Meister im Eigenstudium

  • Hallo zusammen,

    wir alle wissen: Der Meistertitel ist im Sicherheitsgewerbe der Türöffner für echte Führungspositionen. Aber während viele den klassischen Weg über teure Vollzeit- oder berufsbegleitende Lehrgänge bei Bildungsträgern gehen, gibt es eine Gruppe, die oft unter dem Radar fliegt: Die Autodidakten.


    Sich den Stoff für BQ (Basisqualifikation) und HQ (Handlungsspezifische Qualifikation) komplett selbstd beizubringen, während man vielleicht noch einen 12-Stunden-Dienst schiebt, ist eine enorme Leistung.

    Warum dieser Post?

    Ich möchte diesen Weg sichtbarer machen und all jene motivieren, die aktuell überlegen, das Projekt "Meister" ohne teuren Kurs zu starten. Aber vor allem interessiert mich: Wie habt ihr das geschafft?

    Mich interessieren eure „Geheimrezepte“:

    • Das Material: Mit welchen Büchern habt ihr gearbeitet? (Boorberg, Feldhaus, VHZ oder doch die Rahmenlehrpläne der DIHK?)
    • Die Struktur: Wie sah euer Lernplan aus? Habt ihr euch nach dem Rahmenlehrplan vorgearbeitet oder thematisch sortiert?
    • Die Disziplin: Wie habt ihr euch nach der Schicht motiviert? Gab es Lerngruppen (online/offline) oder wart ihr echte Solisten?
    • Die Hürden: Welches Fach war im Selbststudium das härteste? (Meistens hört man ja von BWL...)
    • Der Kostenfaktor: Was habt ihr am Ende effektiv ausgegeben (nur Prüfungsgebühren und Bücher)?

    Ein kleiner Impuls vorab:

    Es heißt oft, die Durchfallquoten seien ohne Kurs höher. Ich glaube aber, dass man mit der richtigen Strategie und dem Austausch in der Community genau das Gegenteil beweisen kann.


    An alle, die den Brief bereits in der Tasche haben: Teilt eure Erfahrungen! Was war euer „Aha-Moment“, als ihr gemerkt habt: „Ich brauche keinen Dozenten, ich verstehe das auch so“?


    Ich bin gespannt auf eure Storys und Tipps!

  • Alle wollen Meister werden alle wollen Akademiker und alle wollen auch in der Stadtmitte wohnen.

  • Ich hab‘ diesen Beitrag spaßeshalber mal freigeschaltet damit Ihr einen Eindruck bekommt, was die Leute hier glauben posten zu müssen, der andere war es noch weniger wert, dass ihn jemand lesen muss, davor bewahre ich Euch… ;)


    Das passiert, wenn jeder einfach so in‘s Internet darf.

  • Ich hab‘ diesen Beitrag spaßeshalber mal freigeschaltet damit Ihr einen Eindruck bekommt, was die Leute hier glauben posten zu müssen, der andere war es noch weniger wert, dass ihn jemand lesen muss, davor bewahre ich Euch… ;)


    Das passiert, wenn jeder einfach so in‘s Internet darf.

    „Schon ironisch: Da beschwert sich jemand darüber, dass ,jeder einfach so ins Internet darf‘, und nutzt diese Freiheit dann selbst nur für einen derart arroganten und herablassenden Kommentar. Der Ursprungspost spricht mit Fachkräftemangel und Akademisierungswahn wenigstens ein reales gesellschaftliches Thema an – dein Beitrag hingegen spricht eigentlich nur Bände über dein Ego als Moderator. Aber danke, dass du uns als selbsternannter Wächter des Forums vor echten Diskussionen bewahrst. 😉“

  • Gerne teile ich meine Erfahrungen auf dem Weg zum Meisterbrief, denn dein Vorhaben ist absolut realistisch und ich hoffe, meine Einblicke helfen dir und anderen.

    Was das Lernmaterial angeht, so bildeten für mich die Bücher aus dem „Industriemeister (IHK) Lehrbuch Paket“ von Birgit Dickemann-Weber die perfekte Grundlage.
    Sie sind umfassend und verständlich aufbereitet. Eine besondere Empfehlung möchte ich für die „Industriemeister: Die Gesetzessammlung 2026“ von Jana Michel aussprechen.
    Diese Sammlung war für mich in der Praxis deutlich hilfreicher und besser strukturiert als das bekannte Pendant einer großen Nürnberger Marke.


    Meine Lernstruktur und die nötige Disziplin waren stark von meinem Arbeitsalltag geprägt.
    Bei 12 Stunden Schichten blieb kaum Zeit übrig.
    Mein persönlicher Schlüssel zum Erfolg war daher die Schaffung von Lernzeit, wo eigentlich keine war.
    Ich habe mir die wichtigsten Inhalte selbst als eine Art Lernhörbuch aufgenommen.
    So konnte ich die täglichen Autofahrten nutzen und mir den Stoff immer wieder anhören.
    Oft waren es auch nur ein bis zwei Stunden während der Nachtschicht, in denen ich konzentriert lernen konnte.


    Meinen Lernplan habe ich nicht starr nach dem Rahmenlehrplan aufgebaut, sondern sehr pragmatisch an alten Prüfungen ausgerichtet.
    Ich habe mir ein umfangreiches Archiv fast aller Prüfungen seit Mitte der Neunzigerjahre besorgt und mich daran orientiert, um die Schwerpunkte und die Art der Fragestellungen zu verinnerlichen.
    Den Versuch, mich in WhatsApp Lerngruppen zu organisieren, habe ich schnell wieder aufgegeben.
    Der Austausch artete leider oft in Angeberei aus und war wenig produktiv.
    Letztendlich war ich also ein Solist, was für mich die effizienteste Methode war.
    Obwohl ich formell über eine Nürnberger Akademie eingeschrieben war, muss ich klar sagen, dass der Lernerfolg zu mindestens 90 Prozent auf reinem Selbststudium beruhte.


