraussichtlich noch zwei bis vier Wochen so bestehen bleiben“, sagt die Sprecherin. Dafür fallen nach Angaben der Stadt aktuell Kosten von rund 13.700 Euro brutto pro Woche an.
Solmaz Heidlindemann, die die Frauenhofschule aktuell vertretungsweise leitet, war „baff“, als der Anruf des Amts für Bau und Immobilien (ABI) kam. Am Montag sei dann der Sicherheitsdienst angerückt, seither säßen Wachleute auf Kinderstühlen im Treppenhaus.
„Für die Bewachung werden jetzt Steuergelder verbraten”
Das Geländer sei seit 100 Jahren so „und bisher hat es niemanden gestört“.
Soweit sie wisse, habe es auch nie einen Unfall gegeben. Die Schulleiterin ist sicher, dass man für wenig Geld im Baumarkt etwas hätte finden können, um das Geländer zu sichern - wenn das denn überhaupt nötig sei.
Geländer wird auch in den Ferien bewacht
„Für die Bewachung werden jetzt Steuergelder verbraten, die dringend für die Schulen benötigt würden“, sagt Heidlindemann. Der ganze Fall zeige „die ganze Planlosigkeit und das Missmanagement“ der Frankfurter Ämter und Behörden.
Auch in den Osterferien, die in Hessen nächste Woche beginnen, wird das Geländer weiter bewacht. Dann allerdings könnte es günstiger werden, weil nur wenige Schüler da seien und einzelne Treppen gesperrt werden könnten. Die Stadt rechnet dann nur noch mit 5000 bis 6000 Euro.
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Da fällt einem nichts mehr zu ein.....

