Unsicherheit wie in einer Prüfungssituation​

  • Hey Kollegen,


    ich arbeite seit über 10 Jahren als Sicherheitsmitarbeiter in einem mittelständischen Bewachungsunternehmen. Mich plagt eine große Unsicherheit, wenn es um Gespräche mit Kunden oder Vorgesetzte geht. Im normalen Dienstalltag habe ich keine Probleme. Ich arbeite ruhig und professionell. Mein momentaner Aufgabenbereich ist die Sicherheit im ÖPNV. Wenn es aber zu Gesprächen mit Vorgesetzten oder Kunden kommt, werde ich plötzlich megaunsicher und fange an Sätze nicht mehr richtig zu bilden oder spreche auf einmal ziemlich leise und wirke schüchtern. Diese Unsicherheit fühlt sich an wie in einer Prüfungssituation. Es stört mich. Ich bin eigentlich so selbstbewusst und schlagfertig. Das bleibt in solch eine Situation einfach aus.


    Hat jemand Rat für mich? ;(


    Lutze

  • Hallo,


    dann solltest du diesen Aufgabenbereich (ÖPNV) so schnell wie möglich wechseln, da er offensichtlich nichts für dich ist.


    Denn gerade im ÖPNV hast du es nun einmal mit der ganzen Bandbreite menschlichen Verhaltens und Menschlicher Typen zu tun.


    Da ist eine klare Linie (durch dich) unbedingt erforderlich,nämlich Höflich zu sein aber bestimmt.


    Denn der "optische" Eindruck des Gegenübers kann oft stark täuschen....hier bei uns im Kohlenpott sind zum B. sehr viele Akademiker unterwegs, die du vom ersten optischen Eindruck eher den Parkbankbewohnern zu ordnen würdest.


    Einen Hochschul-Professor zu duzen und zu Fragen " na alter hasse überhaupt ein Ticket ? bringt dich dann nämlich ganz schnell zu den Vorgesetzen :-)

    "Wo wir sind klappt nichts.........aber wir können nicht überall sein........"

  • Hallo,


    dann solltest du diesen Aufgabenbereich (ÖPNV) so schnell wie möglich wechseln, da er offensichtlich nichts für dich ist.

    Hallo Frank,


    Ich vermute die Fragestellung wurde nicht richtig verstanden.

    Dies entnehme ich dem folgenden Zitat:

    Denn gerade im ÖPNV hast du es nun einmal mit der ganzen Bandbreite menschlichen Verhaltens und Menschlicher Typen zu tun.

    lutze ging es um das Thema, wie er mit dem Vorgesetzten und dem Auftraggeber in der Kommunikation besser umgehen kann.


    lutze


    Kommunikation und das sich daraus ergebende Selbstbewusstsein hat oftmals mit Erfahrung zu tun.

    Je öfter ich mit dieser "Gruppe" kommuniziere, desto sicherer werde ich.

    Manche Menschen sind eher introvertiert und haben in der Kommunikation nach außen eher Probleme.

    Da bist Du also nicht alleine.

    Sich seiner Stärken bewusst sein, zu wissen, was man kann ist oftmals der Startpunkt.

    Wenn man dass Kundengespräch im öffentlichen Bereich des Kunden heranzieht und dort keinerlei Probleme hat,

    ist hier grundsätzlich, bzw. vermutlich, eine Blockade im Kopf der Auslöser, was das Gespräch mit dem Vorgesetzten oder Auftraggeber angeht.


    Man muss sich immer vor Augen halten, dass diese Menschen eben nur Menschen sind.

    Sie haben eine andere Aufgabe und interessieren sich unter Umständen für andere Sachen.

    Im Kern möchten Sie einfache Antworten auf die gestellte Frage.


    Kopf hoch, öfters das Gespräch suchen, probieren, hinfallen, aufstehen, wieder hinfallen und wieder aufstehen.


    Alles andere ergibt sich von selbst.


    Gruß 2m02cm-Mann

    Sei stehts freundlich zu deinen Mitmenschen und habe Respekt!!!!

  • Hallo 2Meter,


    und ich vermute, das du ein reiner Theoretiker bist der noch nie Streife in Zug/Bus oder U-Bahn gefahren ist.


    Deine Theoretischen Betrachtungen passen für den Dienst in einer Firma aber nicht im ÖPNV.