    Die größte fachliche Hürde war für mich eindeutig das Fach Betriebswirtschaftslehre.
    Die Inhalte fühlten sich oft sehr abstrakt und weit entfernt von meinem praktischen Arbeitsalltag an. Hier war am meisten Paukerei nötig.
    Am leichtesten fiel mir im Gegensatz dazu der Bereich Recht, da die Strukturen hier sehr logisch und nachvollziehbar waren.


    Für sämtliches Lernmaterial wie Bücher und Lernkarten habe ich etwa 1000 Euro investiert.
    Dazu kamen dann noch die externen Kosten für Prüfungsgebühren, die notwendigen Hotelübernachtungen, Verpflegung und die Anfahrtskosten, was sich auf rund 2000 Euro belief.
    Die Kosten für die Akademie nenne ich hier aus Gründen hier nicht.

    Mein persönlicher „Aha-Moment“ war die Erkenntnis, dass die alten Prüfungen der beste Dozent sind, den man haben kann.
    Als ich verstand, wie die Fragen aufgebaut sind und welche Themen immer wiederkehren, wusste ich, dass ich den Weg auch ohne ständige Anleitung meistern kann.

  • Zitat
    Herzlichen Dank für diesen großartigen und detaillierten Beitrag! Solche Praxis-Einblicke sind für die gesamte Community hier extrem wertvoll. Das hilft nicht nur mir persönlich bei meinem eigenen Lernplan, sondern ist ein riesiger Mehrwert für alle, die gerade vor demselben Berg stehen. Danke für deine Mühe!
  • Der Ursprungspost spricht mit Fachkräftemangel und Akademisierungswahn wenigstens ein reales gesellschaftliches Thema an

    Nein, spricht er nicht an.


    Die nicht veröffentlichten Beiträge des gleichen Posters gehen - wie viele andere nicht veröffentlichten Beiträge nicht-angemeldeter Poster - in die Richtung dass der Sicherheitsdienst nichts wert ist, die Leute die im Sicherheitsdienst arbeiten alle Sozialversager sind, nix können und auch nichts können müssen.


    Und genau in dem Kontext ist auch der obige Beitrag zu verstehen. Außer, man will es halt nicht verstehen...


    und nutzt diese Freiheit dann selbst nur für einen derart arroganten und herablassenden Kommentar.


    dein Beitrag hingegen spricht eigentlich nur Bände über dein Ego als Moderator.


    Danke für Deine fachliche Analyse.


    Aber danke, dass du uns als selbsternannter Wächter des Forums vor echten Diskussionen bewahrst. 😉“

    Gerne.

  • Hallo Peter,

    vielen Dank für deine Rückmeldung. Ich möchte aber doch kurz auf die Art und Weise eingehen, wie du hier kommunizierst.

    Dass du als Moderator Einblick in gelöschte Beiträge hast, ist klar. Diesen Informationsvorsprung aber zu nutzen, um eine sachliche Meinung als 'unqualifiziert' darzustellen, macht eine offene Diskussion unmöglich. Ich kann nur das bewerten, was öffentlich lesbar ist – und darauf bezog sich meine Kritik.

    Was mich jedoch irritiert, ist der persönlich-defensive Ton deiner Antwort. Als Moderator hast du eine Vorbildfunktion für die Diskussionskultur in dieser Gruppe. Wenn Kritik an der Art der Beitragsführung direkt mit Sarkasmus oder dem Verweis auf 'mangelndes Hintergrundwissen' abgekanzelt wird, erstickt das jeden konstruktiven Austausch im Keim.

    Mir geht es um die Außenwirkung unserer Branche und darum, wie wir hier miteinander umgehen. Ein professionellerer Umgang mit anderen Meinungen – auch wenn sie die Moderation betreffen – würde der Gruppe sicher guttun.

    Beste Grüße

  • Die nicht veröffentlichten Beiträge des gleichen Posters gehen - wie viele andere nicht veröffentlichten Beiträge nicht-angemeldeter Poster - in die Richtung dass der Sicherheitsdienst nichts wert ist, die Leute die im Sicherheitsdienst arbeiten alle Sozialversager sind, nix können und auch nichts können müssen.


    Und genau in dem Kontext ist auch der obige Beitrag zu verstehen. Außer, man will es halt nicht verstehen...

    so verstehe ich den Beitrag nicht, was hast du gelesen?

  • Interessante Entwicklung ^^

    An alle, die den Brief bereits in der Tasche haben: Teilt eure Erfahrungen! Was war euer „Aha-Moment“, als ihr gemerkt habt: „Ich brauche keinen Dozenten, ich verstehe das auch so“?

    Ich persönlich sage, dass es auch ohne Dozent oder Akademie geht, wenn man die Inhalte strukturiert lernt. Mittlerweile gibt es dafür ja auch gute Alternativen zu Akademien. Von Akademien selbst bin ich allerdings kein großer Freund. Es gibt bestimmt auch gute und ehrliche, aber ich persönlich habe diese Erfahrung leider nicht gemacht.


    Bleib auf jeden Fall dran. Auch neben der Arbeit kann man den Meister machen. Es ist anstrengend, aber wenn man es wirklich will, ist es machbar.

    Meister für Schutz und Sicherheit – mit Stolz im Beruf.

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