Warum habt ihr diesen Beruf ergriffen?

  • Das ist kein Beruf, sondern bestenfalls ein Job.

    In den meisten Fällen auch das nicht.

  • Es war ein Zufall, es gab einen Job als Wachmann in meiner Stadt, 15 Autominuten, Dauernachtschicht, was ich absolut bevorzuge in einer ruhigen Dienststelle.

    Ich war 3 Monate vorher arbeitslos geworden, so ein Just in Time Lager für VW, da habe ich als LKW Fahrer Kl.2 :)und Kranführer 100 to Brückenkrane gearbeitet, ist also schon länger her.

    Damals war das ein ganz guter Job für Peine Salzgitter Stahl AG, Verdienst okay.

    VW Kurzarbeit, wir kurz danach, dann nach 9 Monaten mußten welche gehen, also wie immer, Junggesellen vor, 2 Junggesellen in meiner Schicht, einer über 50 und ich mit etwas mehr als 30.

    War klar wer geht.

    3 Monate erstmal Ferien gemacht, hatte ja auch ne Abfindung eingeklagt, ging mir nicht schlecht.

    Aber ich wollte auch nciht die ganze Kohle für Nichtstun verheizen, dachte ich mir, gehste 3 oder 4 Monate als Nachtwächter, zumal das auch ne interessante Dienststelle zu sein schien.

    Bisschen Geld brachte es ja auch, 10,67 DM und 2,50 DM je Nachtschichtstunde. 200 Stunden Mindestarbeitszeit je Monat, brachte nichtmal die Hälfte meines bisherigen Lohnes bei 150 Stunden. ;(

    Trotz 500 DM steuerfreiem Nachtzuschlag.

    Aber es war nicht nervig, ich konnte mich mit Dingen befassen für die ich vorher nie Zeit hatte.

    Serveradministration z.B. viele Bücher gelesen,

    Zu der Hektik von vorher war das sehr angenehm.

    Wollte ich aber trotzdem nicht so lange machen, na okay, bin im 26. Jahr an der gleichen Dienststelle, gleicher Arbeitgeber.

    Das es ein ganz lockerer Job ist auch bei mittlerweile bis 260 stunden will ich nicht negativ bewerten.

    Heute würde ich nicht mehr in einen Kran oder LKW wollen, zuviel Hektik.

    In dem Job habe ich noch keinen Fehltag gehabt, nie krank, kein Stress und alles gut.

    War vorher anders, brauche ich nicht nochmal.

    Ich wiege jetzt 50 kg mehr als zu Anfang, aber das macht nichts. :)

  • Zufall, reiner Zufall.


    Nachdem ein privater Briefdienstleister mich nichtmehr bezahlen konnte hab ich beim Arbeitsamt noch zusätzlich Wachdienst mit angeben lassen. Immerhin hatte ich während meiner SaZ Zeit viel Wache beim Bund gemacht.


    Bin dann durch einen privaten Vermittler zu einer Sachkundeweiterbildung vermittelt worden. Das halbe Jahr beinhaltete diverse Kurse wie Waffensachkunde und Brandschutz.

    Nach dem halben Jahr dann erfolgreich die Prüfung abgeschlossen, und im Sicherheitsgeschäft angefangen. Dort habe ich bereits in vielen Bereichen arbeiten dürfen (Werkschutz, Revierdienst, torposten Kaserne)

    Mittlerweile arbeite ich in einer Alarmempfangsstelle (teils auch NSL), und programmier teilweise auch die EMAs von Seiten der Empfangseinheit aus.


    Nach fast fünfzehn Jahren bin ich dabei meine Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft zu machen. Danach evtl. Noch die leitende NSL Fachkraft.


    Und das als gelernter Briefträger ;)

    Das Leben gestaltet sich schon interessant^^

  • Bei mir ging es los in den 90igern.

    Ausbildungsstellen waren knapp, und da lernte ich Bäcker.

    Fand dann Arbeit in Bayern bei Müllerbrot (noch den echten) und dann zum Wehrdienst.

    Dort machte ich eine Ausbildung zum Wach und Sicherungssoltaten.


    Zurück im Arbeitsleben 12 Jahre in einer kleinen Bäckerei verbracht, bis ich meine Frau kennenlernte.

    Sie meinte warum ich mich so Kaput arbeiten für eine Festlohn mitten n Bayern.

    Waren damals 1350€ Netto.


    Komm zum Geld und Werttransport.

    Gesagt getan, Waffensachkunde gemacht und Sachkunde nach §34a und dann 4,5 Jahre dort verbracht.

    Bis mein neuer Arbeitgeber mit dem Angebot kam, eine Berufsbegleitende Ausbildung zur Fachkraft zu machen.

    Schon war die Firma gewechselt. Tja und da bin ich jetzt seit 8 Monaten.


    Vor dem Wechsel hatte ich mich noch mit meiner Frau zur GSSK angemeldet.

    Leider Fehlten mir 3 Punkte, die hole ich mir im Herbst.

    Arbeitgeber meinte zwar, braucht nicht wenn in Ausbildung bist, aber man weis ja nie was kommt.

    Was man hat, hat man nun mal.


    Auch wenn ich Selbstlernen nicht unbedingt empfehlen kann.

    Schon besser wen jemand zeigt was man genau braucht.

  • Nach 10 Jahren im Ausland hab ich mit damals 56 Jahren nichts besseres gefunden. Ich hab aber Glück gehabt bin bei einer super Firma gelandet mit der ich sehr zufrieden bin was nicht jeder in der Branche behaupten kann. Durch lange Jahre in der IT bin ich was Rente angeht gesichert und die Zeit (heute noch genau 1007 Tage :) ) bis dahin mach ich einfach so weiter.

  • Bei mir war es Zufall. Ich bin heute 40 Jahre alt und hatte nie etwas mit dem Sicherheitsbereich zu tun und zur Bundeswehr brauchte (durfte) ich nicht, was ich heute schade finde.

    Nachdem ich 2015 Hartz IV bezog (unteranderem weil ich nie einen Führerschein gemacht habe) und gehört habe das die Sicherheitsbranche boomt und ich aus Hartz IV raus wollte habe ich auf eigene Rechnung aber ohne Vorbereitungskurs den 34a-Schein gemacht. Ich bin dann bei einer Sicherheitsfirma angefangen und habe im Objektschutz gearbeitet. An diesem Objekt wurden damals Fahrzeuge zur Bestreifung eingesetzt und meine Vorgesetzten haben mir erlaubt auf dem Gelände mit den PKW's zu fahren. Während diese Zeit hatte die finanziellen Möglichkeiten einen Führerschein zu machen.

    Leider habe ich mich beim Sport verletzt und als ich wieder gesund war musste ich mich Arbeitslos melden. Beim ersten Besuch hat man mir ohne zu fragen eine Umschulung angeboten. Nun mache ich gerade meine Umschulung zu Fachkraft für Schutz und Sicherheit.

    Also der Gang in das Sicherheitsgewerbe war für mich äußerst positiv.

  • Ursprünglich eine Alternative zum "Traumjob" Polizist, da es damit aus gesundheitlichen Gründen leider nicht geklappt hat. Interessanterweise bin ich als FKSS heute als Angestellter im Polizeidienst tätig. :D


    VG