    Der Fragesteller ist offensichtlich nicht dafür geeignet und das ist doch kein Problem,denn kein Security ist für alle vorkommenden Dienstarten geeignet.


    Da geht man halt zum Vorgesetzten und sagt Klartext und ein guter Vorgesetzter wird das auch berücksichtigen.


    Es gibt nun einmal Leute die Super sind, wenn sie die ganze Nacht durch die Heide laufen dürfen und Kontrollstellen abgehen und ebenso gibt es Leute, die es schon über 23 Jahre im ÖPNV machen.


    Hier bei uns im Revier sind zum B.etliche über Dussmann,Arnolds,Kötter und aktuell Stölting im Nahverkehr der DB AG Regio seit 1996 schon tätig.

    Es haben aber auch viele nach den ersten Wochen das ganze wieder verlassen.

    "Wo wir sind klappt nichts.........aber wir können nicht überall sein........"

  • Hallo Angus,


    na ich vermute mal, das er die vielen kleinen (und möchtegern-Großen) der Verkehrsunternehmen meint.


    Schließlich ist das ja öffentlicher Dienst und da kommen auf jeden arbeitenden Menschen mindestens 3 Kontrolleure.


    Im Linienbusverkehr wirst du die erste "Gattung" von Kontrollettis wohl schon oft gesehen haben, nämlich die sogenannten Verkehrsmeister , die mit dem Pkw oder Bully durch die Gegend fahren und die eigenen Fahrer aber auch das Fremdpersonal kontrollieren


    Daneben gibt es aber auch noch Zivile Kontrollettis, die in dem jeweiligen Verkehrsmittel mitfahren und sich mal zu erkennen geben, mal aber auch nicht.


    Und das war noch nicht alles, denn jetzt kommen noch sozusagen die Ober-Aufpasser dazu, weil nämlich jeder Verkehrsverbund in Deutschland ebenfalls Kontrollettis unterwegs hat in Zivil.


    Und bei der Deutschen Bahn gibt es dann noch die Krönung, weil da laufen dann noch zivile Kontrollettis der Regionalgesellschaften und der Konzernspitze rum und überprüfen sowohl ihre eigenen Leute als auch alle Fremdfirmen.



    Wenn du zum B, als Security in einem Zug oder Bus/U-Bahn/Strab unterwegs bist und als "Fahrausweisprüfer" tätig bist, kann es dir passieren das du 4 mal angequatsch wirst.


    Das kann dann schon nervig sein....

    "Wo wir sind klappt nichts.........aber wir können nicht überall sein........"

  • Hallo 2Meter,


    und ich vermute, das du ein reiner Theoretiker bist der noch nie Streife in Zug/Bus oder U-Bahn gefahren ist.


    Deine Theoretischen Betrachtungen passen für den Dienst in einer Firma aber nicht im ÖPNV.

    Hallo Frank ,


    ist es für die Beantwortung der Fragestellung relevant, ob ich in einem Zug/Bus oder einer U-Bahn mitgefahren bin?


    In der Frage wurde angedeutet, dass seitens des Fragestellers immer wieder das Problem auftritt, dass er Schwierigkeiten in der Kommunikation mit seinem Vorgesetzten / Chef und einer Führungskraft eines Auftraggebers kommt.

    Ihm fehlt nach eigener Aussage in der Kommunikation das nötige Selbstvertrauen, auf Augenhöhe zu kommunizieren.

    Es geht hier also um ein Zwischenmenschliches Problem, dass er in seiner Tätigkeit als Sicherheitsmitarbeiter im Dienst des ÖPNV nicht hat.

    Vielleicht bin ich hier auch nur zu Theoretisch. Ich bin der Meinung, eigentlich nicht :saint:


    Gruß 2m02cm-Mann

    Sei stehts freundlich zu deinen Mitmenschen und habe Respekt!!!!

  • Ich danke für die vielen Antworten. Es geht mir um Gespräche mit Kunden oder Vorgesetzte. Aktuell bessert es sich ein wenig, da ich eine Therapie begonnen habe. Den Fachbereich verlassen möchte ich nur ungern. Während der Dienstausübung im Regeldienst, habe ich diese Probleme günstigerweise nur sehr selten.


    Ich informiere euch hier in gesunden Abständen über Fort oder Rückschritte. Vielleicht gibt es ja auch andere mit ähnlicher Problematik und ich kann damit etwas helfen.